{"id":38124,"date":"2026-07-02T08:30:04","date_gmt":"2026-07-02T08:30:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/38124\/"},"modified":"2026-07-02T08:30:04","modified_gmt":"2026-07-02T08:30:04","slug":"wm-2026-belgiens-irrer-sieg-gegen-senegal-durch-einen-elfmeter-in-der-125-minute-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/38124\/","title":{"rendered":"WM 2026: Belgiens irrer Sieg gegen Senegal durch einen Elfmeter in der 125. Minute &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">In der 120. Minute bekam dieses Sechzehntelfinale in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Seattle\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Seattle<\/a> ein paar TV-Zuschauer mehr. Etwa 30 Spieler sowie Mitglieder aus dem belgischen und senegalesischen Betreuerstab versammelten sich zu diesem Zeitpunkt um den VAR-Bildschirm zwischen den Ersatzb\u00e4nken. Beide Linienrichter und der vierte Offizielle waren ebenfalls herangeeilt, um die aufgebrachte Gruppe M\u00e4nner zu kontrollieren, beinahe h\u00e4tte es Absperrband und Sicherheitspersonal gebraucht. Und mittendrin in dem Tumult lie\u00df sich der Schiedsrichter H\u00e9ctor Sa\u00edd Mart\u00ednez aus Honduras Zeit beim Fernsehschauen. Sehr viel Zeit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Irgendwann allerdings zeigte Mart\u00ednez dann aber doch Richtung Punkt \u2013 der eingewechselte Lamine Camara hatte Youri Tielemans am Fu\u00df getroffen. Es halfen auch die wildesten Proteste der Senegalesen nicht, w\u00e4hrend derer sich der Verteidiger Path\u00e9 Ciss nach einem Rempler f\u00fcr mehrere Minuten beim Elfmeterpunkt auf den Rasen legte. Es half alles nichts. Als Ciss wieder aufgestanden war, wurde das Spiel von ebenjenem Elfmeterpunkt aus entschieden, mit einem Strafsto\u00df von Tielemans ins rechte Kreuzeck. Der brachte den 3:2 (2:2, 0:1)-Sieg f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Belgien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Belgien<\/a>, in einer Partie, bei der man sich irgendwann fragen musste, ob sie jemals zu einem Ende finden w\u00fcrde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/wm-2026-manuel-neuer-comeback-abschied-dfb-li.3508314\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;hat_sich_das_comeback_von_manuel_neuer_gelohnt&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;fussball_wm&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3508314&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;sport&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedesportwm-2026-manuel-neuer-comeback-abschied-dfb-li3508314\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1782981003_389_0e657373-eb94-4e9e-b2ef-31acc1490348.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>DFB-Abschied<\/p>\n<p>:Hat sich das Comeback von Manuel Neuer gelohnt?<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Der Torh\u00fcter sollte allein mit seiner Aura die Torsch\u00fcsse der Gegner ablenken, doch dann waren f\u00fcnf von zehn Versuchen bei dieser WM drin. Von seiner R\u00fcckkehr bleibt letztlich nur ein Satz f\u00fcr die Ewigkeit.<\/p>\n<p>SZ PlusVon Philipp Schneider<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Eine knappe Dreiviertelstunde vor Tielemans Elfmeter hatte es noch ganz anders ausgesehen. Bis zur 85. Minute f\u00fchrte <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Senegal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Senegal<\/a> mit 2:0, die Mannschaft von Trainer Pape Thiaw war spielbestimmend. Die Torgefahr, die die senegalesische Offensive mit ihrem schnellen Kombinationsspiel entwickeln kann, war schon in den drei Gruppenpartien zu sehen gewesen, insbesondere beim 5:0 gegen den Irak. Und nun spielten die Senegalesen auch die erfahrene belgische Hintermannschaft auseinander, vornehmlich in der ersten Halbzeit. Mittelfeldspieler Habib Diarra (24.) und St\u00fcrmer Isma\u00efla Sarr (51.) erzielten die Tore. Und: Es h\u00e4tte auch noch schlimmer kommen k\u00f6nnen f\u00fcr die Belgier.<\/p>\n<p>Die Belgier lieferten lange Anlass, um ihnen den n\u00e4chsten Untergang zu prophezeien<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Seit inzwischen zw\u00f6lf Jahren reist die Mannschaft unter dem ewigen Titel \u201egoldene Generation\u201c zu Turnieren. Bei dieser Weltmeisterschaft sind aber h\u00f6chstens noch die \u00dcberreste davon erkennbar: in Person der nun in Neapel vereinten Akteure Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku etwa. Aber dennoch, die mit diesem Titel verbundenen Erwartungen sind ihnen geblieben. Da schmerzt jedes Scheitern besonders. Und tats\u00e4chlich: Die Belgier lieferten in diesem Spiel lange Anlass, um ihnen schon den n\u00e4chsten Untergang zu prophezeien.