{"id":265,"date":"2026-04-18T03:19:43","date_gmt":"2026-04-18T03:19:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/265\/"},"modified":"2026-04-18T03:19:43","modified_gmt":"2026-04-18T03:19:43","slug":"papst-leo-bei-katholischer-uni-in-kamerun-plaedoyer-fuer-dialog-moral-gerechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/265\/","title":{"rendered":"Papst Leo bei Katholischer Uni in Kamerun: Pl\u00e4doyer f\u00fcr Dialog, Moral, Gerechtigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Papst Leo XIV. hat am Freitagabend die Katholische Universit\u00e4t Zentralafrikas in Kameruns Hauptstadt Yaound\u00e9 besucht und dazu aufgerufen, in der heutigen Zeit &#8211; auch mit Blick auf die Digitalisierung &#8211;  ein Vorbild in Dialog und Begegnung zu sein und kritisches Denken, moralische Integrit\u00e4t, Liebe und Dienst zu f\u00f6rdern. Es gelte, \u201egem\u00e4\u00df einer Ethik zu handeln, die dem Gemeinwohl dient.&#8220; Unter Applaus forderte das katholische Kirchenoberhaupt ein Ende der Korruption in Afrika.<\/p>\n<p>Stefanie Stahlhofen &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Besonders die Rolle der Dozenten sei f\u00fcr die Bildung und Ausbildung der Jugend zentral, betonte Papst Leo XIV., der fr\u00fcher auch selbst als Mathe- und Physiklehrer aktiv war, bei seinem ersten Besuch einer Universit\u00e4t w\u00e4hrend seiner Afrikareise vor 8.000 Menschen. Auf Franz\u00f6sisch rief er alle Lehrenden dazu auf, \u201ejene Werte zu verk\u00f6rpern, die ihr vermitteln m\u00f6chtet, vor allem Gerechtigkeit und Fairness, Integrit\u00e4t, einen Geist des Dienens und der Verantwortung.&#8220;<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/17\/2026-04-17-viaggio-apostolico-in-camerun---universita-cattolica-\/1776446182828.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Der Papst in der Katholischen Universit\u00e4t in Yaound\u00e9\" title=\"Der Papst in der Katholischen Universit\u00e4t in Yaound\u00e9\"\/><\/p>\n<p>\n   Der Papst in der Katholischen Universit\u00e4t in Yaound\u00e9 \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Die Katholische Universit\u00e4t Zentralafrikas, im Jahr 1989 unter der Schirmherrschaft des Heiligen Stuhls von der Vereinigung der Bischofskonferenzen von der Vereinigung der Bischofskonferenzen der Region Zentralafrika (AECCAR) gegr\u00fcndet, ist staatlich anerkannt und f\u00fcr\u00a0sechs L\u00e4nder Zentralafrikas zust\u00e4ndig &#8211; neben Kamerun sind dies die\u00a0Zentralafrikanische Republik, Kongo-Brazzaville, Gabun, \u00c4quatorialguinea und Tschad. So richtete der Papst seine Worte hier auch an ganz Afrika:\u00a0\u201eAfrika und die Welt brauchen Menschen, die sich bem\u00fchen, nach dem Evangelium zu leben und ihre Kompetenzen in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen. Verratet dieses hohe Ideal nicht! Seid nicht nur intellektuelle Mentoren, sondern auch Vorbilder, deren wissenschaftliche Genauigkeit und pers\u00f6nliche Ehrlichkeit das Gewissen eurer Studenten schulen&#8220;, gab das katholische Kirchenoberhaupt den Dozenten mit.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>\u201eAfrika und die Welt brauchen Menschen, die sich bem\u00fchen, nach dem Evangelium zu leben und ihre Kompetenzen in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen. Verratet dieses hohe Ideal nicht! Seid nicht nur intellektuelle Mentoren, sondern auch Vorbilder, deren wissenschaftliche Genauigkeit und pers\u00f6nliche Ehrlichkeit das Gewissen eurer Studenten schulen\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/17\/2026-04-17-viaggio-apostolico-in-camerun---universita-cattolica-\/1776446179499.