{"id":3264,"date":"2026-04-19T13:57:29","date_gmt":"2026-04-19T13:57:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3264\/"},"modified":"2026-04-19T13:57:29","modified_gmt":"2026-04-19T13:57:29","slug":"nordafrika-gaddafi-sohn-saif-al-islam-in-libyen-getoetet-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3264\/","title":{"rendered":"Nordafrika: Gaddafi-Sohn Saif al-Islam in Libyen get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Nordafrika: Gaddafi-Sohn Saif al-Islam in Libyen get\u00f6tet\" title=\"Nordafrika: Gaddafi-Sohn Saif al-Islam in Libyen get\u00f6tet\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/media.media.d25f9058-b1f5-4148-a400-89ece9711079.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tSaif al-Islam war 2021 nach langer Abwesenheit wieder in Libyen aufgetaucht. (Archivbild)\u00a0Foto: Ammar El-Darwish\/AP\/dpa\t\t\t<\/p>\n<p>Nach dem Umbruch in Libyen kam Saif al-Islam in Haft. Er verschwand jahrelang und meldete sich erst 2021 mit gro\u00dfen politischen Ambitionen zur\u00fcck. Nun wird er in seiner Residenz get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Tripolis &#8211; In <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Libyen\" title=\"Libyen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Libyen<\/a> ist ein prominenter Sohn des fr\u00fcheren Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi get\u00f6tet worden. Saif al-Islam sei heute bei einer &#8222;verr\u00e4terischen und feigen&#8220; Tat &#8222;ermordet&#8220; worden, teilte sein politisches B\u00fcro mit. Vier maskierte M\u00e4nner h\u00e4tten seine Residenz in der westlibyschen Stadt Sintan gest\u00fcrmt und al-Islam dann get\u00f6tet. Sein Team trauerte um al-Islam, der sein &#8222;Leben f\u00fcr die Hoffnung auf ein stabiles Libyen&#8220; geopfert habe. Verantwortlich seien &#8222;Handlanger des Regimes&#8220; in Libyen.<\/p>\n<p>Al-Islams Anwalt Chalid al-Saidi best\u00e4tigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Gaddafi-Sohn &#8222;ermordet&#8220; worden sei. Der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf das Umfeld der Gaddafi-Familie, dass der 53-J\u00e4hrige im Garten seiner Residenz in Sintan erschossen worden sei.\u00a0<\/p>\n<p>Spekuliert wurde, ob Milizen mit N\u00e4he zur Regierung von Abdel Hamid Dbaiba in Tripolis hinter der Tat stecken k\u00f6nnten. Eine Miliz mit Verbindungen zum Verteidigungsministerium in Tripolis wies Darstellungen als falsch zur\u00fcck, nach denen sie an der T\u00f6tung beteiligt gewesen sei. Al-Islam soll Vorbereitungen getroffen haben f\u00fcr eine R\u00fcckkehr in die Politik, was eine m\u00f6gliche Bedrohung f\u00fcr Dbaiba und dessen Verb\u00fcndete dargestellt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Eine der einflussreichsten Figuren in Libyen <\/p>\n<p>Saif al-Islam war der zweit\u00e4lteste Sohn Muammar al-Gaddafis, der in dem nordafrikanischen Land mehr als vier Jahrzehnte herrschte, und eine der einflussreichsten Figuren in Libyen. Vor dem Sturz und Tod seines Vaters im Jahr 2011 f\u00fchrte al-Islam ein Reformprojekt an mit dem Ziel, das Land politisch zu modernisieren und an den Westen anzun\u00e4hern. Viele der Bem\u00fchungen wurden bald aber r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, um das Machtgef\u00fcge in der Regierung seines Vaters nicht ins Wanken zu bringen.<\/p>\n<p>2011 wurde Muammar al-Gaddafi nach Massenprotesten \u00fcber Monate gest\u00fcrzt und schlie\u00dflich get\u00f6tet. Al-Islam hatte die brutale Niederschlagung der Proteste davor unterst\u00fctzt. Auf der versuchten Flucht in den Niger wurde er dann von einer Miliz gefasst und kam in Sintan in Haft. Dort verbrachte er nach eigener Aussage mehrere Jahre und hatte kaum Kontakt zur Au\u00dfenwelt.<\/p>\n<p>Kandidatur f\u00fcr Pr\u00e4sidentenwahl, die nie stattfand <\/p>\n<p>Seit 2014 forderte der Internationale Strafgerichtshof al-Islams Auslieferung, um ihm wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit w\u00e4hrend der Aufst\u00e4nde in Libyen den Prozess zu machen. 2015 wurde er von einem Gericht in Libyens Hauptstadt Tripolis in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Machthaber in Sintan lie\u00dfen ihn aber weder nach Tripolis \u00fcberstellen, noch lieferten sie ihn aus.<\/p>\n<p>2021 tauchte al-Islam nach langer Abwesenheit \u00fcberraschend wieder auf und reichte seine Kandidatur ein f\u00fcr die geplante Pr\u00e4sidentenwahl in Libyen. Diese fand wegen eines Konflikts \u00fcber die verfassungsrechtlichen Grundlagen und die zugelassenen Kandidaten aber nie statt. Libyen ist heute faktisch zweigeteilt in zwei verfeindete Regierungen im Osten und Westen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Saif al-Islam war 2021 nach langer Abwesenheit wieder in Libyen aufgetaucht. (Archivbild)\u00a0Foto: Ammar El-Darwish\/AP\/dpa Nach dem Umbruch in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3265,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[1481,2267,286,285,2268],"class_list":{"0":"post-3264","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-libyen","8":"tag-konflikte","9":"tag-kriminalitaet","10":"tag-libya","11":"tag-libyen","12":"tag-wahl"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3264","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3264"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3264\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3265"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3264"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3264"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}