{"id":36350,"date":"2026-06-28T10:39:14","date_gmt":"2026-06-28T10:39:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/36350\/"},"modified":"2026-06-28T10:39:14","modified_gmt":"2026-06-28T10:39:14","slug":"wm-2026-ausgerechnet-aegypten-und-iran-bestreiten-das-pride-match-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/36350\/","title":{"rendered":"WM 2026: Ausgerechnet \u00c4gypten und Iran bestreiten das \u201ePride Match\u201c &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Im Hinblick auf diesen Freitag in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Seattle\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Seattle<\/a> wagte Jon Cairns eine hoffnungsvolle Prognose: \u201eIm iranischen oder \u00e4gyptischen Staatsfernsehen werden sie die WM nicht unterbrechen, nur um eine Regenbogenfahne im Publikum auszublenden\u201c, sagte der Manager des \u201eKremwerk\u201c, eines lokalen LGBTQ+-Clubs in Seattle, der Nachrichtenagentur Reuters. Es war eine Prognose von dem Standort der Fu\u00dfballweltmeisterschaft, der in dieser Woche zwei Veranstaltungen ausrichtet, die auf den ersten Blick inhaltlich kaum in Verbindung stehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Am Freitag um 20 Uhr Ortszeit (Samstag, 5 Uhr MESZ) k\u00e4mpfen in der Football-Arena der Seattle Seahawks am dritten Spieltag der WM-Gruppe G \u00c4gypten und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Iran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> um den Einzug ins Sechzehntelfinale \u2013 allerdings in einem besonderen Rahmen: Am Wochenende findet in Seattle auch das \u201ePride Fest\u201c statt, eine der gr\u00f6\u00dften Pride-Veranstaltungen in den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>. Weshalb die lokalen WM-Veranstalter sich bereits im vergangenen Jahr eine passende Aktion f\u00fcr das Spiel \u00fcberlegt haben. Sie erkl\u00e4rten diese Gruppenpartie offiziell zum \u201ePride Match\u201c. Wohlgemerkt, als noch gar nicht bekannt war, welche beiden Mannschaften aufeinandertreffen w\u00fcrden. Und welche politischen Debatten das Thema nach sich ziehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>In Iran kann Homosexualit\u00e4t mit dem Tod bestraft werden<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Aus den \u00fcberwiegend muslimisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern kommen lautstarke Beschwerden zum geplanten Vorgehen in Seattle: Der \u00e4gyptische Fu\u00dfballverband erkl\u00e4rte am Dienstag, dass er \u201ejegliche Aktivit\u00e4ten, die mit der Unterst\u00fctzung von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Homosexualit%C3%A4t\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Homosexualit\u00e4t<\/a> zu tun haben, w\u00e4hrend des Spiels kategorisch ablehnt\u201c. Die Pride-Feiern st\u00fcnden \u201ein direktem Widerspruch zu den kulturellen, religi\u00f6sen und sozialen Werten in der Region, vor allem in arabischen und islamischen Gesellschaften\u201c. Im iranischen Staatsfernsehen \u00e4u\u00dferte sich der Pr\u00e4sident des iranischen Fu\u00dfballverbands, Mehdi Taj, ganz \u00e4hnlich: Das \u201ePride Match\u201c sei \u201eein unvern\u00fcnftiger und unlogischer Schritt, der im Grunde genommen die Unterst\u00fctzung einer bestimmten Gruppe signalisiert\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Iran droht weiterhin die Todesstrafe f\u00fcr homosexuelle Aktivit\u00e4ten, in \u00c4gypten gibt es kein juristisches Verbot f\u00fcr Homosexualit\u00e4t, allerdings werden Mitglieder der LGBTQ+-Gemeinschaft dort h\u00e4ufig wegen \u201eUnzucht\u201c oder \u201eVersto\u00dfes gegen die guten Sitten\u201c rechtlich verfolgt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Beide Verb\u00e4nde richteten ihre Kritik auch an den Weltverband: Aus \u00c4gypten erreichte die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Fifa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fifa<\/a> die Mahnung, \u201eAktivit\u00e4ten, die bei den Zuschauern aus beiden L\u00e4ndern \u2013 \u00c4gypten und Iran \u2013 kulturelle und religi\u00f6se Empfindlichkeiten ausl\u00f6sen k\u00f6nnten\u201c, zu vermeiden. Taj k\u00fcndigte an, das Thema beim kommenden Council-Meeting der Fifa besprechen zu wollen. Der Weltverband erkl\u00e4rte auf Anfrage von\u00a0Reuters, dass es sich um \u201eeine Initiative der Gastgeberstadt\u201c handele und diese au\u00dferhalb des Verantwortungsbereichs der Fifa liege.