{"id":27363,"date":"2026-06-09T19:59:03","date_gmt":"2026-06-09T19:59:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/27363\/"},"modified":"2026-06-09T19:59:03","modified_gmt":"2026-06-09T19:59:03","slug":"botsuana-angeblich-drittgroesster-diamant-der-welt-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/27363\/","title":{"rendered":"Botsuana: Angeblich drittgr\u00f6\u00dfter Diamant der Welt entdeckt"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Tag, an dem Orakeng Kefentse Firmengeschichte schrieb, war ein echter Gl\u00fcckstag. Beim Sortieren eines Beh\u00e4lters mit Materialien aus der Jwaneng-Mine stie\u00df der Debswana-Mitarbeiter auf einen H\u00fchnerei-gro\u00dfen ovalen Glitzerstein. Der Fund entpuppte sich als der gr\u00f6\u00dfte Diamant, den sein Arbeitgeber je entdeckt hat. Unter den wei\u00dfen Diamanten gilt er als drittgr\u00f6\u00dfter jemals gefundener Edelstein: 7,3 Zentimeter lang, 5,2 Zentimeter breit, 2,7 Zentimeter dick. Beim Vermessen kam er laut Angaben des Unternehmens auf ein Gewicht von 1098 Karat.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDer historische Fund ereignete sich am 1. Juni in der Jwaneng-Mine\u201c, erkl\u00e4rte Debswana-Sprecherin Rachel Mothibatsela in Gaborone, der Hauptstadt des s\u00fcdafrikanischen Binnenstaates Botsuana. Der Wert des Steins von hoher Qualit\u00e4t ist noch unbekannt. Immerhin: In Hongkong erzielte k\u00fcrzlich ein seltener 102-Kar\u00e4ter rund 13 Millionen Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nur drei andere Edelsteine k\u00f6nnen sich mit dem neuen Rekordfund messen: zwei ebenfalls in Botsuana gefundene Diamanten mit \u00fcber 1000 Karat sowie der 3106 Karat schwere Stein, der 1905 in S\u00fcdafrikas Cullinan-Mine entdeckt wurde. Er gilt bisher als der gr\u00f6\u00dfte jemals gefundene Diamant und wurde wenige Jahre nach der Entdeckung gespalten \u2013 neun gro\u00dfe St\u00fccke sind Teil der britischen Kronjuwelen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Diamant entsteht meist durch Druck im Erdmantel, der Schicht zwischen Erdkruste und Erdkern. Die meisten Steine stammen aus einer Tiefe von bis zu 200 Kilometern, einige wenige aber auch aus einer Tiefe von mehr als 660 Kilometern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In dem an Botsuana grenzenden Kap-Staat sind Edelsteine gerade wieder ein Top-Gespr\u00e4chsthema. Denn seit Anwohner des kleinen Ortes KwaHlathi dort \u201eglitzernde Steine\u201c entdeckt haben, treibt regelrechtes Diamantenfieber ganze Scharen von Gl\u00fcckssuchern in den nahe der Stadt Ladysmith gelegenen Ort. In den sozialen Medien wird schon \u00fcber den Fund des n\u00e4chsten Rekord-Kar\u00e4ters spekuliert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Obwohl die Beh\u00f6rden zun\u00e4chst skeptisch reagierten und erst einmal Inspektoren zur Pr\u00fcfung der als Diamanten angesehenen Steine entsendeten, elektrisierten die Berichte in einem durch Corona-Restriktionen schwer gepr\u00fcften Land. Sihle Zikalala, der Ministerpr\u00e4sident der betreffenden Provinz KwaZulu-Natal warnte vor einem drohenden Stampede im Ort und rief die Sicherheitsbeh\u00f6rden auf den Plan. Zu einer Zeit, in der das Land von einer dritten Corona-Welle \u00fcberrollt wird, bef\u00fcrchtet er zudem eine Massen-Infektion durch die zunehmenden Menschenscharen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die Diamantenindustrie kommen die Nachrichten aus dem s\u00fcdlichen Afrika dagegen gerade Recht: sie fallen zusammen mit einer vorsichtigen Erholung der Branche. Denn das vergangene Corona-Jahr war f\u00fcr sie alles andere als glanzvoll, mit weltweiten Umsatzeinbr\u00fcchen auf allen Produktionsebenen. Laut einer Studie gingen die Erl\u00f6se mit Endkunden um 15 Prozent auf gesch\u00e4tzt 64 Milliarden US-Dollar (54 Mrd Euro) zur\u00fcck. Die Ums\u00e4tze mit Rohdiamanten st\u00fcrzten sogar um 33 Prozent auf 8 Milliarden Dollar (7 Mrd Euro) ab, wozu auch ein Preisverfall um 11 Prozent beitrug.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch unklar ist, was mit dem neuen Rekord-Diamanten nun geschehen soll. \u201eDer Wert muss noch ermittelt werden\u201c, sagt die amtierende Debswana-Direktorin Lynette Armstrong. F\u00fcr Botsuana bedeutet er nach dem Einbruch der milliardenschweren Tourismus-Industrie im Lande auf jeden Fall ein wichtiges Signal.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Denn das Bergwerk geh\u00f6rt dem Debswana-Konsortium, an der der Diamantenproduzent De Beers und der Staat Botsuana je 50 Prozent der Anteile halten. Ihm geh\u00f6ren insgesamt vier gro\u00dfe Diamanten-Bergwerke, von denen die 400 Meter tiefe Grube in Jwaneng als gr\u00f6\u00dfte gilt. Das Werk ist seit 1972 in Betrieb und gilt nach Wert als die reichhaltigste Diamantenmine der Welt. Sie wird gerade mit einem Milliardenaufwand ausgebaut. Insgesamt tr\u00e4gt Debswana ein F\u00fcnftel zu Botsuanas nationaler Wertsch\u00f6pfung bei.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Unternehmen stellte den Fund am Mittwoch vor. Es handele sich um einen \u201eseltenen und au\u00dfergew\u00f6hnlichen\u201c Diamanten, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Lynette Armstrong bei der Vorstellung des Steines mit Pr\u00e4sident Mokgweetsi Masisi. Der zweitgr\u00f6\u00dfte Diamant der Welt namens Lesedi La Rona wurde 2015 ebenfalls in Botsuana gefunden und ist mit 1109 Karat in etwa so gro\u00df wie ein Tennisball. Botsuana ist in Afrika f\u00fchrend im Diamantenabbau.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Tag, an dem Orakeng Kefentse Firmengeschichte schrieb, war ein echter Gl\u00fcckstag. 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