{"id":2970,"date":"2026-04-19T09:55:23","date_gmt":"2026-04-19T09:55:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2970\/"},"modified":"2026-04-19T09:55:23","modified_gmt":"2026-04-19T09:55:23","slug":"madagaskar-rundreise-lemuren-traumstraende-regenwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/2970\/","title":{"rendered":"Madagaskar Rundreise: Lemuren, Traumstr\u00e4nde, Regenwald"},"content":{"rendered":"\n<p>        \u2013   <\/p>\n<p>  Sieben Stunden f\u00fcr 200 Kilometer \u2013 und trotzdem wird es nie langweilig <\/p>\n<p class=\"lead regular externalicon-big astro-mrojhlls\"> Schlagl\u00f6cher, Zebu-Herden auf der Strasse und drei Reifenpannen an einem Tag: Madagaskar entschleunigt radikal. Wer sich darauf einl\u00e4sst, entdeckt eine Schatzinsel mit Lemuren, Baobabs und herzlichen Menschen.    <\/p>\n<p>   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1q0HNRYKaHw9qaAb0y5NOr.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Andreas Kunz\" class=\"AuthorImage -content-head authorimage astro-vmrqen7w astro-g7nkasli\" style=\"background-color:#878787\"\/>        Publiziert: 18.04.2026, 19:58                  <img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/FDgLVtAyajmBuRCuCDodtp.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/FDgLVtAyajmBuRCuCDodtp.jpg\" alt=\"Panoramablick auf die dicht bebauten H\u00fcgel von Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, unter bew\u00f6lktem Himmel.\" title=\"Panoramablick auf die dicht bebauten H\u00fcgel von Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, unter bew\u00f6lktem Himmel.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#7097AE\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>H\u00fcgelige Hauptstadt mit gewaltigem Gewusel: Antananarivo. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>        Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren. <\/p>\n<p>  Abo abschliessen   Login  <\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/bottalk.io\/de\/\" class=\"bottalklink astro-5ez2hx6t\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\"> BotTalk <\/a>         In K\u00fcrze:  Madagaskar ist trotz Armut und unl\u00e4ngst erfolgtem Milit\u00e4rputsch eine faszinierende Reisedestination.80 Prozent der hiesigen Tier- und Pflanzenarten trifft man ausschliesslich auf dieser Insel an.Schlechte Strassen entschleunigen das Reisen: F\u00fcr 200 Kilometer hat man schon mal sieben Stunden.Die Einheimischen sind freundlich, offen und neugierig auf ihre ausl\u00e4ndischen G\u00e4ste.     <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Die Menschen in Madagaskar sehen selten Touristen, aber eines geht ihnen bereits auf den Geist. Sie r\u00fccken nicht sofort raus damit, daf\u00fcr sind sie viel zu freundlich. Doch nach einem Gold Blanche, dem vielleicht besten Bier des Landes, und einem selbst gedrehten Bananenjoint fasst Nicolas Mut: \u00abWarum fragen uns alle immer nach unserer Armut?\u00bb <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Er und sein Freund Berth\u00e9 wollen das jetzt wirklich wissen, so wie sie da in ihren zerrissenen Jeans und den sonnengebleichten Basketballshirts von LeBron James und Kobe Bryant auf einem Haufen trockenen Seegras sitzen. Wenn du in die Augen der Madagassen schaust, fragt Nicolas: \u00abFindest du, sie sehen traurig aus?\u00bb <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Ausser ein paar Fischern in ihren Piroggen ist am Strand von Toliara niemand zu sehen. Seit es in einem der \u00e4rmsten L\u00e4nder der Welt im letzten Oktober  <a class=\"noExternalIcon astro-hwk6bfo3\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/madagaskar-militaer-uebernimmt-macht-nach-flucht-rajoelinas-816476909109\" data-article-link=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/madagaskar-militaer-uebernimmt-macht-nach-flucht-rajoelinas-816476909109\" rel=\"nofollow noopener\">zu einem Milit\u00e4rputsch gekommen ist<\/a>, gibt es noch weniger Touristen, denen die jungen M\u00e4nner selbst gemachten Schmuck (ab 2 Fr.) oder einen Schnorcheltrip (8 Fr.) verkaufen k\u00f6nnen. \u00abWir wollen kein Mitleid\u00bb, sagt Nicolas. \u00abWir passen uns an.