{"id":19470,"date":"2026-05-20T07:20:08","date_gmt":"2026-05-20T07:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/19470\/"},"modified":"2026-05-20T07:20:08","modified_gmt":"2026-05-20T07:20:08","slug":"45-millionen-menschen-in-not-care-unterstuetzt-familien-in-burkina-faso-mit-nothilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/19470\/","title":{"rendered":"4,5 Millionen Menschen in Not: CARE unterst\u00fctzt Familien in Burkina Faso mit Nothilfe"},"content":{"rendered":"<p>Gewaltsame Auseinandersetzungen und politische Instabilit\u00e4t haben Burkina Faso in eine tiefe Notlage gest\u00fcrzt: Seit mehr als einem Jahrzehnt ersch\u00fcttern Anschl\u00e4ge terroristischer Gruppen das westafrikanische Binnenland, insbesondere in den Grenzregionen zu Mali und Niger. Ein Milit\u00e4rputsch im Jahr 2022 destabilisierte die ohnehin fragile Lage weiter. 4,5 Millionen Menschen ben\u00f6tigen dringend humanit\u00e4re Hilfe. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen und finanzieller Unterst\u00fctzung der Austrian Development Agency (ADA) im Rahmen von International Partnerships Austria hilft CARE Familien in Burkina Faso. <\/p>\n<p>Hunger und Gewalt f\u00fchren zu Vertreibung<\/p>\n<p>Limata Sawadogo ist 60 Jahre alt und hat alles verloren. Anhaltende Gewalt zwang die B\u00e4uerin, ihr Zuhause zu verlassen. Heute lebt sie als Binnenvertriebene in D\u00e9dougou im Westen des Landes. Die unsichere Lage und fehlende Mittel machten es ihr unm\u00f6glich, weiter Landwirtschaft zu betreiben und so ihre Familie zu ern\u00e4hren. Limatas Geschichte steht stellvertretend f\u00fcr Millionen Menschen in Burkina Faso.<\/p>\n<p>Wetterextreme wie D\u00fcrren und \u00dcberschwemmungen vernichten Ernten, bewaffnete Konflikte machen es in manchen Regionen schlicht zu gef\u00e4hrlich, die Felder zu bestellen. Das trifft ein Land besonders hart, in dem rund 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung von der Landwirtschaft leben. \u00dcber zwei Millionen Menschen wurden deshalb bereits innerhalb ihrer Heimat vertrieben. Wer nicht fliehen kann, k\u00e4mpft t\u00e4glich ums \u00dcberleben. Frauen und Kinder tragen dabei die gr\u00f6\u00dfte Last.<\/p>\n<p>Soforthilfe, die ankommt<\/p>\n<p>Genau dort setzt CARE an. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation WU PAKUWE wird in der Boucle-du-Mouhoun-Region, einer der wichtigsten Agrarregionen des Landes, ein umfassendes Nothilfeprojekt umgesetzt. Familien erhalten dringend ben\u00f6tigte Lebensmittel sowie Hygienepakete mit Seife, Produkten f\u00fcr die Menstruationshygiene und Wasserreinigungstabletten, au\u00dferdem K\u00fcbel und Kanister zur Aufbereitung und Aufbewahrung von sauberem Trinkwasser. Brunnen und Wasserpumpen werden gebaut oder saniert. Zus\u00e4tzlich verteilt CARE Saatgut, landwirtschaftliche Ger\u00e4te f\u00fcr den Gem\u00fcseanbau, Kochutensilien sowie Kleinvieh wie H\u00fchner oder Ziegen, damit Familien langfristig selbst f\u00fcr ihre Ern\u00e4hrung sorgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Limata Sawadogo war genau das der Wendepunkt: \u201eDank des Projekts begann sich meine Situation zu ver\u00e4ndern. Ich bekam Reis, Mais, \u00d6l und Hygieneartikel, die mir den Alltag erleichterten. Besonders geholfen hat mir aber die Unterst\u00fctzung beim Gem\u00fcseanbau.