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Bei der Begegnung mit den Studenten der Katholischen Universit\u00e4t\" title=\"Bei der Begegnung mit den Studenten der Katholischen Universit\u00e4t\"\/><\/p>\n<p>\n   Bei der Begegnung mit den Studenten der Katholischen Universit\u00e4t \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Korruption beenden &#8211; Gewissen bilden <\/p>\n<p>Ein Problem Afrikas sprach der Papst dann auch sehr konkret an &#8211; Korruption. Beispielsweise \u00c4quatorialguinea, das an Kamerun grenzt und das Leo auch noch besuchen wird &#8211; ein Land, f\u00fcr das die Uni auch zust\u00e4ndig ist &#8211; liegt im Korruptionsranking von Transparency International ewa auf Platz 172 von 182. Applaus brauste auf, als der Papst forderte: \u201eAfrika muss n\u00e4mlich von der Plage der Korruption befreit werden. Und f\u00fcr einen jungen Menschen muss sich das Bewusstsein daf\u00fcr schon in seinen Ausbildungsjahren festigen, dank der moralischen Integrit\u00e4t, der Selbstlosigkeit und der koh\u00e4renten Lebensweise seiner Erzieher und Lehrer.&#8220;\u00a0Tag f\u00fcr Tag legten diese den unverzichtbaren Grundstein f\u00fcr den Aufbau einer koh\u00e4renten sittlichen und intellektuellen Identit\u00e4t. \u201eIndem ihr die Wahrheit bezeugt, insbesondere gegen\u00fcber den Illusionen von Ideologien und Moden, schafft ihr ein Umfeld, in dem sich akademische Exzellenz auf nat\u00fcrliche Weise mit menschlicher Redlichkeit verbindet&#8220; f\u00fchrte Leo XIV. aus.<\/p>\n<p>\u201eAfrika muss von der Plage der Korruption befreit werden\u201c<\/p>\n<p>Er w\u00fcrdigte auch das Motto der Universit\u00e4t &#8211; \u201eIm Dienst der Wahrheit und der Gerechtigkeit&#8220; &#8211; und betonte: \u201eWenn man sich um ein gebildetes und redliches Gewissen bem\u00fcht, dann wird es zur Quelle eines koh\u00e4renten Handelns werden, das auf das Gute, die Gerechtigkeit und den Frieden ausgerichtet ist.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eWenn man sich um ein gebildetes und redliches Gewissen bem\u00fcht, dann wird es zur Quelle eines koh\u00e4renten Handelns werden, das auf das Gute, die Gerechtigkeit und den Frieden ausgerichtet ist\u201c<\/p>\n<p>In den heutigen Gesellschaften, so auch in Kamerun, sei eine \u201eErosion der moralischen Bezugspunkte zu beobachten, die einst das Leben der Gemeinschaft pr\u00e4gten&#8220;, stellte Leo fest und rief alle auf, dem etwas entgegenzusetzen.\u00a0<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/17\/2026-04-17-viaggio-apostolico-in-camerun---universita-cattolica-\/1776446769450.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Bei der Begegnung in der Katholischen Universit\u00e4t von Zentralafrika\" title=\"Bei der Begegnung in der Katholischen Universit\u00e4t von Zentralafrika\"\/><\/p>\n<p>\n   Bei der Begegnung in der Katholischen Universit\u00e4t von Zentralafrika \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Afrika als Vorbild <\/p>\n<p>Papst Leo XIV. w\u00fcrdigte die Katholische Universit\u00e4t Zentralafrikas in diesem Zusammenhang als \u201eLeuchtturm&#8220;, der der Kirche und Afrika bei ihrer \u201eSuche nach der Wahrheit und bei der F\u00f6rderung von Gerechtigkeit und Solidarit\u00e4t zugutekommt.