\u00bb Dann lachen sie. Wenn Touristen etwas \u00fcber die Madagassen wissen m\u00fcssten, dann das: \u00abAnpassung ist unsere gr\u00f6sste St\u00e4rke.\u00bb <\/p>\n<p>  Madagaskar ist kein Tourismusziel wie Mauritius <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Il faut s\u2019adapter \u2013 definitiv ein guter Tipp f\u00fcr diese Reise. Die Ankunft in der Hauptstadt Antananarivo ist ein mittlerer Kulturschock: Slums wechseln sich mit alten franz\u00f6sischen Kolonialh\u00e4usern ab, auf Strassenm\u00e4rkten verkaufen Frauen Papayas, Erdn\u00fcsse und Vanillest\u00e4ngel. M\u00e4nner sausen in T\u00f6ffligangs durch die Gassen oder schlachten Tiere auf offener Strasse. Polizisten mit Maschinengewehren patrouillieren, denn das Gef\u00e4lle im Land ist offensichtlich: Auf einer Strassenseite verkauft ein Gesch\u00e4ft Kleidung f\u00fcr Hunde \u2013 gegen\u00fcber betteln M\u00fctter mit Kindern am Boden.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">\u00dcber eine Million Menschen leben hier, \u00fcberall herrscht gewaltiges Gewusel, auf den Strassen dr\u00e4ngen sich alte Renault 4 neben D\u00f6schwos, fast t\u00e4glich f\u00e4llt der Strom aus. Nach einigen Tagen lichtet sich das Chaos, eine Art Ordnung macht sich bemerkbar. Alle halten sich an Regeln, auf die man sich offenbar verst\u00e4ndigt hat. Auch f\u00fcr den tapferen Polizisten, der auf einer Verkehrsinsel mit Trillerpfeife und Kelle pausenlos fuchtelt und tadelt, scheint es ein normaler Tag im B\u00fcro zu sein. <\/p>\n<p>       <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1193Jp-cqrwAFF2Nib5Iah.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1193Jp-cqrwAFF2Nib5Iah.jpg\" alt=\"Marktverk\u00e4uferinnen l\u00e4cheln hinter bunten Fr\u00fcchtest\u00e4nden mit Trauben, Pfirsichen und \u00c4pfeln unter orangefarbenen Sonnenschirmen.\" title=\"Marktverk\u00e4uferinnen l\u00e4cheln hinter bunten Fr\u00fcchtest\u00e4nden mit Trauben, Pfirsichen und \u00c4pfeln unter orangefarbenen Sonnenschirmen.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#973E26\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Frische Fr\u00fcchte, ausgelassene Stimmung: Markt in Antananarivo. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/7rwXMMWDaMUBxT84XiwFA-.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/7rwXMMWDaMUBxT84XiwFA-.jpg\" alt=\"Madagassischer Taxifahrer lehnt entspannt in einem alten cremefarbenen Citro\u00ebn 2CV auf einer belebten Strasse in Antananarivo, Madagaskar.\" title=\"Madagassischer Taxifahrer lehnt entspannt in einem alten cremefarbenen Citro\u00ebn 2CV auf einer belebten Strasse in Antananarivo, Madagaskar.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#837E75\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Nostalgische Gef\u00e4hrte: Alte D\u00f6schwo-Taxis und Renault 4 in den Strassen der Hauptstadt. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Es braucht Zeit, um in dieser Inselwelt am Fusse Afrikas anzukommen. Wie ein verwunschener Kontinent blieb Madagaskar Jahrtausende lang unentdeckt, bis heute ist es grossteils endemisch: 80 Prozent der Pflanzen und S\u00e4ugetiere gibt es nur hier. Erst vor 2400 Jahren kamen die ersten Siedler aus Afrika, aber auch aus Asien, was die madagassischen Gesichter einzigartig macht. 