{"id":4117,"date":"2026-04-20T01:27:13","date_gmt":"2026-04-20T01:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4117\/"},"modified":"2026-04-20T01:27:13","modified_gmt":"2026-04-20T01:27:13","slug":"gebremste-energiewende-rwe-zieht-sich-aus-wasserstoff-projekt-in-namibia-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4117\/","title":{"rendered":"Gebremste Energiewende: RWE zieht sich aus Wasserstoff-Projekt in Namibia zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\"> dpa\/taz | Der Energiekonzern RWE hat sich aus einem geplanten <a href=\"https:\/\/taz.de\/Energieprojekt-in-Namibia\/!6031059\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Projekt f\u00fcr \u201egr\u00fcnen Wasserstoff\u201c in Namibia<\/a> zur\u00fcckgezogen. Das best\u00e4tigte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. \u201eDie Nachfrage nach Wasserstoff sowie nach Wasserstoff-Derivaten wie Ammoniak entwickelt sich in Europa langsamer als erwartet\u201c, sagte ein Sprecher. Bereits Ende vergangenen Jahres seien entsprechende Projekte \u00fcberpr\u00fcft worden, darunter auch das Vorhaben in Namibia.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Wasserstoff gilt als Alternative zu fossilen Energietr\u00e4gern und damit als <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wasserstoff\/!6058421\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wichtig bei der Energiewende und dem Klimaschutz<\/a>. \u201eGr\u00fcner Wasserstoff\u201c wird per Elektrolyse von Wasser mittels Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">RWE und das Konsortium Hyphen Hydrogen Energy hatten im Jahr 2022 eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet. Demnach sollte RWE ab 2027 pro Jahr bis zu 300.000 Tonnen \u201egr\u00fcnes Ammoniak\u201c aus Namibia beziehen. Hyphen, an dem das deutsche Energieunternehmen Enertrag beteiligt ist, war von der namibischen Regierung f\u00fcr die Entwicklung eines \u201egr\u00fcnen Wasserstoffprojekts\u201c ausgew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Im Rahmen dieses Vorhabens sollte bis 2027 j\u00e4hrlich rund eine Million Tonnen gr\u00fcnes Ammoniak f\u00fcr den Export produziert werden. Ammoniak, eine chemische Verbindung von Wasserstoff und Stickstoff, kann mit Schiffen transportiert werden.<\/p>\n<p>      Projektpartner geht trotzdem von Nachfrage aus<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Ein Sprecher des Projektpartners Enertrag teilte mit, kurzfristig bedeute der R\u00fcckzug von RWE, dass ein potenzieller Abnehmer wegfalle. \u201eLangfristig bleibt die Entwicklung des Projekts jedoch unber\u00fchrt.\u201c Der Bedarf an gr\u00fcnem Wasserstoff und seinen Derivaten in Europa und Asien werde weiter steigen \u2013 es sei eine Frage des \u201eWann\u201c, nicht des \u201eOb\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Die Bundesregierung sei nicht am Projekt beteiligt. Hyphen sei zwar 2024 als potenzielles \u201estrategisches Auslandsprojekt\u201c eingestuft, seitdem sei aber nichts passiert. Es habe daher keine F\u00f6rderung gegeben, das Projekt sei ausschlie\u00dflich privatwirtschaftlich finanziert.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"8\">Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, man sei an dem Projekt nicht beteiligt. Zu Namibia bestehe eine Energiepartnerschaft, die weiter aufrechterhalten werden solle.<\/p>\n<p>      Zu wenig gr\u00fcner Wasserstoff<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"10\">Beim Markthochlauf von gr\u00fcnem Wasserstoff gibt es ein Henne-Ei-Problem: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Gruener-Wasserstoff\/!6095644\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Nachfrage kommt wegen der noch hohen Preise und geringen Verf\u00fcgbarkeit nicht in Schwung<\/a>. Eine Herstellung in gro\u00dfem Umfang, wie sie k\u00fcnftig f\u00fcr die Energiewende n\u00f6tig sein wird und die auch die Preise dr\u00fccken k\u00f6nnte, scheitert an der geringen Nachfrage.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"11\">Wissenschaftler vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung <a href=\"https:\/\/www.pik-potsdam.de\/de\/aktuelles\/nachrichten\/gruener-wasserstoff-grosse-luecken-zwischen-ambition-und-umsetzung\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">empfohlen der Politik deshalb in einer Studie Anfang des Jahres<\/a>, neben Subventionsprogrammen auf verbindliche Wasserstoffquoten f\u00fcr die Wirtschaft zu setzen, etwa f\u00fcr die Luftfahrt, die Stahl- oder die Chemiebranche. Teilweise gibt es das bereits: In der EU m\u00fcssen ab 2030 mindestens 1,2 Prozent aller Flugzeugtreibstoffe synthetische Kraftstoffe auf Basis von Wasserstoff sein. Bis 2050 soll diese Quote auf 35 Prozent steigen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"12\">Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hatte am Mittwoch die Bundesregierung f\u00fcr geplante K\u00fcrzungen bei der Wasserstofff\u00f6rderung als \u201ev\u00f6llig falsches Signal\u201c kritisiert. \u201eDie Bundesregierung muss hier dringend nachsteuern, um Planungssicherheit, Investitionen und den Wasserstoffhochlauf nicht zu gef\u00e4hrden\u201c, sagte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. Gleichzeitig lobte sie Pl\u00e4ne der Regierung, B\u00fcrokratie f\u00fcr Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland zu reduzieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\" pos=\"13\">Das Kabinett in Berlin hatte am Mittwoch ein Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz auf den Weg gebracht. Demzufolge kann der Ausbau als im \u201e\u00fcberragenden \u00f6ffentlichen Interesse\u201c eingestuft werden, was beispielsweise schnelle und weniger aufwendige Genehmigungsverfahren mit sich bringen k\u00f6nnte. \u201eDamit die dringend notwendige Wasserstoffwirtschaft tats\u00e4chlich Fahrt aufnehmen kann, braucht es aber mehr als rein verfahrensrechtliche Regelungen\u201c, mahnte Andreae.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"dpa\/taz | Der Energiekonzern RWE hat sich aus einem geplanten Projekt f\u00fcr \u201egr\u00fcnen Wasserstoff\u201c in Namibia zur\u00fcckgezogen. 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