{"id":34671,"date":"2026-06-25T08:10:10","date_gmt":"2026-06-25T08:10:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/34671\/"},"modified":"2026-06-25T08:10:10","modified_gmt":"2026-06-25T08:10:10","slug":"spiel-der-schande-2-0-das-waere-fuer-algerien-undenkbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/34671\/","title":{"rendered":"Spiel der Schande 2.0? Das w\u00e4re f\u00fcr Algerien &#8222;undenkbar&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Auch Algerien erinnert sich fast exakt 44 Jahre nach der &#8222;Schande von Gijon&#8220; an ein unr\u00fchmliches Kapitel \u00f6sterreichischer <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/fussball\/fussball\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fu\u00dfball<\/a>-Geschichte.<\/p>\n<p>Am 25. Juni 1982 verlor \u00d6sterreich bei der WM in Spanien gegen Deutschland 0:1, beide Teams schafften auf Kosten der algerischen Equipe den Aufstieg.<\/p>\n<p>Vor dem zweiten WM-Duell \u00d6sterreichs mit Algerien am Sonntag (4:00 Uhr im <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/sportdaten\/matchcenter\/Fussball\/International\/WorldCup\/match\/66457028\/liveticker\">LIVE-Ticker &gt;&gt;&gt;<\/a>) erinnerten Kommentatoren und Medien an Algeriens damaligen \u00c4rger &#8211; und eine Neuauflage im Zeichen der Revanche.<\/p>\n<p>&#8222;Spiel mit dem Geist der Revanche angehen&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich rate ihnen, sich gegen \u00d6sterreich zu revanchieren. Sie haben sich damals mit Deutschland verschworen. Man muss dieses Spiel mit dem Geist der Revanche angehen und gewinnen&#8220;, sagte Lakhdar Belloumi schon vor Tagen dem TV-Sender &#8222;El Heddaf&#8220;.<\/p>\n<p>Belloumi war 1982 Torsch\u00fctze bei jenem algerischen Team, das Deutschland zwar \u00fcberraschend 2:1 schlug, danach aber dennoch den Aufstieg verpasste.<\/p>\n<p>Teamkollege Rabah Madjer, ber\u00fchmt f\u00fcr sein Ferslertor f\u00fcr den FC Porto im Meistercup-Finale 1987 in Wien gegen Bayern M\u00fcnchen (2:1), erinnerte sich: &#8222;Auch wenn wir es irgendwie erwartet hatten, waren wir alle ver\u00e4rgert, emp\u00f6rt und fassungslos.&#8220; <\/p>\n<p>Viele Leute h\u00e4tten sich sp\u00e4ter entschuldigt. &#8222;Es ist gut, wenn man den Schaden, den man angerichtet hat, eingesteht, aber f\u00fcr uns hat es nichts ver\u00e4ndert.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Spiel der Schande 2.0&#8220;<\/p>\n<p>Das franz\u00f6sische Sportportal RMC Sport sinnierte bereits \u00fcber ein &#8222;Spiel der Schande 2.0&#8220; und meinte: &#8222;Warum das Spiel Algerien gegen \u00d6sterreich zu einer Farce des Fu\u00dfballs werden k\u00f6nnte.&#8220;<\/p>\n<p>Die Rechnung sei einfach: Trennen sich die beiden Teams in Kansas City mit einem Unentschieden, stehen voraussichtlich beide im Sechzehntelfinale. <\/p>\n<p>Da dem Zweiten ein Duell mit Spanien bl\u00fchen k\u00f6nnte, sei der dritte Platz mit vier Z\u00e4hlern wom\u00f6glich eine aussichtsreichere Variante f\u00fcr den Turnierverlauf.<\/p>\n<p>In Algeriens Online-Tageszeitung &#8222;Tout sur l&#8217;Algerie&#8220; kamen diese Spekulationen nicht gut an. Ein solches Szenario sei &#8222;undenkbar&#8220;, schrieb ein Kolumnist. <\/p>\n<p>&#8222;Auch wenn \u00d6sterreich 1982 in das &#8218;Spiel der Schande&#8216; verwickelt war, hat Algerien in seiner gesamten Geschichte niemals auf solche Praktiken zur\u00fcckgegriffen&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Die &#8222;Gr\u00fcnen&#8220; w\u00fcrden jedes WM-Spiel mit dem Ziel angehen, dieses zu gewinnen. &#8222;Wenn man an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, sucht man sich seine Gegner nicht aus und versucht nicht, die St\u00e4rksten zu meiden.&#8220;<\/p>\n<p>Erinnerung an Scham der Kommentatoren<\/p>\n<p>Die Zeitung &#8222;El Watan&#8220; erinnerte ebenfalls an 1982. &#8222;Die schmutzige Absprache sprang ins Auge, war auf dem Spielfeld deutlich zu erkennen und f\u00fchrte schlie\u00dflich zur gemeinsamen Qualifikation der beiden Cousins auf Kosten unseres Landes.&#8220;<\/p>\n<p>Das Publikum im Stadion El Molinon habe die deutschen und \u00f6sterreichischen Spieler damals lautstark ausgebuht, mit Geldscheinen gewunken und w\u00e4hrend des gesamten Spiels &#8222;Algerien, Algerien&#8220; skandiert. &#8222;Selbst die Fernsehkommentatoren der beiden betroffenen L\u00e4nder dr\u00fcckten live ihre Scham aus&#8220;, schrieb das Blatt.<\/p>\n<p>So forderte der damalige ORF-Kommentator Robert Seeger die Zuschauer auf, die TV-Ger\u00e4te abzuschalten. Sein deutscher Kollege Eberhard Stanjek weigerte sich in der ARD, das Spiel weiter zu kommentieren.<\/p>\n<p>Ob sich die Gedanken jener Spieler, die nun in Kansas City aufeinandertreffen, mit Gijon besch\u00e4ftigt haben, bezweifelte &#8222;El Watan&#8220; jedoch ein wenig: &#8222;Sie haben vielleicht schon von diesem abgesprochenen Spiel geh\u00f6rt. Geboren waren sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auch Algerien erinnert sich fast exakt 44 Jahre nach der &#8222;Schande von Gijon&#8220; an ein unr\u00fchmliches Kapitel \u00f6sterreichischer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":34672,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[9],"tags":[93,92,2083,152,898,6176,11713],"class_list":["post-34671","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-algerien","tag-algeria","tag-algerien","tag-fifa-wm-2026","tag-fussball","tag-fussball-wm","tag-oefb-team","tag-schande-von-gijon"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116809736049052271","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34671"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34671\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}