1960 befreite sich Madagaskar von der franz\u00f6sischen Kolonialherrschaft, Franz\u00f6sisch ist nach dem einheimischen Malagasy heute noch zweite Sprache im Land. Im Gegensatz zu den nahe gelegenen  <a class=\"noExternalIcon astro-hwk6bfo3\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/nie-mehr-lange-hosen-tragen-232245743303\" data-article-link=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/nie-mehr-lange-hosen-tragen-232245743303\" rel=\"nofollow noopener\">Seychellen<\/a> oder  <a class=\"noExternalIcon astro-hwk6bfo3\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/das-leben-hier-man-liebt-es-oder-man-hasst-es-296606246492\" data-article-link=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/das-leben-hier-man-liebt-es-oder-man-hasst-es-296606246492\" rel=\"nofollow noopener\">Mauritius<\/a> schaffte es die Insel aber nie, zum popul\u00e4ren Tourismusziel zu werden. Politische Korruption und Misswirtschaft waren stets zu gross. Daf\u00fcr ist Madagaskar jene \u00abSchatzinsel\u00bb geblieben, als die sie sich im Reisemarkt heute pr\u00e4sentiert.\u00a0 <\/p>\n<p>  Auf Madagaskar leben die meisten von weniger als 2 Dollar pro Tag <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Der gr\u00f6sste Vorteil: Es gibt hier weder Raubtiere noch giftige Schlangen. Wer es vermeidet, toxische Fr\u00f6sche abzulecken, kann selbst bei Dunkelheit getrost durch den Dschungel gehen. Ansonsten bietet eine Rundreise das volle Afrika-Programm: Gr\u00fcne Steppen folgen auf dichte Regenw\u00e4lder und Granitgebirge, am weiten Himmel formen sich bald dramatische Wolken, dann sch\u00fcttet es in Str\u00f6men, bevor wieder die Sonne brennt und in der Ferne spektakul\u00e4res Wetterleuchten flackert.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernen, desto urt\u00fcmlicher wird es. Madagaskar ist gr\u00f6sser als Frankreich, hat 32 Millionen Einwohner, wovon 80 Prozent von weniger als 2 Dollar am Tag leben. Obwohl sie meist nur in H\u00fctten aus Lehm, Holz und Schilf wohnen, scheinen sie sich mehr als nur zu arrangieren. \u00dcberall herrscht grosse Friedlichkeit. Frauen erkl\u00e4ren ihre Arbeit in den Reisfeldern, M\u00e4nner zeigen ihr Handwerk und ihre Zebu-Rinder.\u00a0 <\/p>\n<p>       <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/CqJUsT4FaDI96lbhh42S_J.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/CqJUsT4FaDI96lbhh42S_J.jpg\" alt=\"Panoramablick \u00fcber das Anja Community Reserve in Madagaskar mit Felsformationen, gr\u00fcner Vegetation und Reisfeldern im Tal\" title=\"Panoramablick \u00fcber das Anja Community Reserve in Madagaskar mit Felsformationen, gr\u00fcner Vegetation und Reisfeldern im Tal\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#87846D\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Naturparadies Madagaskar: Trotz mehrst\u00fcndigen Fahrten wird es nie langweilig. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1zlbZUJ44YB8LaxCEA4qvz.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1zlbZUJ44YB8LaxCEA4qvz.jpg\" alt=\"Erwachsener mit Strohhut und mehrere Kinder auf einem von zwei Zebu-Rindern gezogenen Holzkarren auf roter Sandstrasse in afrikanischer Savanne.\" title=\"Erwachsener mit Strohhut und mehrere Kinder auf einem von zwei Zebu-Rindern gezogenen Holzkarren auf roter Sandstrasse in afrikanischer Savanne.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#8899B4\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Familienausflug mit dem Zebu-Wagen: Alltag auf dem Land. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">\u00abBiscuit, biscuit!\u00bb, rufen die Kinder, oder: \u00abStylo, stylo!\u00bb Keine S\u00fcssigkeiten, bittet Reiseleiter Jean-Luc, denn Zahn\u00e4rzte gebe es hier nirgends. Auch Geldgeschenke seien schlecht, weil diese Rangeleien bis hin zu gr\u00f6sseren Dorfschl\u00e4gereien ausl\u00f6sen k\u00f6nnten. Wir bringen den Kleinen Farbstifte und Malb\u00fccher. Fast noch gr\u00f6ssere Freude haben sie, wenn man sie mit dem Handy fotografiert und ihnen das Foto zeigt. Ein Riesengel\u00e4chter geht dann los, denn hier auf dem Land haben sie weder Handys noch Elektrizit\u00e4t. Sie gehen mit der Dunkelheit ins Bett und wachen mit der Sonne auf, sagt ein Mann vom Stamm der Merina, einer der 18 Ethnien des Landes. \u00abDeshalb haben wir auch so viele Kinder\u00bb, scherzt er.