{"id":4123,"date":"2026-04-20T01:37:23","date_gmt":"2026-04-20T01:37:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4123\/"},"modified":"2026-04-20T01:37:23","modified_gmt":"2026-04-20T01:37:23","slug":"madagaskar-praesident-rajoelina-spricht-von-putschversuch-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4123\/","title":{"rendered":"Madagaskar: Pr\u00e4sident Rajoelina spricht von Putschversuch"},"content":{"rendered":"<p>Eine meuternde Armeeeinheit &#8211; das CAPSAT-Kontingent aus Verwaltungs- und Technikoffizieren &#8211; hat nach eigenen Angaben die Kontrolle \u00fcber die Streitkr\u00e4fte von <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/madagaskar\/t-18467711\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Madagaskar<\/a> \u00fcbernommen. In einer Videobotschaft der aufst\u00e4ndischen Soldaten hei\u00dft es weiter, ab sofort gingen alle Befehle der Armee vom CAPSAT-Hauptquartier aus. Unklar ist jedoch, ob tats\u00e4chlich das gesamte Milit\u00e4r hinter ihnen steht.<\/p>\n<p>Madagaskars Pr\u00e4sident Andry Nirina Rajoelina sprach in einer Erkl\u00e4rung von einem Versuch der illegalen Macht\u00fcbernahme. &#8222;Die Pr\u00e4sidentschaft (&#8230;) m\u00f6chte die Nation und die internationale Gemeinschaft dar\u00fcber informieren, dass derzeit (&#8230;) ein Versuch unternommen wird, die Macht illegal und mit Gewalt zu \u00fcbernehmen.&#8220;<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74323077\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74323077_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Pr\u00e4sident Andry Nirina Rajoelina\" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Pr\u00e4sident Andry Nirina Rajoelina: Einen R\u00fccktritt lehnt er ab (Archivbild) Bild: Alexander Joe\/AP Photo\/picture alliance<\/p>\n<p>Rajoelina rief die Bev\u00f6lkerung dazu auf, die verfassungsgem\u00e4\u00dfe Ordnung und die staatliche Souver\u00e4nit\u00e4t zu verteidigen. Der Dialog sei das einzige Mittel, um aus der gegenw\u00e4rtigen Krise herauszufinden, so der 51-J\u00e4hrige. Wo sich der Staatschef derzeit aufh\u00e4lt, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>US-Au\u00dfenministerium: Lage \u00e4u\u00dferst instabil<\/p>\n<p>Das US-Au\u00dfenministerium in Washington forderte amerikanische Staatsb\u00fcrger dazu auf, sich in dem Inselstaat vor der afrikanischen S\u00fcdostk\u00fcste in Sicherheit zu bringen. In der Warnung wird auf Berichte \u00fcber Schusswechsel zwischen Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen und der Gendarmerie verwiesen. Die Lage sei \u00e4u\u00dferst instabil und unvorhersehbar.<\/p>\n<p>Auch die <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/afrikanische-union-au\/t-17282439\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afrikanische Union<\/a> zeigte sich besorgt \u00fcber die Lage. In einem Statement rief sie zum Dialog auf.<\/p>\n<p>Am Samstag hatten sich CAPSAT-Soldaten tausenden Demonstranten in der Hauptstadt Antananarivo angeschlossen. Sie riefen die \u00fcbrigen Milit\u00e4rs sowie Polizei und Gendarmerie zur Befehlsverweigerung auf.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74323606\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74323606_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Soldaten und Demonstranten vor dem Rathaus in der Hauptstadt, zwei Personen schwenken Landesflaggen \" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Soldaten und Demonstranten vor dem Rathaus in der Hauptstadt Bild: Luis Tato\/AFP<\/p>\n<p>Die Soldaten sind in einer Kaserne in Soanierana stationiert, in der bereits 2009 Streitkr\u00e4fte w\u00e4hrend eines Volksaufstands gegen die Regierung gemeutert hatten. Im Zug der damaligen Proteste war der heutige Staatschef Rajoelina an die Macht gekommen.<\/p>\n<p>Kein Strom, kein Wasser &#8230;<\/p>\n<p>Seit mehr als zwei Wochen protestieren Zehntausende zumeist <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/aufstand-der-gen-z\/t-74214549\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">junge Menschen<\/a> in Madagaskar gegen die Regierung. Sie werfen ihr Versagen bei der Versorgung mit Strom- und Wasser sowie Unt\u00e4tigkeit angesichts hoher Arbeitslosigkeit, weit verbreiteter Armut und Missst\u00e4nden im Bildungssystem vor. Die Demonstranten fordern den R\u00fccktritt Rajoelinas, der dies bislang\u00a0ablehnt.<\/p>\n<p>Sicherheitskr\u00e4fte gingen bei den Protesten oftmals mit Tr\u00e4nengas, Blendgranaten und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden mindestens 22 Menschen get\u00f6tet und mehr als 100 verletzt. Die Regierung weist diese Zahlen zur\u00fcck. Au\u00dferdem kam es zu Pl\u00fcnderungen.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"74262083\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/74262083_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Rauchschwaden von Tr\u00e4nengas zwischen einzelnen Demonstranten \" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Mit Tr\u00e4nengas versucht die Polizei, die Kundgebung in Antananarivo aufzul\u00f6sen (am Montag) Bild: Luis Tato\/AFP\/Getty Images<\/p>\n<p>Madagaskar geh\u00f6rt trotz seiner vielen Rohstoffe zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt. Fast 75 Prozent der etwa 32 Millionen Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze.<\/p>\n<p>se\/wa (afp, kna, dpa, rtr)<\/p>\n<p>Redaktionsschluss: 18:00\u00a0Uhr (MESZ) &#8211; dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine meuternde Armeeeinheit &#8211; das CAPSAT-Kontingent aus Verwaltungs- und Technikoffizieren &#8211; hat nach eigenen Angaben die Kontrolle \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4124,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[245],"tags":[380,379],"class_list":{"0":"post-4123","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-madagaskar","8":"tag-madagascar","9":"tag-madagaskar"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4123","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4123"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4123\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4123"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4123"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4123"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}