{"id":25604,"date":"2026-06-04T12:05:29","date_gmt":"2026-06-04T12:05:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/25604\/"},"modified":"2026-06-04T12:05:29","modified_gmt":"2026-06-04T12:05:29","slug":"ebola-patient-wird-in-berliner-charite-behandelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/25604\/","title":{"rendered":"Ebola-Patient wird in Berliner Charit\u00e9 behandelt"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/charite-216.jpg\" alt=\"Das Logo der Charit\u00e9.\" title=\"Das Logo der Charit\u00e9. | Fabian Sommer\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 20.05.2026 \u2022 03:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Ein US-amerikanischer Arzt, der sich in der DR Kongo mit dem Ebola-Virus infiziert hat, ist zur Behandlung in der Berliner Charit\u00e9 aufgenommen worden. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bestehe keine Gefahr, versicherte das Gesundheitsministerium.\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Deutschland hat einen mit Ebola infizierten US-amerikanischen Arzt aufgenommen. Er hatte sich in der Demokratischen Republik Kongo mit dem Virus infiziert und wird nun in der Berliner Charit\u00e9 behandelt. Der Mann war in der Nacht zu Mittwoch in die Klinik gebracht worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA hatten die Bundesrepublik wegen der k\u00fcrzeren Flugzeiten von Uganda nach Deutschland und der Erfahrung mit der Versorgung von Ebola-Infizierten um Hilfe gebeten. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, man habe Unterst\u00fctzung zugesagt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Transport nach Berlin sollte von Uganda aus mit einem Spezialflugzeug f\u00fcr hochinfekti\u00f6se Patienten organisiert werden, wie das Gesundheitsministerium erl\u00e4uterte. Zur Charit\u00e9 erfolgte der Transport mit einem speziell ausgestatteten Fahrzeug. Eskortiert wurde es von zahlreichen Motorr\u00e4dern und Autos der Polizei sowie Feuerwehren und Krankenwagen. Kurz vor 03.00 Uhr erreichte das Spezialfahrzeug das Krankenhaus. Auch sechs Kontaktpersonen des Mannes mit hohem Ansteckungsrisiko wurden nach Deutschland gebracht.<\/p>\n<p>    Ministerium: Keine Gefahr f\u00fcr Bev\u00f6lkerung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Charit\u00e9 ist eines der gr\u00f6\u00dften Krankenh\u00e4user in Europa. Die Station, auf der die Patienten behandelt werden, sei eine in sich geschlossene und gesch\u00fctzte Einheit und erm\u00f6gliche die sichere Isolation, Diagnostik und Behandlung von bis zu 20 Menschen gleichzeitig, hie\u00df es vom Ministerium. Die Abteilung verf\u00fcge \u00fcber eigene Zugangswege, Schleusensysteme, L\u00fcftungs- und Filteranlagen mit Unterdrucktechnik sowie eine geschlossene Abwasseraufbereitung. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bestehe keine Gefahr. Deutschland hatte bereits 2014 drei Ebola-Patienten behandelt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damals wie <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/ebola-who-gesundheitsnotlage-100.html\" title=\"WHO ruft wegen Ebola internationalen Gesundheitsnotstand aus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">heute rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine &#8222;gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite&#8220; aus<\/a>. Verantwortlich f\u00fcr den aktuellen Ausbruch ist die seltene Bundibugyo-Variante des Virus, f\u00fcr die es weder Impfstoff noch Therapie gibt. Die Ausbreitungsgefahr f\u00fcr die gesamte Region Zentral- und Ostafrika gilt als hoch.<\/p>\n<p>    WHO-Notfallausschuss soll Impfstoffkandidaten pr\u00fcfen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die WHO rief aufgrund der Lage ihren Notfallausschuss ein. Experten sollen Empfehlungen ausarbeiten, wie mit der Lage umgegangen werden soll, sagte WHO-Chef Tedros Ghebreyesus. Nach Angaben von Anne Ancia, der WHO-Vertreterin im Kongo, pr\u00fcfe man, welche Impfstoffkandidaten verf\u00fcgbar seien, um zu evaluieren, ob ein Impfstoff f\u00fcr die Bundibugyo-Variante auf die Schnelle zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Ausrufen der Notlage solle allerdings keine Panik sch\u00fcren, sagte ein WHO-Sprecher, sondern L\u00e4nder dar\u00fcber informieren, dass es ein dringliches Problem gibt &#8211; und die Zusammenarbeit st\u00e4rken.