{"id":21976,"date":"2026-05-26T21:10:12","date_gmt":"2026-05-26T21:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/21976\/"},"modified":"2026-05-26T21:10:12","modified_gmt":"2026-05-26T21:10:12","slug":"mehr-als-1-000-ebola-faelle-im-kongo-und-in-uganda-zwei-verdachtsfaelle-in-italien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/21976\/","title":{"rendered":"Mehr als 1.000 Ebola-F\u00e4lle im Kongo und in Uganda, zwei Verdachtsf\u00e4lle in Italien"},"content":{"rendered":"<p>Mittlerweile liegt die Zahl der best\u00e4tigten und mutma\u00dflichen Erkrankungen an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus bei \u00fcber 1.000, und mindestens 231 Menschen sind daran gestorben. Dar\u00fcber hat am Montag die niederl\u00e4ndische Nachrichtenagentur BNO News berichtet.<\/p>\n<p>Das Zentrum der Epidemie liegt im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK), allerdings hat sie sich auf Uganda ausgebreitet. Mit 1.005 Erkrankungen und 230 Todesf\u00e4llen ist die DRK am st\u00e4rksten betroffen. Infektionscluster konzentrieren sich in Ituri, dem Norden und S\u00fcden von Kivu, und nun sind auch in wichtigen Zentren wie Bunia und Goma best\u00e4tigte F\u00e4lle aufgetreten. Uganda meldete f\u00fcnf best\u00e4tigte F\u00e4lle und einen Todesfall, darunter auch die ersten lokal \u00fcbertragenen Erkrankungen, die am 23. Mai best\u00e4tigt wurden.<\/p>\n<p>Am Montagabend meldeten die italienischen Gesundheitsbeh\u00f6rden zwei Verdachtsf\u00e4lle in der Lombardei. Es handelt sich dabei um Mitglieder zweier Familien, die vor kurzem aus Uganda zur\u00fcckgekehrt waren. Ein Patient, ein 31-j\u00e4hriger Einwohner von Bulgarograsso, wies Fieber um 38 Grad und Magen-Darm-Symptome auf. F\u00fcnf weitere Familienmitglieder stehen unter \u00e4rztlicher Beobachtung. Unabh\u00e4ngig davon, ob diese F\u00e4lle best\u00e4tigt werden, verdeutlicht das Auftreten von Verdachtsf\u00e4llen in Westeuropa \u2013 ebenso wie die Evakuierung eines infizierten amerikanischen Arztes nach Deutschland einige Tage zuvor \u2013 die immensen Gefahren, die von der Ausbreitung dieser Krankheit ausgehen, deren Letalit\u00e4tsrate bei etwa 25 bis 50 Prozent liegt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/9783c373-acbd-4a00-bc3c-86d49820afcc.png\" style=\"max-height:100%\"\/>Geographische Ausbreitung der Ebola-Infektionen im Osten Kongos und in Uganda. Die h\u00f6chste Konzentration findet sich in der Provinz Ituri, die grenz\u00fcbergreifenden Infektionen haben bereits Kampala erreicht, die Hauptstadt Ugandas. [Photo by Sources: Natural Earth, geoBoundaries. Map by WSWS. \/ <a class=\"black-40 hover-black-60 no-underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a>]<\/p>\n<p>Seit die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch am 16. Mai zur gesundheitlichen Notlage internationaler Tragweite (PHEIC) erkl\u00e4rte hatte, hat sich die Zahl der Erkrankungen und Todesf\u00e4lle mehr als verdoppelt. Binnen weniger Tage gab WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bekannt, dass die Organisation ihre Risikobewertung nach oben korrigiert habe \u2013 auf \u201esehr hoch\u201c auf nationaler Ebene f\u00fcr die Demokratische Republik Kongo und auf \u201ehoch\u201c auf regionaler Ebene in Afrika. Das globale Risiko wurde weiterhin als \u201egering\u201c eingestuft. Dass die Zahlen fast zeitgleich