{"id":3070,"date":"2026-04-19T11:22:29","date_gmt":"2026-04-19T11:22:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3070\/"},"modified":"2026-04-19T11:22:29","modified_gmt":"2026-04-19T11:22:29","slug":"tansania-kirche-fordert-regierung-zu-entschuldigung-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3070\/","title":{"rendered":"Tansania: Kirche fordert Regierung zu Entschuldigung auf"},"content":{"rendered":"<p>Die politischen F\u00fchrer sollen f\u00fcr die Gewalt nach der Niederschlagung von Stra\u00dfenprotesten um Entschuldigung bitten. Das fordert der Bischof von Lindi, Wolfgang Pisa.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-11\/tansania-gewalt-demokratie-proteste-wahlen-heilung.html\" title=\"Gewalt in Tansania: Kirche arbeitet f\u00fcr Frieden und Heilung \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2025\/11\/10\/10\/1762768305583.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Gewalt in Tansania: Kirche arbeitet f\u00fcr Frieden und Heilung \"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Nach den gewaltsamen Unruhen im Anschluss an die tansanischen Parlamentswahlen im Oktober hat die katholische Kirche eine f\u00fchrende Rolle bei der Trauerbegleitung und dem Aufruf zur &#8230;\n     <\/p>\n<p>\u201eVielen Menschen wurde die Identifizierung der Leichen ihrer Verwandten oder Freunde verweigert\u201c, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz gegen\u00fcber Vatican News. Zur Gewalt vor und nach den Wahlen sprach er von \u201eeinem traurigen, schrecklichen, t\u00f6dlichen Ereignis\u201c.<\/p>\n<p>Am Tag der Parlamentswahl vom 29. Oktober haben die Sicherheitskr\u00e4fte nach Angaben des Bischofs mit beispiellos brutaler Gewalt auf Proteste in den gro\u00dfen St\u00e4dten reagiert. \u201eSie haben nicht nur auf Demonstranten geschossen und sie get\u00f6tet, sondern auch auf Menschen, die vor ihren H\u00e4usern standen und nichts mit den Protesten zu tun hatten. Sie taten dies auf ungez\u00fcgelte Weise, ohne Gnade.\u201c<\/p>\n<p>Auch auf Unbeteiligte geschossen <\/p>\n<p>Demonstrationen seien \u201eein Recht des Volkes\u201c, sie d\u00fcrften nicht mit Waffengewalt unterbunden werden. \u201eAu\u00dferdem wussten die jungen Menschen, die die Proteste anf\u00fchren, sehr wohl, dass die Beh\u00f6rden in einer derart angespannten gesellschaftspolitischen Lage niemals eine Genehmigung f\u00fcr Demonstrationen erteilt h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-11\/tansania-nach-der-wahl-bischof-berichtet-von-chaotischer-lage.html\" title=\"Tansania nach der Wahl: Bischof berichtet von chaotischer Lage\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2025\/11\/03\/08\/1762156684597.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Tansania nach der Wahl: Bischof berichtet von chaotischer Lage\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Tansanias Pr\u00e4sidentin, Samia Suluhu Hassan ist offiziell zur Wahlsiegerin in dem ostafrikanischen Land erkl\u00e4rt worden. Die Opposition sowie zahlreiche Demonstrantinnen und &#8230;\n      <\/p>\n<p>Wie viele Tote und Verletzte es insgesamt gab, wei\u00df noch niemand. Nach ihrer Vereidigung f\u00fcr ihre zweite Amtszeit hatte Pr\u00e4sidentin Samia Suluhu Hassan die Zahl der Opfer heruntergespielt und von \u201ewenigen Opfern\u201c gesprochen, ohne jedoch eine offizielle Bilanz bekanntzugeben. Zeugen hatten hingegen erkl\u00e4rt, Stapel von Hunderten von Leichen gesehen zu haben.<\/p>\n<p>\u00a0Versuche, die Zahl der Toten zu verschleiern <\/p>\n<p>\u201eWir haben Berichte erhalten, dass in einigen unserer Missionskrankenh\u00e4user wie dem Rugambwa Hospital in Daressalam das medizinische Personal von der Polizei angewiesen wurde, verletzten Demonstranten die medizinische Versorgung zu verweigern oder ihnen nur begrenzte Hilfe zu leisten\u201c, berichtet Lindi gegen\u00fcber Vatican News. \u201eVon Anfang an wurden sie als Kriminelle bezeichnet, und wenn die Absicht der Sicherheitskr\u00e4fte darin bestand, sie zu t\u00f6ten und nicht die Proteste friedlich zu beenden, \u00fcberrascht es mich nicht, dass sie sie lieber tot als lebendig und auf der Suche nach medizinischer Hilfe sehen wollten.