\u00a0 <\/p>\n<p>  Viele franz\u00f6sische K\u00f6che sind in Madagaskar h\u00e4ngen geblieben \u2013 wegen der Zutaten <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Der erste Stopp ist Antsirabe, eine kleine Stadt im Hochland, wo eine charmant in die Jahre gekommene Suite in einem franz\u00f6sischen Kolonialhotel 25 Franken kostet. \u00dcberall bieten Fahrer von Rikschas, Tuk-Tuks oder Pousse-Pousse ihre Dienste an. Vom Essen in den Gark\u00fcchen r\u00e4t Jean-Luc ab: Die Folgen seien unberechenbar und Toiletten westlicher Bauart rar ges\u00e4t. Ohnehin essen die Madagassen wenig mehr als Reis: zum Fr\u00fchst\u00fcck als Suppe, mittags und abends mit Zebu, Huhn oder Gem\u00fcse. In den wenigen Restaurants und Hotels gibt es aber auch tolle Cr\u00eapes mit madagassischer Schokolade und die wom\u00f6glich besten Gem\u00fcsesuppen der Welt. \u00abViele franz\u00f6sische K\u00f6che sind in Madagaskar h\u00e4ngen geblieben, weil sie die Zutaten hier so lieben\u00bb, erkl\u00e4rt Jean-Luc.\u00a0 <\/p>\n<p>       <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/68iUTKUsqZbAq8cLLilMKR.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/68iUTKUsqZbAq8cLLilMKR.jpg\" alt=\"M\u00e4nner stehen neben bunten Rikschas auf einer Strasse, im Hintergrund ein Werbeplakat der Sardinenmarke Fiona.\" title=\"M\u00e4nner stehen neben bunten Rikschas auf einer Strasse, im Hintergrund ein Werbeplakat der Sardinenmarke Fiona.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#95A5AD\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Rikscha-Fahrer warten in Antsirabe auf Kundschaft. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Trotz teils achtst\u00fcndigen Autofahrten bis zum n\u00e4chsten Hotel wird es nie langweilig. Grosse Zebu-Herden queren die Strassen und bringen Pick-ups zum Stillstand, auf deren Ladefl\u00e4chen sich oft eine unbestimmbare Anzahl Menschen dr\u00e4ngt. Voll im Trend in Madagaskar sind Radios, die mit kleinen Sonnenkollektoren betrieben werden. Kaum ein Bauer, der seinen Ochsenwagen ohne Solarpanel durch die Felder f\u00fchrt. Laut Plakaten, die in den St\u00e4dten h\u00e4ngen, heisst der Popstar des Landes \u00abElidiot\u00bb. Er schaut sehr cool aus mit seiner Pilotenbrille, d\u00fcrfte es mit seinem Namen international aber schwer haben.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"hint astro-ep4xc566\">An dieser Stelle finden Sie einen erg\u00e4nzenden externen Inhalt. Falls Sie damit einverstanden sind, dass Cookies von externen Anbietern gesetzt und dadurch personenbezogene Daten an externe Anbieter \u00fcbermittelt werden, k\u00f6nnen Sie alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen.<\/p>\n<p>  Cookies zulassen   Mehr Infos    <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Manche Sammeltaxis transportieren S\u00e4rge auf dem Dach. Jean-Luc erkl\u00e4rt den madagassischen Ahnenkult: Tote werden regelm\u00e4ssig exhumiert, um ihnen die Sonne zu zeigen und Essen, Schnaps oder Geld zu bringen \u2013 je nachdem, was sie zu Lebzeiten liebten. Auch Fussball werde mit ihnen gespielt, denn die ersten f\u00fcnf Jahre nach ihrem Tod verbringen die Verstorbenen noch im Zwischenreich zwischen Himmel und Erde. Erst danach werden ihre Knochen neu eingekleidet und zur finalen Bestattung in die Berge getragen, wo sie m\u00f6glichst nahe am Himmel in H\u00f6hlen oder Steingr\u00e4bern ihre letzte Ruhe finden.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Das klingt reichlich makaber, aber als wir auf einer Wanderung ein solches Grab entdecken, auf dem ein selbst gebastelter Spielzeugbus steht, erkl\u00e4rt Jean-Luc fr\u00f6hlich: \u00abEntweder war der Tote Busfahrer, er wollte immer mal mit einem Bus fahren, oder er wurde von einem Bus \u00fcberfahren.