{"id":2302,"date":"2026-04-19T01:31:42","date_gmt":"2026-04-19T01:31:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2302\/"},"modified":"2026-04-19T01:31:42","modified_gmt":"2026-04-19T01:31:42","slug":"aequatorialguinea-mitten-im-dschungel-waechst-eine-neue-hauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2302\/","title":{"rendered":"\u00c4quatorialguinea: Mitten im Dschungel w\u00e4chst eine neue Hauptstadt"},"content":{"rendered":"<p>Der Pr\u00e4sident von \u00c4quatorialguinea, Teodoro Obiang, l\u00e4sst im Regenwald eine Stadt errichten, die die bisherige Kapitale ersetzt. Und es gibt noch mehr Ungew\u00f6hnliches aus dem kleinen Land in Afrika zu berichten.<\/p>\n<p>Das Land \u00c4quatorialguinea<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Es geh\u00f6rt zu den kleinsten L\u00e4ndern Afrikas und ist ein wei\u00dfer Fleck auf der touristischen Landkarte: Auf einer Fl\u00e4che von der Gr\u00f6\u00dfe Brandenburgs leben etwa 1,2 Millionen Menschen \u2013 nur wenig mehr als in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/koeln-staedtereise\/\" title=\"Bilder und Informationen zu Reisen nach K\u00f6ln finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/koeln-staedtereise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Bilder und Informationen zu Reisen nach K\u00f6ln finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Bilder und Informationen zu Reisen nach K\u00f6ln finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00f6ln<\/a>.<\/p>\n<p>\u00c4quatorialguinea wurde 1778 von den Portugiesen an die Spanier abgetreten, 1968 erlangte der tropische Staat seine Unabh\u00e4ngigkeit. Anders als der Name es vermuten l\u00e4sst, streift der \u00c4quator das Staatsgebiet nicht: Der gr\u00f6\u00dfere Teil liegt n\u00f6rdlich davon auf dem zentralafrikanischen Festland, hinzu kommt die Insel Bioko im Golf von Guinea mit der bisherigen Hauptstadt Malabo, nur die Atlantikinsel Annob\u00f3n liegt s\u00fcdlich vom \u00c4quator.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich tr\u00e4gt zur Verwirrung bei, dass es in Westafrika, rund 2400 Kilometer entfernt, zwei L\u00e4nder mit \u00e4hnlichem Namen gibt: Guinea und Guinea-Bissau. Mit dem 15.000 Kilometer entfernten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/papua-neuguinea\/\" title=\"Lust auf Urlaub in Papua-Neuguinea? Hier finden Sie Tipps und Informationen\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/themen\/papua-neuguinea\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Lust auf Urlaub in Papua-Neuguinea? Hier finden Sie Tipps und Informationen&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Lust auf Urlaub in Papua-Neuguinea? Hier finden Sie Tipps und Informationen&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Papua-Neuguinea<\/a> d\u00fcrfte allerdings keine Verwechslungsgefahr bestehen.<\/p>\n<p>Seit vier Jahrzehnten wird \u00c4quatorialguinea von Teodoro Obiang beherrscht, er putschte sich 1979 an die Macht und ist mittlerweile das am l\u00e4ngsten regierende nicht adelige Staatsoberhaupt der Welt. Und eines der reichsten: Das Verm\u00f6gen des Diktators wird auf 600 Millionen US-Dollar gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Eine neue Hauptstadt mitten im Dschungel<\/p>\n<p>Aus Angst vor Aufst\u00e4nden l\u00e4sst Pr\u00e4sident Obiang seit Jahren mitten im Dschungel eine auf dem Rei\u00dfbrett geplante Hauptstadt f\u00fcr 200.000 Einwohner errichten. Sie hei\u00dft Ciudad de la Paz (Stadt des Friedens) und ersetzt seit 2017 die bisherige Kapitale Malabo, obwohl l\u00e4ngst noch nicht alle Bauvorhaben beendet sind. F\u00fcr die Neubauten und eine Autobahn wurde <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/regenwald\/\" title=\"Lesen Sie mehr zum Thema Regenwald in unserem Dossier\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/themen\/regenwald\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Lesen Sie mehr zum Thema Regenwald in unserem Dossier&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Lesen Sie mehr zum Thema Regenwald in unserem Dossier&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Regenwald<\/a> gerodet, und es wurden Schneisen durch Berge und W\u00e4lder geschlagen.<\/p>\n<p>Auf Urlauber warten leere Str\u00e4nde<\/p>\n<p>Die Regierung r\u00fcckt zwar keine Zahlen raus, doch fest steht: \u00c4quatorialguinea z\u00e4hlt zu den am wenigsten besuchten L\u00e4ndern der Welt. Kein Wunder, gibt es doch kaum <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hotels\/\" title=\"Lesen Sie mehr zum Thema Hotels in unserem Dossier\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/themen\/hotels\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Lesen Sie mehr zum Thema Hotels in unserem Dossier&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Lesen Sie mehr zum Thema Hotels in unserem Dossier&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hotels<\/a>, und die Infrastruktur ist miserabel.