{"id":36687,"date":"2026-06-29T03:53:57","date_gmt":"2026-06-29T03:53:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/36687\/"},"modified":"2026-06-29T03:53:57","modified_gmt":"2026-06-29T03:53:57","slug":"fussball-wm-last-minute-wahnsinn-statt-schande-oesterreich-rettet-sich-vor-dem-schockierenden-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/36687\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfball-WM: Last-Minute-Wahnsinn statt Schande \u2013 \u00d6sterreich rettet sich vor dem schockierenden Aus"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6sterreich und Algerien reichte jeweils ein Remis zum Weiterkommen. Am Ende kommt es, wie es kommen musste. Und doch belehren beide Mannschaften alle Zweifler. Die letzten Minuten gehen in die WM-Geschichte ein.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Marcel Sabitzer konnte es nicht fassen, Michael Gregoritsch k\u00e4mpfte mit den Tr\u00e4nen. In einem hochdramatischen Spiel hat \u00d6sterreich einen Schock in der Nachspielzeit verkraftet und darf sich nach dem Last-Minute-Ausgleich von Sa\u0161a Kalajd\u017ei\u0107 wie Algerien auf die K.-o.-Phase freuen. Ein Unentschieden hatten vor dem Spiel viele erwartet, das unfassbar dramatische 3:3 (1:1) aber nicht.<\/p>\n<p>Im Sechzehntelfinale bekommt es <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/oesterreich\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/oesterreich\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00d6sterreich<\/a> nun mit Titelkandidat Spanien zu tun, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/algerien\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/algerien\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Algerien<\/a> hat mit der Schweiz den wohl leichteren Gegner erwischt. Und das, obwohl die Nordafrikaner die Vorrunde hinter Argentinien und \u00d6sterreich nur auf Platz drei abschlossen. Vor 69.045 Zuschauern trafen Marko Arnautovi\u0107 (28. Minute), Marcel Sabitzer (55.) und Sa\u0161a Kalajd\u017ei\u0107 (90.+6) f\u00fcr \u00d6sterreich. Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60.\/90.+3) erzielten die Tore f\u00fcr Algerien.<\/p>\n<p>\u201eIch habe im Moment keine Worte, sage ich ganz ehrlich. Ich glaube, so etwas habe ich so noch nie erlebt\u201c, sagte \u00d6sterreichs deutscher Trainer Ralf Rangnick. \u201e3:2 hinten, die Spielzeit ist eigentlich um. Wir kommen tats\u00e4chlich nochmal ins Spiel zur\u00fcck. Wir sind im Moment einfach nur happy.\u201c<\/p>\n<p>Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer sagte im ZDF: \u201eIch wei\u00df gar nicht, was ich sagen soll. Das war ein Auf und Ab. Wir gehen zweimal in F\u00fchrung, das musst Du nach Hause bringen. Es war teilweise unseri\u00f6s.\u201c Der Profi von Borussia Dortmund erg\u00e4nzte: \u201eViel zu leichte Gegentore, aber heute freuen wir uns mal. Wir haben \u00d6sterreich den Atem angehalten \u2013 aber jetzt sollen sie alle sch\u00f6n weiter trinken.\u201c<\/p>\n<p>Vor dem letzten Vorrundenspiel dieser WM war viel \u00fcber die Ausgangslage spekuliert worden. Da nach dem Sieg der Demokratischen Republik Kongo in der Partie zuvor beiden Teams ein Remis zum Weiterkommen reichte, hatte es viele Diskussionen gegeben, ob es eventuell Absprachen zwischen beiden Mannschaften geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Rangnick hatte das vor der Partie vehement zur\u00fcckgewiesen. \u201eDu kannst nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden. Wie das in den letzten f\u00fcnf Minuten sein wird, das wird man sehen. Aber wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen.\u201c<\/p>\n<p>Vor allem in Algerien war viel von der \u201eSchande von Gij\u00f3n\u201c die Rede. Bei der WM 1982 hatten sich Deutschland und \u00d6sterreich nach der fr\u00fchen deutschen F\u00fchrung quasi auf eine Verwaltung des Ergebnisses geeinigt. Leidtragende waren damals die Algerier, die durch das deutsche 1:0 ausschieden.<\/p>\n<p>44 Jahre sp\u00e4ter konnte von einer \u201eSchande von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kansas\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kansas\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kansas<\/a>\u201c nicht die Rede sein. Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit viel Intensit\u00e4t. Vor allem die Algerier starteten energisch.