\u00bb Auf jeden Fall sei der Bus nun das sogenannte Fadi der Familie: Das offizielle Tabu, an das sich alle halten m\u00fcssen. Bitte? Jean-Luc erkl\u00e4rt: Sein Fadi zum Beispiel seien Krokodile, weil einer seiner Vorfahren mal durch einen Fluss von Krokodilen geschwommen sei, ohne angegriffen zu werden. Deshalb d\u00fcrfen die Nachfahren nun ihr Leben lang keines essen. <\/p>\n<p>  Die Lemuren sind hier die Superstars <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Je l\u00e4nger wir unseren Reiseleiter \u00fcber die Geheimnisse der Madagassen ausfragen, desto r\u00e4tselhafter wird es. Eine weitere Tradition sei es, dass der Grossvater die Vorhaut des Neugeborenen verspeise \u2013 eingedr\u00fcckt in die Spitze einer Banane. Wir machen grosse Augen, worauf Jean-Luc sagt, dass der Brauch manchen Familien tats\u00e4chlich zu seltsam geworden sei. Seither schiesse Grand-P\u00e8re die Vorhaut feierlich mit dem Gewehr in die Luft.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Eine Stabheuschrecke l\u00e4dt zum Themenwechsel ein, gleich daneben sonnt sich einer der Stars von Madagaskar: Ein Cham\u00e4leon, kaum gr\u00f6sser als eine Fingerkuppe, wippt auf einem Astende und schaut \u00e4usserst missbilligend, wenn man ihm zu nahe kommt.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Die Superstars von Madagaskar sind aber die  <a class=\"noExternalIcon astro-hwk6bfo3\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/bilder-von-lemuren-in-madagaskar-von-naturfotograf-thomas-marent-690746787382\" data-article-link=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/bilder-von-lemuren-in-madagaskar-von-naturfotograf-thomas-marent-690746787382\" rel=\"nofollow noopener\">Lemuren<\/a>, eine Primatenart, die mit ihren langen Schw\u00e4nzen in den B\u00e4umen des Regenwalds herumturnt und nur hier vorkommt. Wir finden sie im Naturschutzgebiet von Ranomafana. Es ist fr\u00fchmorgens, als wir in Einerkolonne durch den Dschungel stampfen, vorbei an riesigen Farnen, Bananenbl\u00e4ttern, Grapefruitb\u00e4umen und Lianen. V\u00f6gel pfeifen um die Wette, angesichts ihres Zirpens m\u00fcssen die Grillen hier monstr\u00f6s sein. Es ist feucht und heiss, die St\u00e4mme mancher B\u00e4ume sind seltsam weich und nass wie Schw\u00e4mme. Alles erscheint unwirklich, wie aus einer anderen Zeit. Pl\u00f6tzlich raschelt es im Geb\u00fcsch. Gibt es hier wirklich keine gef\u00e4hrlichen Tiere?\u00a0 <\/p>\n<p>       <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2WuPieBxqVJ8CoxU9UMOX7.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2WuPieBxqVJ8CoxU9UMOX7.jpg\" alt=\"Junges Panthercham\u00e4leon (Furcifer pardalis) klammert sich mit lebhaftem Muster und ausdrucksstarken Augen an einen Ast in Madagaskar.\" title=\"Junges Panthercham\u00e4leon (Furcifer pardalis) klammert sich mit lebhaftem Muster und ausdrucksstarken Augen an einen Ast in Madagaskar.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#776B41\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Kaum gr\u00f6sser als eine Fingerkuppe: Madagaskar ist ber\u00fchmt f\u00fcr viele Cham\u00e4leons. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/6_75W_ika1IBKegc8NDkWg.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/6_75W_ika1IBKegc8NDkWg.jpg\" alt=\"Ringelschwanz-Lemur-Weibchen (Lemur catta) mit weniger als einem Monat altem Jungtier auf dem R\u00fccken, Berenty Reserve, Madagaskar.\" title=\"Ringelschwanz-Lemur-Weibchen (Lemur catta) mit weniger als einem Monat altem Jungtier auf dem R\u00fccken, Berenty Reserve, Madagaskar.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#9B7759\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Superstar des Landes: Lemuren gibt es nur auf Madagaskar. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Dq3FSALvqM_Bzl_Jcwmmdg.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Dq3FSALvqM_Bzl_Jcwmmdg.jpg\" alt=\"Kleiner Wasserfall m\u00fcndet in gr\u00fcnen Naturpool, umgeben von tropischer Vegetation. Menschen baden am Ufer unter blauem Himmel.\" title=\"Kleiner Wasserfall m\u00fcndet in gr\u00fcnen Naturpool, umgeben von tropischer Vegetation. Menschen baden am Ufer unter blauem Himmel.