mit der Hochstufung die 1.000er-Marke \u00fcberschritten, best\u00e4tigt, was unabh\u00e4ngige Modellrechnungen seither belegt haben: Der Ausbruch war bereits weit st\u00e4rker verbreitet, als es die offizielle \u00dcberwachung erfasst hatte. <\/p>\n<p>Eine Analyse von Ruth McCabe und Kollegen am Imperial College aus diesem Jahr kam zu dem Schluss, dass die tats\u00e4chlichen Infektionszahlen in den ersten Wochen die offiziellen Z\u00e4hlungen um das Doppelte oder mehr \u00fcbertrafen. Die eskalierende Wortwahl kommt einem stillschweigenden Eingest\u00e4ndnis gleich, dass es sich nicht blo\u00df um einen viralen Notstand handelt, sondern um eine humanit\u00e4re Katastrophe, angetrieben durch Krieg, Massenvertreibung, Hunger und dem Zusammenbruch der Institutionen \u2013 die kein schneller technokratischer Mechanismus eind\u00e4mmen kann.<\/p>\n<p>Nirgendwo ist die Kluft zwischen der offiziellen Einsch\u00e4tzung und der Realit\u00e4t vor Ort gr\u00f6\u00dfer als bei den vorl\u00e4ufigen Empfehlungen des IHR-Notfallausschusses an die Vertragsstaaten. Sie wirken wie eine Checkliste f\u00fcr ein vollst\u00e4ndig funktionierendes und gut finanziertes Gesundheitssystem, und nicht f\u00fcr ein Kriegsgebiet. <\/p>\n<p>Das Komitee r\u00e4t den Staaten, die Fr\u00fcherkennung, Untersuchung und labortechnische Best\u00e4tigung von Verdachtsf\u00e4llen zu st\u00e4rken sowie eine 21-t\u00e4gige Nachbeobachtungszeit f\u00fcr Kontaktpersonen sicherzustellen. Es r\u00e4t zur St\u00e4rkung der Infektionspr\u00e4vention und -kontrolle in Gesundheitseinrichtungen, sichere und w\u00fcrdevolle Begr\u00e4bnisse unter Teilnahme der Gemeinden durchzuf\u00fchren und die Risikokommunikation zu intensivieren, um Falschinformationen entgegenzuwirken. Von Grenzschlie\u00dfungen und Reise- oder Handelsverboten wird abgeraten, da diese wirkungslos und wirtschaftlich sch\u00e4dlich seien.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iysse.de\/events.html\" class=\"db avenir f6 lh-title pa1 br2 tc mw6 mw-75rem-m bg-black-05 mt3 center\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"dn db-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/74adc7a6-8594-4dab-b07d-0860f918dc40.jpeg\"\/><img decoding=\"async\" class=\"db dn-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/2a9da8f4-f6ce-4fcf-8b71-3f4c33467b2b.jpeg\"\/><\/a><\/p>\n<p>Diese Verordnungen widersprechen der Realit\u00e4t vor Ort. Laut einem Bericht von Associated Press setzten Jugendliche am 21. Mai in der Stadt Rwampara ein Ebola-Behandlungszentrum in Brand, nachdem sie von Polizisten und Gesundheitsbeamten daran gehindert wurden, den Leichnam eines Freundes abzuholen, der an dem Virus gestorben war, um ihn f\u00fcr eine traditionelle Bestattung nach Hause zu bringen. Die Polizei trieb die Menge mit Warnsch\u00fcssen auseinander, die Einrichtung brannte ab, und die Helfer flohen in Fahrzeugen. <\/p>\n<p>Der Vorfall in Rwampara war kein Einzelfall. Am 23. Mai setzten Einwohner in Mongbwalu eine zweite Behandlungseinrichtung in Brand, die von den \u00c4rzten ohne Grenzen betrieben wurde, woraufhin 18 mutma\u00dfliche Ebola-Patienten in die umliegende Bev\u00f6lkerung flohen. Aus einem Konferenzraum in Genf heraus sichere und w\u00fcrdevolle Begr\u00e4bnisse zu empfehlen, bedeutet wenig, wenn diese Ma\u00dfnahmen von der staatlichen Polizei gegen eine