{"id":29260,"date":"2026-06-14T16:28:20","date_gmt":"2026-06-14T16:28:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/29260\/"},"modified":"2026-06-14T16:28:20","modified_gmt":"2026-06-14T16:28:20","slug":"nigeria-gemischte-reaktionen-auf-trump-drohung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/29260\/","title":{"rendered":"Nigeria: Gemischte Reaktionen auf Trump-Drohung"},"content":{"rendered":"<p>Die R\u00fcckkehr Nigerias auf die US-Liste der L\u00e4nder, die wegen der Verfolgung von Christen \u201ebesonders besorgniserregend\u201c sind, l\u00f6st bei Kirchenvertretern gemischte Reaktionen aus. Im Land ist eine hitzige Debatte entbrannt.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-11\/nigeria-usa-trump-drohung-christen-verfolgung-tinubu-islamisten.html\" title=\"Christenverfolgung in Nigeria? - Trump droht mit Milit\u00e4rschlag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2021\/06\/07\/09\/1623051176685.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Christenverfolgung in Nigeria? - Trump droht mit Milit\u00e4rschlag\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat Nigeria mit einem Milit\u00e4rschlag gedroht, sollte das westafrikanische Land nicht entschieden gegen Morde an Christen vorgehen.\n     <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">Pr\u00e4sident Donald Trump gab die Einstufung am 31. Oktober bekannt. Dabei forderte er, das Christentum zu sch\u00fctzen, das seiner Meinung nach \u201ein Nigeria einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt ist\u201c. Der US-Staatschef drohte au\u00dferdem damit, alle Hilfen f\u00fcr Nigeria einzustellen und milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, sollte die Regierung die Morde nicht stoppen. Sp\u00e4ter wies er das Verteidigungsministerium an, sich auf m\u00f6gliche \u201eMa\u00dfnahmen\u201c vorzubereiten. \u201eTausende Christen werden get\u00f6tet. Radikale Islamisten sind f\u00fcr dieses Massaker verantwortlich\u201c, schrieb Trump auf Truth Social.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">Einige nigerianische Christen begr\u00fc\u00dfen diesen Schritt, w\u00e4hrend andere negative Auswirkungen auf das interreligi\u00f6se Zusammenleben in dem Land bef\u00fcrchten, in dem Christen und Muslime fast gleich stark vertreten sind. Bischof Mathew Kukah aus Sokoto begr\u00fc\u00dfte die Entwicklung vorsichtig, warnte jedoch vor emotionalen Reaktionen auf Trumps Erkl\u00e4rung. \u201eWir m\u00fcssen abwarten, wie sich die Lage entwickelt. Mal sehen, welche Lehren wir aus dieser Entwicklung f\u00fcr unser nationales Wachstum ziehen k\u00f6nnen\u201c, wurde Bischof Kukah in der Zeitung \u201eSunday Punch\u201c zitiert. Sokoto ist eine der nord\u00f6stlichen Regionen Nigerias, die am st\u00e4rksten von der Gewalt betroffen ist.<\/p>\n<p>\u201eAbwarten, wie sich die Lage entwickelt\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">Der Bischof fuhr fort, er glaube, dass die Neueinstufung die Arbeit am interreligi\u00f6sen Dialog innerhalb von Nigeria erschweren werde. Er warnte, die Neueinstufung k\u00f6nne \u201edie Spannungen verst\u00e4rken, Zweifel s\u00e4en, Raum f\u00fcr Misstrauen und Angst schaffen und es Kriminellen und Gewaltt\u00e4tern einfach erm\u00f6glichen, die Situation auszunutzen\u201c.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">Der nigerianische Geistliche Augustine Anwuchie setzte die Akzente gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur ucanews anders. Er bef\u00fcrchte, dass das Land den Krieg gegen den Terror niemals gewinnen werde, solange die derzeitige Regierung an der Macht sei. Der Priester, der derzeit als Missionar in Niger t\u00e4tig ist, wirft der aktuellen nigerianischen Regierung vor, Terror als Mittel zur politischen Kontrolle und zum \u00dcberleben einzusetzen und von Angst und Chaos zu profitieren.<\/p>\n<p>\u201eDie Nation brennt, w\u00e4hrend die F\u00fchrer in den Flammen tanzen\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">\u201eWenn die Vereinigten Staaten und andere internationale Akteure nicht beginnen w\u00fcrden, Nigeria zur Rechenschaft zu ziehen, w\u00fcrden (Pr\u00e4sident Bola Tinubu und seine Mitstreiter weiterhin Nigerianer dem Terrorismus opfern, w\u00e4hrend sie ihre n\u00e4chste Amtszeit planen\u201c, so Anwuchie. \u201eDie Nation brennt, w\u00e4hrend die F\u00fchrer in den Flammen tanzen.\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">Mehrere militante islamistische Gruppen sind im Norden Nigerias pr\u00e4sent. Die wichtigsten Gruppen sind Boko Haram und der \u201eIslamische Staat in Westafrika\u201c. In letzter Zeit sind zus\u00e4tzlich kleinere Terroristengruppen entstanden, die um ihre Territorien k\u00e4mpfen. Mitglieder der Fulani-Hirten, einer vorherrschenden muslimischen ethnischen Gruppe, haben ebenfalls gro\u00dfen Schaden in der Region Middle Belt in Nigeria angerichtet.<\/p>\n<p>T\u00e4glich werden durchschnittlich 32 Christen get\u00f6tet <\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">Der j\u00fcngste Bericht von Intersociety, einer katholisch gepr\u00e4gten Nichtregierungsorganisation, gibt an, dass in Nigeria t\u00e4glich durchschnittlich 32 Christen get\u00f6tet werden. Der im August ver\u00f6ffentlichte Bericht listet auf, dass in den ersten 220 Tagen des Jahres 2025 bis zu 7.000 Christen in ganz Nigeria ums Leben gekommen sind. Insgesamt sind laut dem Bericht seit 2009, als Boko Haram seine m\u00f6rderische Kampagne zur Errichtung eines Kalifats in der Sahelzone begann, mindestens 185.000 Menschen get\u00f6tet worden, darunter 125.000 Christen und 60.000 moderate Muslime.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">Nach Sch\u00e4tzung der NGO Open Doors ist die Wahrscheinlichkeit, get\u00f6tet zu werden, f\u00fcr Christen in Nigeria 6,5-mal h\u00f6her als f\u00fcr Muslime, und die Wahrscheinlichkeit, entf\u00fchrt zu werden, 5,1-mal h\u00f6her. \u201eDas macht das Leiden eines Muslims nicht weniger tragisch, es macht es nur weniger wahrscheinlich\u201c, so Open Doors.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">In Hinsicht auf die Religionszugeh\u00f6rigkeit zerf\u00e4llt Nigeria grob in zwei H\u00e4lften: Muslime, die haupts\u00e4chlich im Norden leben und 50 bis 55 Prozent der Bev\u00f6lkerung ausmachen, sowie Christen, die im S\u00fcden leben und 35 bis 50 Prozent der \u00fcber 230 Millionen Einwohner stellen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"background: #FDFDFD; vertical-align: baseline;\">(ucanews \u2013 sk)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die R\u00fcckkehr Nigerias auf die US-Liste der L\u00e4nder, die wegen der Verfolgung von Christen \u201ebesonders besorgniserregend\u201c sind, l\u00f6st&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":29261,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[778,72,77,345,1207],"class_list":["post-29260","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nigeria","tag-christen","tag-islam","tag-nigeria","tag-terrorismus","tag-vereinigte-staaten"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116749408809549108","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29260"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29260\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}