{"id":2049,"date":"2026-04-18T22:32:40","date_gmt":"2026-04-18T22:32:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2049\/"},"modified":"2026-04-18T22:32:40","modified_gmt":"2026-04-18T22:32:40","slug":"guinea-militaermachthaber-doumbouya-gewinnt-wahl-deutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2049\/","title":{"rendered":"Guinea: Milit\u00e4rmachthaber Doumbouya gewinnt Wahl deutlich"},"content":{"rendered":"<p>Beliebtheit gesteigert <\/p>\n<p>Mit harter Hand \u2013 Milit\u00e4rchef gewinnt Wahl deutlich<\/p>\n<p>31.12.2025Lesedauer: 2 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2025\/12\/CyQIkCEoiTSd\/0x75:800x450\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/guineas-junta-chef-general-mamady-doumbouya-ueberwacht-eine-militaerparade-zum-unabhaengigkeitstag-archivbild.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/guineas-junta-chef-general-mamady-doumbouya-ueberwacht-eine-militaerparade-zum-unabhaengigkeitstag-a.jpeg\" alt=\"Guineas Junta-Chef General Mamady Doumbouya \u00fcberwacht eine Milit\u00e4rparade zum Unabh\u00e4ngigkeitstag. 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(Archivbild) (Quelle: Uncredited\/Reuters)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Eigentlich wollte Guineas Junta-Chef die Macht im vergangenen Jahr an eine Zivilregierung abgeben. Doch dann \u00fcberlegte er es sich doch anders.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Der Anf\u00fchrer des Milit\u00e4rputsches in Guinea, Mamady Doumbouya, ist zum neuen Pr\u00e4sidenten des westafrikanischen Landes gew\u00e4hlt worden. Nach den am Dienstag bekannt gegebenen vorl\u00e4ufigen Ergebnissen erhielt er bei der Wahl vom 28. Dezember 86,72 Prozent der Stimmen. Damit erreichte er die absolute Mehrheit und muss nicht in eine Stichwahl.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei knapp 81 Prozent. Vertreter der Opposition zogen den Wert jedoch in Zweifel, nachdem mehrere Medien von verhaltener Teilnahme in Wahllokalen der Oppositionshochburgen berichtet hatten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Mit der Wahl soll die R\u00fcckkehr zu einer zivilen Regierung in dem an Bauxit und Eisenerz reichen Land abgeschlossen werden. Der Oberste Gerichtshof hat nun acht Tage Zeit, die Ergebnisse im Falle einer Anfechtung zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Doumbouya, ein ehemaliger Kommandeur von Spezialeinheiten, hatte 2021 die Macht an sich gerissen und den seit 2010 amtierenden Pr\u00e4sidenten Alpha Cond\u00e9 gest\u00fcrzt. Sein Sieg, der <br \/>ihm eine siebenj\u00e4hrige Amtszeit sichert, war weithin erwartet worden. Cond\u00e9 und der langj\u00e4hrige Oppositionsf\u00fchrer Cellou Dalein Diallo befinden sich im Exil, weshalb Doumbouya nur gegen ein zersplittertes Feld von acht Herausforderern antreten musste. Der Umsturz in Guinea war einer von neun Staatsstreichen, die seit 2020 die Politik in West- und Zentralafrika gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Urspr\u00fcnglich war es Mitgliedern der Junta untersagt, bei Wahlen anzutreten. Eine neue <br \/>Verfassung, die diese Beschr\u00e4nkung aufhob, wurde jedoch im September in einem Referendum verabschiedet.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Der 41-j\u00e4hrige Doumbouya hat seine Popularit\u00e4t unter anderem mit einem Fokus auf die reichen Rohstoffvorkommen des Landes gesteigert. Er reklamiert f\u00fcr sich, das riesige Eisenerz-Projekt Simandou vorangetrieben zu haben. Seine Regierung entzog zudem der Tochtergesellschaft von Emirates Global Aluminium nach einem Streit \u00fcber eine Raffinerie die Lizenz. Dieser sogenannte Ressourcennationalismus, der auch in Mali, Burkina Faso und Niger zu beobachten ist, hat seine Beliebtheit ebenso gef\u00f6rdert wie sein relativ junges Alter in einem Land, in dem das Durchschnittsalter bei etwa 19 Jahren liegt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Die politische Auseinandersetzung ist unter Doumbouya jedoch stark eingeschr\u00e4nkt. Zivilgesellschaftliche Gruppen werfen seiner Regierung vor, Proteste zu verbieten und die Pressefreiheit zu beschneiden. Viele Kritiker wurden verhaftet, verurteilt oder flohen ins Exil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beliebtheit gesteigert Mit harter Hand \u2013 Milit\u00e4rchef gewinnt Wahl deutlich 31.12.2025Lesedauer: 2 Min. 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