{"id":2236,"date":"2026-04-19T00:42:40","date_gmt":"2026-04-19T00:42:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2236\/"},"modified":"2026-04-19T00:42:40","modified_gmt":"2026-04-19T00:42:40","slug":"rad-wm-in-ruanda-hier-wird-keiner-die-strecke-stuermen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2236\/","title":{"rendered":"Rad-WM in Ruanda: Hier wird keiner die Strecke st\u00fcrmen"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2025-09\/rad-wm-ruanda-2025-autokratie-uci-sportswashing\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<p>Seite 1Hier wird keiner die Strecke st\u00fcrmen<\/p>\n<p>                                            <a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2025-09\/rad-wm-ruanda-2025-autokratie-uci-sportswashing\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    Seite 2Wovon der Sport ablenken soll<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In Kigali, der Hauptstadt von <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ruanda\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ruanda<\/a>, finden gerade erstaunliche Rennen statt. Die Teilnehmer sind einheimische Radtaxifahrer und die besten Radfahrerinnen und Radfahrer der Welt. Die einen gleiten mit im Stra\u00dfenverkehr von Kigali und bereiten sich auf ihre Weltmeisterschaftsrennen vor. Die anderen machen sich einen Spa\u00df daraus, mit ihren schweren Eingangr\u00e4dern die Profis und die 15.000 Euro teuren Rennmaschinen herauszufordern.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Die haben gut mitgehalten&#8220;, sagt Paul Fietzke aus Cottbus. Der Abiturient hat in Ruanda seinen Titel des Junioren-Vizeweltmeisters zu verteidigen. &#8222;Vor allem, solange es bergauf geht, bleiben sie dran. Bergab allerdings war irgendwann ihr einziger Gang die Limitierung.&#8220; W\u00fcrde man die Kuriere auf ein Rennrad setzen, &#8222;w\u00fcrden die gar nicht so schlecht aussehen. Die sind topfit&#8220;, sagt Fietzke. In anderen Momenten dieser Tage schl\u00e4ngeln sich Schweizer und US-Profis durch <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kigali\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kigali<\/a> und liefern sich Rennen mit dem wichtigsten Fortbewegungsmittel in Kigali: den Motorradtaxis.\n<\/p>\n<p>        F\u00fcr Ruanda ist es ein gro\u00dfes Ding        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es sind Szenen wie diese, die diese Rad-Weltmeisterschaft besonders machen. Es ist die erste auf dem afrikanischen Kontinent. Kigali 2025 hat sich viel vorgenommen und mindestens in einer Sache \u00fcbertrumpfen sie die vorherigen Weltmeisterschaften von Z\u00fcrich und Glasgow: Die Organisatoren lie\u00dfen vor der WM mehrere Dutzend Temposchwellen abbauen. Von solchen Eingriffen in die Verkehrsinfrastruktur k\u00f6nnen europ\u00e4ische Radsportveranstalter nur tr\u00e4umen. Ansonsten sieht es f\u00fcr die Profis aus wie immer: Der Start- und Zielbereich ist gebaut wie sonst, die Interviews finden vor den gleichen Sponsorenw\u00e4nden statt und die Zelte, in denen sich die Fahrerinnen und Fahrer nach den Wettk\u00e4mpfen aufhalten, sind von der exakt gleichen Bauart wie auch bei anderen Welttitelk\u00e4mpfen.\u00a0\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0unsplash.com<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Das tut mir gut \u2013 Der ZEIT-Gesundheitsnewsletter<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Einmal die Woche sammeln wir f\u00fcr Sie im ZEIT-Gesundheitsnewsletter die spannendsten Texte zu allem, was guttut. Darunter Tipps aus Psychologie und Medizin, Sport und Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Doch f\u00fcr den Kontinent bedeutet diese WM viel. Tats\u00e4chlich auch f\u00fcr die Radtaxifahrer. Die erste Generation ruandischer Auswahlfahrer rekrutierte sich zu gro\u00dfen Teilen aus fr\u00fcheren Taxifahrern. Ganz einfach ist dieser Aufstieg aber nicht. &#8222;Sie haben zwar die Muskeln aufgebaut. Aber weil sie schwere Lasten transportieren m\u00fcssen und auch nur den einen Gang haben, ist die Muskelspannung eine andere. Und sie m\u00fcssen es auch erst lernen, G\u00e4nge zu wechseln und methodischer zu trainieren&#8220;, sagt Adrien Niyonshuti der ZEIT.