verarmte, traumatisierte Bev\u00f6lkerung durchgesetzt werden, die seit Jahrzehnten Gewalt und systemischer Vernachl\u00e4ssigung ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>Diese Kluft ist das Thema einer aktuellen Analyse von Annie Sparrow von der Icahn School of Medicine am Mount Sinai and Daniel Lucey von der Geisel School of Medicine des Dartmouth College, die in Foreign Policy unter dem Titel \u201eDie n\u00e4chste Pandemie wird aus einer Konfliktzone kommen\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde. Ihr zentrales Argument ist, dass die n\u00e4chste katastrophale Pandemie am wahrscheinlichsten nicht aus einem Labor oder einem isolierten \u00dcbergreifen in einer funktionierenden Gesellschaft entstehen wird, sondern genau aus jener Art von kriegszerr\u00fcttetem, vernachl\u00e4ssigtem Umfeld, aus dem Bundibugyo hervorgeht. Sie warnen, ein begrenzter technokratischer Vorsorgeansatz sei unter solchen Bedingungen au\u00dferordentlich gef\u00e4hrlich \u2013 Bedingungen, unter denen die Besetzung des Ostkongo durch Milizen die staatliche Autorit\u00e4t zerst\u00f6rt hat, w\u00e4hrend K\u00fcrzungen der ausl\u00e4ndischen Entwicklungshilfe die lokalen Partner dezimiert und das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung zerst\u00f6rt haben.<\/p>\n<p>Der Bundibugyo-Ausbruch passt in dieses Schema. Bewaffnete Gruppen wie M23 halten einen Gro\u00dfteil des Ostens der DRK besetzt, sodass humanit\u00e4re Hilfe von Verhandlungen mit de facto paramilit\u00e4rischen Kr\u00e4ften abh\u00e4ngig wird. Klinikpersonal und medizinische Fachkr\u00e4fte, die ungew\u00f6hnliche Krankheitscluster zu melden versuchen, riskieren Schikanen, Verhaftungen oder Schlimmeres, da die bewaffneten Gruppen Informationen \u00fcber Ausbr\u00fcche als Milit\u00e4rgeheimnis betrachten. Gemeinden, in denen bereits chronische Unsicherheit, Unterern\u00e4hrung, Malaria, Cholera und sexuelle Gewalt herrschen, betrachten die von der Polizei durchgesetzte Kontaktverfolgung, Isolation und Begr\u00e4bnisse h\u00e4ufig als fremd und als Gewaltma\u00dfnahme \u2013 oder als Vorwand f\u00fcr weitere staatliche \u00dcbergriffe.<\/p>\n<p>Das Ausma\u00df des Zusammenbruchs wurde im Juni 2025 in einem Bericht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) dokumentiert, in dem gewarnt wurde, das Gesundheitssystem im Norden und S\u00fcden von Kivu stehe kurz vor dem Kollaps. Das IKRK verzeichnete auf der Grundlage einer Einsch\u00e4tzung von 109 Gesundheitszentren einen 50-prozentigen R\u00fcckgang der Arztbesuche bei Kindern unter f\u00fcnf Jahren und eine Vervierfachung der Fehlgeburten. Zudem wurden drei von f\u00fcnf der untersuchten Einrichtungen gepl\u00fcndert. Fran\u00e7ois Moreillon, der Leiter der IKRK-Delegation in der DRK, erkl\u00e4rte, mit derart begrenztem Zugang zu Behandlungen und Medikamenten sei das Risiko f\u00fcr die Einwohner im Norden und S\u00fcden von Kivu, an Wunden oder einfachem Durchfall zu sterben, \u201eso hoch wie noch nie\u201c.