{"id":20279,"date":"2026-05-22T06:46:08","date_gmt":"2026-05-22T06:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/20279\/"},"modified":"2026-05-22T06:46:08","modified_gmt":"2026-05-22T06:46:08","slug":"ebola-im-kongo-ebola-wettlauf-gegen-die-zeit-kapazitaeten-problematisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/20279\/","title":{"rendered":"Ebola im Kongo: Ebola: Wettlauf gegen die Zeit &#8211; Kapazit\u00e4ten problematisch"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Hunderte von Verdachtsf\u00e4llen, immer mehr best\u00e4tigte Infektionen und die Sorge vor einer Ausbreitung in die Nachbarl\u00e4nder: Eine Woche nach Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs in der kongolesischen Ituri-Provinz befinden sich Experten, Gesundheitspersonal und Helfer im Wettlauf gegen die Zeit. \u00abEs kommt jetzt darauf an, rasch Isolier- und Behandlungskapazit\u00e4ten an unterschiedlichen Orten einzurichten\u00bb, sagt Maximilian Gertler, Epidemiologe der Berliner <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/charite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Charit\u00e9<\/a> und f\u00fcr \u00c4rzte ohne Grenzen (MSF) bereits mehrfach im Ebola-Einsatz in Afrika.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2026-05\/ebola-ausbruch-kongo-krankhaeuser-hilfsorganisationen-bundibugyo\" data-ct-label=\"Ebola-Ausbruch im Kongo: Hilfsorganisationen fordern mehr Unterst\u00fctzung im Kampf gegen Ebola\" data-uuid=\"626883f8-dfa6-4e39-a6e8-3cb02bb5d1e1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Ebola-Ausbruch im Kongo:<br \/>\n                        Hilfsorganisationen fordern mehr Unterst\u00fctzung im Kampf gegen Ebola<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2026-05\/ebola-ausbruch-kongo-ituri-provinz-gxe\" data-ct-label=\"Afrika: 80 Menschen sterben nach Ebola-Ausbruch im Nordosten des Kongo\" data-uuid=\"bbc93458-b2f3-4f15-ab39-026ff2923d09\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Afrika:<br \/>\n                        80 Menschen sterben nach Ebola-Ausbruch im Nordosten des Kongo<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2026-05\/dr-kongo-und-uganda-ebola-ausbruch-100-tote\" data-ct-label=\"DR Kongo und Uganda: Beh\u00f6rde geht von \u00fcber 100 Todesf\u00e4llen durch Ebola aus\" data-uuid=\"4fec61ee-bcd8-4931-bc5d-11556394f931\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        DR Kongo und Uganda:<br \/>\n                        Beh\u00f6rde geht von \u00fcber 100 Todesf\u00e4llen durch Ebola aus<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Doch wegen der fragilen Sicherheit in der Konfliktregion und logistischer Anforderungen im zweitgr\u00f6\u00dften Land <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afrikas<\/a> sei gerade dies sehr kompliziert. \u00abWir schicken gerade viele Mitarbeitende mit Erfahrung in Ebola-Ausbr\u00fcchen in die betroffenen Regionen, um die bestehenden Teams zu unterst\u00fctzen\u00bb, so Gertler \u00fcber das Vorgehen von MSF. Parallel dazu m\u00fcsse medizinisches Personal ausgebildet und in den Einsatz gebracht werden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Immerhin gelte f\u00fcr den Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo: In der Region gibt es viele Erfahrungen mit <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ebola\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ebola<\/a>. \u00abKein Land auf der Welt hat so viele dieser Ausbr\u00fcche gehabt\u00bb, betont Gertler.\n<\/p>\n<p>        Enorme logistische Herausforderungen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Gr\u00f6\u00dfe der betroffenen Region, die an Uganda und den S\u00fcdsudan grenzt, und das Ausma\u00df der Epidemie eine Woche nach der offiziellen Bekanntgabe durch die Gesundheitsbeh\u00f6rden stellen eine enorme logistische Herausforderung dar. Dabei kann nicht unbedingt auf vorhandene Strukturen gesetzt werden. Der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kongo\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kongo<\/a> ist ein riesiges Land, fast siebenmal so gro\u00df wie Deutschland, und viele Gebiete sind wenig entwickelt und von gro\u00dfer Armut gepr\u00e4gt. \u00abMan muss alles selbst organisieren, auch den Diesel f\u00fcr die Generatoren\u00bb, so Gertler. \u00abDaf\u00fcr haben wir Notfalllager in verschiedenen Orten der Region, in Kinshasa, in Kisangani und anderen Orten.