{"id":2077,"date":"2026-04-18T22:57:39","date_gmt":"2026-04-18T22:57:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2077\/"},"modified":"2026-04-18T22:57:39","modified_gmt":"2026-04-18T22:57:39","slug":"wadephul-in-kenia-und-aethiopien-besuch-bei-schluesselpartnern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2077\/","title":{"rendered":"Wadephul in Kenia und \u00c4thiopien: Besuch bei &#8222;Schl\u00fcsselpartnern&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/johann-wadephul-132.jpg\" alt=\"Johann Wadephul auf dem Weg in ein Flugzeug.\" title=\"Johann Wadephul auf dem Weg in ein Flugzeug. | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 21.01.2026 \u2022 05:46 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        F\u00fcr Afrika war in der deutschen Au\u00dfenpolitik bislang wenig Zeit, nun reist Au\u00dfenminister Wadephul nach Kenia und \u00c4thiopien. Es ist der erste Besuch seiner Amtszeit in L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/gabor-halasz-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Gabor Halasz\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gabor-halasz-105.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Au\u00dfenminister ist erst wenige Tage im Amt, da h\u00e4lt er eine Grundsatzrede im Bundestag. Johann Wadephul spricht im Mai 2025 dar\u00fcber, was ihn umtreibt: Es geht um Russland, die Ukraine, den Nahen Osten, den Iran.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Afrika erw\u00e4hnt er h\u00f6chstens zwischen den Zeilen. Er spricht von belastbaren &#8222;Partnerschaften mit Schl\u00fcssell\u00e4ndern und Regionen auf allen Kontinenten&#8220; und fordert: &#8222;Wir m\u00fcssen respektvoll und nicht belehrend mit ihnen ins Gespr\u00e4ch kommen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Was denkt Wadephul \u00fcber Afrika? Aussagen dazu muss man lange suchen. Im November, der Au\u00dfenminister aus Nigeria ist zu Besuch in Berlin, sagt Wadephul: &#8222;Europa und Afrika trennen gerade einmal 14 Kilometer.&#8220; In einer Welt, die immer st\u00e4rker zusammenwachse, &#8222;brauchen wir einander&#8220;. <\/p>\n<p>    Afrika als &#8222;Schl\u00fcsselpartner&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Welt ver\u00e4ndert sich rapide, sagt der Au\u00dfenminister nun vor seiner Abreise und spricht von Afrika als Schl\u00fcsselpartner. Deutschland habe ein hervorragendes Angebot zu machen. Kenia sei f\u00fcr Deutschland einer der engsten Partner. \u00c4thiopien trage entscheidende Verantwortung f\u00fcr Frieden und Stabilit\u00e4t am Horn von Afrika. &#8222;In Zeiten von Handelsbeschr\u00e4nkungen und Abschottungstendenzen sind wir als Exportnation darauf angewiesen, uns noch breiter aufzustellen&#8220;, so Wadephul.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zum ersten Mal reist der deutsche Au\u00dfenminister ins Afrika s\u00fcdlich der Sahara. Bislang war Wadephul nur zweimal in \u00c4gypten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es sei gut, dass die Reise jetzt kommt, sagt Gerrit Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Denn es werde immer wichtiger, mit Afrika zu kooperieren. Dabei sei es immer &#8222;wichtig, wenn es um den Umgang mit Afrika geht, dass wir nicht einfach nur den Kontinent sehen, sondern dass wir die Vielstimmigkeit und Unterschiedlichkeit sehen&#8220;.<\/p>\n<p>    Konkurrenz zu Russland und China<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In ihrer Afrika-Strategie, die sie von der Ampel \u00fcbernommen hat, benennt die Bundesregierung einerseits Krisen, Kriege, Hunger und Klimawandel, andererseits das wirtschaftliche Potential der afrikanischen M\u00e4rkte und des Bev\u00f6lkerungswachstums. Im aktuellen Koalitionsvertrag kommt Afrika immerhin achtmal vor. Vereinbart wird dort eine Politik, die dem Kontinent gerecht werden, Freihandel erm\u00f6glichen, Terrorismus und Fluchtursachen bek\u00e4mpfen soll. Und die verhindern soll, dass Russland und China zu viel Einfluss bekommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutschland brauche Afrika, sagt auch die Gr\u00fcnen-Politikerin Awet Tesfaiesus, die den Au\u00dfenminister begleitet: &#8222;Wir sind nicht nur die helfende Hand, die in Form von Entwicklungszusammenarbeit auf dem Kontinent auftritt, sondern wir haben handfeste Interessen.