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Uni will umfassend ausbilden <\/p>\n<p>Die Uni startete mit 135 Studierenden, verteilt auf zwei Fakult\u00e4ten \u2013 Theologie sowie Sozial- und Verwaltungswissenschaften \u2013 heute ist daraus laut dem Rektor, dem Pater und Professor Thomas Bienvenu Tchoungui, ein Netzwerk mit mehr als zehn Campus mit 8.000 Studierenden, 1.152 festangestellten und assoziierten Lehrkr\u00e4ften sowie 204 Verwaltungsmitarbeitern geworden. Die Uni hat laut eigener Aussage das Ziel, zur Entwicklung der afrikanischen Gesellschaften beizutragen, durch berufliche und akademische Ausbildungsg\u00e4nge, die den tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnissen in den Bereichen Sozialwissenschaften, Managementtechniken und Pflegewissenschaften entsprechen. Dabei will sie auch die christliche Sicht des Menschen in seinen philosophischen und theologischen Dimensionen vermitteln und\u00a0ethisches Verhalten in allen Bereichen des privaten und \u00f6ffentlichen Lebens f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/17\/2026-04-17-viaggio-apostolico-in-camerun---universita-cattolica-\/1776446767850.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Rund 8.000 Menschen hatten sich f\u00fcr die Begegnung in der Uni eingefunden\" title=\"Rund 8.000 Menschen hatten sich f\u00fcr die Begegnung in der Uni eingefunden\"\/><\/p>\n<p>\n   Rund 8.000 Menschen hatten sich f\u00fcr die Begegnung in der Uni eingefunden \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Es gibt\u00a0inzwischen auch Ingenieurwissenschaften, die aktiv zur industriellen und technologischen Entwicklung der Subregion beitragen wollen. Das Institut Sup\u00e9rieur d\u2019Agronomie in Bangui bildet Agraringenieure aus, die sich f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t in der Zentralafrikanischen Republik einsetzen. Im Tschad beteiligen sich das Institut f\u00fcr Veterin\u00e4rwissenschaften und das Institut f\u00fcr Erziehungswissenschaften in Moundou gemeinsam mit dem Staat an der Ausbildung von Ausbildern und der Entwicklung einer professionellen Tierhaltung, \u201emit dem Ziel der Nahrungsmittelautarkie, die Subsahara-Afrika so dringend ben\u00f6tigt&#8220;, berichtete der Rektor der Uni zu Beginn in seinem Gru\u00dfwort.\u00a0Er erw\u00e4hnte die sicherheitspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Region, betonte aber auch die dynamische Jugend &#8211; in Kamerun leben bis zu 30 Millionen Menschen; das Durchschnittsalter betr\u00e4gt 19,4 Jahre. Papst Leo w\u00fcrdigte all dies und betonte:<\/p>\n<p>\u201eAuf eurem gro\u00dfartigen Kontinent ist die Forschung in besonderer Weise herausgefordert, sich interdisziplin\u00e4ren, internationalen und interkulturellen Perspektiven zu \u00f6ffnen\u201c<\/p>\n<p>\u201eAfrika kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die allzu engen Horizonte einer Menschheit zu erweitern, der es schwerf\u00e4llt zu hoffen. Auf eurem gro\u00dfartigen Kontinent ist die Forschung in besonderer Weise herausgefordert, sich interdisziplin\u00e4ren, internationalen und interkulturellen Perspektiven zu \u00f6ffnen. Und heute m\u00fcssen wir dringend \u00fcber den Glauben innerhalb der kulturellen Kontexte und aktuellen Herausforderungen nachdenken, um seine Sch\u00f6nheit und Glaubw\u00fcrdigkeit in den verschiedenen Zusammenh\u00e4ngen hervortreten zu lassen, insbesondere in denen, die am st\u00e4rksten von Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Konflikten sowie materiellem und spirituellem Verfall gepr\u00e4gt sind.&#8220;<\/p>\n<p>Das Evangelium und die Lehre der Kirche sollten\u00a0\u201ein gro\u00dfz\u00fcgiger und offener Synergie mit allen positiven Instanzen&#8220; auch \u201eeine wahre Kultur der Begegnung&#8220; &#8211; f\u00f6rdern: \u201eEine Kultur der Begegnung zwischen allen echten und vitalen Kulturen dank eines gegenseitigen Austauschs der je eigenen Gaben in jenem lichtvollen Raum, den die Liebe Gottes allen seinen Gesch\u00f6pfen er\u00f6ffnet&#8220;, formulierte der Papst. W\u00e4hrend viele Menschen weltweit ihre spirituellen und ethischen Orientierungspunkte zu verlieren schienen und in Individualismus, \u00c4u\u00dferlichkeiten und Heuchelei ihre Freiheit verlieren, sei \u201edie Universit\u00e4t par excellence ein Ort der Freundschaft und der Zusammenarbeit, der Innerlichkeit und der Reflexion.