{"id":42215,"date":"2026-07-18T12:51:08","date_gmt":"2026-07-18T12:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/42215\/"},"modified":"2026-07-18T12:51:08","modified_gmt":"2026-07-18T12:51:08","slug":"sambia-bischoefe-mit-friedensappell-vor-den-wahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/42215\/","title":{"rendered":"Sambia: Bisch\u00f6fe mit Friedensappell vor den Wahlen"},"content":{"rendered":"<p>Gewaltfreie, friedliche und respektvolle Wahlkampagnen und Wahlen. Dazu rufen zu den anstehenden Pr\u00e4sidentschafts- und Parlamentswahlen am 13. August die Katholischen Bisch\u00f6fe Sambias in einer Pastoralen Erkl\u00e4rung auf. An die Geschichte des Landes als \u201eFriedensnation\u201c erinnernd, betonen sie, dass \u201eFrieden ist nicht einfach die Abwesenheit von Konflikten [sei], sondern die Frucht von Gerechtigkeit, gegenseitigem Respekt und Solidarit\u00e4t unter den B\u00fcrgern\u201c. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-07\/sambia-bischof-george-landwirtschaft-politik-wahlen-armut.html\" title=\"Sambia: \u201eDen einfachen Leuten zuh\u00f6ren\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/Luglio\/12\/img-0966-1-mov-00-08-28-07-immagine001.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Sambia: \u201eDen einfachen Leuten zuh\u00f6ren\u201c\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Auf die N\u00f6te der Menschen h\u00f6ren, vor allem der \u00c4rmsten: das w\u00fcnscht sich der Bischof von Chipata von politischen Verantwortlichen in Sambia im Vorfeld der Wahlen am 13. August. &#8230;\n     <\/p>\n<p>Paul Samasumo &#8211; Vatikanstadt<\/p>\n<p>Zur Parlamentswahl am 13. August wurden von der Wahlkommission Sambias zw\u00f6lf Kandidaten, darunter der amtierende Pr\u00e4sident Hakainde Hilchilema, best\u00e4tigt. Seit seiner Unabh\u00e4ngigkeit 1964 hat das Land, als eines von wenigen afrikanischen L\u00e4ndern keinen B\u00fcrgerkrieg erlebt. Zwischen den politschen Parteien erfolgten stattdessen verschiedene friedvolle Machtwechsel. Daran erinnerten die Bisch\u00f6fe in ihrer pastoralen Erkl\u00e4rung: \u201eSambia hat seine Identit\u00e4t seit der Unabh\u00e4ngigkeit auf dem Frieden aufgebaut. Wir als Volk sind gesegnet, dass wir von B\u00fcrgerkriegen und dem massiven Blutvergie\u00dfen verschont geblieben sind, dass so viele unserer Nachbarl\u00e4nder gezeichnet hat. Dieser Frieden ist kein Zufall; er wurde Generation f\u00fcr Generation von gew\u00f6hnlichen Sambiern aufgebaut, die den Dialog der Konfrontation vorzogen, und er bleibt auch heute noch so fragil, dass er verloren gehen k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p>Zweideutigkeit kann Menschenleben kosten <\/p>\n<p>Auf den gegenseitigen Respekt und Solidarit\u00e4t unter den B\u00fcrgern hinweisend, verletze nach den Bisch\u00f6fen jeder Akt politscher Gewalt die W\u00fcrde des Menschen, schade dem Gemeinwohl und untergrabe das Vertrauen, auf dem eine demokratische Gesellschaft beruhe. Dementsprechend rufen die Bisch\u00f6fe Sambias ausdr\u00fccklich zu einem gewaltfreien Wahlkampf auf: \u201eWir m\u00f6chten in der Frage der Gewalt unmissverst\u00e4ndlich sein, denn Zweideutigkeit kann Menschenleben kosten. Kein politisches Amt, kein Wahlsieg und kein Anliegen \u2013 politischer oder anderer Art \u2013 kann jemals Aggression, Einsch\u00fcchterung oder Blutvergie\u00dfen rechtfertigen. Vergeltung als Reaktion auf Gewalt darf niemals eine Option sein. Politische Gewalt \u2013 ob im Affekt begangen oder im Voraus geplant \u2013 darf unter keinen Umst\u00e4nden, von niemandem und auf keiner Seite toleriert werden.