{"id":29188,"date":"2026-06-14T12:10:10","date_gmt":"2026-06-14T12:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/29188\/"},"modified":"2026-06-14T12:10:10","modified_gmt":"2026-06-14T12:10:10","slug":"botswana-die-radikal-demokratinnen-aus-der-wueste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/29188\/","title":{"rendered":"Botswana: Die Radikal-Demokrat:innen aus der W\u00fcste"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/095527340940c407be98228631532316-bild7_finanzchefin_debswana-data.jpg\" width=\"2560\" height=\"1440\" alt=\"Die Finanzchefin des Konzerns Debswana, im Hintergrund die Jwaneng-Minengrube.\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Die Finanzchefin des Unternehmens &#8222;Debswana&#8220; sagt: &#8222;Die Diamanten geh\u00f6ren uns allen.\u201c            <\/p>\n<p>            swissinfo.ch        <\/p>\n<p>        Wie ein Land in Afrika auf Rohdiamanten eine direkte Demokratie errichtete und das Interesse der Schweiz weckte. Die Reportage aus Botswana.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        21. August 2023 &#8211; 14:00\n<\/p>\n<p>\u00abWenn ich vollbeladen aus der Grube nach oben fahre, bin ich mit neun Stundenkilometern unterwegs. Auf dem Weg nach unten fahre ich mit vierzig\u00bb, sagt Mosah Kgautle und blickt hinauf zum vier Meter h\u00f6her gelegenen F\u00fchrersitz ihres Gef\u00e4hrts.<\/p>\n<p>Seit bald einem Jahrzehnt lenkt die 38-J\u00e4hrige ein fast 300 Tonnen schweres Monster von einem\u00a0japanischen Hybrid-Transporter \u2013 und damit ein kleines St\u00fcck weit auch das Schicksal ihres Landes: Botswana im s\u00fcdlichen Afrika.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/b8fc63ddd0b1523df207f652ab58ec6a-bild1_mosahkgautle_berichterstatter-data.jpg\" width=\"2560\" height=\"1440\" alt=\"Mosah Kgautle (links) steht vor ihrem Arbeitsfahrzeug, das 300 Tonnen wiegt, am S\u00fcdrand der Kalahari in Botswana.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Am S\u00fcdrand der Kalahari-W\u00fcste, in Botswana, lenkt Mosah Kgautle (links) ihr Monster von einem Truck, der 300 Tonnen wiegt.            <\/p>\n<p>            swissinfo.ch        <\/p>\n<p>Wir stehen am Rande einer riesigen \u00d6ffnung in der Erdoberfl\u00e4che. Das Loch hat einen Durchmesser von fast zwei Kilometern und ist fast 600 Meter tief.<\/p>\n<p>Diamantengesch\u00e4ft schafft\u00a0die H\u00e4lfte der Staatseinnahmen<\/p>\n<p>Jeden Tag, wenn Mosah Kgautle und ihre Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit verrichten, wird die Grube in Jwaneng breiter und tiefer \u2013 und Botswana wohlhabender und selbstbewusster.<\/p>\n<p>Wir befinden uns gut zweihundert Kilometer von der Hauptstadt Gaborone entfernt. Am S\u00fcdrand der Kalahari-W\u00fcste.<\/p>\n<p>\u00abMit meinem Job arbeite ich nicht nur f\u00fcr meinen Arbeitgeber, meine Familie oder mich, sondern f\u00fcr das ganze Land\u00bb, betont Mosah Kgautle.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/5429d7d7c51d3c64f694d5cb5047d2d1-bild2_mosahkgautle_lastwagen-data.jpg\" width=\"2378\" height=\"1464\" alt=\"Mosah Kgautle im Cockpit ihres Lastwagens\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Mosah Kgautle im Cockpit ihres Lastwagens            <\/p>\n<p>            swissinfo.ch        <\/p>\n<p>Die Jwaneng-Diamantmine geh\u00f6rt zu den gr\u00f6ssten der Welt und wird vom Unternehmen \u00abDebswana\u00bb\u00a0betrieben. Das ist ein Joint-Venture der Regierung von Botswana und des s\u00fcdafrikanischen Bergwerksunternehmens De Beers.