{"id":3640,"date":"2026-04-19T18:56:08","date_gmt":"2026-04-19T18:56:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3640\/"},"modified":"2026-04-19T18:56:08","modified_gmt":"2026-04-19T18:56:08","slug":"afrika-setzt-bei-un-migrationsforum-auf-geschlechtergerechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3640\/","title":{"rendered":"Afrika setzt bei UN-Migrationsforum auf Geschlechtergerechtigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Afrikanische Staaten legen gemeinsame Empfehlungen f\u00fcr das globale Migrationsforum vor, um den Schutz von Frauen und M\u00e4dchen systematisch zu verankern und geschlechtsspezifische Datenl\u00fccken zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ihr Ziel: Der Schutz von Frauen und M\u00e4dchen muss endlich systematisch verankert werden.<\/p>\n<p>Die Beratungen in Kairo vom 16. April waren ein entscheidender Schritt. Das Ergebnis ist ein umfassendes Empfehlungspapier, das als Verhandlungsgrundlage f\u00fcr die afrikanischen Delegationen beim Internationalen Migrations\u00fcberpr\u00fcfungsforum (IMRF) in New York dient. Vom 5. bis 8. Mai will die Staatengemeinschaft dort die Umsetzung des Globalen Pakts f\u00fcr Migration vorantreiben \u2013 und Geschlechtergerechtigkeit steht ganz oben auf der Agenda.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die rechtssichere Gestaltung von Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen ist die Basis f\u00fcr faire Arbeitsbedingungen weltweit. 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Mehr als 18.800 davon allein in Afrika.<\/p>\n<p>Doch hinter diesen Statistiken verbergen sich geschlechtsspezifische Realit\u00e4ten. Frauen und M\u00e4dchen sind auf der Flucht besonderen Gefahren ausgesetzt \u2013 von geschlechtsspezifischer Gewalt \u00fcber Menschenhandel bis hin zum fehlenden Zugang zu Gesundheitsversorgung. Das neue Papier fordert daher einen \u201eWhole-of-Government\u201c-Ansatz, der die Sicherheit von Frauen in den Mittelpunkt stellt.<\/p>\n<p>L\u00fccken im Arbeitsmarkt schlie\u00dfen<\/p>\n<p>Parallel zu den regionalen Anstrengungen sch\u00e4rft auch die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ihren Fokus. Bei ihrer Fr\u00fchjahrssitzung bewertete sie ihren bisherigen Aktionsplan und legte eine neue Strategie f\u00fcr 2026\u20132029 vor. Der Handlungsbedarf ist gro\u00df: Obwohl Frauen etwa 48 Prozent aller internationalen Migranten und \u00fcber 40 Prozent der migrantischen Arbeitskr\u00e4fte stellen, arbeiten viele in informellen, schlecht gesch\u00fctzten Sektoren wie der Haushalts- und Pflegearbeit.<\/p>\n<p>Die Bilanz der EU ist durchwachsen. Zwar wurden mehr Einzelziele erreicht, doch der Anteil der geschlechtergerechten \u201eDecent Work\u201c-Programme sank auf nur noch 48 Prozent \u2013 das Ziel von 85 Prozent ist in weite Ferne ger\u00fcckt. Der neue ILO-Plan will diese strukturellen Ungleichheiten angehen, indem wirtschaftliche Politik und soziale Absicherung besser verzahnt werden.<\/p>\n<p>Die Macht der Daten und eine neue Stimme<\/p>\n<p>Ein zentrales Problem bleibt die \u201eGender Data Gap\u201c. Ohne nach Geschlecht aufgeschl\u00fcsselte Daten, so Experten, bleiben Politikma\u00dfnahmen wirkungslos. Hier zeichnet sich jedoch Fortschritt ab: Auf Druck von Zivilgesellschaftsorganisationen wie dem Women in Migration Network (WIMN) wurde f\u00fcr das IMRF eigens eine Gender-Berichterstatterin eingesetzt. Unterst\u00fctzt von UN Women soll sie sicherstellen, dass Geschlechterfragen in allen Verhandlungsrunden ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Vorreiterstaaten wie Kanada und Neuseeland gehen bereits mit gutem Beispiel voran. Sie haben Fragen zur Geschlechtsidentit\u00e4t verbindlich in ihre Erhebungen aufgenommen. Mehrere \u201eGCM-Champion-L\u00e4nder\u201c haben nun zugesagt, geschlechterdifferenzierte Indikatoren in ihre nationalen Berichte aufzunehmen. Diese sollen nicht nur Zahlen liefern, sondern auch den Zugang zu Recht, Gesundheit und Anerkennung von Qualifikationen abbilden.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr Wirtschaft und Politik?<\/p>\n<p>Die Entwicklung hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, insbesondere im Bereich ESG-Compliance (Environmental, Social, Governance). Multinationale Unternehmen sehen sich zunehmend in der Pflicht, ihre Lieferketten und Einstellungspraktiken an die neuen Standards anzupassen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Um den steigenden Anforderungen an globale Compliance und faire Arbeitsbedingungen gerecht zu werden, ben\u00f6tigen Unternehmen rechtssichere Dokumente. 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Die Erwartungen sind hoch: Die Einrichtung geschlechtssensibler Grenzverwaltung, mehr sichere Migrationswege f\u00fcr frauendominierte Branchen und verbindliche Hilfssysteme f\u00fcr Angeh\u00f6rige vermisster Migranten stehen auf der Liste. Mit der neuen Gender-Berichterstatterin und einer geschlossenen afrikanischen Position k\u00f6nnte das Forum 2026 zu einem Wendepunkt f\u00fcr ein gerechteres globales Migrationssystem werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Afrikanische Staaten legen gemeinsame Empfehlungen f\u00fcr das globale Migrationsforum vor, um den Schutz von Frauen und M\u00e4dchen systematisch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3641,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[29,2470,1715,1008,879,1150,2472,2473,2471,2469],"class_list":{"0":"post-3640","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-afrika","8":"tag-afrika","9":"tag-afrikanische","10":"tag-empfehlungen","11":"tag-frauen","12":"tag-geschlechtergerechtigkeit","13":"tag-maedchen","14":"tag-migrationsforum","15":"tag-schutz","16":"tag-staaten","17":"tag-un-migrationsforum"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3640"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3640\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3641"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}