{"id":40549,"date":"2026-07-09T11:31:24","date_gmt":"2026-07-09T11:31:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/40549\/"},"modified":"2026-07-09T11:31:24","modified_gmt":"2026-07-09T11:31:24","slug":"afrikas-rohstoffe-ziehen-neues-kapital-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/40549\/","title":{"rendered":"Afrikas Rohstoffe ziehen neues Kapital an"},"content":{"rendered":"<p class=\"post-teaser\">Afrika bleibt ein gefragter Standort f\u00fcr Direktinvestitionen. Laut dem aktuellen World Investment Report der UN Conference Trade and Development (Unctad) flossen 2025 rund 70 Mrd. USD auf den Kontinent. Der Engpass liegt weniger beim Kapital als bei Verarbeitung, Infrastruktur und Lieferketten.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tvom 08. Juli 2026, 17:53 Uhr\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t3 Min<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/54713098-1-1024x683.jpg\" alt=\"Afrikas Rohstoffe ziehen neues Kapital an\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"sync\" width=\"1024\" height=\"683\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tpicture alliance \/ Anka Agency International \/ Koos van der Lende<\/p>\n<p>Afrika hat 2025 rund 70 Mrd. USD an ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen angezogen. Das lag unter dem au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Vorjahreswert von 94 Mrd. USD, der durch wenige gro\u00dfe Transaktionen gepr\u00e4gt war. Dennoch war es der dritth\u00f6chste Zufluss seit 1990.<\/p>\n<p>Investoren suchen Afrikas strategische Rohstoffbasis<\/p>\n<p>Die geringere Gesamtsumme spiegelt eine Verschiebung in der Qualit\u00e4t der Investitionen wider. Nach Einsch\u00e4tzung von Unctad richtet sich das Kapital zunehmend auf Energie, Infrastruktur, kritische Rohstoffe und industrielle Standorte. Afrika r\u00fcckt damit st\u00e4rker in Lieferketten, die Batterien, Stromnetze und moderne Fertigung absichern.<\/p>\n<p>Bei neuen Greenfield-Projekten, also neu aufgebauten Standorten, Anlagen oder Infrastrukturvorhaben, sank der Gesamtwert um fast ein Drittel, w\u00e4hrend die Zahl der Vorhaben stieg. Das Kapital verteilt sich damit auf mehr, aber kleinere Projekte. Gro\u00dftransaktionen verzerren einzelne Jahreswerte deutlich, wie das Ausnahmejahr 2024 zeigte.<\/p>\n<p>Die Mittel flie\u00dfen weiter in wenige starke Standorte<\/p>\n<p>Afrikas am wenigsten entwickelte L\u00e4nder, eine UN-Kategorie f\u00fcr besonders einkommensschwache und strukturell verwundbare Staaten, erhielten 2025 zusammen rund 33 Mrd. USD an Direktinvestitionen. Zu dieser Gruppe z\u00e4hlen rohstoff- oder energierelevante Volkswirtschaften wie die Demokratische Republik Kongo, Mosambik und Tansania. Innerhalb dieser Gruppe konzentrierte sich das Kapital auf wenige L\u00e4nder mit Rohstoffen, Energieprojekten und ausgew\u00e4hlten Industrievorhaben.<\/p>\n<p>Kupfer, Kobalt, Lithium, Mangan, Graphit und Seltene Erden pr\u00e4gen das Investoreninteresse. Diese kritischen Rohstoffe sichern Batteriechemien, Stromnetze und industrielle Vorprodukte und sind schwer ersetzbar. \u00c4gypten, Marokko und S\u00fcdafrika zogen weiter Kapital f\u00fcr Industrie, Wasserstoff, Logistik und erneuerbare Energien an. Namibia und andere rohstoffreiche Staaten profitieren von derselben Beschaffungslogik.<\/p>\n<p>Wert entsteht erst jenseits der F\u00f6rderprojekte<\/p>\n<p>Rohstoff- und Energieprojekte heben die Statistik, mehr Besch\u00e4ftigung und technologische Tiefe entstehen aber erst durch Verarbeitung, Zulieferer und regionale Produktionsverb\u00fcnde. Fehlt diese Verbindung, bleibt der Entwicklungseffekt begrenzt. Tragf\u00e4hig wird lokale Verarbeitung dort, wo Energiepreise, Fachkr\u00e4fte und Absatzm\u00e4rkte die zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Globale Kapitalstr\u00f6me bleiben eng konzentriert<\/p>\n<p>Weltweit stiegen die Direktinvestitionen 2025 um 6 % auf 1,6 Bio. USD. Ohne steuerlich, regulatorisch oder konzernintern motivierte Durchleitungsstr\u00f6me \u00fcber gro\u00dfe europ\u00e4ische Finanzzentren l\u00e4ge das Plus bei 4 %. Die Erholung bleibt damit schmaler, als die Hauptzahl nahelegt. Kapital floss vor allem in gro\u00dfe M\u00e4rkte und technologieintensive Sektoren.<\/p>\n<p>Die 20 wichtigsten Ziell\u00e4nder vereinten mehr als 80 % der globalen Zufl\u00fcsse. Grenz\u00fcberschreitende \u00dcbernahmen verloren 7 % an Wert. Internationale Projektfinanzierungen legten zwar um 3 % zu, blieben aber rund 25 % unter dem Hoch von 2021. F\u00fcr 2026 d\u00fcrften geopolitische Spannungen und Handelspolitik neue Vorhaben bremsen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Afrika bleibt ein gefragter Standort f\u00fcr Direktinvestitionen. 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