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#5C6E48\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Traumhafte Oasen laden zum erfrischenden Bad ein \u2013 ohne gef\u00e4hrliche Tiere. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Der Guide zeigt auf drei goldene Bambus-Lemuren, die von Ast zu Ast springen und Bl\u00e4tter mampfen. 14 verschiedene Arten leben allein in diesem Reservat. Wenn man vom Aussichtspunkt auf den dichten Regenwald blickt, kann man sich gut vorstellen, dass in diesem oder einem der 33 anderen Naturschutzgebiete in Madagaskar noch weitere leben, die bisher unentdeckt geblieben sind. Genauso, wie bis heute stets neue Heilpflanzen gefunden werden, nachdem uns Jean-Luc schon seine Favoriten gegen fettiges Haar, Fl\u00f6he, Husten, Entz\u00fcndungen oder Hunger gezeigt hat. \u00abDas ist unser Ozempic-Busch\u00bb, scherzt er, als ob \u00dcbergewicht bei den Madagassen ein Problem w\u00e4re. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Je tiefer wir in den S\u00fcden kommen, desto heisser und abenteuerlicher wird es. Die Strassen sind so schlecht, dass man f\u00fcr 200 Kilometer 7 Stunden braucht. Manchmal ist zwischen den Schlagl\u00f6chern kaum ein St\u00fcck Asphalt auszumachen. In einer Kurve liegt ein Lastwagen mit Achsenbruch, auch unser 4&#215;4 Ford Everest hat an einem einzigen Tag drei Platten. Auf einmal versteht man, wie wichtig Strassen f\u00fcr ein funktionierendes Land sind: \u00abDie Menschen k\u00f6nnen nicht zur Arbeit und die Bauern ihre Ernte nicht verkaufen\u00bb, sagt Jean-Luc. \u00abGanze D\u00f6rfer und St\u00e4dte sind kaum erreichbar.\u00bb Es sei auch der Hauptgrund, warum Madagaskar-Reisen vergleichsweise teuer sind. \u00abMit Abstand am meisten kosten die Autos, die regelm\u00e4ssig kaputt gehen\u00bb, sagt Jean-Luc. <\/p>\n<p>  Die \u00e4ltesten Bewohner Madagaskars: Tausendj\u00e4hrige Baobab-B\u00e4ume <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Aber es lohnt sich: Wir sehen heilige,  <a class=\"noExternalIcon astro-hwk6bfo3\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/baobab-wie-der-affenbrotbaum-afrika-erobert-hat-957828475333\" data-article-link=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/baobab-wie-der-affenbrotbaum-afrika-erobert-hat-957828475333\" rel=\"nofollow noopener\">tausendj\u00e4hrige Baobab-B\u00e4ume<\/a>, baden in Oasen mit erfrischenden Wasserf\u00e4llen und durchqueren sogenannte Edelsteind\u00f6rfer, die entstanden sind, nachdem in Fl\u00fcssen oder Felsen Saphire entdeckt wurden. Dutzende Frauen sitzen am Boden mit K\u00f6rben voller Rohedelsteine, andere verkaufen aus Blechh\u00fctten Sch\u00fcrfmaterial und Essen. Alles ist nochmals roher und urspr\u00fcnglicher hier, alle im Dorf leben vom Gesch\u00e4ft \u2013 das grosse Geld machen allerdings pakistanische H\u00e4ndler, welche die Steine einkaufen und weiterverarbeiten. Sie h\u00e4tten so manche Schweizer abgel\u00f6st, heisst es, die hier vor Jahrzehnten als Erste reich geworden seien.\u00a0 <\/p>\n<p>       <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DZHIzTNVqAgAsAY97S__LD.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DZHIzTNVqAgAsAY97S__LD.jpg\" alt=\"Weisser Sandstrand mit t\u00fcrkisblauem Meer und einem Segelboot an der K\u00fcste von Anakao, Madagaskar, nahe Tulear\" title=\"Weisser Sandstrand mit t\u00fcrkisblauem Meer und einem Segelboot an der K\u00fcste von Anakao, Madagaskar, nahe Tulear\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#31B7D6\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Traumstr\u00e4nde ohne touristischen Trubel: Meer bei Toliara im S\u00fcdwesten des Landes. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ez-DQbmLaFxApxTbTjg8j6.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Ez-DQbmLaFxApxTbTjg8j6.jpg\" alt=\"Kind in gr\u00fcnem Shirt sitzt auf einem Ausleger eines traditionellen Segelboots mit weiss-gelbem Segel an einem tropischen Strand.