{"id":40597,"date":"2026-07-09T15:39:11","date_gmt":"2026-07-09T15:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/40597\/"},"modified":"2026-07-09T15:39:11","modified_gmt":"2026-07-09T15:39:11","slug":"ebola-im-kongo-zahl-der-toten-steigt-auf-600-verdachtsfaelle-in-neuer-provinz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/40597\/","title":{"rendered":"Ebola im Kongo: Zahl der Toten steigt auf 600, Verdachtsf\u00e4lle in neuer Provinz"},"content":{"rendered":"<p>In bislang verschonten Regionen der DR Kongo sind neue Verdachtsf\u00e4lle von Ebola aufgetreten. Das teilte die Regierung mit. Die Zahl der Toten im j\u00fcngsten Ebola-Ausbruch des Landes ist auf 600 gestiegen. Best\u00e4tigt sind inzwischen 1.759 Erkrankungen.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Im j\u00fcngsten Bericht der Regierung ist von zwei Verdachtsf\u00e4llen in Kisangani die Rede. Die Stadt liegt in der Provinz Tshopo im Nordzentrum des Landes, an der Grenze zu Ituri. In Kisangani selbst waren zuvor keine F\u00e4lle aufgetreten, obwohl der Ausbruch in Ituri seinen Ursprung nahm.<\/p>\n<p>Einer der beiden Verdachtsf\u00e4lle steht demnach mit der Gesundheitszone Nia-Nia in Ituri in Verbindung. Der andere Fall weist keinen erkennbaren geografischen Bezug zu bekannten Ausbr\u00fcchen auf, hei\u00dft es in dem Bericht.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Anne Ancia, der WHO-Vertreterin im Kongo, breitet sich das Virus weiter aus. Gr\u00fcnde seien Bev\u00f6lkerungsbewegungen und die unsichere Lage. Einige Behandlungszentren seien bereits fast ausgelastet.<\/p>\n<p>Gesundheitspersonal protestiert gegen ausbleibende L\u00f6hne<\/p>\n<p>Hinzu kommt: In Ituri berichten mehrere Besch\u00e4ftigte im Gesundheitswesen, sie h\u00e4tten seit Ausrufung des Ausbruchs kein Gehalt erhalten.<\/p>\n<p>\u201eSeit der Ausrufung des Ebola-Ausbruchs fordern wir die Bezahlung unserer Arbeit\u201c, sagte Biensi Kano, Mitglied des Komitees f\u00fcr epidemiologische \u00dcberwachung in Bunia, der Provinzhauptstadt von Ituri, der Nachrichtenagentur AP.<\/p>\n<p>Die ausbleibenden Zulagen setzen uns und unsere Familien erheblichen sozio\u00f6konomischen Schwierigkeiten aus und verschlechtern unsere Lebensbedingungen massiv, so Kano.<\/p>\n<p>Das Personal im Gesundheitswesen klagt zudem \u00fcber mangelnde Ausr\u00fcstung und dar\u00fcber, von Beh\u00f6rden und Einsatzteams unfair behandelt zu werden.<\/p>\n<p>Die Regierung des Kongo reagierte zun\u00e4chst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Verantwortliche in Ituri erkl\u00e4rten jedoch, sie h\u00e4tten mit den Besch\u00e4ftigten gesprochen und n\u00e4hmen ihre Sorgen auf.<\/p>\n<p>\u201eDie Schlie\u00dfung des Flughafens von Bunia erschwert die Umsetzung der gesamten Einsatzstrategie, insbesondere den Geldfluss\u201c, sagte Akilimali Pierre, Einsatzleiter am Nationalen Institut f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit des Kongo, der Agentur AP. Das sei ein Grund f\u00fcr die Verz\u00f6gerung bei den Zahlungen.<\/p>\n<p>Die Helferinnen und Helfer sehen sich zudem weiteren Problemen ausgesetzt, von Angriffen w\u00fctender Anwohner bis hin zu Misstrauen gegen\u00fcber dem Virus selbst.<\/p>\n<p>Die kongolesischen Beh\u00f6rden riefen den Ebola-Ausbruch am 15. Mai aus, nachdem sich die Krankheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge wochenlang unbemerkt verbreitet hatte.<\/p>\n<p>Der aktuelle Ausbruch geht auf das seltene Bundibugyo-Virus zur\u00fcck. Dagegen gibt es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine anerkannte Therapie. Forschende haben vergangene Woche eine mit Spannung erwartete klinische Studie gestartet, in der sie eine Behandlung f\u00fcr das Virus testen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In bislang verschonten Regionen der DR Kongo sind neue Verdachtsf\u00e4lle von Ebola aufgetreten. 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