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig richtet sich die Erkl\u00e4rung an diejenigen, die Gewalt finanzieren, als auch an politische Trolle in den sozialen Medien. Lediglich um Streit zu provozieren und um Hass zu sch\u00fcren w\u00fcrden diese aufhetzende Geschichten ver\u00f6ffentlichen: \u201eDieser Aufruf richtet sich nicht nur an diejenigen, die den Stein werfen oder zuschlagen. Wir appellieren auch an diejenigen, die aus der Distanz zu Gewalt anstiften, sie finanzieren oder entschuldigen \u2026 an alle, die soziale Medien nutzen, um Hass, erfundene Behauptungen oder Aufnahmen zu verbreiten, die eher provozieren als informieren sollen\u201c. Schweigen beziehungsweise eine stillschweigende Billigung von Gewalt der eigenen Anh\u00e4nger sei bereits selbst eine Form der Unterst\u00fctzung dieser Gewalt, so die Bisch\u00f6fe. Daher richten sie die Bitte an \u201ejeden F\u00fchrer jeder politischen Partei, dies den eigenen Reihen unmissverst\u00e4ndlich zu sagen, bevor ein solches Verhalten als blo\u00dfe Rhetorik abgetan wird\u201c.<\/p>\n<p>Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens <\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung, welche von den im aktiven Dienst stehenden Bisch\u00f6fen Sambias unterzeichnet wurde, richtet ebenso einen Appell an die Jugend Sambias, indem sie diese auffordert, nicht Werkzeug der Gewalt zu werden. In diesem Kontext schlie\u00dft die Erkl\u00e4rung mit dem ber\u00fchmten Gebet des heiligen Franziskus: \u201eHerr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens\u2026\u201c<\/p>\n<p>Aufruf zu friedlichen, freien, fairen und glaubw\u00fcrdigen Wahlen <\/p>\n<p>Hakainde Hichilema, Pr\u00e4sident der Republik Sambia, bef\u00fcrwortete an diesem Donnerstag die pastorale Erkl\u00e4rung, insbesondere die eindeutige Ablehnung und Verurteilung politischer Gewalt, Einsch\u00fcchterung und Hass. Der Kommunikationschef des Pr\u00e4sidenten, Clayson Hamasaka berichtete in einer Presseerkl\u00e4rung, die Erkl\u00e4rung der Bisch\u00f6fe stehe vollst\u00e4ndig im Einklang mit dem Aufruf des Staatsoberhaupts zu friedlichen, freien, fairen und glaubw\u00fcrdigen Wahlen.<\/p>\n<p>\u201eDer Pr\u00e4sident stimmt zu, dass Sambia niemals zu den dunklen Tagen politischer Gewalt, des Kaderwesens und der Angst zur\u00fcckkehren darf. Die Regierung bleibt fest entschlossen, den Frieden zu sch\u00fctzen und sicherzustellen, dass jeder wahlberechtigter Sambier frei Wahlkampf f\u00fchren und ohne Einsch\u00fcchterung w\u00e4hlen kann. Das Staatsoberhaupt ist zuversichtlich, dass die bevorstehenden Parlaments- und Pr\u00e4sidentschaftswahlen frei, fair, transparent und glaubw\u00fcrdig durchgef\u00fchrt werden\u201c. Infolgedessen w\u00fcrde der Pr\u00e4sident alle politischen Parteien, Kandidaten und deren Unterst\u00fctzer dazu aufrufen, \u201eGewalt in jeder Form abzulehnen, die Rechtsstaatlichkeit zu achten und einander w\u00e4hrend des gesamten Wahlprozesses mit W\u00fcrde und Respekt zu begegnen\u201c.<\/p>\n<p>(vatican news \u2013 sc)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gewaltfreie, friedliche und respektvolle Wahlkampagnen und Wahlen. Dazu rufen zu den anstehenden Pr\u00e4sidentschafts- und Parlamentswahlen am 13. 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