<\/p>\n<p>Die Gewinne aus dem lukrativen Diamantengesch\u00e4ft machen heute rund die H\u00e4lfte der Staatseinnahmen Botswanas aus. Dies im starken Kontrast zum Diamanten-Gesch\u00e4ften in anderen Teilen des s\u00fcdlichen Afrikas, wo die wertvollen Steine wegen der notorisch menschenunw\u00fcrdigen Arbeitsbedingungen bei der F\u00f6rderung, der Korruption und der Umweltzerst\u00f6rung einen unr\u00fchmlichen Namen bekommen haben: Blutdiamanten.<\/p>\n<p>                    Der neue Diamantendeal                <\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die ehemaligen europ\u00e4ischen Kolonien im s\u00fcdlichen Afrika mit der Verwaltung ihrer Rohstoffe oft schwer tun, h\u00e4lt der Erfolgskurs Botswanas an. In diesem Sommer gelang es der Regierung in Gaborone, die Zusammenarbeit mit dem s\u00fcdafrikanischen Bergwerkgiganten De Beers auf eine neue Grundlage zu stellen: So erh\u00e4lt das Land k\u00fcnftig 50% der Gewinne aus dem Diamantenhandel statt wie bisher nur 25%.<\/p>\n<p>In Gaborone soll eine Diamantenveredlungsakademie entstehen, welche k\u00fcnftig daf\u00fcr sorgen soll, dass der Ursprung der edlen Steine nachverfolgt werden kann. Schliesslich verpflichtet sich das Joint-Venture \u00abDebswana\u00bb, dass neben der Mine in Jwaneng drei weitere, kleinere Diamantenbergwerke zu Milliardeninvestitionen in einen \u00abZukunftsfonds\u00bb, der \u2013 analog etwa zum norwegischen \u00d6lfonds \u2013 allen Menschen in Botswana zugute kommen soll. \u00abMit diesem Geld sollen Investitionen in Branchen wie Landwirtschaft, Tourismus und Technologie get\u00e4tigt werden\u00bb, sagt die Finanzchefin des Unternehmens,\u00a0\u00abDie Diamanten geh\u00f6ren uns allen.\u201c<\/p>\n<p>\u00abBei der Gr\u00fcndung unseres Staates waren wir das \u00e4rmste Land in ganz Afrika. 1966 gab gerade einmal sieben Kilometer asphaltierte Strassen\u00bb, sagt Kebapetse Lotshwao, Institutsleiter f\u00fcr Politik an der Universit\u00e4t von Botswana. \u00abAber wir hatten doppeltes Gl\u00fcck: Die ersten Diamanten wurden erst nach Ausrufung der Unabh\u00e4ngigkeit entdeckt und unser erster Staatspr\u00e4sident, Seretse Khama, interessierte sich mehr f\u00fcr den Aufbau einer Universit\u00e4t als einer Armee.\u00bb<\/p>\n<p>Studiengeb\u00fchren von Botswana \u00fcbernommen<\/p>\n<p>Bis heute werden die Bildungskosten f\u00fcr botswanische Studentinnen und Studenten zu 100% vom Staat finanziert. Auch im Ausland.<\/p>\n<p>F\u00fcr das schwachbesiedelte Binnenland Botswana interessierten sich bei der Staatsgr\u00fcndung weder die wichtigen Kolonial- noch regionale M\u00e4chte wie S\u00fcdafrika. Auf dem Gebiet der heutigen Hauptstadt Gaborone lebten einige hunderte Menschen in unmittelbarer N\u00e4he der bereits 1896 er\u00f6ffneten S\u00fcdafrika-Rhodesien-Bahn.<\/p>\n<p>\u00c4lteste Demokratie Afrikas<\/p>\n<p>Heute, nach bald sechs Jahrzehnten kontinuierlichem zweistelligen und solide verwaltetem Wirtschaftswachstum, geh\u00f6rt die \u00e4lteste Demokratie Afrikas zu den wohlhabendsten Staaten des Kontinents. Das\u00a0Zentrum von Gaborone, wo heute fast 300\u2019000 Menschen leben, dominieren gl\u00e4serne Wolkenkratzer und grosse Shoppingcenter. Im\u00a0Parlamentsquartier wird deutlich, wie es Botswana \u00fcber die Jahre gelungen ist, den \u00fcblichen Wirren und Trag\u00f6dien in der Region aus dem Weg zu gehen.<\/p>\n<p>Die 65 Sitze der Nationalversammlung werden alle f\u00fcnf Jahre in einer direkten Volkswahl bestimmt. Seit der ersten Wahl 1965 hat die konservative Botswana Democratic Party jedes Mal eine Mehrheit erlangt und die Regierung gebildet.<\/p>\n<p>Neben der Nationalversammlung gibt es einen kleineren, reich ausgeschm\u00fcckten Komplex, Ntlo ya Dikgosi, das \u00abHaus der H\u00e4uptlinge\u00bb. \u00abWir repr\u00e4sentieren nicht nur die verschiedenen St\u00e4mme und Regionen dieses Landes, sondern auch die zahlreichen direktdemokratischen Volksversammlungen, die Kgotlas\u201c, sagt Kgosi Puso Gaborone. Seit 2009 pr\u00e4sidiert er die kleine Kammer und ist somit der \u00abH\u00e4uptling aller H\u00e4uptlinge\u00bb\u00a0im Land.