&#8220; <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das hei\u00dft f\u00fcr sie, das Feld nicht Russland, China oder Indien zu \u00fcberlassen. Tesfaiesus erinnert daran, dass bei dem Angriff Russlands auf die Ukraine &#8222;viele afrikanische Staaten sich auf die Seite von Russland gestellt haben. Das hat mit langfristigen Bindungen zu tun, die wir gerade vers\u00e4umen&#8220;. Sie \u00e4rgert sich dar\u00fcber, dass Menschen wie sie, die selbst auf dem afrikanischen Kontinent geboren wurden, zu wenig geh\u00f6rt w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik w\u00fcnscht sich insgesamt mehr Weitblick. &#8222;Ich glaube, es ist wichtig, dass wir Afrika nicht nur durch die Brille des geopolitischen Wettbewerbs sehen, nicht nur fragen, wenn wir nicht da sind, wer f\u00fcllt dann die L\u00fccke.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;M\u00f6glichst intensiv zusammenarbeiten&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf seiner Afrika-Reise vergangenes Jahr sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, Afrika sei auch ein &#8222;Kontinent der Chancen&#8220;. Der Afrikaverein der deutschen Wirtschaft stimmt zu. Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christoph Kannengie\u00dfer sagt, deutsche Unternehmen h\u00e4tten den afrikanischen Markt vernachl\u00e4ssigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die ver\u00e4nderte Weltlage sei ein Weckruf. &#8222;Fr\u00fcher war das so, dass man da mit ein bisschen Entwicklungshilfe und guten Ratschl\u00e4gen hingereist ist.&#8220; Inzwischen gehe es st\u00e4rker darum, verst\u00e4ndlich zu machen, &#8222;dass wir ein wirklich veritables Interesse an einer partnerschaftlichen Kooperation haben&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wenn es nach ihm ginge, dann sollten deutsche Politiker deutlich \u00f6fter nach Afrika reisen, gerade in diesen st\u00fcrmischen Zeiten f\u00fcr die Weltwirtschaft. &#8222;Wir sind unmittelbare Nachbarn, wir leben in der gleichen Zeitzone.&#8220; Alles spreche daf\u00fcr, dass wir m\u00f6glichst intensiv zusammenarbeiten und &#8222;alle M\u00f6glichkeiten nutzen, die der Freihandel uns bietet.&#8220; In Afrika wird das auf Interesse sto\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gerrit Kurtz von der Stiftung Wissenschaft und Politik w\u00fcnscht sich, dass die afrikanischen L\u00e4nder ernst genommen werden. Er ist \u00fcberzeugt, dass Afrikas Staaten mit unterschiedlichen Partnern zusammenarbeiten wollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dfenminister Wadephul nimmt sich zwei Tage Zeit. Ob und wann er das n\u00e4chste Mal nach Afrika reisen wird, kann in diesen Zeiten keiner absch\u00e4tzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.01.2026 \u2022 05:46 Uhr F\u00fcr Afrika war in der deutschen Au\u00dfenpolitik bislang wenig Zeit, nun reist Au\u00dfenminister&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2078,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[105,106,118,1571],"class_list":{"0":"post-2077","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aethiopien","8":"tag-aethiopien","9":"tag-ethiopia","10":"tag-kenia","11":"tag-wadephul"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2077","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2077"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2077\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2078"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2077"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2077"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2077"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}