{"id":3960,"date":"2026-04-19T23:07:16","date_gmt":"2026-04-19T23:07:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3960\/"},"modified":"2026-04-19T23:07:16","modified_gmt":"2026-04-19T23:07:16","slug":"messe-mit-100-000-menschen-in-angola-papst-leo-xiv-ruft-zur-hoffnung-auf-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/3960\/","title":{"rendered":"Messe mit 100.000 Menschen in Angola: Papst Leo XIV. ruft zur &#8222;Hoffnung&#8220; auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Papst Leo XIV. hat in Angola eine Freilustmesse mit rund 100.000 Menschen gefeiert und die Menschen in dem von Armut gepr\u00e4gten Land zur &#8222;Hoffnung&#8220; aufgerufen. In seiner Predigt in dem s\u00fcdwestafrikanischen Staat forderte Leo die Angolanerinnen und Angolaner am Sonntag auf, ein Land aufzubauen, &#8222;in dem der Hass und die Gewalt verschwinden&#8220; und die &#8222;Gei\u00dfel der Korruption&#8220; beseitigt werde. Gebraucht werde eine &#8222;neue Kultur der Gerechtigkeit und des Teilens&#8220;.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der Papst ermutigte die Angolaner au\u00dferdem, &#8222;mit Hoffnung in die Zukunft zu blicken&#8220;. Das von einem jahrelangen B\u00fcrgerkrieg und wirtschaftlicher Ungerechtigkeit gezeichnete Land brauche einen &#8222;Neuanfang&#8220;.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Vor der Freiluftmesse in Kilamba au\u00dferhalb der Hauptstadt Luanda war das Oberhaupt der katholischen Kirche in seinem Papamobil mitten durch die Menschenmenge gefahren. Viele der Menschen hatten im Freien geschlafen, um bei dem Gottesdienst dabei zu sein. In der Menge trugen viele T-Shirts mit dem Portr\u00e4t des aus den USA stammenden Papstes und hielten die gelb-wei\u00dfe Fahne des Vatikans.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Angola leidet noch immer unter den Folgen eines 27-j\u00e4hrigen B\u00fcrgerkriegs, der im Jahr 2002 endete. Das Land ist zwar einer der gr\u00f6\u00dften afrikanischen Roh\u00f6lproduzenten und verf\u00fcgt zudem \u00fcber gro\u00dfe andere Naturvorkommen, darunter Diamanten. Dennoch lebt rund ein Drittel der 36,6 Millionen Einwohner nach Angaben der Weltbank in Armut.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">&#8222;Es gibt eine Konzentration von Wohlstand in den H\u00e4nden von sehr wenigen&#8220;, sagte Pater Pedro Chingandu, der f\u00fcr die Papstmesse aus der \u00f6stlichen Provinz Moxico angereist war, der Nachrichtenagentur AFP. &#8222;Wir brauchen wirkliche Demokratie und die Umverteilung von Wohlstand und Gerechtigkeit.&#8220;<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der 32-j\u00e4hrige Patricio Musanga beklagte ebenfalls eine ungerechte Verteilung des Wohlstands in Angola. &#8222;Wir sind sehr reich an nat\u00fcrlichen Ressourcen, aber es herrscht eine eklatante Ungleichheit zwischen denen, die gut leben und den anderen&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Leo hatte in den vergangenen Tagen vor allem durch seinen Disput mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump um den Iran-Krieg f\u00fcr Aufsehen gesorgt. Auf dem Flug nach Angola beteuerte der Papst am Samstag, dass er &#8222;\u00fcberhaupt kein Interesse&#8220; an einer &#8222;neuen Debatte mit dem Pr\u00e4sidenten&#8220; habe.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Er verwies auf eine von ihm gehaltene Rede in Kamerun, in der er &#8222;Tyrannen&#8220; angeprangert hatte, die die Welt auspl\u00fcndern. Die Rede sei schon vor zwei Wochen geschrieben worden, sagte Leo XIV. &#8222;Aber sie wurde wahrgenommen, als w\u00fcrde ich versuchen, eine neue Debatte mit dem Pr\u00e4sidenten zu beginnen, woran ich \u00fcberhaupt kein Interesse habe.&#8220;<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der in den USA geborene Papst und der rechtspopulistische US-Pr\u00e4sident hatten sich zuletzt vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs einen \u00f6ffentlichen Schlagabtausch geliefert. Der Pontifex hatte vor rund einer Woche die &#8222;sinnlose und unmenschliche Gewalt&#8220; im Nahen und Mittleren Osten verurteilt und betont, Christen k\u00f6nnten nicht an der Seite jener stehen, die &#8222;heute Bomben abwerfen&#8220;. Vor Gl\u00e4ubigen im Petersdom sagte der Papst: &#8222;Genug des Krieges!&#8220;<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Trump reagierte w\u00fctend auf die Worte des Kirchenoberhauptes und warf ihm mit Blick auf den Iran vor, sich mit einem Land gemein zu machen, &#8222;das eine Atomwaffe will&#8220;. Leo XIV. sei &#8222;eine sehr linksliberale Person, und er ist ein Mann, der nicht daran glaubt, Verbrechen zu stoppen&#8220;. Der Papst entgegnete daraufhin, er habe &#8222;keine Angst&#8220; vor der Trump-Regierung und sehe es als seine &#8222;moralische Pflicht&#8220;, sich gegen den Krieg auszusprechen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Angola war nach Algerien und Kamerun die dritte Station einer elft\u00e4gigen Afrikareise des Papstes. Vierte und letzte Station wird \u00c4quatorialguinea sein.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">bfi\/yb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Papst Leo XIV. hat in Angola eine Freilustmesse mit rund 100.000 Menschen gefeiert und die Menschen in dem&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3961,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[162,2646,1301,1236,2647],"class_list":{"0":"post-3960","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-angola","8":"tag-angola","9":"tag-der-papst","10":"tag-donald-trump","11":"tag-leo","12":"tag-papstmesse"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3960","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3960"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3960\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3961"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3960"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3960"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3960"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}