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Tats\u00e4chlich kontrolliert die Fifa offiziell nur die Stadien und die Fanzonen, wo es in Seattle jeweils keine Beteiligung am \u201ePride Match\u201c geben wird. Zu einer m\u00f6glichen Verlegung oder einem Tausch mit dem parallel in Vancouver stattfindenden Gruppenspiel zwischen Neuseeland und Belgien, die bereits nach der Auslosung im vergangenen Dezember ein Thema gewesen war, \u00e4u\u00dferte sich die Fifa nicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/wm-2026-fussball-wm-kanada-vancouver-buehne-riesiger-ball-li.3503423\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;die_schoenste_buehne_dieser_weltmeisterschaft&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;fussball_wm&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3503423&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesportwm-2026-fussball-wm-kanada-vancouver-buehne-riesiger-ball-li3503423\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/6d1712e0-70b4-4d17-8ef4-43f5c7ecd072.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Vancouver<\/p>\n<p>:Die sch\u00f6nste B\u00fchne dieser Weltmeisterschaft<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Wo man mit dem Boot zum Stadion f\u00e4hrt: In Vancouver geht es beschaulicher zu als in anderen WM-Metropolen. Das begeistert die Fans. Doch die Bewohner machen sich Sorgen \u2013 auch wegen \u201eThe Fifa\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">So bleibt vor allem die Hoffnung der Veranstalter und der Gemeinschaft in Seattle, die sich in ihrer Haltung nicht ver\u00e4ndern wollen: \u201eDer internationale Sport ist historisch gesehen eine der wichtigsten Triebkr\u00e4fte f\u00fcr sozialen Wandel sowie f\u00fcr individuelle Rechte und Freiheiten weltweit\u201c, sagte der Club-Manager Cairns. In Seattle l\u00e4uft bereits seit einiger Zeit ein Kunstwettbewerb mit einem Motiv f\u00fcr das \u201ePride Match\u201c, zudem wollen die Organisatoren eine friedliche, verbindende Veranstaltung abhalten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eIm pazifischen Nordwesten lebt eine der gr\u00f6\u00dften iranisch-amerikanischen Gemeinschaften des Landes, eine bl\u00fchende \u00e4gyptische Diaspora und vielf\u00e4ltige Gemeinschaften, die alle Nationen repr\u00e4sentieren, die wir in Seattle willkommen hei\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt Hana Tadesse,\u00a0Sprecherin des lokalen WM-Organisationskomitees: \u201eWir setzen uns daf\u00fcr ein, dass alle Einwohner und Besucher die Herzlichkeit, den Respekt und die W\u00fcrde erfahren, die unsere Region auszeichnen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Hinblick auf diesen Freitag in Seattle wagte Jon Cairns eine hoffnungsvolle Prognose: \u201eIm iranischen oder \u00e4gyptischen Staatsfernsehen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":36351,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[7],"tags":[54,55,2911,152,898,304,140,282,14545,2827,12618,412,284,287],"class_list":["post-36350","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aegypten","tag-aegypten","tag-egypt","tag-fifa","tag-fussball","tag-fussball-wm","tag-homosexualitaet","tag-iran","tag-leserdiskussion","tag-lgbtq-plus","tag-nahost","tag-seattle","tag-sport","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116827309310419781","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36350"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36350\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}