&#8220;<\/p>\n<p>\u201ePioniere eines neuen Humanismus im Kontext der digitalen Revolution heranbilden\u201c<\/p>\n<p>Papst Leo XIV., von dem noch ein ausf\u00fchrlicheres Schreiben zu k\u00fcnstlicher Intelligenz erwartet wird, ging auch auf aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Welt ein. Er mahnte, keine Angst davor zu haben und sich positiv einzubringen:\u00a0<\/p>\n<p>\u201eGerade eure Universit\u00e4t kann Pioniere eines neuen Humanismus im Kontext der digitalen Revolution heranbilden, von der der afrikanische Kontinent nicht nur die faszinierenden Aspekte, sondern auch die dunkle Seite kennt, wie etwa die \u00f6kologischen und sozialen Sch\u00e4den, die durch die hektische Suche nach Rohstoffen und Seltenen Erden verursacht werden. Schaut nicht weg: Dies ist ein Dienst an der Wahrheit und an der gesamten Menschheit. Ohne diese m\u00fchsame Bildungsarbeit wird die passive Anpassung an die vorherrschenden Denkweisen als Kompetenz und der Verlust von Freiheit als Fortschritt missverstanden werden.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eSchaut nicht weg: Dies ist ein Dienst an der Wahrheit und an der gesamten Menschheit. Ohne diese m\u00fchsame Bildungsarbeit wird die passive Anpassung an die vorherrschenden Denkweisen als Kompetenz und der Verlust von Freiheit als Fortschritt missverstanden werden\u201c<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/17\/2026-04-17-viaggio-apostolico-in-camerun---universita-cattolica-\/1776446766401.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Das Durchschnittsalter in Kamerun liegt bei knapp 19 Jahren\" title=\"Das Durchschnittsalter in Kamerun liegt bei knapp 19 Jahren\"\/><\/p>\n<p>\n   Das Durchschnittsalter in Kamerun liegt bei knapp 19 Jahren \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Der aktuelle Wandel erfordere nicht blo\u00df technische Kompetenzen, sondern eine humanistische Bildung, die in der Lage sei, die wirtschaftlichen Mechanismen, die ihnen innewohnenden Vorurteile und die Formen der Macht sichtbar werden zu lassen, die unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit pr\u00e4gen. \u201eIn digitalen Umgebungen, die darauf ausgelegt sind, zu beeinflussen, wird die Interaktion so weit optimiert, dass die pers\u00f6nliche Begegnung \u00fcberfl\u00fcssig wird, die Andersheit der Menschen aus Fleisch und Blut neutralisiert und die Beziehung auf eine funktionale Reaktion reduziert wird. Meine Lieben, ihr seid jedoch ganz reale Menschen!&#8220; betonte Papst Leo. Er warnte davor, nur in eigenen Blasen unterwegs zu sein &#8211; so f\u00fchlte man sich leicht von jedem bedroht, der anders sei.\u00a0\u201eUnd wir verlernen die Begegnung und den Dialog. So breiten sich Polarisierung, Konflikte, \u00c4ngste und Gewalt aus. Es geht nicht blo\u00df darum, dass die Gefahr eines Irrtums besteht, sondern dass sich die Beziehung zur Wahrheit selbst ver\u00e4ndert&#8220;, unterstrich der Papst. Und er betonte:<\/p>\n<p>\u201eGerade in diesem Bereich hat die Katholische Universit\u00e4t die Pflicht, eine f\u00fchrende Rolle zu \u00fcbernehmen. Sie beschr\u00e4nkt sich n\u00e4mlich nicht darauf, Fachwissen zu vermitteln, sondern bildet Menschen, die \u00fcber kritische Urteilsf\u00e4higkeit verf\u00fcgen und die zur Liebe und zum Dienst bereit sind.