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-11\/afrika-wahlen-kamerun-elfenbeinkueste-tansania-proteste-unruhen.html\" title=\"Schwierige Wahlen in Afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2025\/10\/31\/16\/1761926004465.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Schwierige Wahlen in Afrika\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Die j\u00fcngsten Wahlen in Afrika haben in den L\u00e4ndern, in denen sie stattfanden, Unruhe und Proteste ausgel\u00f6st. Darauf weist der vatikanische Nachrichtendienst fides an diesem &#8230;\n      <\/p>\n<p>Au\u00dferdem h\u00e4tte eine Versorgung der Verletzten \u201eder Welt letztendlich ein wahrheitsgetreues Bild der Lage vermittelt\u201c, f\u00e4hrt der Vorsitzende der Bischofskonferenz fort. Das h\u00e4tte somit \u201ezur Aufdeckung der Verantwortlichkeiten der Sicherheitskr\u00e4fte gef\u00fchrt\u201c. Es habe auch weitere Versuche gegeben, die Zahl der Toten zu verschleiern: \u201eVielen Menschen wurde in Leichenhallen und auf den Stra\u00dfen die Identifizierung der Leichen ihrer Verwandten oder Freunde verwehrt. Das Ausma\u00df dieser Vorf\u00e4lle ist jedoch noch schwer einzusch\u00e4tzen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie letzten fairen Wahlen? Das waren die von 2015\u201c<\/p>\n<p>Die Analyse des Vorsitzenden der Bischofskonferenz reicht noch weiter zur\u00fcck. Er spricht von Gewalt, die seit Jahren in Tansania herrsche und die dazu beigetragen haben d\u00fcrfte, die j\u00fcngsten regierungsfeindlichen Proteste zu sch\u00fcren: \u201eLaut einem Dokument, das am 23. Oktober von der Vereinigung der Akademiker der Universit\u00e4t Daressalam ver\u00f6ffentlicht wurde, wurden zwischen 2020 und 2025 87 Menschen entf\u00fchrt. Davon wurden 36 brutal ermordet. Seit Jahren sorgt dies f\u00fcr \u00f6ffentliche Emp\u00f6rung, da sich die Menschen fragen, ob dies das Werk der Polizei oder einer unbekannten unabh\u00e4ngigen Kraft oder sogar beider ist.\u201c Er frage sich, warum die Regierung nicht eingreife und den \u00dcbergriffen ein Ende setze. \u201eHandelt es sich vielleicht um eine neue Art, die Bev\u00f6lkerung einzusch\u00fcchtern, um sie zum Schweigen zu bringen?\u201c<\/p>\n<p>Pisa erw\u00e4hnt auch, dass Oppositionsf\u00fchrer vor der Wahl schikaniert oder inhaftiert wurden. \u201eDiese restriktive Haltung, einschlie\u00dflich des Verbots f\u00fcr die Chadema-Partei, an den Wahlen teilzunehmen, zeigt deutlich, dass die Regierungspartei nicht offen f\u00fcr Demokratie und Mehrparteienwahlen ist. Die letzten fairen Wahlen? Das waren die von 2015.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-05\/tansania-generalsekretar-angriff-bischoefe-menschenrechte.html\" title=\"Tansania: Generalsekret\u00e4r der Bischofskonferenz angegriffen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2025\/02\/08\/13\/1739016008295.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Tansania: Generalsekret\u00e4r der Bischofskonferenz angegriffen\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Der Generalsekret\u00e4r der katholischen Bischofskonferenz ist diese Woche Opfer eines brutalen \u00dcberfalls geworden. Der Angriff ereignete sich in einem Klima wachsenden Spannungen &#8230;\n      <\/p>\n<p>Die Kirche f\u00fchlt sich nach den Worten des Bischofs mehr denn je der Aufgabe verpflichtet, f\u00fcr Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Sie fordere, \u201edass sich die politischen F\u00fchrer f\u00fcr die Gewalttaten entschuldigen und dass unverz\u00fcglich ein unabh\u00e4ngiger Ausschuss eingerichtet wird, um dieses Desaster zu untersuchen\u201c. Pr\u00e4sidentin Samia Sululu Hassan hat letzte Woche eine Untersuchungskommission zu der Gewalt eingerichtet. Doch die wichtigste Oppositionspartei, Chadema, lehnt diese Kommission ab: Sie sei nicht unparteiisch, sondern solle vielmehr \u201edazu dienen, die Wahrheit zu verschleiern\u201c.<\/p>\n<p>(vatican news \u2013 federico piana\/stefan von kempis)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die politischen F\u00fchrer sollen f\u00fcr die Gewalt nach der Niederschlagung von Stra\u00dfenprotesten um Entschuldigung bitten. 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