{"id":36969,"date":"2026-06-29T19:34:33","date_gmt":"2026-06-29T19:34:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/36969\/"},"modified":"2026-06-29T19:34:33","modified_gmt":"2026-06-29T19:34:33","slug":"burkina-faso-im-strudel-der-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/36969\/","title":{"rendered":"Burkina Faso im Strudel der Gewalt"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n        Jungen werden von bewaffneten Milizen als Kindersoldaten rekrutiert, M\u00e4dchen Opfer von sexueller Gewalt \u2013 &#8222;die Situation der Kinder in Burkina Faso ist verzweifelt&#8220;, berichtet Madougou Mamoudou, Nothilfekoordinator der SOS-Kinderd\u00f6rfer in West- und Zentralafrika, aus der Region. &#13;\n    <\/p>\n<p>Kaum beachtet von der internationalen \u00d6ffentlichkeit ist eines der \u00e4rmsten und am wenigsten entwickelten L\u00e4nder der Welt vor ein paar Monaten in den Strudel der Gewalt hineingezogen worden, der die ganze Sahel-Zone schon seit Langem erfasst: In Folge von terroristischen Attacken sowie Konflikten zwischen Bauern und Viehh\u00fctern sind 135.000 Menschen im Norden und Osten des westafrikanischen Staats auf der Flucht, \u00fcber eine Million Menschen auf Hilfe angewiesen &#8211; &#8222;und jeden Tag kommen Hunderte weitere hinzu&#8220;, sagt Mamoudou.<\/p>\n<p>\u00dcber 1.000 Schulen geschlossen<\/p>\n<p>Vor allem die Lage der Kinder habe sich dramatisch verschlechtert. Die Folgen der Gewalt bedrohten sie in allen Lebensbereichen: &#8222;An \u00fcber 1.000 Schulen wird nicht mehr unterrichtet, Krankenstationen wurden geschlossen, Familien auf der Flucht vor der Gewalt auseinandergerissen&#8220;, sagt Mamoudou. &#8222;Die Kinder sind mannigfachen Bedrohungen ausgesetzt. M\u00e4dchen werden zum Beispiel vergewaltigt oder zwangsverheiratet, Jungen h\u00e4ufig als Kindersoldaten rekrutiert. Und wenn die Kinder keine Schule mehr besuchen, wird dieses Land niemals eine Chance haben, sich aus der Armut und Krise zu befreien.&#8220;<\/p>\n<p>Prek\u00e4re\u00a0Sicherheitslage<\/p>\n<p>Erschwerend f\u00fcr die Arbeit der SOS-Kinderd\u00f6rfer sei die angespannte Sicherheitssituation. &#8222;Es gibt bereits heute gro\u00dfe Gebiete, in die sich keine Sicherheitskr\u00e4fte mehr trauen, und deshalb k\u00f6nnen auch wir Hilfsorganisationen viele Betroffene nur unter Lebensgefahr erreichen&#8220;, sagt Mamoudou.<\/p>\n<p>Hilfe f\u00fcr Fl\u00fcchtlingskinder<\/p>\n<p>Trotz der gro\u00dfen Herausforderungen und gef\u00e4hrlichen Bedingungen f\u00fcr Helfer weiten die SOS-Kinderd\u00f6rfer ihre Hilfe im Krisenstaat aus. Die Hilfsorganisation errichtet Nothilfe-Kitas f\u00fcr die Fl\u00fcchtlingskinder und stellt Nahrung und psychosoziale Betreuung zur Verf\u00fcgung. Dar\u00fcber hinaus richtet SOS tempor\u00e4re Notschulen ein, bietet Lernmaterial und k\u00fcmmert sich um die Betreuung.<\/p>\n<p>&#8222;Wir wollen in den n\u00e4chsten Monaten 1.200 Kinder unterst\u00fctzen. Aber das kann nur der Anfang sein&#8220;, sagt Mamoudou. &#8222;Doch von dieser Krise bekommt leider die internationale \u00d6ffentlichkeit viel zu wenig mit und es gibt viel zu wenig finanzielle Unterst\u00fctzung. Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir eine ganze Generation an Krankheit, Armut und Gewalt.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Jungen werden von bewaffneten Milizen als Kindersoldaten rekrutiert, M\u00e4dchen Opfer von sexueller Gewalt \u2013 &#8222;die Situation der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":36970,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[239],"tags":[341,339,60,488,723,724],"class_list":["post-36969","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-burkina-faso","tag-burkina-faso","tag-hilfe","tag-kinder","tag-krise","tag-sahel","tag-sahelzone"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116835074977852312","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36969"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36969\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/36970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}