<\/p>\n<p>Diese Verw\u00fcstung wurde durch die Etatk\u00fcrzungen, welche die USA durchgesetzt haben, noch verschlimmert. Eine im Jahr 2025 in The Lancet ver\u00f6ffentlichte Studie simulierte die Folgen der Einstellung der von der US-Beh\u00f6rde f\u00fcr internationale Entwicklung (USAID) betriebenen Programme. Sie prognostizierte, dass diese Mittelk\u00fcrzungen bis zum Jahr 2030 weltweit mehr als 14 Millionen zus\u00e4tzliche Todesf\u00e4lle verursachen k\u00f6nnten \u2013 darunter \u00fcber 4,5 Millionen bei Kindern unter f\u00fcnf Jahren. <\/p>\n<p>Ebola ist nur das sichtbarste Anzeichen f\u00fcr die daraus resultierende Krise. Cholera, Masern, Affenpocken, Polio und multiresistente Infektionen breiten sich in den \u00fcberf\u00fcllten Fl\u00fcchtlingslagern ungehindert aus, w\u00e4hrend das Impfwesen und die medizinische Grundversorgung zusammenbrechen. Wenn man sich auf Bundibugyo-spezifische Impfstoffe oder bessere genomische \u00dcberwachung konzentriert, dabei aber Austerit\u00e4t und Krieg ausklammert, behandelt man nur das Symptom, ignoriert aber die Krankheit<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung der DRK ist bemerkenswert jung. Fast 46 Prozent der etwa 115 Millionen Einwohner sind j\u00fcnger als 15 Jahre. Diese gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsgruppe junger Menschen ist mit einer Gesellschaft konfrontiert, die vom Krieg verw\u00fcstet wurde und in der es so gut wie keine formellen Arbeitsverh\u00e4ltnisse gibt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/52d47a98-3842-4bb4-85d2-b712ed4b1b10.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Bev\u00f6lkerungsverteilung in der DRK im Jahr 2022. Siedlungen konzentrieren sich entlang den Fl\u00fcssen, Stra\u00dfen und den \u00f6stlichen Provinzen \u2013 dem Epizentrum des aktuellen Ebola-Ausbruchs  [Photo by Blessing Chipanda, DR Congo: Geographic Futures, ISS African Futures and Innovation programme, 2026 (basemap data: WorldPop, ESRI, USGS, NOAA)  \/ <a class=\"black-40 hover-black-60 no-underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a>]<\/p>\n<p>Die soziale Krise wird durch die Vertreibung versch\u00e4rft, die ein ersch\u00fctterndes Ausma\u00df erreicht hat: Sch\u00e4tzungsweise 7,8 Millionen Menschen sind Binnenfl\u00fcchtlinge, eine der weltweit h\u00f6chsten Zahlen. Alleine die Provinz Ituri beherbergt mehr als 920.000 Menschen, und die j\u00fcngsten K\u00e4mpfe um Goma haben weitere 700.000 Menschen vertrieben. Diese Bev\u00f6lkerungsgruppen sind in provisorischen Lagern ohne Wasser, Sanit\u00e4r- und Hygieneinfrastruktur untergebracht. In Teilen von Nord-Kivu \u00fcberleben Menschen mit nur 6,3 Litern Wasser pro Tag, und auf 138 Menschen kommt eine Latrine \u2013 das sind ideale Bedingungen f\u00fcr die explosionsartige Ausbreitung von Ebola und Cholera.<\/p>\n<p><a class=\"db avenir f6 lh-title pa1 br2 tc mw6 mw-75rem-m bg-black-05 mt3 center\" href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/special\/pages\/international-mayday-online-rally-2026.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"dn db-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1779829811_864_11d17052-6cfe-4508-a369-0296defc96b6.png\"\/><img decoding=\"async\" class=\"db dn-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/1779829811_182_4b19da99-80bf-4b7c-8443-cc2e6d33b6f6.png\"\/><\/a><\/p>\n<p>Untrennbar mit der Vertreibung verbunden ist die eskalierende Hungerkrise. Etwa 25,6 Millionen Menschen im ganzen Land sind von Ern\u00e4hrungsunsicherheit auf Krisen- oder Notstandsniveau betroffen, darunter 6,2 Millionen in Ituri und dem Norden Kivus. Von chronischen Wachstumsst\u00f6rungen sind 42 Prozent aller Kinder unter f\u00fcnf Jahren betroffen. Aktuelle Erhebungen im S\u00fcden von Kivu zeigen akute Mangelern\u00e4hrungsraten von 18 Prozent, die weit \u00fcber den Notstandsschwellen liegen. Ein solcher Hungerzustand schw\u00e4cht das Immunsystem und erh\u00f6ht die Sterblichkeit durch Infektionen wie Ebola und Masern drastisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/5dabb13b-9fcf-4736-86c5-4a0c5292d26f.