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mitte der zweiten Halbzeit, auf dem Weg in die Trinkpause, begannen Kapit\u00e4n Tielemans und der bislang beste Belgier beim Turnier, Leandro Trossard vom FC Arsenal, zu streiten. Lukaku schritt ein, die Mannschaft beruhigte die Situation. Und danach in k\u00fcrzester Zeit auch das Spiel.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der zur Halbzeit eingewechselte Lukaku erzielte in der 86. Minute mit seinem ersten ernst zu nehmenden Abschluss den Anschlusstreffer und ver\u00e4nderte so \u201edie Seele des Spiels\u201c, wie Trainer Rudi Garcia sp\u00e4ter sagte. Drei Minuten sp\u00e4ter war es dann Tielemans per Kopfball, der den Ausgleich erzielte. Bedanken durfte sich Belgien in dieser Situation auch bei Senegals Torh\u00fcter Mory Diaw, der am Ball vorbeigesegelt war \u2013 und dem Gegner dadurch ein Comeback erm\u00f6glichte, wie sie es in Belgien schon einmal erlebt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1782981004_31_751d6f4c-3361-466c-93d1-727ab6a1754d.jpg\"   alt=\"Die entscheidende Szene: Senegals Lamine Camara foult Belgiens Youri Tielemans. Es gibt Elfmeter.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Die entscheidende Szene: Senegals Lamine Camara foult Belgiens Youri Tielemans. Es gibt Elfmeter. Lee Smith\/Reuters<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei der WM 2018 erlebte die damals noch vollz\u00e4hlige \u201egoldene Generation\u201c eine ihrer Sternstunden in einem denkw\u00fcrdigen Achtelfinale gegen Japan. 0:2 hatte es auch damals bis in die zweite Halbzeit gestanden, bevor Belgien zur\u00fcckkam \u2013 und das Spiel in der Nachspielzeit, nach einer japanischen Ecke, mit einem perfekten Konter entschied. Spielerische Brillanz und Kampfgeist hatten da in der allerletzten Minute zusammengefunden; diesmal betonte Lukaku nur eine der beiden Komponenten: \u201eWir haben Kampfgeist gezeigt, hatten Eier, und das braucht man in so einem Spiel.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Allerdings spielte den Belgiern in einem auch in der Verl\u00e4ngerung wilden Spiel in die Karten, dass Senegal einige hervorragende Chancen auslie\u00df: \u201eWie Boxer\u201c seien beide Mannschaften aufeinandergetroffen, sagte Garcia sp\u00e4ter. Wobei die senegalesischen Punches nicht sa\u00dfen: Ibrahim Mbaye von Paris Saint-Germain hatte in der Verl\u00e4ngerung die beste Gelegenheit, nachdem er vom erstmals bei der WM eingewechselten Nachwuchsspieler des FC Bayern, Bara Sapoko Ndiaye, im Strafraum freigespielt worden war. Weil rund um Camaras Foul, den ewigen Blick auf den VAR-Bildschirm sowie Tielemans Elfmeter jede Menge Zeit verstrichen war, lief die Partie dann bis in die 132. Minute (!) \u2013 und endete mit einem senegalesischen Freisto\u00df \u00fcbers Tor. Und mit der gerechtfertigten Einsch\u00e4tzung von Trainer Thiaw, dass \u201ewir es verdient gehabt h\u00e4tten, weiterzukommen\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Nach dem 3:2 in Seattle bleibt aber auch festzuhalten, dass bei Weltmeisterschaften seit 1970 nur zwei Mannschaften einen 0:2-R\u00fcckstand in der K.-o.-Runde noch in einen Sieg umdrehen konnten: Belgien 2018 und Belgien 2026. Und dass sich die Mannschaft von Trainer Rudi Garcia heute zwar spielerisch nicht so elegant pr\u00e4sentiert wie vor einigen Jahren. Aber daf\u00fcr eine beachtliche Wettkampfh\u00e4rte mitbringt. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/spielplan-fussball-wm-2026-spiele-sechzehntelfinale-ergebnisse-achtelfinale-li.3323990\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gegner im Achtelfinale jetzt: Gastgeber <\/a><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/spielplan-fussball-wm-2026-spiele-sechzehntelfinale-ergebnisse-achtelfinale-li.3323990\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zum ersten Mal seit mehreren Turnieren wurde Belgien nicht mehr vorab zum Geheimfavoriten ausgerufen. Aber jetzt erscheint es nicht ausgeschlossen, dass die Belgier dieses Turnier noch so \u00fcberraschen wie die senegalesische Hintermannschaft kurz vor Ende der regul\u00e4ren Spielzeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der 120. Minute bekam dieses Sechzehntelfinale in Seattle ein paar TV-Zuschauer mehr. 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