<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4ren allein die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/strandurlaub\/\" title=\"Lust auf Strandurlaub? Hier finden Sie Tipps und Informationen\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/themen\/strandurlaub\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Lust auf Strandurlaub? Hier finden Sie Tipps und Informationen&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Lust auf Strandurlaub? Hier finden Sie Tipps und Informationen&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Str\u00e4nde eine Reise wert<\/a>. Besonders malerisch sind die K\u00fcsten auf der nur 14 Quadratkilometer gro\u00dfen Isla Corisco und auf der Hauptinsel Bioko (Foto).<\/p>\n<p>Das h\u00f6chste Pro-Kopf-Einkommen in Afrika<\/p>\n<p>34.870 US-Dollar betrug laut Internationalem W\u00e4hrungsfonds 2017 das j\u00e4hrliche Pro-Kopf-Einkommen von \u00c4quatorialguinea. Es ist das h\u00f6chste in ganz Afrika und liegt auf europ\u00e4ischem Niveau, vor dem Portugals und Estlands. Die Zahl t\u00e4uscht jedoch dar\u00fcber hinweg, dass drei Viertel der Bev\u00f6lkerung in Armut leben und nur eine kleine Elite von den reichen \u00d6lvorkommen des Landes profitiert.<\/p>\n<p>Ein alkoholischer Drink aus fermentiertem Zuckerrohr<\/p>\n<p>Neben dem in weiten Teilen Afrikas beliebten Palmwein und dem Milchtee Osang trinken die \u00c4quatorialguineer gern Malamba, einen alkoholischen Drink aus fermentiertem Zuckerrohr, der mit einer Reihe von Gew\u00fcrzen versetzt wird.<\/p>\n<p>Ureinwohner mit geringer K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe<\/p>\n<p>Einer der vielen St\u00e4mme \u00c4quatorialguineas sind die Bakola, auch Bagyeli genannt. Sie siedeln auf dem Festland in den Regenw\u00e4ldern an der Grenze zu Kamerun und unterscheiden sich von den anderen Bewohnern des Landes durch ihre geringe durchschnittliche K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, die bei 1,35 Metern liegt. Viele Bakola leben halbnomadisch und verdienen ihren Lebensunterhalt traditionell als J\u00e4ger und Sammler.<\/p>\n<p>Ein Kleinstaat mit vielen Sprachen<\/p>\n<p>\u201eTu\u00eb a l\u00f6vari\u201c<\/p>\n<p>So sagt man \u201eguten Tag\u201c auf Bubi, einer der rund 14 in dem Kleinstaat verwendeten lokalen Sprachen \u2013 andere St\u00e4mme und Minderheiten sprechen zum Beispiel Fang, Benga oder Ndowe. Als Bildungssprache wird in \u00c4quatorialguinea Spanisch gesprochen, weitere Amtssprachen sind Franz\u00f6sisch und Portugiesisch.<\/p>\n<p>Das Okapi ist ein scheues Tier<\/p>\n<p>Neben dem Kongo ist \u00c4quatorialguinea eine der wenigen Regionen, in denen das Okapi heimisch ist. Mit seinem rotbraun-schwarzen Fell, den gestreiften Beinen und dem langen Hals sieht es aus wie ein Mischung aus Giraffe und Zebra.<\/p>\n<p>Das Tier, auch als Waldgiraffe bekannt, ist so scheu, dass es erst 1901 von Zoologen beschrieben wurde und bis heute nur wenig erforscht ist. Es lebt im Regenwald, in dem es in der Tat h\u00e4ufig regnet: \u00c4quatorialguinea ist mit rund 2000 Millimeter j\u00e4hrlichem Niederschlag eines der regnerischsten L\u00e4nder der Welt. Zum Vergleich: In <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/\" title=\"Bilder und Informationen zu Reisen nach Deutschland finden Sie auf unserer Themenseite.\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/deutschland-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Bilder und Informationen zu Reisen nach Deutschland finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Bilder und Informationen zu Reisen nach Deutschland finden Sie auf unserer Themenseite.&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> f\u00e4llt weniger als halb so viel Regen.<\/p>\n<p>Skurriles, Rekordverd\u00e4chtiges, Typisches: Weitere Teile unserer <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/laenderkunde\/\" title=\"Mehr L\u00e4nderkunde auf welt.de\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/themen\/laenderkunde\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;Mehr L\u00e4nderkunde auf welt.de&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;Mehr L\u00e4nderkunde auf welt.de&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">L\u00e4nderkunde-Serie finden Sie hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Pr\u00e4sident von \u00c4quatorialguinea, Teodoro Obiang, l\u00e4sst im Regenwald eine Stadt errichten, die die bisherige Kapitale ersetzt. Und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2303,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[29,1699,165,1701,1703,1705,1702,427,1700,1694,1329,1704,1696,1706,295,1697,1698,1695],"class_list":{"0":"post-2302","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aequatorialguinea","8":"tag-afrika","9":"tag-aequator","10":"tag-aequatorialguinea","11":"tag-aequatorialguineer","12":"tag-atlantikinsel-annobon","13":"tag-bakola","14":"tag-bioko","15":"tag-equatorial-guinea","16":"tag-golf-von-guinea","17":"tag-laenderkunde-kolumne","18":"tag-laenderportraets","19":"tag-malabo","20":"tag-obiang-nguema","21":"tag-okapi","22":"tag-reise","23":"tag-teodoro-geb-1942","24":"tag-teodoro-obiang","25":"tag-waak-anne"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2302","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2302"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2302\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2302"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2302"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2302"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}