{"id":25128,"date":"2026-06-03T13:30:51","date_gmt":"2026-06-03T13:30:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/25128\/"},"modified":"2026-06-03T13:30:51","modified_gmt":"2026-06-03T13:30:51","slug":"sudan-suedsudan-angriffe-auf-kinder-und-kranke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/25128\/","title":{"rendered":"Sudan\/S\u00fcdsudan: Angriffe auf Kinder und Kranke"},"content":{"rendered":"<p>In der Region S\u00fcd-Kordofan im Sudan sind \u00fcber 100 Menschen bei Drohnenangriffen get\u00f6tet worden, darunter Kinder und Kranke. \u201eIn diesem Krieg gibt es keinen Respekt vor dem menschlichen Leben\u201c, klagt Bischof Christian Carlassare von Bentiu und ruft zum Ende der Gewalt auf.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-12\/benin-militaer-putsch-versuch-afrika-politik-spannung.html\" title=\"Benin: Bisch\u00f6fe verurteilen Putschversuch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2025\/12\/10\/13\/1765369919359.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Benin: Bisch\u00f6fe verurteilen Putschversuch\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Ein gescheiterter politischer Umsturz zeigt Spannungen in Westafrika und verursacht milit\u00e4rische Reaktionen anderer L\u00e4nder.\n     <\/p>\n<p>Die Gewalt bewaffneter Gruppen im S\u00fcdsudan hat in diesem Jahr ein neues H\u00f6chstma\u00df erreicht. Laut UNO starben seit Januar 2000 Menschen und 320.000 Menschen flohen vor Gewalt. Die Opferzahl k\u00f6nnte vor dem Hintergrund von Kommunikationsausf\u00e4llen und der schweren Zug\u00e4nglichkeit der Kriegsgebiete sogar h\u00f6her sein.<\/p>\n<p>Weitere Tote gab es in diesen Tagen in der Stadt Kalogi in der Region S\u00fcd-Kordofan im S\u00fcden des Nachbarlandes Sudan. Drohnen trafen den Kindergarten al-Hanan, w\u00e4hrend dort Kinder betreut wurden. Auch das l\u00e4ndliche Krankenhaus von Kalogi, wo Verletzte behandelt wurden, sowie eine staatliche Einrichtung wurden bombardiert. Den Berichten zufolge wurden insgesamt mindestens 116 Menschen get\u00f6tet, darunter 63 Kinder.<\/p>\n<p>Beschuss ziviler und medizinischer Einrichtungen <\/p>\n<p>Laut Hilfsorganisationen und \u00c4rzten richtet sich die Gewalt immer wieder auch gegen zivile und medizinische Einrichtungen. So traf laut dem \u201eSudan Doctors Network\u201c eine Drohne Menschen, die sich versammelt hatten, um Kindern und Zivilisten zu helfen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) best\u00e4tigte, dass Sanit\u00e4ter und Rettungskr\u00e4fte angegriffen wurden.<\/p>\n<p>\u201eIn diesem Krieg gibt es keinen Respekt vor dem menschlichen Leben\u201c, kommentierte Bischof Christian Carlassare von Bentiu in einem WhatsApp-Interview mit OSV News. \u201eIm Sudan wird die Menschlichkeit von Gier und Machtstreben bedroht.\u201c Der Bischof rief zu Frieden, zur Achtung des menschlichen Lebens und zum Schutz der Zivilbev\u00f6lkerung im Sudan auf. \u201eIch appelliere an die Konfliktparteien, sich an einen Tisch zu setzen und einen Dialog f\u00fcr den Frieden zu f\u00fchren. Konflikte bringen nichts Gutes.\u201c<\/p>\n<p>Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verurteilte die \u201esinnlosen Angriffe auf Zivilisten und Gesundheitseinrichtungen\u201c und forderte erneut \u201eein Ende der Gewalt sowie einen besseren Zugang zu humanit\u00e4rer Hilfe, einschlie\u00dflich medizinischer Versorgung\u201c, so der Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Sudanesen \u201ehaben viel zu viel gelitten. Waffenstillstand jetzt!\u201c, sagte er laut BBC.<\/p>\n<p>Seit Beginn des Konflikts im April 2023 habe die WHO 198 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen best\u00e4tigt, bei denen 1.735 Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Patienten get\u00f6tet und 438 verletzt wurden. Solche Angriffe stellen einen Versto\u00df gegen das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht dar.<\/p>\n<p>Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF forderte die Konfliktparteien auf, die Angriffe \u201esofort einzustellen und einen sicheren, ungehinderten Zugang f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe zu erm\u00f6glichen, damit die Menschen, die dringend Hilfe ben\u00f6tigen, diese auch erhalten\u201c. Kinder sollten niemals den Preis f\u00fcr Konflikte zahlen m\u00fcssen, so die UNICEF-Vertreterin f\u00fcr den Sudan, Sheldon Sheldon Yett.<\/p>\n<p>Kirchenf\u00fchrer verurteilen die Gewalt <\/p>\n<p>Die sudanesischen Streitkr\u00e4fte und die paramilit\u00e4rischen &#8222;Rapid Support Forces&#8220; k\u00e4mpfen seit April 2023 um die Kontrolle \u00fcber das nordostafrikanische Land. Kirchenf\u00fchrer im Sudan und im S\u00fcdsudan haben den Krieg wiederholt als sinnlos und unn\u00f6tig bezeichnet und sich f\u00fcr Frieden eingesetzt.<\/p>\n<p>Laut Bischof Carlassare, der in der \u00f6lreichen Region an der Grenze zwischen S\u00fcdsudan und Sudan wirkt, haben es die Konfliktparteien h\u00e4tten es auf Ressourcen abgesehen und schmieden neue Allianzen, um den Krieg am Laufen zu halten. \u201eDer S\u00fcdsudan muss sich aus dem Konflikt im Sudan heraushalten und stattdessen auf eine L\u00f6sung hinwirken, die Frieden bringt\u201c, so der Bischof.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgte hinzu, dass der Konflikt bereits Auswirkungen auf seine Di\u00f6zese und die Region habe. Carlassare verwies auf Berichte \u00fcber milit\u00e4rische Bewegungen in Kordofan, wo sich die sudanesischen Streitkr\u00e4fte vom \u00d6lfeld Heglig in Richtung der Grenze zum S\u00fcdsudan bewegten und die Rapid Support Forces die Kontrolle \u00fcbernahmen.<\/p>\n<p>Der Konflikt hat laut UNO seit Beginn mehr als 14 Millionen Menschen \u2013 30 Prozent der Bev\u00f6lkerung \u2013 vertrieben und damit eine der schlimmsten humanit\u00e4ren Krisen der Welt ausgel\u00f6st, in der \u00fcber 30 Millionen Menschen humanit\u00e4re Hilfe ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>(ucanews\/vatican news \u2013 pr)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Region S\u00fcd-Kordofan im Sudan sind \u00fcber 100 Menschen bei Drohnenangriffen get\u00f6tet worden, darunter Kinder und Kranke.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25129,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[235],"tags":[529,358,205,168,3728,206,267,3355,1000,673],"class_list":["post-25128","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-sudan","tag-armut","tag-bischoefe","tag-gewalt","tag-krieg","tag-medizin-und-gesundheit","tag-menschenrechte","tag-sudan","tag-suedsudan","tag-unicef","tag-uno"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116686427410218938","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25128"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25128\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}