<\/p>\n<p>    USA sprechen h\u00f6chste Reisewarnungen aus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als Reaktion auf den Ausbruch schloss Ruanda seine Grenze zum Osten des Kongo. Die USA gaben f\u00fcr den Kongo ihre h\u00f6chste Reisewarnung heraus und verh\u00e4ngten Einreisebeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Personen ohne US-Pass, die sich k\u00fcrzlich im Kongo, in Uganda oder im S\u00fcdsudan aufgehalten haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) sprach von einer extrem ernsten Lage und k\u00fcndigte Hilfe in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern vor Ort an. &#8222;500 Schutzanz\u00fcge f\u00fcr medizinisches Personal sollen n\u00e4chste Woche ausgeliefert werden, ein Schulungsmarathon zum sicheren Umgang mit Ebola-Verdachtsf\u00e4llen ist in Vorbereitung&#8220;, teilte sie mit. Zudem bereite sich eine Expertengruppe auf einen Einsatz vor.<\/p>\n<p>    WHO unsicher \u00fcber Ausma\u00df der Verbreitung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut der afrikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC begann der aktuelle Ausbruch vermutlich in der dritten Aprilwoche in der nord\u00f6stlichen Provinz Ituri der Demokratischen Republik Kongo, die an Uganda und den S\u00fcdsudan grenzt, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet. Auch im benachbarten Uganda wurden zwei F\u00e4lle gemeldet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach WHO-Angaben herrscht gro\u00dfe Unsicherheit hinsichtlich der Infektionszahlen und des Ausma\u00dfes der Ausbreitung. Trotz mehr als 500 Verdachtsf\u00e4llen wurden in der DR Kongo erst 30 F\u00e4lle diagnostisch best\u00e4tigt. Laut dem Gesundheitsministerium des Landes wurden in der betroffenen Region inzwischen 134 Todesf\u00e4lle registriert &#8211; es liefen Untersuchungen, um festzustellen, welche Todesf\u00e4lle tats\u00e4chlich mit der Krankheit in Verbindung st\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die betroffenen Gebiete sind dicht besiedelt und auf der kongolesischen Seite teils in der Hand von Rebellengruppen. Nach WHO-Angaben leben allein in der Provinz Ituri etwa acht Millionen Menschen.<\/p>\n<p>    Virologe rechnet nicht mit schnellen Erfolgen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Stephan Becker, Virologe an der Universit\u00e4t Marburg, sagte in den tagesthemen, er glaube nicht, dass das Virus schnell einged\u00e4mmt werden k\u00f6nne, daf\u00fcr seien die Fallzahlen bereits viel zu hoch. Dies werde &#8222;Monate oder noch l\u00e4nger dauern&#8220;. Ein Problem sei, dass es in der DR Kongo nicht genug Personal und Schutzausr\u00fcstung gebe, um die Kontakte von bereits Infizierten Personen nachzuverfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.05.2026 \u2022 03:59 Uhr Ein US-amerikanischer Arzt, der sich in der DR Kongo mit dem Ebola-Virus infiziert&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":25605,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[3998,192,194,190,188,193,191,462,461,2599,189,3461],"class_list":["post-25604","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-demokratische-republik-kongo","tag-charite","tag-dem-rep-kongo","tag-democratic-republic-of-the-congo","tag-demokratische-republik","tag-demokratische-republik-kongo","tag-dr-congo","tag-dr-kongo","tag-drc","tag-drk","tag-ebola","tag-kongo","tag-who"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116691751526771866","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25604"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25604\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}