\u201c Limata legte einen eigenen Garten an, in dem sie nun Kohl, Tomaten und Zwiebeln anbaut. Die Ernte ist f\u00fcr den Eigenbedarf ihrer Familie bestimmt. \u201eDas erm\u00f6glicht uns, ges\u00fcnder und regelm\u00e4\u00dfiger zu essen\u201c, sagt Limata und f\u00fcgt hinzu: \u201eHeute muss ich kaum noch Zutaten auf dem Markt kaufen. So spare ich Geld, das ich stattdessen f\u00fcr wichtige Haushaltsausgaben einsetzen kann.\u201c<\/p>\n<p>Frauen st\u00e4rken, Perspektiven schaffen<\/p>\n<p>Das Projekt legt besonderen Wert auf den Schutz von Frauen und M\u00e4dchen \u2013 durch Sensibilisierungskampagnen gegen Gewalt, gezielte Arbeit mit M\u00e4nnern und Jugendlichen sowie Beratungs- und Betreuungsangebote f\u00fcr Betroffene. \u201eIn Krisen und Konflikten werden Frauen und M\u00e4dchen oft vergessen \u2013 dabei sind sie meist am st\u00e4rksten betroffen. Unser Projekt in Burkina Faso setzt genau dort an: Es sichert nicht nur das unmittelbare \u00dcberleben der Gemeinschaften, sondern st\u00e4rkt Menschen, insbesondere Frauen, darin, Perspektiven f\u00fcr ihre Zukunft zu entwickeln. Das ist Nothilfe, die wirkt\u201c, sagt Andrea Barschdorf-Hager, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von CARE \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>\u201eNothilfe, die wirkt, bedeutet Leben, die gerettet werden\u201c, erg\u00e4nzt Bernd Br\u00fcnner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Austrian Development Agency (ADA). \u00d6sterreichs Agentur f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit und humanit\u00e4re Hilfe wickelt die f\u00fcr diese Initiative aus dem Auslandskatastrophenfonds des Au\u00dfenministeriums zur Verf\u00fcgung gestellten Mittel ab. \u201eMit der F\u00f6rderung dieses Projekts \u00fcbernimmt \u00d6sterreich humanit\u00e4re Verantwortung. Wir investieren in Stabilit\u00e4t, reduzieren Migrationsdruck wirkungsvoll und stellen uns an die Seite jener Menschen, denen es am N\u00f6tigsten fehlt\u201c, so Br\u00fcnner. Burkina Faso ist seit 1992 ein Schwerpunktland der \u00f6sterreichischen Entwicklungszusammenarbeit.<\/p>\n<p>Das <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/care.at\/projekte\/nothilfe-fuer-burkina-faso\/\">Projekt<\/a> wird von CARE und dem lokalen Partner WU PAKUWE umgesetzt und von der <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.entwicklung.at\/\">Austrian Development Agency<\/a> im Rahmen von International Partnerships Austria aus Mitteln des Auslandskatastrophenfonds gef\u00f6rdert. Insgesamt profitieren rund 34.200 Menschen, davon 18.000 Frauen und M\u00e4dchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gewaltsame Auseinandersetzungen und politische Instabilit\u00e4t haben Burkina Faso in eine tiefe Notlage gest\u00fcrzt: Seit mehr als einem Jahrzehnt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19471,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[239],"tags":[8846,8156,8158,529,183,341,8845,675,1006,8847,8848,788,8157,2012],"class_list":["post-19470","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-burkina-faso","tag-ada","tag-apa","tag-apa-ots","tag-armut","tag-bild","tag-burkina-faso","tag-care-oesterreich","tag-entwicklungshilfe","tag-familie","tag-international-partnerships-austria","tag-katastrophen","tag-nothilfe","tag-ots","tag-soziales"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116605696316744418","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19470"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19470\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}