\" title=\"Kind in gr\u00fcnem Shirt sitzt auf einem Ausleger eines traditionellen Segelboots mit weiss-gelbem Segel an einem tropischen Strand.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#4F8ED2\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Fischer bringen auf ihren Piroggen den Fang ein. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/6OAl4UMRax18wbUVAXUEb4.jpg\" data-image-url=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/6OAl4UMRax18wbUVAXUEb4.jpg\" alt=\"Frau und Kinder am Strand begutachten frisch gefangene Fische in einer rosa Sch\u00fcssel an einem h\u00f6lzernen Fischerboot.\" title=\"Frau und Kinder am Strand begutachten frisch gefangene Fische in einer rosa Sch\u00fcssel an einem h\u00f6lzernen Fischerboot.\" class=\"ResponsiveImage responsive-image astro-lrzy7jfn\" style=\"background-color:#907A4F\" onload=\"this.style.backgroundColor = &quot;transparent&quot;\"\/>         <\/p>\n<p>Der Stamm der Vezo lebt seit je vom Fischfang. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">In der Ferne taucht das Meer auf, ein hell schimmerndes Blau mit weissen D\u00fcnen und Str\u00e4nden, die endlos scheinen und ohne jeglichen touristischen Trubel auskommen. Statt Hotelkomplexe und Liegest\u00fchle haben sich auf dem Weg zum Wasser die verschiedenen St\u00e4mme aufgereiht, je nach Funktion: Richtung Landesinneres die J\u00e4ger, zuvorderst am Meer leben die Vezo, die Fischer. Sie laden am Strand Eimer voller Sardellen sowie ein paar Mur\u00e4nen und Snapper um. Wie \u00fcberall in Madagaskar winken sie, es herrschen eine grosse Routine und Entspanntheit.\u00a0 <\/p>\n<p>  Weg aus Madagaskar und nach Deutschland? Lieber nicht <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Habt ihr nie davon getr\u00e4umt, wie andere Afrikaner nach Europa zu kommen? Nicolas und Berth\u00e9 sch\u00fctteln den Kopf. Warum?, fragen sie. Sie erz\u00e4hlen, dass manche damit angeben, nach Deutschland zu wollen, weil es dort angeblich einfach sei, ein Aufenthaltsrecht zu bekommen. Dann packt sie wieder die Neugier: \u00abStimmt es, dass ihr so viel Steuern zahlt?\u00bb 50 Prozent in Deutschland? Nicolas und Berth\u00e9 sch\u00fctteln sich vor Lachen.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">Dann erkl\u00e4ren sie, warum die Menschen in Madagaskar trotz Armut nicht traurig seien: \u00abWeil wir Freunde und Familie haben.\u00bb Jetzt wollen sie weitere Geheimnisse preisgeben: Weil Tabak zu teuer sei, vermischen sie selbst angebautem Cannabis mit jungen Lianen und f\u00fcr den Geschmack mit getrockneten Bananen. Und um eine Frau zu erobern, m\u00fcsse man einem Bauern ein Zebu stehlen, um ihr und ihren Eltern Mut zu beweisen. Sie erz\u00e4hlen beides sehr ernst. <\/p>\n<p class=\"articleParagraph externalicon-big focus _content-width article-element astro-g2qwsodm astro-hwk6bfo3\">In Toliara geht exakt ein Flug pro Tag. Auf dem Weg zur\u00fcck in die Hauptstadt zeigt sich die Schatzinsel von oben nochmals in voller Pracht: Rote Fl\u00fcsse reissen sich durch furchige H\u00fcgel, gr\u00fcne Steppen und unerschlossenen Regenwald. In Antananarivo f\u00e4llt nach der Ankunft am gesamten Flughafen der Strom aus. Alles ist dunkel, das Gep\u00e4ckband steht still. An den Reaktionen der wenigen Ausl\u00e4nder ist unschwer zu erkennen, wer gerade angekommen ist im Land \u2013 und wer ob solch kleiner St\u00f6rungen kaum mehr eine Miene verzieht.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"astro-kxwxmpkg astro-hwk6bfo3\">Die Recherchereise f\u00fcr diesen Artikel wurde von Let\u2019s go Tours unterst\u00fctzt. <\/p>\n<p class=\"infoboxtext astro-lbzfo42a astro-hwk6bfo3\">Wie hinkommen? Ethiopian Airlines bietet regelm\u00e4ssig Fl\u00fcge von Z\u00fcrich \u00fcber Addis Abeba nach Antananarivo an. <\/p>\n<p class=\"infoboxtext astro-lbzfo42a astro-hwk6bfo3\">Wo buchen? Z. B. bei Let\u2019s go Tours, dem f\u00fchrenden Ferienspezialisten f\u00fcr den Indischen Ozean, Afrika und Arabien. Die Reise  <a class=\" astro-hwk6bfo3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.letsgo.ch\/ch\/madagaskar-zum-kennenlernen\" data-article-link=\"https:\/\/www.letsgo.ch\/ch\/madagaskar-zum-kennenlernen\">\u00abMadagaskar zum Kennenlernen\u00bb<\/a> f\u00fchrt von Antananarivo nach Toliara im S\u00fcden des Landes und kostet pro Person im Doppelzimmer ab 4165 Franken. Die Durchf\u00fchrung wird bereits ab 2 Personen garantiert.  <a class=\" astro-hwk6bfo3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.letsgo.ch\/\" data-article-link=\"https:\/\/www.letsgo.ch\/\">www.letsgo.ch<\/a><\/p>\n<p class=\"infoboxtext astro-lbzfo42a astro-hwk6bfo3\">Wann hinreisen? Madagaskar ist das ganze Jahr hindurch bereisbar. In der Trockenzeit von Mai bis Oktober sind die Temperaturen angenehmer, daf\u00fcr ist in der Regenzeit die Vegetation \u00fcppiger.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"boxtitle astro-42aj3uwb astro-hwk6bfo3\">Madagaskar: Milit\u00e4rputsch und Naturkatastrophen <\/p>\n<p>            Andreas Kunz ist Mitglied der Chefredaktion beim Tages-Anzeiger.    <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/author\/72676992\/andreas-kunz\" class=\"moreinfo _underlinelink astro-pukeoetg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Mehr Infos <\/a>     <\/p>\n<p class=\"Feedback content-width astro-kvtdmsee\"> Fehler gefunden? <a href=\"mailto:tagesleitung.korrektorat@tamedia.ch?subject=Hinweis%20auf%20Fehler%20%7C%20Andreas%20Kunz%20%7C%20Sieben%20Stunden%20f%C3%BCr%20200%20Kilometer%20%E2%80%93%20und%20trotzdem%20wird%20es%20nie%20langweilig&amp;body=Ich%20habe%20in%20diesem%20Inhalt%20einen%20Fehler%20entdeckt%3A%20https%3A%2F%2Fwww.tagesanzeiger.ch%2Fmadagaskar-rundreise-lemuren-traumstraende-regenwald-434306473009\" class=\"feedbacklink _underlinelink astro-kvtdmsee\"> Jetzt melden. <\/a> <\/p>\n<p>H\u00fcgelige Hauptstadt mit gewaltigem Gewusel: Antananarivo. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>Frische Fr\u00fcchte, ausgelassene Stimmung: Markt in Antananarivo. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p>Nostalgische Gef\u00e4hrte: Alte D\u00f6schwo-Taxis und Renault 4 in den Strassen der Hauptstadt. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>Naturparadies Madagaskar: Trotz mehrst\u00fcndigen Fahrten wird es nie langweilig. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>Familienausflug mit dem Zebu-Wagen: Alltag auf dem Land. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p>Rikscha-Fahrer warten in Antsirabe auf Kundschaft. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p>Kaum gr\u00f6sser als eine Fingerkuppe: Madagaskar ist ber\u00fchmt f\u00fcr viele Cham\u00e4leons. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>Superstar des Landes: Lemuren gibt es nur auf Madagaskar. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>Traumhafte Oasen laden zum erfrischenden Bad ein \u2013 ohne gef\u00e4hrliche Tiere. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p>Traumstr\u00e4nde ohne touristischen Trubel: Meer bei Toliara im S\u00fcdwesten des Landes. <\/p>\n<p>Foto: Getty<\/p>\n<p>Fischer bringen auf ihren Piroggen den Fang ein. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n<p>Der Stamm der Vezo lebt seit je vom Fischfang. <\/p>\n<p>Foto: Primcom\/Sabine Biedermann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u2013 Sieben Stunden f\u00fcr 200 Kilometer \u2013 und trotzdem wird es nie langweilig Schlagl\u00f6cher, Zebu-Herden auf der Strasse&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2971,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[245],"tags":[380,379,2086],"class_list":{"0":"post-2970","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-madagaskar","8":"tag-madagascar","9":"tag-madagaskar","10":"tag-service"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2970"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2970\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}