<\/p>\n<p>Doch mit der ersten guten Chance des Spiels ging \u00d6sterreich in F\u00fchrung. Nach einem langen Ball von David Alaba war Arnautovi\u0107 pl\u00f6tzlich durch und stocherte den Ball an Algeriens Keeper Oussama Benbout vorbei ins Tor. Benbout hatte den Vorzug vor Luca Zidane bekommen. Der Sohn von Frankreichs Ex-Star Zin\u00e9dine Zidane hatte bislang bei der WM nicht \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Algerien kommt zweimal zur\u00fcck<\/p>\n<p>Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage h\u00e4tte schlie\u00dflich das Aus bedeutet. Und in der Tat dr\u00e4ngten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Zun\u00e4chst traf Far\u00e8s Cha\u00efbi nur den Pfosten (40.), dann scheiterte Ibrahim Maza an \u00d6sterreichs Torwart Alexander Schlager (44.). Kurz darauf war es dann aber so weit. Nachdem der Ball von der Eckfahne zur\u00fcck ins Feld geprallt war, kam Belghali in Position und schloss nach feinem Solo wuchtig ab.<\/p>\n<p>Nun stand \u00d6sterreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria h\u00e4tte die Heimreise antreten m\u00fcssen. Rangnick reagierte in der Pause mit einem Dreifachwechsel. Unter anderem kam der Augsburger Michael Gregoritsch f\u00fcr den angeschlagenen Arnautovi\u0107.<\/p>\n<p>Und die \u00d6sterreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder in F\u00fchrung. Nach einem wundersch\u00f6nen Zuspiel von Konrad Laimer, dessen Vertragsverl\u00e4ngerung bei Bayern M\u00fcnchen kurz bevorsteht, war der Dortmunder Sabitzer zur Stelle.<\/p>\n<p>Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war \u2013 und das erneut lieferte. Mahrez traf zum erneuten Ausgleich und versetzte die vielen algerischen Fans im Kansas City Stadium in Ekstase. In der Schlussphase deutete eigentlich alles auf ein 2:2 hin,  Algerien hatte viel Ballbesitz, schob den Ball in der letzten Viertelstunde eigentlich nur noch hin und her. Dann \u00fcberschlugen sich die Ereignisse. Erst traf Algerien, doch \u00d6sterreich konterte den Schock. Kalajd\u017ei\u0107 k\u00f6pfte in der sechsten Minute der Nachspielzeit ein, obwohl nur vier Minuten angezeigt waren.<\/p>\n<p>Leidtragender des sp\u00e4ten 3:3 ist der Iran, der doch noch aus der Rechnung der acht besten Gruppendritten herausfiel. Bei einem Sieg Algeriens w\u00e4re die Islamische Republik im Sechzehntelfinale dabei gewesen. <\/p>\n<p>Messi baut seinen WM-Torrekord aus<\/p>\n<p>Im Parallelspiel hat <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/lionel-messi\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/lionel-messi\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lionel Messi<\/a> als treffsicherer Edeljoker mit Argentinien einen Jubil\u00e4umssieg gefeiert. Der Titelverteidiger setzte sich trotz einer XXL-Rotation in der Startelf gegen Jordanien mit 3:1 (2:0) durch und holte seinen 50. Sieg bei <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/fussball-weltmeisterschaft-2010\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/fussball-weltmeisterschaft-2010\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fu\u00dfball-Weltmeisterschaften<\/a>. Erfolgreicher sind in der WM-Geschichte nur Rekordweltmeister Brasilien (78) und Deutschland (70). <\/p>\n<p>Messi kam erstmals seit 20 Jahren bei einem WM-Spiel von der Bank. Bei seiner Einwechslung in der 60. Minute brandete riesiger Jubel im haupts\u00e4chlich mit argentinischen Fans gef\u00fcllten Dallas-Stadion auf \u2013 und der wurde knapp 20 Minuten sp\u00e4ter noch lauter: Messi baute per Freisto\u00df seinen Torrekord auf nun 19 WM-Treffer aus. Der 39-J\u00e4hrige ist zudem der erste Spieler der Geschichte, der in sieben aufeinanderfolgenden WM-Spielen mindestens ein Tor erzielt hat.<\/p>\n<p>Den F\u00fchrungstreffer erzielte Giovani Lo Celso (19. Minute) im Messi-Stil mit links und einem Freisto\u00df-Schlenzer in den Winkel. Es war zugleich das erste argentinische Tor bei dieser WM, das nicht von Messi erzielt wurde. Lautaro Mart\u00ednez (31.) legte per Foulelfmeter nach. Neuling Jordanien, f\u00fcr den Musa Al-Taamari (55.) zum 1:2 traf, schloss seine erste WM-Endrunde ohne Punktgewinn als Gruppenletzter ab. <\/p>\n<p>dpa\/luwi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00d6sterreich und Algerien reichte jeweils ein Remis zum Weiterkommen. 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