<\/p>\n<p>Kgosi (\u00abK\u00f6nig\u201c) Puso Gaborone empf\u00e4ngt SWI swissinfo.ch aber nicht in seinem B\u00fcro im Parlamentsviertel, sondern auf dem Versammlungsplatz (\u00abKgotla\u201c) in Tlokweng, einem Stadtteil von Gaborone.\u00a0<\/p>\n<p>Direkte Demokratie im Lokalen<\/p>\n<p>\u00abDie allermeisten lokalen Entscheide werden in Botswana von Volksversammlungen gef\u00e4llt. Hier kann jede und jeder ausreden und wir suchen stets den Konsens\u201c, erkl\u00e4rt Gaborone und f\u00fcgt hinzu,\u00a0\u00abdas braucht Zeit und Geduld, zahlt sich aber in Form von legitimen Entscheiden langfristig aus.\u201c<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/bild5_kosi-gaborone-in-tlC3B4kwa-data-48683384.jpg\" width=\"2560\" height=\"1440\" alt=\"Eine Gruppe von M\u00e4nnern sitzen um einen Tisch.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Kosi Gaborone in der Tl\u00f4kwa Kgotla (Kgosi Gabarone rechts hinter dem Tisch)            <\/p>\n<p>            swissinfo.ch        <\/p>\n<p>Stolz berichtet er dar\u00fcber, wie ihn der Schweizer Bundespr\u00e4sident Alain Berset hier in seiner bescheidenen Kgotla dieses Fr\u00fchjahr besuchte. Anschliessend, beim Gegenbesuch des botswanischen Staatschefs Mokgweetsi Masisi, konnte dieser die Landsgemeinde in Appenzell Innerhoden mitverfolgen.\u00a0\u00abWir sind so \u00e4hnlich\u00bb, sagt er.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/e92450d62b2228239f39976efd965bde-565515585_highres-data.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Der Pr\u00e4sident von Botswana in Appenzell-Innerrhoden.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Mokgweetsi Masisi, der Pr\u00e4sident von Botswana, in Appenzell-Innerrhoden an der Landsgemeinde            <\/p>\n<p>            \u00a9 Keystone \/ Pool \/ Alessandro Della Valle        <\/p>\n<p>                    Schweiz-Botswana: Erwartungen nach Staatsbesuchen                <\/p>\n<p>Von umfassenden und engen Beziehungen zwischen den beiden Binnenstaaten kann bislang nicht die Rede sein.\u00a0Gerade einmal 13 botswanische B\u00fcrger:innen leben in der Schweiz, umgekehrt sind es vier Mal mehr: 53. Auch wirtschaftlich ist das Geflecht zwischen den Vorzeigedemokratien mit ausgebauten Volksrechten noch sehr d\u00fcnn: Einige Schweizer Firmen mit Sitz im benachbarten S\u00fcdafrika \u00fcberlegen sich derzeit, in Botswana eine Filiale zu er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Trotzdem machten die beiden Staaten in diesem Jahr diplomatische Schlagzeilen mit einem Staatsbesuch-Doppelpaket: Zun\u00e4chst bereiste der Schweizer Bundespr\u00e4sident Alain Berset Anfang Februar das Land im s\u00fcdlichen Afrika.<\/p>\n<p>Nur zwei Monate sp\u00e4ter quittierte Botswanas Pr\u00e4sident Mokgweetsi Masisi diese Visite mit einem mehrt\u00e4gigen Staatsbesuch in der Schweiz, begleitet von mehreren Minister:innen und Chefbeamt:innen.<\/p>\n<p>Nun bestehen mindestens in Botswana grosse Erwartungen an die weitere Entwicklung der bilateralen Beziehungen \u201eunter Gleichgesinnten\u201c, wie im Rahmen der Staatsbesuche wiederholt betont wurde.<\/p>\n<p>Im Unterschied zu vielen anderen \u2013 oft von gr\u00f6sseren Problemen geplagten Staaten in der Region \u2013 braucht Botswana keine klassische Entwicklungshilfe.