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abGegenw\u00e4rtig ist \u00c4rzte ohne Grenzen zum Beispiel dabei, tonnenweise Schutzausr\u00fcstung und logistisches Material wie Generatoren, K\u00fchlger\u00e4te und nat\u00fcrlich zus\u00e4tzliches Personal in die Region zu bringen, um zus\u00e4tzliche Zentren aufzubauen\u00bb, erl\u00e4utert der Berliner Mediziner. Teams seien unterwegs in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten wie Bunia, Butembo oder Goma, um Orte f\u00fcr die Errichtung solcher Zentren zu identifizieren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Derzeit mobilisiert \u00c4rzte ohne Grenzen zudem Logistik aus der Hauptstadt <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kinshasa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kinshasa<\/a>, aus dem Nachbarland Uganda und auch aus Europa. Die Organisation verf\u00fcgt \u00fcber vorbereitete Ebola-Kits. Die kann man sich vorstellen wie Container mit vorbereiteter Packliste, die in Lagerh\u00e4usern von \u00c4rzte ohne Grenzen deponiert sind &#8211; zum Beispiel in Kinshasa, aber auch in Bordeaux und Br\u00fcssel, und die direkt ins Gebiet geflogen werden k\u00f6nnen. Darin sind Schutzausr\u00fcstung, Betten, Zelte, Matten, Infusionen, aber auch logistisches Material wie Generatoren, Computer und dergleichen mehr, um vor Ort die Arbeit direkt aufnehmen zu k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p>        St\u00e4ndig neue Verdachtsf\u00e4lle &#8211; Isolierkapazit\u00e4ten teils ersch\u00f6pft        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dabei sind mancherorts die bestehenden Kapazit\u00e4tsgrenzen bereits erreicht. \u00abIm Moment h\u00f6ren wir von vielen unserer Teams und anderen Gesundheitseinrichtungen, dass sich bei ihnen\u00a0ununterbrochen\u00a0Verdachtsf\u00e4lle vorstellen, f\u00fcr die keine Isolierkapazit\u00e4ten vorhanden sind\u00bb, sagt Gertler, der in st\u00e4ndigem Austausch mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort steht. \u00abDann steht f\u00fcr diese Patienten unter Umst\u00e4nden keine Behandlung zur Verf\u00fcgung. Au\u00dferdem besteht nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeit, dass diese Infizierten weitere Infektionen ausl\u00f6sen.\u00bb\n<\/p>\n<p>                        \u00abDie kommenden Tage sind entscheidend\u00bb        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist angesichts des schnellen Anstiegs der Verdachtsf\u00e4lle besorgt. \u00abDer Ausbruch breitet sich rasant in Gebieten aus, deren Gesundheitssysteme ohnehin schon schwach sind und in denen h\u00e4ufig Grenz\u00fcbertritte stattfinden\u00bb, so Ariel Kestens von der IKRK-Delegation in Kinshasa. \u00abJetzt ist schnelles Handeln und die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden von h\u00f6chster Priorit\u00e4t, denn die kommenden Tage sind entscheidend.\u00bb\u00a0\n<\/p>\n<p>        Kontaktverfolgung und Aufkl\u00e4rungskampagnen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Behandlung von Ebola-Patienten und die Isolierung von Verdachtsf\u00e4llen sind nur eine S\u00e4ule im Kampf gegen die Epidemie &#8211; und dabei sehr personal- und materialaufw\u00e4ndig. Um die Ausbreitung von Ebola einzud\u00e4mmen, sind aber auch die Teams sogenannter Contact Tracer wichtig. Sie identifizieren die Infektionsketten, also die Kontaktpersonen von bekannten F\u00e4llen. Diese Personen werden registriert, in einer Datenbank erfasst und idealerweise jeden Tag kontaktiert, um festzustellen, ob sie gesund sind.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Solange sie gesund sind, sind die Kontaktpersonen, etwa Familienangeh\u00f6rige, nicht ansteckend bei normalem Umgang. \u00abAber bei Fieber m\u00fcssen sie schleunigst und unter sicheren Bedingungen in ein Isolations- und Behandlungszentrum gebracht werden\u00bb, so Gertler. Die Kontaktpersonen m\u00fcssen nach ihrem letzten Kontakt mit einem Ebola-Patienten 21 Tage lang nachverfolgt werden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wichtig ist au\u00dferdem die Gesundheitsaufkl\u00e4rung f\u00fcr die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung. Hierf\u00fcr sind derzeit Freiwillige des kongolesischen Roten Kreuzes im Einsatz. Sie gehen in den besonders betroffenen Regionen von T\u00fcr zu T\u00fcr und kl\u00e4ren \u00fcber die Verbreitung von Ebola. Auch \u00fcber ein Rundfunkprogramm der Organisation werden Ratschl\u00e4ge zu Symptomen erteilt &#8211; und nicht zuletzt dazu aufgerufen, bei Verdachtsanzeichen schnell Hilfe zu suchen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260522-930-114653\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hunderte von Verdachtsf\u00e4llen, immer mehr best\u00e4tigte Infektionen und die Sorge vor einer Ausbreitung in die Nachbarl\u00e4nder: Eine Woche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20280,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[24],"tags":[29,576,3998,9182,753,189,7906,56,3355,207,8290,9183],"class_list":["post-20279","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-uganda","tag-afrika","tag-aerzte-ohne-grenzen","tag-charite","tag-ebola-im-kongo","tag-kinshasa","tag-kongo","tag-maximilian-gertler","tag-news","tag-suedsudan","tag-uganda","tag-verdachtsfall","tag-wettlauf"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116616887621228186","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20279"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20279\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20280"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}