{"id":42031,"date":"2026-07-17T06:22:10","date_gmt":"2026-07-17T06:22:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/42031\/"},"modified":"2026-07-17T06:22:10","modified_gmt":"2026-07-17T06:22:10","slug":"forscher-untersuchen-skelette-prinzessinnen-im-alten-aegypten-griffen-wohl-selbst-zu-waffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/42031\/","title":{"rendered":"Forscher untersuchen Skelette: Prinzessinnen im alten \u00c4gypten griffen wohl selbst zu Waffen"},"content":{"rendered":"<p>Forscher untersuchen SkelettePrinzessinnen im alten \u00c4gypten griffen wohl selbst zu Waffen<\/p>\n<p>17.07.2026, 07:24 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(03:20 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Das-Bild-zeigt-einen-Dolch-der-altaegyptischen-Prinzessin-Ita-Sie-war-eine-Tochter-des-aegyptischen-.webp\" alt=\"Das-Bild-zeigt-einen-Dolch-der-altaegyptischen-Prinzessin-Ita-Sie-war-eine-Tochter-des-aegyptischen-Pharaos-Amenemhet-II-der-im-fruehen-2-Jahrtausend-v-Chr-ueber-Aegypten-herrschte-Sie-lebte-waehrend-des-Mittleren-Reiches-und-wurde-in-Dahschur-bestattet-Ihr-Grab-enthielt-neben-wertvollen-Beigaben-auch-Waffen-wie-einen-Bogen-Pfeile-und-den-Dolch-Ihre-Skelettreste-ermoeglichen-heute-Einblicke-in-das-koerperlich-aktive-Leben-einer-Angehoerigen-der-aegyptischen-Elite\"\/>Das Bild zeigt einen Dolch der alt\u00e4gyptischen Prinzessin Ita. Sie war eine Tochter des \u00e4gyptischen Pharaos Amenemhet II., der im fr\u00fchen 2. Jahrtausend v. Chr. \u00fcber \u00c4gypten herrschte. (Foto: picture alliance\/dpa\/\u00c4gyptisches Museum Kairo)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Lange gelten Waffen in Frauengr\u00e4bern des alten \u00c4gyptens als reine Statussymbole. Doch eine neue Untersuchung wiederentdeckter Mumien zeichnet ein anderes Bild. Die Knochen mehrerer K\u00f6nigst\u00f6chter deuten darauf hin, dass sie selbst mit Pfeil und Bogen umgingen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bogenschie\u00dfen und Jagd geh\u00f6rten im alten \u00c4gypten wom\u00f6glich auch f\u00fcr Frauen aus dem K\u00f6nigshaus zum Alltag. Darauf deutet eine Untersuchung von Skelettresten hin. Einige der Prinzessinnen, die mit Waffen bestattet wurden, h\u00e4tten diese offenbar tats\u00e4chlich benutzt, berichtet ein Forschungsteam im Fachjournal &#8222;<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.frontiersin.org\/journals\/environmental-archaeology\/articles\/10.3389\/fearc.2026.1844402\/full\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Frontiers in Environmental Archaeology<\/a>&#8222;. Darauf wiesen ausgepr\u00e4gte Muskel- und B\u00e4nderansatzstellen an Armen und Schultern hin, die auf wiederholte, k\u00f6rperlich fordernde Bewegungen hindeuteten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Ergebnisse seien wichtig f\u00fcr eine alte Debatte \u00fcber die Bedeutung von Waffen in Frauengr\u00e4bern. Solche Beigaben galten oft als symbolisch. Die neuen Befunde spr\u00e4chen daf\u00fcr, dass B\u00f6gen, Pfeile und andere Waffen zumindest bei einigen Prinzessinnen keine blo\u00dfen Statussymbole waren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Wissenschaftler um die \u00e4gyptische Arch\u00e4ologin Seinab Haschesch hatten sechs k\u00f6nigliche Mumien untersucht, die in den 1890er-Jahren in der Pyramidenanlage von Dahschur &#8211; einer Begr\u00e4bnisst\u00e4tte mit Pyramiden und Schachtgr\u00e4bern s\u00fcdlich der Hauptstadt Kairo &#8211; entdeckt worden waren. Sie seien jahrelang verschollen gewesen und erst 2020 im \u00c4gyptischen Museum wiederentdeckt worden. Darunter befanden sich vier T\u00f6chter des Pharaos Amenemhet II, die vor rund 4.000 Jahren lebten.\u00a0<\/p>\n<p>Bei allen Prinzessinnen fehlt der Sch\u00e4del<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Mitglieder der k\u00f6niglichen Familie, insbesondere die Frauen, bet\u00e4tigten sich aktiv bei anspruchsvollen und k\u00f6rperlich fordernden Aktivit\u00e4ten wie Bogenschie\u00dfen und Jagd&#8220;, ist Haschesch \u00fcberzeugt. Dies werde durch die Art und Weise gest\u00fctzt, wie sich ihre Knochen entwickelten, um starker Muskelbelastung standzuhalten. &#8222;Wir fanden eine deutliche Entwicklung der oberen Gliedma\u00dfen, die mit wiederholten, sehr intensiven Bewegungen zusammenh\u00e4ngt &#8211; etwa dem Spannen einer Bogensehne oder dem Stabilisieren einer Waffe&#8220;, erkl\u00e4rte Haschesch.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei Skelettresten der Prinzessin Nub Hotep sei besonders die Kr\u00fcmmung des zweiten Mittelhandknochens der rechten Hand auff\u00e4llig. In Verbindung mit den in ihrem Grab gefundenen Pfeilen sowie weiteren biomechanischen Merkmalen wird dies als Hinweis auf wiederholte Belastung interpretiert, wie sie beispielsweise beim regelm\u00e4\u00dfigen Bogenschie\u00dfen entstehen kann.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Knochen der Prinzessin Ita zeigten Spuren einer sehr starken und h\u00e4ufigen Nutzung bestimmter Muskeln und B\u00e4nder, besonders im Bereich der Schulter und der Unterarme. &#8222;Prinzessin Ita war eine junge Frau im Alter zwischen 28 und 34 Jahren&#8220;, so Haschesch. Ihre Muskelans\u00e4tze am Oberk\u00f6rper deuteten darauf hin, dass sie regelm\u00e4\u00dfig Waffen wie Streitkolben oder Dolche benutzte. Ihrem Grab wurde unter anderem ein Dolch beigelegt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei der Prinzessin Itaweret seien Verletzungen festgestellt worden. Sie \u00fcberlebte den Untersuchungen zufolge gebrochene Rippen und Fu\u00dffrakturen, die h\u00f6chstwahrscheinlich durch Unf\u00e4lle, St\u00fcrze oder harte Schl\u00e4ge verursacht wurden, m\u00f6glicherweise bei der Jagd oder milit\u00e4rischem Training.\u00a0Bei allen Prinzessinnen fehlt der Sch\u00e4del. Die Arch\u00e4ologen betonen, dass die Untersuchungen dadurch erschwert worden seien.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, jpe\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Forscher untersuchen SkelettePrinzessinnen im alten \u00c4gypten griffen wohl selbst zu Waffen 17.07.2026, 07:24 Uhr Artikel anh\u00f6ren(03:20 min) Das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":42032,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[7],"tags":[54,9797,848,55,15507],"class_list":["post-42031","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aegypten","tag-aegypten","tag-altertum","tag-bildung","tag-egypt","tag-fundsache"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116933882282801080","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42031","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42031"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42031\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42031"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42031"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42031"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}