{"id":26280,"date":"2026-06-06T13:20:15","date_gmt":"2026-06-06T13:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/26280\/"},"modified":"2026-06-06T13:20:15","modified_gmt":"2026-06-06T13:20:15","slug":"berlin-ebola-patient-aus-berliner-charite-entlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/26280\/","title":{"rendered":"Berlin: Ebola-Patient aus Berliner Charit\u00e9 entlassen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/rbb-599201240-100.jpg\" alt=\"Ein US-Arzt, der sich in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infiziert hatte, ist in der Berliner Charit\u00e9 behandelt und nun entlassen worden. (Quelle: dpa\/Charite)\" title=\"599201240 | dpa\/Charite\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 06.06.2026 \u2022 14:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Ein US-Mediziner steckte sich mit dem gef\u00e4hrlichen Ebola-Virus an. Er wurde unter besonderen Bedingungen an der Berliner Charit\u00e9 behandelt &#8211; mit Erfolg.\n    <\/p>\n<p>  39-j\u00e4hriger Ebola-Patient bei guter Gesundheit aus Quarant\u00e4ne entlassen<br \/>\n  US-Amerikaner war nach Infektion in DR Kongo in Berlin in Behandlung<br \/>\n  Familienangeh\u00f6rige zeigten keine Symptome und verlie\u00dfen ebenfalls Quarant\u00e4ne<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach gut zwei Wochen Behandlung in der Berliner Charit\u00e9 ist der US-amerikanische Ebola-Patient aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der Arzt, der sich in der Demokratischen Republik Kongo infiziert hatte, befinde sich in gutem Gesundheitszustand, teilte die Universit\u00e4tsklinik am Samstag mit. Seit dem 30. Mai sei kein Virus mehr bei ihm nachgewiesen worden. Im Einklang mit international \u00fcblichen Kriterien habe das zust\u00e4ndige Gesundheitsamt die Isolationsanordnung daher um 12 Uhr aufgehoben.<\/p>\n<p>Der Arzt <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2026\/05\/berlin-charite-ebola-virus-patient-behandlung-kongo.html\" title=\"war am 20. Mai in der Charit\u00e9 aufgenommen worden.\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">war am 20. Mai in der Charit\u00e9 aufgenommen worden.<\/a> Bei ihm wurde nach Angaben der Universit\u00e4tsklinik das seltene Bundibugyo-Virus, eine Art des Ebola-Virus, mit einem PCR-Test eindeutig nachgewiesen. Seine Ehefrau und vier Kinder <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2026\/05\/berlin-charite-ebola-virus-patient-kontaktpersonen.html\" title=\"kamen kurz darauf nach Berlin\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">kamen kurz darauf nach Berlin<\/a>. Sie waren als &#8222;Hochrisikokontakte&#8220; eingestuft, hatten aber keine Symptome und befanden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarant\u00e4ne. Auch sie wurden entlassen.<\/p>\n<p>    &#8222;Ich wurde erstklassig versorgt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der US-Patient selbst bedankte sich beim Charit\u00e9-Team: &#8222;Ich wurde erstklassig versorgt, unter anderem mit experimentellen Therapien, die derzeit zur Behandlung dieser Virusart erprobt werden&#8220;, wurde er in einer Mitteilung der Charit\u00e9 zitiert. &#8222;Meine Dankbarkeit l\u00e4sst sich mit Worten nicht angemessen beschreiben. (&#8230;) Unsere Gedanken sind auch bei den Menschen im Kongo, die nicht die M\u00f6glichkeit haben, eine solche Versorgung zu erhalten.&#8220;<\/p>\n<p>Ebola-Fieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen. In der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika, wo der US-Amerikaner t\u00e4tig war, ist der j\u00fcngste Ebola-Ausbruch besonders schwer einzud\u00e4mmen. Einer der Gr\u00fcnde: F\u00fcr den Bundibugyo-Typ gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie.<\/p>\n<p>    Patient war in Sonderisolierstation<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Charit\u00e9-Patient war von Uganda aus mit einem Spezialflugzeug nach Berlin geflogen und dann unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in die Charit\u00e9 gebracht worden. Dort wurde er in der <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2026\/05\/charite-berlin-sonder-isolierstation-ebola-patient.html\" title=\"Sonderisolierstation \" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Sonderisolierstation <\/a>auf dem Campus Virchow-Klinikum behandelt.<\/p>\n<p>Dabei handelt es sich um eine geschlossene und gesch\u00fctzte Einheit getrennt vom regul\u00e4ren Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patienten entstehen kann. Laut Bundesgesundheitsministerium bestand daher weder f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung noch f\u00fcr andere Patienten Gefahr.<\/p>\n<p>    Schrittweise Besserung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Anfangs sei der 39-j\u00e4hrige Mann sehr geschw\u00e4cht gewesen und habe typische Symptome einer Ebola-Virus-Infektion gezeigt, so die Klinik. Zudem habe er eine hohe Viruslast aufgewiesen. Im Zuge einer kombinierten antiviralen Therapie und weiteren begleitenden medizinischen Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten sich die Krankheitszeichen bereits im Verlauf der ersten Woche deutlich zur\u00fcckgebildet. Sein Zustand habe sich kontinuierlich gebessert, die Laborwerte normalisiert.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind sehr erfreut \u00fcber den erfolgreichen Behandlungsverlauf und werten diesen als bedeutenden therapeutischen Erfolg&#8220;, sagte der Direktor der Klinik f\u00fcr Infektiologie und Intensivmedizin der Charit\u00e9, Leif Erik Sander. &#8222;Die Sonderisolierstation der Charit\u00e9 hat sich einmal mehr als unverzichtbarer Baustein in der Bew\u00e4ltigung hochpathogener Infektionen erwiesen.&#8220;<\/p>\n<p>    Ausbruch in DR Kongo noch nicht einged\u00e4mmt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Ebola-Ausbruch im Kongo und in Uganda ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch weit davon entfernt, unter Kontrolle zu sein. Dort gibt es nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC mittlerweile 381 best\u00e4tigte F\u00e4lle, darunter 62 Todesf\u00e4lle. Die WHO geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Im Nachbarland Uganda sind demnach bislang 16 F\u00e4lle und 1 Todesfall best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der WHO ist es nach wie vor schwierig, die Kontakte von Infizierten zu isolieren und zu \u00fcberwachen. Bislang sei es Gesundheitspersonal vor Ort erst gelungen, 45 Prozent aller Personen nachzuverfolgen, mit der Ebola-Infizierte in Kontakt waren. Um die Ausbreitung der Viruskrankheit zu stoppen, seien es aber n\u00f6tig, 90 Prozent aller Kontaktpersonen zu ermitteln.<\/p>\n<p>In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Beim zweitschwersten erfassten Ausbruch von 2018 bis 2020 im Ostkongo starben rund 2.300 Menschen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sendung: rbb|24, 06.06.2026, 14:22 Uhr<br \/>Audio: rbb|24, 06.06.2026, J\u00fcrgen Buch<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/panorama\/beitrag\/2026\/06\/berlin-ebola-patient-aus-charite-entlassen.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.tagesschau.de\/image\/898f19c3-6760-4be2-a33f-1fa765216ec2\/AAABlap_olM\/AAABnR8VW9w\/original\/lra-rbb-logo-100.svg\" alt=\"Rundfunk Berlin-Brandenburg\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 06.06.2026 \u2022 14:22 Uhr Ein US-Mediziner steckte sich mit dem gef\u00e4hrlichen Ebola-Virus an. 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