{"id":42245,"date":"2026-07-18T18:31:36","date_gmt":"2026-07-18T18:31:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/42245\/"},"modified":"2026-07-18T18:31:36","modified_gmt":"2026-07-18T18:31:36","slug":"kommt-es-auf-die-groesse-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/42245\/","title":{"rendered":"Kommt es auf die Gr\u00f6sse an?"},"content":{"rendered":"<p>Kommt es auf die Gr\u00f6sse an? | 18. Juli 2026<\/p>\n<p>Mehr Teams, mehr M\u00e4rchen, mehr Chaos? Warum die XXL-WM viele Chancen f\u00fcr kleine Nationen bietet \u2013 und doch an ihrer eigenen Gr\u00f6sse zu scheitern droht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201ndjh\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/gosimg10CD02c001d5808080b300001201ndjh.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00PB0f000a008080800000001201ndjh.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"48 Mannschaften, 104 Spiele \u2013 so gross wie 2026 war die Fussball-Weltmeisterschaft in der Geschichte bisher noch nie. Wird sie vielleicht bald noch gr\u00f6sser?\"\/><\/p>\n<p>48 Mannschaften, 104 Spiele \u2013 so gross wie 2026 war die Fussball-Weltmeisterschaft in der Geschichte bisher noch nie. Wird sie vielleicht bald noch gr\u00f6sser?<\/p>\n<p class=\"pg\">Gianni Infantino denkt mal wieder gr\u00f6sser. Kurz vor dem Ende der XXL-WM mit 48 Teams und 104 Spielen hat der Pr\u00e4sident des Fussball-Weltverbands FIFA der n\u00e4chsten Erweiterung auf 64 Mannschaften die T\u00fcr ge\u00f6ffnet. Prompt melden sich zahlreiche Kritiker des vom s\u00fcdamerikanischen Verband CONMEBOL eingereichten Vorschlags zu Wort. Dabei gibt es durchaus positive Aspekte.<\/p>\n<p>Das spricht f\u00fcr eine Aufstockung<\/p>\n<p class=\"pg\">Mehr Teilhabe: Italien w\u00e4re dabei! Na gut, Spass beiseite. Der vierfache Weltmeister w\u00fcrde wohl auch hier einen Weg finden, die Qualifikation zu vermasseln. Aber das nur am Rande. Denn das ideologische Kernargument ist identisch mit der 48er-WM. Eine erneute Aufstockung erm\u00f6glicht eine wahre globale Teilhabe. So k\u00f6nnte Ozeanien zwei statt einen Startplatz erhalten, Afrika 13 (statt 9) und Asien 12 (statt 8).<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00abWenn man kleineren Nationen nicht die Chance gibt, an einer WM teilzunehmen, dann nimmt man ihnen den Antrieb, sich zu verbessern\u00bb, ist die Argumentation von Infantino. Und der afrikanische Erfolg der aktuellen WM best\u00e4tigt ihn gewissermassen. Neun Teilnehmer erreichten die K.o.-Phase, fast doppelt so viele wie bei der bisherigen Bestmarke.<\/p>\n<p class=\"pg\">Mehr Fussball-M\u00e4rchen: Betrachtet man die laufende WM, war der bef\u00fcrchtete Qualit\u00e4tsverlust nicht in dem Ausmass sp\u00fcrbar wie im Vorfeld bef\u00fcrchtet. Es gab Ausreisser wie das 1:7 von Cura\u00e7ao gegen Deutschland, aber auch Fussball-M\u00e4rchen wie das Weiterkommen von Kap Verde. Selbst ein Spiel wie DR Kongo gegen Usbekistan bot letztlich beste Unterhaltung mit spektakul\u00e4ren Toren.<\/p>\n<p class=\"pg\">Mehr Entlastung?: Eine WM mit 64 Mannschaften w\u00fcrde 128 Spiele bedeuten. Das ist viel, kann aber an anderer Stelle zur Entlastung f\u00fchren. Mehr direkte Qualifikationspl\u00e4tze k\u00f6nnten es Konf\u00f6derationen erlauben, die Anzahl der Spiele zu senken \u2013 und damit ein Gegengewicht zum \u00dcberlastungs-Argument schaffen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Keine Rechenspiele: Ausgerechnet die Aufstockung w\u00fcrde ein grosses Manko der aktuellen WM l\u00f6sen. Da acht der zw\u00f6lf besten Gruppendritten weiterkamen, waren Duelle wie zwischen Australien und Paraguay die real gewordene Bef\u00fcrchtung. Beiden gen\u00fcgte am letzten Spieltag ein Unentschieden zum Weiterkommen. Wenig \u00fcberraschend, dass sich die Teams beim 0:0 kein Bein ausrissen. Ausserdem w\u00fcrden komplizierte Rechenspiele erspart bleiben, Teams w\u00fcrden ihre Gegner fr\u00fcher kennen und h\u00e4tten mehr Zeit zur Vorbereitung.