{"id":20881,"date":"2026-05-23T21:22:40","date_gmt":"2026-05-23T21:22:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/20881\/"},"modified":"2026-05-23T21:22:40","modified_gmt":"2026-05-23T21:22:40","slug":"nato-einsatz-libyen-wertet-luftangriff-als-anschlag-auf-gaddafi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/20881\/","title":{"rendered":"Nato-Einsatz: Libyen wertet Luftangriff als Anschlag auf Gaddafi"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi ist bei dem Nato-Luftangriff auf einen Milit\u00e4rkomplex bei Tripolis am Montag offenbar nicht verletzt worden.<\/p>\n<p>Zwar war der Aufenthaltsort Gaddafis w\u00e4hrend des Angriffs unbekannt. Regierungssprecher Mussa Ibrahim sagte jedoch: \u201eEs geht ihm gut. Er ist gesund. Er ist guten Mutes.\u201c<\/p>\n<p>Den Luftangriff auf den Milit\u00e4rkomplex Bab al-Asisja, wo Gaddafi eine Residenz unterh\u00e4lt, werte die libysche Regierung als Anschlag auf sein Leben und als \u201eAkt des Terrorismus\u201c.<\/p>\n<p>Dabei wurde ein mehrst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude mit Bibliothek und B\u00fcror\u00e4umen zerst\u00f6rt und ein Empfangsgeb\u00e4ude schwer besch\u00e4digt. Nach Angaben eines Regierungsvertreters gab es drei Tote und 45 Verletzte. Ein Sicherheitsbeamter hatte zuvor nur von vier Leichtverletzten gesprochen. Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Diskrepanz gab es nicht.<\/p>\n<p>\n        Mindestens zwei Lenkwaffen trafen am Morgen den Milit\u00e4rkomplex, der bereits zu Beginn der Nato-Luftangriffe vorigen Monat einmal getroffen worden und von den USA bereits 1986 als Vergeltung f\u00fcr den Bombenanschlag <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article13066108\/Wie-Diepgen-den-La-Belle-Anschlag-erlebte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;http:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article13066108\/Wie-Diepgen-den-La-Belle-Anschlag-erlebte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auf die<br \/>\n        West-Berliner Disk<\/a>othek \u201eLa Belle\u201c<br \/>\n        bombardiert worden war.\n      <\/p>\n<p>Ein Nato-Sprecher in Br\u00fcssel erkl\u00e4rte, das B\u00fcndnis nehme verst\u00e4rkt Kommandoeinrichtungen ins Visier, von denen aus Angriffe der Regierungstruppen auf Zivilisten koordiniert w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Misrata unter Beschuss<\/p>\n<p>In Misrata dauerten die K\u00e4mpfe unterdessen an. Gaddafi-treue Streitkr\u00e4fte feuerten vom Stadtrand aus mehr als 70 Raketen ab. Beim Beschuss einer Wohngegend wurden nach Angaben eines Arztes zehn Menschen get\u00f6tet, darunter eine gesamte Familie.<\/p>\n<p>Obwohl der stellvertretende Au\u00dfenminister Chaled Kaim die fast zweimonatige Belagerung der Rebellenhochburg f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt hatte, war es am Wochenende erneut zu heftigen Gefechten mit mindestens 32 Toten und Dutzenden Verletzten gekommen.<\/p>\n<p>Die Aufst\u00e4ndischen eroberten das gr\u00f6\u00dfte Krankenhaus der Stadt zur\u00fcck, das bislang den Regierungstruppen als St\u00fctzpunkt gedient hatte. Mehr als 1.400 Fl\u00fcchtlinge aus Misrata, nach Angaben des Roten Kreuzes zumeist ausl\u00e4ndische Arbeiter, trafen an Bord zweier Schiffe in der Rebellenhochburg Bengasi ein. 2.000 bis 3.000 Menschen warteten noch im Hafen von Misrata darauf, in Sicherheit gebracht zu werden.<\/p>\n<p>Ein gefangengenommener Soldat berichtete, die Moral der Regierungstruppen sei schlecht. \u201eUnser Kampfgeist ist zusammengebrochen. Die Einheiten an der Front sind geflohen und haben uns allein gelassen\u201c, sagte der 25-J\u00e4hrige. Den Regierungssoldaten sei gesagt worden, sie k\u00e4mpften gegen das Terrornetzwerk al-Qaida. \u201eSie haben uns in die Irre gef\u00fchrt\u201c, sagte der Gefangene.<\/p>\n<p>Gaddafis Sohn Saif al-Islam erkl\u00e4rte hingegen \u201eMillionen Libyer\u201c st\u00fcnden hinter seinem Vater, und der Nato-Einsatz sei zum Scheitern verurteilt. \u201eIn der Geschichte hat kein Land mit Spionen, Verr\u00e4tern und Kollaborateuren einen Sieg errungen\u201c, sagte er der amtlichen Nachrichtenagentur Jana. \u201eNato \u2013 ihr seid Verlierer.\u201c<\/p>\n<p>Italien k\u00fcndigte am Abend an, sich an Nato-Luftangriffen in Libyen zu beteiligen. Wie die italienische Regierung von Silvio Berlusconi mitteilte, wolle Rom seine Flieger am Ort nun auch bereitstellen \u201ef\u00fcr gezielte Eins\u00e4tze gegen Milit\u00e4robjekte auf libyschem Territorium, um die Zivilbev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen\u201c.<\/p>\n<p>Der italienische Regierungschef Berlusconi habe dies nach einem Telefongespr\u00e4ch mit US-Pr\u00e4sident Barack Obama zur Lage in Libyen beschlossen, hie\u00df es. Italien hatte bisher von Bombardierungen in seiner fr\u00fcheren Kolonie Libyen Abstand genommen.<\/p>\n<p>Italien hatte bisher Milit\u00e4rbasen sowie Flugzeuge zu milit\u00e4rischen Erkundungsfl\u00fcgen zur Verf\u00fcgung gestellt. Andere Interventionen in Libyen waren zwar nicht g\u00e4nzlich ausgeschlossen, aber auch nie genauer spezifiziert worden. Wie Gro\u00dfbritannien und Frankreich hatte auch Rom in der vergangenen Woche angek\u00fcndigt, die libyschen Regimegegner mit der Entsendung von Milit\u00e4rexperten zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi ist bei dem Nato-Luftangriff auf einen Milit\u00e4rkomplex bei Tripolis am Montag offenbar nicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20882,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[28],"tags":[9388,9387,1349,286,285,4120,1926,9389,2947],"class_list":["post-20881","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-libyen","tag-dynastien","tag-musikerin","tag-gaddafi","tag-libya","tag-libyen","tag-muammar-al","tag-nato","tag-nato-ks","tag-tripolis"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116625994069965069","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20881","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20881"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20881\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20881"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20881"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20881"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}