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Er war der erste Radprofi aus Ruanda und fuhr f\u00fcr das s\u00fcdafrikanische Team MTN Qhubeka. Danach wurde er Trainer, erst in Ruanda, nun betreibt er eine Akademie in Benin. Mit der Nationalmannschaft Benins kam er jetzt zur\u00fcck: &#8222;Es ist herausfordernd, solch ein Event zu veranstalten, aber ich bin stolz darauf, dass es gelingt&#8220;, sagt er am Rande der Zeitfahrwettbewerbe.\n<\/p>\n<p>                            Xaverine Nirere aus Ruanda war im Zeitfahren der Frauen die erste Starterin.            \u00a9\u00a0frontalvision.com\/\u200bimago images<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr Fahrerinnen aus Afrika ist die WM ein Schaufenster. Sie wollen sich den gro\u00dfen Teams zeigen. Zum Beispiel Xaverine Nirere, die diese WM er\u00f6ffnet hat. Als erste von 24 Starterinnen des Zeitfahrens rollte die Ruanderin am vergangenen Sonntag von der Rampe in der BK Arena. Am Ende wird sie als beste Afrikanerin 27. und lie\u00df auch einige Frauen mit Profierfahrung hinter sich. Zum Radsport kam sie bereits als Sch\u00fclerin. &#8222;Es ging in der sechsten Klasse los. Eine Weile betrieb ich Radsport und Schule parallel. Dann aber kam Covid, die Schulen waren geschlossen und ich konnte mich voll auf das Fahrrad konzentrieren&#8220;, sagt sie und lacht dabei. Inzwischen trainiert sie vor allem in Kenia und ist auch f\u00fcr das dortige Team Amani aktiv. Ihr gro\u00dfer Traum: &#8222;Eines Tages bei der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2025-08\/tour-de-france-femmes-franziska-brausse\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Tour de France Femmes <\/a>zu fahren.&#8220;\n<\/p>\n<p>        Der Weltverband treibt die Entwicklung voran        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zur WM reisen n\u00e4mlich auch Manager und Trainer aus Europa, Nordamerika und Australien. Der Weltradsportverband (UCI) hat au\u00dferdem einen Ableger des World Cycling Centres in Ruanda er\u00f6ffnet. Elf dieser Zentren gibt es auf der Welt, zwei davon stehen nun in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afrika<\/a>. Das zweite ist in S\u00fcdafrika. In diesen Zentren werden nicht nur Trainingscamps f\u00fcr Sportler ausgerichtet, sondern auch Weiterbildungen f\u00fcr Trainer, Mechaniker und Kommissare.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Drei Wochen vor der WM wurden im neuen St\u00fctzpunkt in Ruanda zehn Trainer aus mehreren afrikanischen L\u00e4ndern zu einem Workshop eingeladen. Und parallel wurde ein Trainingslager f\u00fcr 65 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus 35 L\u00e4ndern Afrikas organisiert. &#8222;Es diente vor allem als WM-Vorbereitung, denn von ihnen treten jetzt einige in den Kategorien der U23 und der Junioren bei der WM an&#8220;, sagt Jacques Landry, Direktor des World Cycling Centres. Der Weltradsportverband will Afrikas Fahrerinnen und Fahrer noch st\u00e4rker in den Hochleistungsradsport integrieren.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Hier wird keiner die Strecke st\u00fcrmen Seite 2Wovon der Sport ablenken&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2237,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[29,1665,1666,1664,574,403,404,412],"class_list":{"0":"post-2236","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ruanda","8":"tag-afrika","9":"tag-kigali","10":"tag-profisport","11":"tag-rad-wm-in-ruanda","12":"tag-radsport","13":"tag-ruanda","14":"tag-rwanda","15":"tag-sport"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2236","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2236"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2236\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2237"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2236"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2236"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2236"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}