&#8220;<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/17\/2026-04-17-viaggio-apostolico-in-camerun---universita-cattolica-\/1776446182828.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.750.422.jpeg\" alt=\"Der Papst hielt eine lange und intensive Ansprache auf Franz\u00f6sisch\" title=\"Der Papst hielt eine lange und intensive Ansprache auf Franz\u00f6sisch\"\/><\/p>\n<p>\n   Der Papst hielt eine lange und intensive Ansprache auf Franz\u00f6sisch \u00a0 (@Vatican Media)\n  <\/p>\n<p>Die N\u00f6te der Studierenden &#8211; Papst bittet: Nicht auswandern <\/p>\n<p>Zwei Studierende berichteten dem Papst stellvertretend auch von ihren Sorgen und N\u00f6ten &#8211; etwa finanzieller Natur. Sie hofften unter anderem auf\u00a0\u201everst\u00e4rkte Unterst\u00fctzung der Stipendiensysteme, damit der Mangel an Mitteln niemals ein Hindernis f\u00fcr die intellektuelle und berufliche Berufung darstelle&#8220;, sagte eine Studentin. Daf\u00fcr gab es Applaus. Konkret \u00e4u\u00dferte die Studentin den Wunsch nach einem gr\u00f6\u00dferen H\u00f6rsaal &#8211; sie betonte aber auch:\u00a0\u201eWir erwarten nicht nur materielle Unterst\u00fctzung. Wir erwarten vor allem ein Wort der Ermutigung, ein Licht, das uns bei unseren Entscheidungen leitet, und Ihren Segen, um unseren Glauben und unser Engagement zu st\u00e4rken. Helfen Sie uns, eine Generation von Friedensstiftern, Dienern des Gemeinwohls und Zeugen der Liebe in unseren Gesellschaften zu werden.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eWir erwarten vor allem ein Wort der Ermutigung, ein Licht, das uns bei unseren Entscheidungen leitet, und Ihren Segen, um unseren Glauben und unser Engagement zu st\u00e4rken. Helfen Sie uns, eine Generation von Friedensstiftern, Dienern des Gemeinwohls und Zeugen der Liebe in unseren Gesellschaften zu werden\u201c<\/p>\n<p>Papst Leo XIV. hatte seinerseits auch eine Bitte an die Studierenden: \u201eLiebe S\u00f6hne und T\u00f6chter Kameruns, liebe Studenten, angesichts der verst\u00e4ndlichen Tendenz zur Auswanderung, die einen glauben lassen k\u00f6nnte, dass man andernorts leicht eine bessere Zukunft finden k\u00f6nne, lade ich euch vor allem ein, darauf mit dem brennenden Wunsch zu antworten, eurem Land zu dienen und das Wissen, das ihr hier erwerbt, zum Wohl eurer Mitb\u00fcrger einzusetzen. Darin liegt der Daseinszweck eurer Universit\u00e4t, die vor f\u00fcnfunddrei\u00dfig Jahren gegr\u00fcndet wurde, um Seelsorger und in der Gesellschaft engagierte Laien auszubilden: Diese sind die Zeugen der Weisheit und Gerechtigkeit, die der afrikanische Kontinent braucht.&#8220;<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; sst)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Papst Leo XIV. hat am Freitagabend die Katholische Universit\u00e4t Zentralafrikas in Kameruns Hauptstadt Yaound\u00e9 besucht und dazu aufgerufen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":266,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[29,169,222,145,227,230,167,232,228,163,231,233,164,226,229],"class_list":{"0":"post-265","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kamerun","8":"tag-afrika","9":"tag-apostolische-reise","10":"tag-cameroon","11":"tag-dialog","12":"tag-ethik","13":"tag-evangelium","14":"tag-frieden","15":"tag-gerechtigkeit","16":"tag-jugend","17":"tag-kamerun","18":"tag-katholische-kirche","19":"tag-kuenstliche-intelligenz","20":"tag-papst-leo-xiv","21":"tag-schule-und-universitaet","22":"tag-solidaritaet"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=265"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/265\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}