{"id":41818,"date":"2026-07-15T21:42:11","date_gmt":"2026-07-15T21:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/41818\/"},"modified":"2026-07-15T21:42:11","modified_gmt":"2026-07-15T21:42:11","slug":"amazons-leo-kommt-noch-vor-starlink-nach-suedafrika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/41818\/","title":{"rendered":"Amazons Leo kommt noch vor Starlink nach S\u00fcdafrika"},"content":{"rendered":"<p>Amazon.com bringt seinen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Satellit\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Satelliten<\/a>-Internetdienst Leo kommendes Jahr nach S\u00fcdafrika, dem Heimatland Elon Musks. Starlink, der von Elon Musk gegr\u00fcndete Marktf\u00fchrer, ist in S\u00fcdafrika nach wie vor nicht willkommen. Denn der reichste Mann der Welt ist nicht dazu bereit, die rechtlichen Vorgaben seiner Heimat einzuhalten. Amazon hat damit kein Problem.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Der jahrzehntelange staatliche Rassismus S\u00fcdafrikas wirkt bis heute nach, besonders in wirtschaftlicher Hinsicht. Daher verlangt das Land von ausl\u00e4ndischen Unternehmen im IKT-Bereich, dass historisch benachteiligte Gruppen mindestens 30 Prozent der Anteile und Stimmrechte halten. Zu diesen Gruppen z\u00e4hlen in S\u00fcdafrika Schwarze sowie Personen indischer, chinesischer oder \u201egemischter\u201d Abstammung. Voraussetzung ist jeweils die s\u00fcdafrikanische Staatsb\u00fcrgerschaft. Zudem muss ein kleiner Prozentsatz des Nettogewinns in dienliche Projekte flie\u00dfen, zur H\u00e4lfte zur Unterst\u00fctzung einschl\u00e4giger Unternehmen aus der eigenen Lieferkette.<\/p>\n<p>Diese Voraussetzungen will Musk nicht erf\u00fcllen, weshalb er Starlink aus S\u00fcdafrika fernh\u00e4lt. \u00d6ffentlich beschwerte er sich \u00fcber \u201eRassismus\u201d. 2025 legte ihm die Regierung eine Rutsche: Seither gibt es f\u00fcr multinationale Organisationen wie SpaceX eine Alternative. Finanziert der ausl\u00e4ndische Konzern anerkannte Ma\u00dfnahmen gegen Analphabetismus oder f\u00fcr Berufsbildung, Kritische Infrastruktur, Forschung und Entwicklung in S\u00fcdafrika oder die Unterst\u00fctzung lokaler Tech-Startups, wird das auf den Aktienanteil angerechnet. Musk m\u00fcsste also gar keine Aktien nach S\u00fcdafrika verkaufen. Dennoch ist kein Markteintritt Starlinks in Sicht.<\/p>\n<p>Chance f\u00fcr Leo<\/p>\n<p>In diese L\u00fccke springt Amazon.com, indem es eine Partnerschaft mit einem s\u00fcdafrikanischen Internet Service Provider (ISP) eingeht. Er hei\u00dft Herotel und ist mit 350.000 Kunden <a href=\"https:\/\/www.aboutamazon.com\/news\/amazon-leo\/amazon-leo-south-africa-herotel-evry\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">den Angaben zufolge<\/a> der gr\u00f6\u00dfte Anbieter ortsgebundener Internetzug\u00e4nge des 63 Millionen Einwohner z\u00e4hlenden Landes. Die meisten S\u00fcdafrikaner nutzen Mobilfunk f\u00fcr Internetzugang, nur gut ein Sechstel hat einen klassischen Internetanschluss.<\/p>\n<p>Au\u00dferhalb der St\u00e4dte ist das Angebot besonders d\u00fcnn ges\u00e4t. Dort sind erdnahe Satelliten besonders attraktiv. Daher wird Herotel ab 2027 in S\u00fcdafrika Leo-Anschl\u00fcsse f\u00fcr Privathaushalte vermarkten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Amazons-Satelliteninternetdienst-Leo-soll-Mitte-des-Jahres-freigegeben-werden-11251199.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amazon steht kurz davor, seinen Satelliteninternetdienst Leo zu aktivieren<\/a>, zun\u00e4chst in Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Kanada und den USA. Aktuell hat Leo 390 Satelliten in einem erdnahen Orbit (LEO), laufend kommen neue hinzu. Ein <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Amazon-Leo-Satelliteninternetdienst-von-Amazon-geht-an-den-Start-11091242.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Testbetrieb mit ausgew\u00e4hlten Firmenkunden<\/a> l\u00e4uft seit Herbst.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Zweiter Partner f\u00fcr Mobilfunk<\/p>\n<p>Neben Herotel hat Amazon einen zweiten Partner f\u00fcr S\u00fcdafrika gefunden: Es handelt sich um das US-Unternehmen Vanu, gegr\u00fcndet von Vanu Bose, Sohn <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/HiFi-Pionier-Amar-Bose-ist-gestorben-1917022.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amar Bose<\/a>s, seines Zeichens Gr\u00fcnder der Beschallungsger\u00e4tefirma Bose. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Stromsparender-Mobilfunk-fuer-Afrika-1876442.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vanu installiert und betreibt kleine, solargetriebene Mobilfunkstationen in l\u00e4ndlichen Gebieten<\/a>, wo es weder Datenleitungen noch Stromnetz gibt. Mobilfunknetzbetreiber mieten sich ein, um ihre Netzabdeckung auszudehnen.<\/p>\n<p>Zur Anbindung der Mobilfunkstationen (\u201ebackhaul\u201d) war Vanu bislang auf Richtfunk angewiesen, der allerdings direkte Sichtverbindung erfordert. Kosteng\u00fcnstige Satellitenanbindung er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten, weshalb Vanu f\u00fcr die Anbindung der Mobilfunksender auch Leo einsetzen wird. Zun\u00e4chst in l\u00e4ndlichen Regionen S\u00fcdafrikas, sp\u00e4ter auch in anderen Teilen Afrikas und dar\u00fcber hinaus. \u201eUnser Traum ist, dass wir mit einem Lastwagen vorfahren und in zwei Tagen Leute versorgen, die nie Anbindung hatten\u201d, <a href=\"https:\/\/www.aboutamazon.com\/news\/amazon-leo\/amazon-leo-vanu-satellite-internet-connectivity-africa\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">sagte Vanus Entwicklungschef<\/a> Victor Lum im Februar, \u201eMit (Leo) wird das m\u00f6glich.\u201d Vanu Bose ist 2017 im Alter von nur 52 Jahren pl\u00f6tzlich verstorben.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@ct.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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