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Projizierte akute Ern\u00e4hrungsunsicherheit in der DRK vom Januar bis Juni 2026. Sch\u00e4tzungsweise 26,5 Millionen Menschen (23 Prozent der Analysierten) droht eine Krise (Phase 3) oder Schlimmeres. Sie sind vor allem in den \u00f6stlichen Provinzen konzentriert  [Photo by Integrated Food Security Phase Classification (IPC), Democratic Republic of the Congo: Acute Food Insecurity Projection Update for January\u2013June 2026  \/ <a class=\"black-40 hover-black-60 no-underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\">CC BY 4.0<\/a>]<\/p>\n<p>Die sozio\u00f6konomische Ausgangslage der Region offenbart die strukturelle Ungleichheit des Weltkapitalismus. Die Lebenserwartung liegt mit 62,5 Jahren deutlich unter dem afrikanischen Durchschnitt und Jahrzehnte unter derjenigen in den USA. Sch\u00e4tzungsweise 72,3 Prozent der Bev\u00f6lkerung m\u00fcssen mit weniger als 2,15 US-Dollar pro Tag auskommen. Die M\u00fctter- und Kindersterblichkeit ist ersch\u00fctternd: 76 Todesf\u00e4lle vor dem Erreichen des f\u00fcnften Lebensjahrs pro tausend lebend geborener Kinder, und 846 von 100.000 M\u00fcttern sterben bei der Geburt. <\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund von Billionen von Dollar an Mineralienvorkommen, die multinationale Konzerne aus der Region herausholen, entlarven diese Zahlen die \u201eniedrige\u201c Risikobewertung der WHO als kurzsichtig und falsch. Wiederkehrende Ebola-Ausbr\u00fcche und die Entstehung t\u00f6dlicher Erreger werden Millionen Menschen in der Region und auf der ganzen Welt bedrohen, solange diese Bedingungen weiter bestehen. Der demografische und soziale Zusammenbruch in der \u00f6stlichen DRK ist kein Naturph\u00e4nomen, sondern das vors\u00e4tzliche Produkt von Imperialismus und kapitalistischer Ausbeutung, die Friedrich Engels als \u201esozialen Mord\u201c bezeichnete.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mittlerweile liegt die Zahl der best\u00e4tigten und mutma\u00dflichen Erkrankungen an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus bei \u00fcber 1.000, und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21977,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[8547,192,194,190,188,193,191,462,461,2599,2093,189,207,8802,3461],"class_list":["post-21976","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-demokratische-republik-kongo","tag-bundibugyo","tag-dem-rep-kongo","tag-democratic-republic-of-the-congo","tag-demokratische-republik","tag-demokratische-republik-kongo","tag-dr-congo","tag-dr-kongo","tag-drc","tag-drk","tag-ebola","tag-italien","tag-kongo","tag-uganda","tag-verdachtsfaelle","tag-who"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116642933915054805","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21976"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21976\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21977"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}