{"id":40395,"date":"2026-07-08T20:51:08","date_gmt":"2026-07-08T20:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/40395\/"},"modified":"2026-07-08T20:51:08","modified_gmt":"2026-07-08T20:51:08","slug":"rechtswidrige-mediennutzung-nigeria-untersucht-grosse-tech-und-ki-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/40395\/","title":{"rendered":"\u201eRechtswidrige\u201c Mediennutzung: Nigeria untersucht gro\u00dfe Tech- und KI-Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Nigerias Pr\u00e4sident Bola Tinubu hat die Wettbewerbsbeh\u00f6rde des Landes angewiesen, gro\u00dfe Tech-Unternehmen und KI-Plattformen wegen mutma\u00dflich wettbewerbswidriger Praktiken, der unrechtm\u00e4\u00dfigen Nutzung von Nachrichteninhalten und anderer potenziell unlauterer Marktpraktiken zu untersuchen. Das teilte die Bundeskommission f\u00fcr Wettbewerb und Verbraucherschutz FCCPC (Federal Competition \u200cand Consumer Protection Commission) am Montag mit.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die FCCPC erkl\u00e4rte, die Untersuchung erfolge auf Anweisung des Pr\u00e4sidenten nach einer an das Pr\u00e4sidialamt gerichteten gemeinsamen Petition der nigerianischen Presseorganisation (NPO), einem Dachverband von Journalisten, Zeitungsverlegern und Online-Verlagen. Die NPO sei zunehmend besorgt \u00fcber die Praktiken gro\u00dfer Tech-Unternehmen wie Meta, Alphabet, X (ehemals Twitter) und bestimmter KI-Plattformen. \u201eSie wirft ihnen [den Tech-Unternehmen, Anm.] Praktiken vor, die den fairen Wettbewerb, die wirtschaftliche Tragf\u00e4higkeit nigerianischer Medienorganisationen und die legitimen Rechte von Urhebern und Verlegern untergraben k\u00f6nnen\u201c, <a href=\"https:\/\/fccpc.gov.ng\/president-tinubu-directs-fccpc-to-investigate-big-techs\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hei\u00dft es in der FCCPC-Mitteilung<\/a>.<\/p>\n<p>Verdacht der Marktbeherrschung<\/p>\n<p>Im Zentrum der nun angesto\u00dfenen Ermittlungen steht laut FCCPC der Vorwurf, \u201edass betroffenen Medienorganisationen keine angemessenen M\u00f6glichkeiten zur Aushandlung einer fairen Verg\u00fctung oder geeigneter kommerzieller Vereinbarungen f\u00fcr die Nutzung ihrer journalistischen Inhalte einger\u00e4umt wurden\u201c. Zudem bestehe der Verdacht der Marktbeherrschung und potenziell wettbewerbswidrigen Verhaltens. So wird dem Meta-Konzern die unbefugte Extraktion, das Scraping, die \u00dcbernahme und die kommerzielle Nutzung urheberrechtlich gesch\u00fctzter Nachrichtenartikel, Rundfunkbeitr\u00e4ge und anderer journalistischer Originalinhalte zur Entwicklung und zum Training von generativen KI-Modellen vorgeworfen.<\/p>\n<p>Die FCCPC wird untersuchen, ob die fraglichen Praktiken einen Versto\u00df gegen den nigerianischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutz oder andere Gesetze darstellen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Beh\u00f6rde, Tunji Bello, versprach eine unabh\u00e4ngige, transparente und faktenbasierte Untersuchung. \u201eDiese Untersuchung unterstellt keinem Unternehmen ein Fehlverhalten\u201c, betonte er. \u201eVielmehr bietet sie die M\u00f6glichkeit, die Fakten sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen, alle Betroffenen anzuh\u00f6ren und festzustellen, ob ein bestimmtes Verhalten zu wettbewerbswidrigen Folgen oder unlauteren Gesch\u00e4ftspraktiken gef\u00fchrt hat.\u201c<\/p>\n<p>Zahlreiche Verfahren<\/p>\n<p>Die FCCPC hat nach eigenen Angaben in der Vergangenheit bereits gegen Meta ermittelt. Im vergangenen Jahr wurde der Facebook-Konzern in Nigeria in einem wegweisenden Prozess wegen Datenschutzverletzungen zu einer Geldstrafe von 220 Millionen US-Dollar verurteilt. Gegen die Strafe legte Meta Berufung ein.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>In zahlreichen L\u00e4ndern haben Medienunternehmen und Autoren Untersuchungen oder Verfahren gegen Techkonzerne angestrengt, weil diese ihr Material ohne Genehmigung zum Trainieren von KI-Modellen verwenden. Im M\u00e4rz <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Urheberrecht-Encyclopaedia-Britannica-verklagt-OpenAI-wegen-KI-Training-11213022.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verklagte Encyclop\u00e6dia Britannica OpenAI wegen KI-Trainings<\/a>. Die ber\u00fchmte Online-Enzyklop\u00e4die wirft dem ChatGPT-Entwickler massive Urheberrechts- und Markenverletzungen vor und fordert Entsch\u00e4digung. Die New York Times wiederum beschuldigt OpenAI, Artikel der Zeitung <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/New-York-Times-gegen-OpenAI-Richter-laesst-Hauptforderungen-zu-10331826.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">unerlaubterweise f\u00fcr das KI-Training genutzt zu haben<\/a>. Der Mutterkonzern von PCMag und IGN, das Medienhaus Ziff Davis, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Mutterfirma-von-PCMag-und-IGN-verklagt-OpenAI-10362749.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verklagte OpenAI ebenfalls wegen Urheberrechtsverst\u00f6\u00dfen<\/a>, ebenso <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Urheberrecht-Indische-Nachrichtenmedien-verklagen-OpenAI-10258749.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mehrere gro\u00dfe indische Medien<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Copyright-Verstoesse-Kanadas-groesste-Medienorganisationen-verklagen-OpenAI-10183907.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Koalition wichtiger kanadischer Medienh\u00e4user<\/a>.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:akn@heise.de\" title=\"Andreas Knobloch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">akn<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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