{"id":2060,"date":"2026-04-18T22:44:06","date_gmt":"2026-04-18T22:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2060\/"},"modified":"2026-04-18T22:44:06","modified_gmt":"2026-04-18T22:44:06","slug":"kommentar-zum-krieg-im-sudan-lasst-die-menschen-nicht-im-stich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2060\/","title":{"rendered":"Kommentar zum Krieg im Sudan: Lasst die Menschen nicht im Stich!!"},"content":{"rendered":"<p>                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"internal-image\" title=\"Einige M\u00e4nner sitzen und stehen vor einem kriegsversehrten Haus in Sudans Hauptstadt Khartum und verkaufen Kleidung und B\u00fccher. \" alt=\"Einige M\u00e4nner sitzen und stehen vor einem kriegsversehrten Haus in Sudans Hauptstadt Khartum und verkaufen Kleidung und B\u00fccher. \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sudan-khartum-102-1920x1080.jpg\" \/><\/p>\n<p>                  In der sudanesischen Hauptstadt Khartum \u00f6ffnen M\u00e4rkte und Gesch\u00e4fte wieder &#8211; der B\u00fcrgerkrieg aber geht weiter (picture alliance \/ dpa \/ &#8211; \/ Mudathir Hameed)<\/p>\n<p>Wer auf den Stra\u00dfen von Khartum unterwegs ist, sieht viel Zerst\u00f6rung und Leid. H\u00e4userw\u00e4nde, die von Einschussl\u00f6chern entstellt sind, ausgebrannte Panzer am Stra\u00dfenrand und viele, viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, weil sie nicht f\u00fcr ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen k\u00f6nnen, weil sie aus Gegenden im Sudan geflohen sind, wo der Krieg noch viel grausamer tobt.<\/p>\n<p>Auf den Stra\u00dfen der sudanesischen Hauptstadt ist aber auch noch etwas anderes zu sehen und zu sp\u00fcren. Menschen, die Bed\u00fcrftigen helfen, private Initiativen, die Schulen wieder aufbauen, es ist die Zivilgesellschaft, die dieses Land am Leben h\u00e4lt. <\/p>\n<p>Es ist gut, dass auf der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin zivile Vertreter des ostafrikanischen Landes im Mittelpunkt stehen. So zerstritten sie auch untereinander sein m\u00f6gen, die zivilen Politiker und die vielen lokalen Hilfsorganisationen sind die einzige Hoffnung auf eine bessere Zukunft f\u00fcr den Sudan. <\/p>\n<p>Eine Hoffnung, die schon 2019 einmal aufschimmerte, als Langzeitdiktator Omar al-Baschir nach monatelangen Protesten gest\u00fcrzt wurde und ein \u00dcbergang zur Demokratie m\u00f6glich schien. <\/p>\n<p>                Internationale Gemeinschaft hat Fehler gemacht<\/p>\n<p>Richtig ist, ohne das Milit\u00e4r w\u00e4re Baschirs Sturz vermutlich nicht gegl\u00fcckt, damals machten Armee und RSF-Miliz noch gemeinsame Sache. Doch die internationale Gemeinschaft machte danach den Fehler, weiter auf die Gener\u00e4le als unverzichtbare Partner zu setzen. Sei es bei der Bek\u00e4mpfung von Migration, sei es beim \u00dcbergang zur Demokratie. Das war naiv. Die Machtgier der Milit\u00e4rs war zu gro\u00df, ebenso ihre Bereitschaft, das eigene Volk bluten zu lassen. <\/p>\n<p>Es sind die Anf\u00fchrer von Armee und Milizen, die verantwortlich sind f\u00fcr Massaker, Vergewaltigungen und Hunger in diesem brutalen Krieg.\u00a0Auch wenn es ein frommer Wunsch sein mag: Diese M\u00e4nner geh\u00f6ren vor internationale Gerichte. F\u00fcr die ebenso mutige wie leiderprobte Zivilgesellschaft im Sudan w\u00e4re das auf lange Sicht ein Zeichen der Gerechtigkeit. <\/p>\n<p>                Ohne Hilfe w\u00fcrde die Bev\u00f6lkerung noch mehr bluten<\/p>\n<p>Kurzfristig kann der Aufruf an die gesamte Welt nur lauten: Lasst die Menschen im Sudan nicht im Stich! Nur mit Konferenzen und humanit\u00e4rer Hilfe wird dieser Krieg nicht zu beenden sein, das ist klar. Daf\u00fcr w\u00e4ren entweder ein Sinneswandel der Gener\u00e4le oder eine robuste milit\u00e4rische Intervention mit Mandat der Vereinten Nationen notwendig. Beides erscheint aktuell mehr als unwahrscheinlich. <\/p>\n<p>Es gibt auch kaum Anzeichen daf\u00fcr, dass die wichtigsten Unterst\u00fctzer der Kriegsparteien, die Waffenlieferanten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus \u00c4gypten, aus Saudi-Arabien, auf ein Ende des Krieges hinarbeiten. <\/p>\n<p>Es bleibt also die Hilfe, immer zu wenig und nicht mehr als ein Pflaster in der Not. Aber ohne dieses Pflaster w\u00fcrde die Bev\u00f6lkerung noch mehr bluten. Das haben die Sudanesen nicht verdient.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der sudanesischen Hauptstadt Khartum \u00f6ffnen M\u00e4rkte und Gesch\u00e4fte wieder &#8211; der B\u00fcrgerkrieg aber geht weiter (picture alliance&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2061,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[235],"tags":[29,451,1567,457,454,267],"class_list":{"0":"post-2060","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sudan","8":"tag-afrika","9":"tag-buergerkrieg","10":"tag-geberkonferenz","11":"tag-khartum","12":"tag-rsf","13":"tag-sudan"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2060"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2060\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2061"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}