{"id":41395,"date":"2026-07-13T15:37:52","date_gmt":"2026-07-13T15:37:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/41395\/"},"modified":"2026-07-13T15:37:52","modified_gmt":"2026-07-13T15:37:52","slug":"weiterer-ebola-patient-in-deutschland-zustand-stabil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/41395\/","title":{"rendered":"Weiterer Ebola-Patient in Deutschland &#8211; Zustand stabil"},"content":{"rendered":"<p>Knapp zwei Monate nach der Ankunft eines an Ebola erkrankten US-Amerikaners wird ein zweiter infizierter US-B\u00fcrger in Deutschland behandelt. Die Person sei in der Nacht auf dem Frankfurter Flughafen gelandet und dann in die Universit\u00e4tsklinik der hessischen Stadt gefahren worden, best\u00e4tigte ein Sprecher des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p>Der Zustand des Patienten oder der Patientin ist nach Auskunft der behandelnden Mediziner stabil. Die Person befinde sich seit drei Uhr morgens in Frankfurt in Behandlung, sagte der Leiter der Sonderisolierstation f\u00fcr hochpathogene Infektionserreger an der Universit\u00e4tsmedizin Frankfurt, Timo Wolf, am Nachmittag. Zu den konkreten Symptomen sowie pers\u00f6nlichen Angaben wie Alter und Geschlecht will sich die Klinik nicht \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Patient zeigt Ebola-Symptome<\/p>\n<p>Der Patient oder die Patientin zeige die Symptome, die man bei Ebola erwarten w\u00fcrde, hie\u00df es lediglich. Die Krankheit sei seit der Ankunft nicht fortgeschritten. Um einen Trend anzugeben, sei es noch zu fr\u00fch.<\/p>\n<p>Auch zur Behandlung \u00e4u\u00dferte sich Wolf nur allgemein, die Person werde mit Fl\u00fcssigkeit und N\u00e4hrstoffen versorgt und je nach Symptomen behandelt. Wichtig sei die Virusmenge im Blut der Patienten und wie sich diese entwickele. Wie lange die Behandlung andauern werde, sei noch nicht absehbar.<\/p>\n<p>Die Kosten tr\u00fcgen in der Regel bestehende Versicherungen, sagte Klinikdirektor J\u00fcrgen Graf vor Journalisten. F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bestehe keinerlei Anlass zur Besorgnis.<\/p>\n<p>Wolf sagte, die Station habe mehrere Sicherheitsstufen, sodass nichts aus dem Krankenzimmer in die Umwelt gelangen k\u00f6nne. Auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien vor Ansteckung gesch\u00fctzt. Der Transport sei reibungslos verlaufen.\u00a0<\/p>\n<p>Mitarbeiter von humanit\u00e4rer Organisation\u00a0<\/p>\n<p>Die US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC hatte mitgeteilt, dass ein US-Staatsb\u00fcrger betroffen sei, der f\u00fcr eine humanit\u00e4re Organisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeite. Die Person wurde demnach positiv auf die dort derzeit grassierende Bundibugyo-Variante des Virus getestet.<\/p>\n<p>Ebola-Fieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus kann durch direkten K\u00f6rperkontakt und Kontakt mit K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u00fcbertragen werden. Im Kongo in Zentralafrika, wo die beiden infizierten US-\u00c4rzte t\u00e4tig waren, ist der j\u00fcngste Ebola-Ausbruch besonders schwer einzud\u00e4mmen. Einer der Gr\u00fcnde: F\u00fcr den Bundibugyo-Typ gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie.<\/p>\n<p>F\u00fcr Transporte von Ebola-Patienten werden normalerweise Spezialflugzeuge eingesetzt. In Deutschland kommen die Patienten auf Sonderisolierstationen. Dabei handelt es sich um eine geschlossene, gesch\u00fctzte und vom regul\u00e4ren Klinikbetrieb getrennte Einheit, so dass Kontakt zu anderen Patienten ausgeschlossen werden kann. Auch laut Bundesgesundheitsministerium besteht daher weder f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung noch f\u00fcr andere Patienten Gefahr.<\/p>\n<p>Erster US-Arzt \u00fcberlebte, aber nur knapp<\/p>\n<p>Der amerikanische Arzt, der am 20. Mai nach Deutschland gekommen war, wurde in die Berliner Charit\u00e9 aufgenommen. Nach \u00e4rztlicher Auskunft war sein Zustand zwischenzeitlich lebensbedrohlich, vor allem zwischen dem Abflug in Afrika und der Ankunft in Deutschland. Nach gut zwei Wochen Behandlung wurde er schlie\u00dflich aus dem Krankenhaus entlassen.\u00a0<\/p>\n<p>Auch seine Frau und seine vier Kinder kamen als \u00abHochrisikokontakte\u00bb in die Charit\u00e9, hatten aber keine Symptome und befanden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarant\u00e4ne. Bei Kindern k\u00f6nne Ebola \u00absehr rasch\u00bb zum Tode f\u00fchren, sagte damals Charit\u00e9-Arzt Leif Erik Sander, Direktor der Klinik f\u00fcr Infektiologie und Intensivmedizin.\u00a0<\/p>\n<p>Ende Juni war das Bundibugyo-Virus dann erstmals auch in Europa nachgewiesen worden. In Frankreich wurde ein aus dem Ostkongo zur\u00fcckgekehrter Arzt einer humanit\u00e4ren Organisation positiv getestet. Nach Angaben des franz\u00f6sischen Gesundheitsministeriums wurde der Mann unmittelbar nach seiner Ankunft isoliert. Anfang Juli wurde er nach negativen Tests und ohne Symptome aus dem Krankenhaus entlassen.<\/p>\n<p>Lage im Kongo dramatisch<\/p>\n<p>Im Kongo gibt es inzwischen 702 best\u00e4tigte Todesf\u00e4lle, 1.926 F\u00e4lle wurden bis Sonntag im Labor nachgewiesen. Nach Angaben der kongolesischen Regierung gelten 318 Patientinnen und Patienten als genesen. Aktuell werden 753 Menschen in Krankenh\u00e4usern oder Isolierstationen behandelt. Gesundheitsexperten zufolge stiegen die Fallzahlen bei keinem fr\u00fcheren Ebola-Ausbruch so schnell an wie bei der derzeitigen Epidemie.<\/p>\n<p>In den Jahren 2014 und 2015 waren bei der bisher schwersten Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Schon damals wurden drei Ebola-Kranke zur Behandlung nach Deutschland gebracht: Ein Mediziner aus Uganda wurde in Frankfurt behandelt, ein Mann aus dem Senegal in Hamburg; ein UN-Mitarbeiter, der in Leipzig behandelt wurde, \u00fcberlebte die Krankheit nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Knapp zwei Monate nach der Ankunft eines an Ebola erkrankten US-Amerikaners wird ein zweiter infizierter US-B\u00fcrger in Deutschland&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":41396,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[192,194,190,188,158,193,191,462,461,335,4371,189,4970,207,287,2850],"class_list":["post-41395","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-demokratische-republik-kongo","tag-dem-rep-kongo","tag-democratic-republic-of-the-congo","tag-demokratische-republik","tag-demokratische-republik-kongo","tag-deutschland","tag-dr-congo","tag-dr-kongo","tag-drc","tag-drk","tag-gesundheit","tag-hessen","tag-kongo","tag-krankheit","tag-uganda","tag-usa","tag-wissenschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116913419220407135","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41395"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41395\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}