<\/p>\n<p>                    Botswana: In Konflikten oft neutral                <\/p>\n<p>Zu den historischen \u00c4hnlichkeiten mit der Schweiz geh\u00f6rt, dass sich Botswana als neutraler Staat traditionell aus den (oft bewaffneten) Konflikten im s\u00fcdlichen Afrika herausgehalten hat. Gleichzeitig aber gew\u00e4hrte das Land dissidenten Stimmen Unterschlupf \u201eIn den letzten Jahrzehnten des Apartheidsregimes in S\u00fcdafrika kamen viele kluge und innovative K\u00f6pfe ins Land\u201c, sagt Tefo Paya, Direktor des Nationaltheaters Maitisong im Westen von Gaborone: \u201eDie Grundidee unseres Staates war von Beginn weg das friedliche Zusammenleben ganz unterschiedlicher Menschen, Volksgruppen und Kulturen.\u201c Wie Kgosi Gabarone an der Landsgemeinde, so f\u00fchlte sich auch Theaterdirektor Paya \u201efast zuhause\u201c in der Schweiz, wo er auf Einladung der Kulturstiftung \u201ePro Helvetia\u201c k\u00fcrzlich ein Jahr an verschiedenen Standorten verbrachte.<\/p>\n<p>Es gibt Bereiche, wie etwa die Digitalisierung von Verwaltung und Politik oder die Entwicklung von Impfstoffen, in denen das Land im s\u00fcdlichen Afrika der Schweiz voraus ist.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sind die Unterschiede zwischen den beiden Binnenl\u00e4ndern so gross, dass die traditionelle bilaterale Diplomatie, wie sie etwa zwischen Nachbarstaaten in Europa gepflegt wird, zu kurz greift.<\/p>\n<p>Keine Schweizer Botschaft in Botswana<\/p>\n<p>Kommt hinzu, dass es in Botswana weder eine Schweizer Botschaft noch ein Konsulat gibt (daf\u00fcr ist die Vertretung im s\u00fcdafrikanischen Pretoria zust\u00e4ndig). Botswana ist in der Schweiz immerhin mit einer Botschaft in Genf vertreten.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/f1daa50ec609ee755293d8fdd13319fa-554409355_highres-data.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Tanzende Frauen in Botsuana\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Botswana: Die \u00e4lteste Demokratie Afrikas will ein Leuchtturm nach Schweizer Vorbild werden    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        17. Apr. 2023                    <\/p>\n<p>                Ein Interview mit dem botswanischen Demokratieberater Kaelo Molefhe.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/politik\/botsuana-die-aelteste-demokratie-afrikas-will-ein-leuchtturm-nach-schweizer-vorbild-werden\/48440630\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Botswana: Die \u00e4lteste Demokratie Afrikas will ein Leuchtturm nach Schweizer Vorbild werden<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>In diplomatischen Kreisen auf beiden Seiten \u2013 so zeigen Recherchen von SWI swissinfo.ch \u2013 herrscht im Moment deshalb eine gewisse Ratlosigkeit. Es ist unklar, wie\u00a0es nach den hochprofilierten Staatsbesuchen nun weitergehen soll.\u00a0Dabei k\u00f6nnen sowohl die \u00abengagierte\u00bb\u00a0Neutralit\u00e4tspolitik der beiden L\u00e4nder, wie auch der politische Wille, die Demokratie auch ausserhalb der eigenen Landesgrenzen zu f\u00f6rdern, als T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr eine vertiefte Kooperation dienen.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/37d8e29b7b53ec1a54c891dc010bedcd-554119345_highres-data.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Alain Berset tanzt in Botswana.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Alain Berset tanzt in Botswana.            <\/p>\n<p>            \u00a9 Keystone \/ Peter Klaunzer        <\/p>\n<p>Erste Ans\u00e4tze zu dieser neuen diplomatischen Form der Kooperation gibt es: So pr\u00e4sidierte Bundespr\u00e4sident Alain Berset im Rahmen des Vorsitzes im UNO-Sicherheitsrat Mitte Mai in New York eine Sitzung zum Thema Hunger und Bev\u00f6lkerungsschutz, bei der sich Botswana aus der Perspektive des s\u00fcdlichen Afrikas stark einbrachte.