{"id":21549,"date":"2026-05-25T23:52:06","date_gmt":"2026-05-25T23:52:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/21549\/"},"modified":"2026-05-25T23:52:06","modified_gmt":"2026-05-25T23:52:06","slug":"burkina-faso-dschihadisten-greifen-selbstverteidigungsgruppe-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/21549\/","title":{"rendered":"Burkina Faso: Dschihadisten greifen Selbstverteidigungsgruppe an"},"content":{"rendered":"<p>Burkina Faso kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Massaker im Dorf Barsalogho am 24. August, bei dem mindestens 200 Menschen ums Leben kamen, starben am 30. August in Barga im Norden des Landes mindestens 13 Menschen bei einem dschihadistischen \u00dcberfall auf eine lokale Selbstverteidigungsgruppe.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2024-09\/sudan-hilfsorganisationen-fordern-waffenstillstand.html\" title=\"Sudan: Hilfsorganisationen fordern Waffenstillstand\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2024\/09\/01\/19\/1725210302340.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Sudan: Hilfsorganisationen fordern Waffenstillstand\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Sudan erlebt nach Einsch\u00e4tzung mehrerer Hilfsorganisationen eine \u201eHungerkrise von historischem Ausma\u00df\u201c. Bislang sei jede Gelegenheit verpasst worden, das Schlimmste abzuwenden, &#8230;\n     <\/p>\n<p>Am selben Tag ver\u00fcbten bewaffnete M\u00e4nner einen \u00dcberfall in Yond\u00e9 in der zentral\u00f6stlichen Region, bei dem etwa zehn Menschen starben. Erheblicher Sachschaden wurde schlie\u00dflich am 31. August bei einem Angriff auf einen St\u00fctzpunkt der Verteidigungs- und Sicherheitskr\u00e4fte im Dorf Bam in der Nord-Zentral-Region gemeldet.\u00a0<\/p>\n<p>Selbstverteidigungsgruppen im Fokus <\/p>\n<p>Wie die Agentur Fides berichtet, zielten die Dschihadisten in beiden F\u00e4llen auf lokale Selbstverteidigungsgruppen. In Barsalogho (in der Nord-Zentral-Region) schlugen die Dschihadisten der JNIM (Jama&#8217;at Nasr al-Islam wal-Muslimin, Gruppe zur Unterst\u00fctzung des Islam und der Muslime) zu, w\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung auf Anweisung der Armee Verteidigungsgr\u00e4ben aushob. Einigen Berichten zufolge wurden 200 Menschen get\u00f6tet, \u00fcberlebende Einwohner berichteten jedoch von mindestens 400 Opfern. Nach Aussagen von \u00dcberlebenden habe ein Milit\u00e4rkommando die Dorfbewohner gezwungen, den Graben \u201egegen ihren Willen\u201c zu bauen, und sie damit der Vergeltung durch Dschihadisten der JNIM ausgesetzt. Die Dschihadisten der JNIM haben sich mit einem Video zu dem Massaker bekannt, in dem die Leichen der zivilen Opfer zu sehen sind, neben denen nur Grabungswerkzeuge, aber keine Waffen liegen.<\/p>\n<p>Die Zivilisten wurden angeblich von der Armee zwangsrekrutiert und zum Ausheben von Verteidigungsgr\u00e4ben einige Kilometer von ihrem Dorf entfernt geschickt, ohne jeglichen milit\u00e4rischen Schutz. Der Angriff dauerte von 9 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags. Nachdem die Dschihadisten die M\u00e4nner, die die Gr\u00e4ben aushoben, massakriert hatten, \u00fcberrannten sie das Dorf und t\u00f6teten Frauen, Kinder und \u00e4ltere Menschen.<\/p>\n<p>Nach dem Angelus am Sonntag, dem 1. September, <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2024-09\/angelus-papst-franziskus-appell-burkina-faso-opfer-terror.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">dr\u00fcckte Papst Franziskus seine Trauer<\/a> \u00fcber das Massaker in Barsalogho aus.<\/p>\n<p>JNIM in der Sahelzone auf dem Vormarsch <\/p>\n<p>Die JNIM, die mit Al Quida verbunden ist, ist in der gesamten Sahelzone auf dem Vormarsch. Sie operiert nicht nur in Burkina Faso, sondern auch in Niger und Mali und dehnt sich auf die Grenzgebiete von Benin, Togo und Ghana aus. Im letztgenannten Land hat der Grenzschutz vor m\u00f6glichen dschihadistischen Anschl\u00e4gen in den Grenzgebieten zu Burkina Faso gewarnt.<\/p>\n<p>Neben den Regierungstruppen der beteiligten L\u00e4nder trifft die JNIM mit dem Ableger des Islamischen Staates in der Sahelzone auch auf die andere wichtige dschihadistische Gruppe, die in der Region operiert.<\/p>\n<p>Burkina Faso, Mali und Niger sind L\u00e4nder, in denen Milit\u00e4rjuntas durch Putsche an die Macht gekommen sind, die, nachdem sie westliche Kontingente verdr\u00e4ngt haben, Milit\u00e4rhilfe von Russland und der T\u00fcrkei erhalten. In einer Mitte August in den sozialen Medien ver\u00f6ffentlichten Botschaft von Othman al-Ansari, der als Nummer 2 der JNIM gilt, rief die dschihadistische Gruppe die muslimische Bev\u00f6lkerung der drei L\u00e4nder dazu auf, ethnische und stammesbedingte Spaltungen zu \u00fcberwinden und sich in einem Dschihad gegen die Milit\u00e4rjuntas und ihre russischen und t\u00fcrkischen Verb\u00fcndeten zu vereinen, wobei sie die privaten Milit\u00e4rfirmen Wagner (russisch) und Sadat (t\u00fcrkisch) anf\u00fchrte.<\/p>\n<p>(fides &#8211; cs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Burkina Faso kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Massaker im Dorf Barsalogho am 24. 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