{"id":28602,"date":"2026-06-12T22:10:58","date_gmt":"2026-06-12T22:10:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/28602\/"},"modified":"2026-06-12T22:10:58","modified_gmt":"2026-06-12T22:10:58","slug":"care-bericht-barbie-statt-burkina-faso-die-vergessenen-krisen-afrikas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/28602\/","title":{"rendered":"CARE-Bericht: Barbie statt Burkina Faso &#8211; die vergessenen Krisen Afrikas"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/sudankonflikt-lage-102.jpg\" alt=\"Sudanesische M\u00e4dchen, die vor dem Konflikt in der sudanesischen Region Darfur geflohen sind, stehen in einer Notunterkunft nahe der Grenze zwischen Sudan und Tschad.\" title=\"Sudanesische M\u00e4dchen, die vor dem Konflikt in der sudanesischen Region Darfur geflohen sind, stehen in einer Notunterkunft nahe der Grenze zwischen Sudan und Tschad. | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 11.01.2024 \u2022 18:32 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Der Krieg in der Ukraine oder die Erdbeben in Syrien und der T\u00fcrkei haben 2023 die Auslandsberichterstattung dominiert. Viele gro\u00dfe Krisenherde vor allem in Afrika sind praktisch vom Radar verschwunden.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/stephan-ueberbach-112.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Stephan Ueberbach\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ueberbach-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Barbie statt Burkina Faso, Apple statt Angola, Prinz Harry statt Simbabwe. F\u00fcnf Millionen Online-Presseberichte aus den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres hat die Hilfsorganisation CARE ausgewertet &#8211; und dabei eine aus ihrer Sicht dramatische Schieflage festgestellt. Dem neuen iPhone oder dem Barbie-Film etwa waren 270.000 Berichte gewidmet, 215.000 der Biografie des britischen Prinzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Viele gro\u00dfe Krisenherde vor allem in Afrika dagegen sind praktisch vom Radar verschwunden. Mit humanit\u00e4ren Katastrophen in zehn afrikanischen L\u00e4ndern, in Angola zum Beispiel, der zentralafrikanischen Republik oder Uganda, haben sich zusammengerechnet gerade mal 77.000 Artikel besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>    Afrika nach wie vor blinder Fleck<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Erkl\u00e4rungen daf\u00fcr gibt es viele. Zum Beispiel, dass sich die Menschen in schwierigen Zeiten wie diesen eher nach guten Nachrichten sehnen. Oder dass die &#8222;vergessenen Krisen&#8220; zum Teil schon sehr lange schwelen und ihnen deshalb der Neuigkeitswert fehlt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Andrea Barschdorf-Hager, die CARE-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin in \u00d6sterreich, sagt: &#8222;Wir als menschliche Wesen konzentrieren uns immer darauf, was neu ist, das ist ganz normal. Das hei\u00dft aber nicht, dass es die anderen Krisen nicht mehr gibt und man sie einfach vergessen kann.&#8220;<\/p>\n<p>    Neue Kriege und Naturkatastrophen dominierten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Deepmala Mahla, die CARE-Direktorin f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe, ist nicht \u00fcberrascht, dass alte Konfliktherde kaum mediale Aufmerksamkeit bekommen und gerade der afrikanische Kontinent in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung nach wie vor ein blinder Fleck ist. Schlie\u00dflich h\u00e4tten auch diesmal neue Kriege und aktuelle Naturkatastrophen die Berichterstattung aus dem Ausland dominiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir haben in diesem Jahr eine bisher ungekannte Serie von humanit\u00e4ren Krisen erlebt. Erdbeben in Nepal, Syrien oder der T\u00fcrkei zum Beispiel, oder verheerende \u00dcberschwemmungen in Libyen, Somalia, Afghanistan und anderswo&#8220;, z\u00e4hlt sie auf.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aber auch Kostendruck und schwierige Arbeitsbedingungen f\u00fcr Journalisten sorgten zus\u00e4tzlich daf\u00fcr, dass es aus manchen Krisenstaaten kaum noch Berichterstattung gebe.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Schwere humanit\u00e4re Krisen in Afrika haben es 2023 kaum oder gar nicht in die Schlagzeilen geschafft: Frauen, die vor dem Krieg im Sudan geflohen sind, warten im Fl\u00fcchtlingslager Ourang in der N\u00e4he der Stadt Adre im Osten des Tschad auf die Verteilung von internationalen Hilfe.\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Mehr Aufmerksamkeit bringt mehr Mittel&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut CARE International wird weltweit gerade sehr viel humanit\u00e4re Hilfe gebraucht. Was auch daran liegt, dass im vergangenen Jahr 114 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden &#8211; so viele wie noch nie. Wenn dar\u00fcber aber nur wenig oder gar nicht mehr berichtet wird, dann hat das f\u00fcr die Hilfsorganisationen handfeste Konsequenzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Mehr \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit bringt nicht immer, aber oft, mehr finanzielle Mittel&#8220;, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Barschdorf-Hager. Auch deshalb will die Hilfsorganisation die vergessenen Konflikte wieder in Erinnerung rufen. Oder wie es in dem Jahresbericht hei\u00dft: &#8222;Das Schweigen brechen&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.01.2024 \u2022 18:32 Uhr Der Krieg in der Ukraine oder die Erdbeben in Syrien und der T\u00fcrkei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":28603,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[239],"tags":[29,341,10277,1481,676],"class_list":["post-28602","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-burkina-faso","tag-afrika","tag-burkina-faso","tag-care","tag-konflikte","tag-krisen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116739433227848277","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28602"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28602\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}