<\/p>\n<p>Wie die Schweiz ist das afrikanische Land zudem Sitz mehrerer multilateraler Organisationen wie etwa der Entwicklungsgemeinschaft des s\u00fcdlichen Afrika (SADC) und Mitglied der Zollunion des s\u00fcdlichen Afrika (SACU). Mit Letzterer hat die Europ\u00e4ische Freihandelsassoziation (EFTA), der die Schweiz angeh\u00f6rt, ein Freihandelsabkommen abgeschlossen.<\/p>\n<p>Neue Formen der Demokratie-Kooperation mit der Schweiz<\/p>\n<p>Eine weitere Schiene bietet zudem die neue Strategie des Schweizer Aussenministeriums (EDA), Artikel 54.4. der Bundesverfassung in eine praktische Aussenpolitik umzusetzen. Dieser weltweit einzigartige Verfassungsauftrag zur \u00abinternationalen Demokratief\u00f6rderung\u201c wird im EDA derzeit von der Abteilung Frieden und Menschenrechte betreut.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/a6405bff8c0d711766553281813d2240-nigeria_wahlen-data.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Grosses Wahlplakat hoch \u00fcber einer Schnellstrasse in Nigerias Hauptstadt Lagos\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Wie die Schweiz Demokratien weltweit den Konsens schmackhaft macht    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        21. Feb. 2023                    <\/p>\n<p>                Die Schweiz will ihre Expertise in partizipativen und einvernehmlichen Verfahren international st\u00e4rker einbringen.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/politik\/wie-die-schweiz-demokratien-weltweit-den-konsens-schmackhaft-macht\/48292650\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Wie die Schweiz Demokratien weltweit den Konsens schmackhaft macht<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>\u00abBotswana hat ein gutes Demokratie-Ranking und ist interessiert an einem Austausch. Dadurch wird es gest\u00e4rkt als ein Beispiel von guter Demokratie in Afrika, das auf andere L\u00e4nder abstrahlt\u00bb, sagte Simon Geissb\u00fchler, der Leiter jener Abteilung, in einem Gespr\u00e4ch mit SWI swissinfo.ch dieses Fr\u00fchjahr.<\/p>\n<p>In der botswanischen Hauptstadt Gaborone gibt es auch schon konkrete Ideen, wie die Schweiz bei der Demokratie-Kooperation hilfreich sein k\u00f6nnte: \u00abGerne w\u00fcrden hier an der Universit\u00e4t ein Zentrum f\u00fcr Demokratie f\u00fcr das ganze s\u00fcdliche Afrika aufbauen\u00bb, sagt Politik-Professor Kebapetse Lotshwao.<\/p>\n<p>&gt;&gt;&gt; Unter diesem Link k\u00f6nnen Sie Bruno Kaufmanns Reportage aus Botswana f\u00fcr SRF h\u00f6ren:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/audio\/echo-der-zeit\/botswana-und-seine-lebendige-demokratie?partId=12442669\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">https:\/\/www.srf.ch\/audio\/echo-der-zeit\/botswana-und-seine-lebendige-demokratie?partId=12442669Externer Link<\/a><\/p>\n<p>Editiert von Mark Livingston.<\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Finanzchefin des Unternehmens &#8222;Debswana&#8220; sagt: &#8222;Die Diamanten geh\u00f6ren uns allen.\u201c swissinfo.ch Wie ein Land in Afrika auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":29189,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[244],"tags":[197,12407,373,374,5162,1331,12408,12409,6876,6877,6582],"class_list":["post-29188","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-botsuana","tag-article","tag-beat-archive-democracy","tag-botsuana","tag-botswana","tag-democracy","tag-diplomacy","tag-government","tag-heads-of-state","tag-international-relations","tag-politics-general","tag-production-type-original"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116748394349412070","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29188"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29188\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29189"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}