{"id":41974,"date":"2026-07-16T16:47:21","date_gmt":"2026-07-16T16:47:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/41974\/"},"modified":"2026-07-16T16:47:21","modified_gmt":"2026-07-16T16:47:21","slug":"merz-trifft-tebboune-gaslieferungen-und-wasserstoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/41974\/","title":{"rendered":"Merz trifft Tebboune: Gaslieferungen und Wasserstoff"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Wegen historisch niedriger F\u00fcllst\u00e4nde der Gasspeicher stand die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> im vergangenen Winter unter Druck. Im Fr\u00fchjahr betonte die zust\u00e4ndige Ministerin f\u00fcr Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche (CDU), in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: \u201eAuch wenn wir es gerne anders h\u00e4tten: wir brauchen weiterhin Gas.\u201c Um k\u00fcnftig auf Krisen besser vorbereitet zu sein, plant die Bundesregierung nun eine staatliche Gasreserve, die in einem Zeitraum von mehreren Jahren angelegt werden soll. Langfristige Liefervertr\u00e4ge unter anderem mit den <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/usa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a>, Kanada, Angola und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mexiko\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mexiko<\/a> sollen ebenfalls zur Versorgungssicherheit beitragen \u2013 und auch der Ausbau von Lieferbeziehungen zu <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/algerien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Algerien<\/a>.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor diesem Hintergrund hat Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/friedrich-merz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> (CDU) am Donnerstag den algerischen Pr\u00e4sidenten Abdelmadjid Tebboune im Kanzleramt in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/berlin\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> zum Vier-Augen-Gespr\u00e4ch empfangen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz sprach Merz von einer \u201eganzen Reihe von Vereinbarungen\u201c zwischen deutschen und algerischen Unternehmen, die anl\u00e4sslich des Besuchs unterzeichnet worden seien. Algerien verf\u00fcge \u00fcber bedeutende Rohstoffvorkommen, darunter Erdgas, Erd\u00f6l und auch seltene Erden, f\u00fcgte der Kanzler hinzu.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So habe das nordafrikanische Land in den vergangenen Jahren \u201eeinen sehr wichtigen Beitrag\u201c zur Energieversorgungssicherheit Europas geleistet. Algerien sei der zweitgr\u00f6\u00dfte Pipeline-Gaslieferant der Europ\u00e4ischen Union gewesen. Tebboune wies ebenfalls auf diese Rolle seines Landes hin und betonte: \u201eWir kommen unserer Lieferverpflichtung immer nach.\u201c Auch bei gr\u00fcnem Wasserstoff wollen Europa und Algerien k\u00fcnftig enger zusammenarbeiten. Merz verwies auf die Entwicklung eines s\u00fcdlichen Wasserstoffkorridors gemeinsam mit Italien. Der algerische Pr\u00e4sident sprach von \u201eLeuchtturmprojekten\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zuvor hatte <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundespraesident\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundespr\u00e4sident<\/a> <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/frank-walter-steinmeier\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frank-Walter Steinmeier<\/a> das Staatsoberhaupt mit milit\u00e4rischen Ehren in der Villa Borsig empfangen. Tebbounes Besuch in Berlin weckte daher auch Hoffnungen auf deutsche Hilfe f\u00fcr den in Algerien inhaftierten franz\u00f6sischen Journalisten Christophe Gleizes. Im November 2025 war der franz\u00f6sisch-algerische Schriftsteller Boualem Sansal auf Ersuchen von Bundespr\u00e4sident Steinmeier begnadigt worden. Tebboune wollte auf die Frage eines Journalisten dazu aber \u201eaus Respekt f\u00fcr das algerische Gerichtssystem\u201c nicht au\u00dferhalb Algeriens antworten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor dem Angriffskrieg auf die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> war Russland der wichtigste Gaslieferant. Aktuell bezieht Deutschland Pipeline-Gas insbesondere aus Norwegen und Fl\u00fcssiggas (LNG) im Wesentlichen aus den USA. Au\u00dferdem gibt es LNG-Vertr\u00e4ge mit Katar \u2013 wobei Lieferungen wegen des Iran-Kriegs und der Blockade der Stra\u00dfe von Hormus aktuell erschwert sind. Algerien ist weltweit einer der zehn gr\u00f6\u00dften Gasproduzenten und in Afrika der derzeit wichtigste.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Tebbounes Deutschlandbesuch wurde \u00fcberschattet von einem Brand in einem Kinderheim, bei dem in einem Vorort der Hauptstadt Algier mindestens elf Menschen ums Leben kamen, darunter mehrere Kinder. 19 weitere wurden verletzt. Das Land leidet derzeit unter einer Hitzewelle mit zahlreichen Waldbr\u00e4nden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wegen historisch niedriger F\u00fcllst\u00e4nde der Gasspeicher stand die Bundesregierung im vergangenen Winter unter Druck. 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