<\/p>\n<p class=\"pg\">Mehr Geld?: Hinzu kommt die schlichte Umsatzlogik. Mehr Spiele f\u00fchren zu mehr TV-Pr\u00e4senz, was sich wiederum auf der Einnahmenseite auswirken sollte. Nicht durch TV-Gelder allein, auch durch andere kommerzielle Erl\u00f6se.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201ndji\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/gosimg10CC02c001d5808080b300001201ndji.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00BE057803a58080800000001201ndji.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Noch mehr Spiele, noch mehr Stadien, noch mehr Fussball? Die Frage sei erlaubt: Will die Welt das?\"\/><\/p>\n<p>Noch mehr Spiele, noch mehr Stadien, noch mehr Fussball? Die Frage sei erlaubt: Will die Welt das?<\/p>\n<p>Und das dagegen \u2026<\/p>\n<p class=\"pg\">Spielplan-Wahnsinn: Eine Erweiterung auf 64 Teams w\u00fcrde zu einem Mammut-Spielplan in der Gruppenphase f\u00fchren und Anstosszeiten verlangen, die einen in akuten Schlafmangel treiben w\u00fcrden. Zur Erinnerung: Die WM 2030 findet im Kern zwar in Spanien, Portugal und Marokko statt, hinzu kommen 100 Jahre nach der ersten WM aber Spiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay.<\/p>\n<p class=\"pg\">Da der Zeitraum nicht \u00fcber die f\u00fcnf Wochen hinaus ausgedehnt werden soll, reden wir dann im schlimmsten Fall von f\u00fcnf bis sechs Gruppenspielen pro Tag. Durch die Zeitzonen w\u00e4re es eine \u00e4usserst knifflige Aufgabe, jedem Spiel ein eigenes Zeitfenster zu geben.<\/p>\n<p class=\"pg\">Quali-Chaos: Die Teilnehmerzahl w\u00fcrde sich binnen acht Jahren verdoppeln. Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa, Pr\u00e4sident der asiatischen Konf\u00f6deration, sagte: \u00abWo w\u00fcrden wir dann enden? Es w\u00fcrde zum Chaos werden.\u00bb Ghanas Ex-Trainer Carlos Queiroz merkte an, dass bei der Qualifikation das \u00abGef\u00fchl einer echten Leistung\u00bb erhalten bleiben m\u00fcsse. Zudem besteht die Gefahr, dass sich die Qualifikationsspiele schlechter vermarkten liessen, da ein hoher Grad an Spannung verloren ginge.<\/p>\n<p class=\"pg\">Gastgeber-Not: Ein richtig grosses Problem bek\u00e4me man bei der Infrastruktur. F\u00fcr 128 Spiele w\u00e4ren 20 bis 22 Stadien n\u00f6tig. Zum Vergleich: An dieser WM waren es 16 Stadien, und diese fand bereits in drei L\u00e4ndern statt. Es w\u00e4re k\u00fcnftig nahezu unm\u00f6glich, eine WM in nur einem Land auszurichten.<\/p>\n<p class=\"pg\">Ausserdem sind die Planungen f\u00fcr die kommende WM auf 48 Mannschaften ausgelegt. Weniger als vier Jahre vor dem ersten Anpfiff m\u00fcssten die Planungen bei einer Erweiterung massiv ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p class=\"pg\">Offene Finanz-Fragen: Zudem gibt es laut Medienberichten bisher keine Belege daf\u00fcr, dass zus\u00e4tzliche 16 Teilnehmer signifikantes finanzielles Wachstum br\u00e4chten. Auch die H\u00f6he der Zusatzkosten der Infrastruktur wurde bisher nicht berechnet. Dem Vernehmen nach gibt es Bef\u00fcrchtungen, eine derartige Erweiterung w\u00fcrde die WM zu sehr besch\u00e4digen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kommt es auf die Gr\u00f6sse an? | 18. Juli 2026 Mehr Teams, mehr M\u00e4rchen, mehr Chaos? 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