{"id":43065,"date":"2026-07-23T16:28:19","date_gmt":"2026-07-23T16:28:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43065\/"},"modified":"2026-07-23T16:28:19","modified_gmt":"2026-07-23T16:28:19","slug":"aussenminister-wadephul-kritisiert-ausschluss-suedafrikas-von-g20-gipfel-durch-trump-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43065\/","title":{"rendered":"Au\u00dfenminister: Wadephul kritisiert Ausschluss S\u00fcdafrikas von G20-Gipfel durch Trump"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hat <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/donald-trump-g20-gipfel-usa-suedafrika-keine-einladung\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">die Ank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/a> kritisiert, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-11\/suedafrika-usa-streit-ausladung-g20-gipfel-gxe\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">S\u00fcdafrika nicht zum G20-Gipfel im Dezember in Florida einzuladen<\/a>. \u00bb<a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/suedafrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00fcdafrika<\/a> auszuschlie\u00dfen bedeutet, eine wichtige afrikanische Stimme sowie eine regionale wirtschaftliche und politische F\u00fchrungsmacht ins Abseits zu dr\u00e4ngen\u00ab, sagte Wadephul in einer Rede an der Universit\u00e4t Witwatersrand im s\u00fcdafrikanischen Johannesburg. Dies k\u00f6nne in niemandes Interesse sein.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00bbGerade in Zeiten wachsender globaler wirtschaftlicher Unsicherheit brauchen wir mehr Zusammenarbeit, nicht weniger\u00ab, sagte Wadephul. Der erfolgreiche <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/g20-gipfel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">G20-Gipfel<\/a> Ende des vergangenen Jahres in Johannesburg habe gezeigt, dass S\u00fcdafrika ein unverzichtbares G20-Mitglied sei.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Trump wirft S\u00fcdafrika vor, einen Genozid an wei\u00dfen Bauern zu begehen. Fachleute und S\u00fcdafrikas Regierung widersprechen der Darstellung eines angeblichen V\u00f6lkermords entschieden. Den G20-Gipfel in Johannesburg hatten die USA boykottiert.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">S\u00fcdafrika ist Gr\u00fcndungsmitglied der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/g20\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">G20<\/a>. Die Runde f\u00fchrender Industrie-<br \/>\nund Schwellenl\u00e4nder gilt als eines der wichtigsten multilateralen<br \/>\npolitischen Formate.\n<\/p>\n<p>            Wadephul unterst\u00fctzt UN-Reformpl\u00e4ne S\u00fcdafrikas            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In seiner Rede sprach <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/johann-wadephul\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wadephul<\/a> von einer Krise der internationalen Zusammenarbeit, die sich besonders deutlich bei den Vereinten Nationen zeige. Diese k\u00f6nnten ihr Potenzial nicht mehr aussch\u00f6pfen, da ihre Grundlagen zunehmend infrage gestellt w\u00fcrden. Zugleich h\u00e4tten viele L\u00e4nder das Gef\u00fchl, nicht angemessen vertreten zu sein \u2013  zu Recht, sagte der Minister. Dies gelte insbesondere f\u00fcr den Sicherheitsrat. Es k\u00f6nne keine repr\u00e4sentativen Vereinten Nationen ohne eine st\u00e4ndige Vertretung Afrikas im m\u00e4chtigsten UN-Gremium geben.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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F\u00fcnf von ihnen sind st\u00e4ndige Mitglieder mit Vetorecht: die USA, China, Russland, Gro\u00dfbritannien und Frankreich.\n<\/p>\n<p>        Der UN-Sicherheitsrat<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Sicherheitsrat ist eines von insgesamt sechs Hauptorganen der Vereinten Nationen und ihr m\u00e4chtigstes Gremium. Laut <a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2022\/10\/charta.pdf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der UN-Charta<\/a> ist seine zentrale Aufgabe \u00bbdie Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit\u00ab. Der Rat entscheidet \u00fcber Friedensmissionen und kann verbindliche Resolutionen erlassen, Sanktionen verh\u00e4ngen sowie milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen autorisieren. Vom Sicherheitsrat getroffene Entscheidungen sind f\u00fcr alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bindend. Er tagt regelm\u00e4\u00dfig in New York und kann in dringenden F\u00e4llen kurzfristig zusammentreten.\n<\/p>\n<p>        Wie der Sicherheitsrat aufgebaut ist<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der UN-Sicherheitsrat setzt sich aus f\u00fcnf st\u00e4ndigen und zehn nichtst\u00e4ndigen Mitgliedern zusammen. Die nichtst\u00e4ndigen Mitglieder werden f\u00fcr jeweils zwei Jahre in den Sicherheitsrat gew\u00e4hlt. St\u00e4ndige Mitglieder sind f\u00fcnf Atomm\u00e4chte und Siegerm\u00e4chte des Zweiten Weltkriegs: die USA, Russland, China, das Vereinigte K\u00f6nigreich und Frankreich. Sie haben besondere Rechte; so kann jeder einzelne der f\u00fcnf Staaten mit einem Veto Beschl\u00fcsse des Sicherheitsrats blockieren.\n<\/p>\n<p>        Reformbedarf bei den Vereinten Nationen<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kritiker fordern umfassende Reformen des Sicherheitsrats. Besonders das Vetorecht der st\u00e4ndigen Mitglieder steht in der Kritik, da die f\u00fcnf Staaten so ihre eigenen pers\u00f6nlichen Interessen \u00fcber die Friedensbem\u00fchungen der UN stellen k\u00f6nnen. In der Vergangenheit blockierten beispielsweise die USA Resolutionen gegen Israel, China Resolutionen zu Konflikten im Sudan und Myanmar oder Russland Resolutionen gegen Syrien unter Ex-Diktator Baschar al-Assad. Zudem verhinderte Russland Resolutionen gegen sich selbst im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine. Durch die Blockaden der st\u00e4ndigen Mitgliedsstaaten gilt der Sicherheitsrat in zentralen Konflikten als handlungsunf\u00e4hig.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch die Zusammensetzung des Sicherheitsrats steht in der Kritik. Sie spiegelt \u00fcberkommene Machtverh\u00e4ltnisse von vor \u00fcber 80 Jahren wider \u2013 der Zeit seiner Entstehung. W\u00e4hrend mit Frankreich und dem Vereinigten K\u00f6nigreich zwei europ\u00e4ische Staaten st\u00e4ndige Mitglieder sind, haben etwa Lateinamerika oder Afrika keine st\u00e4ndigen Vertreter im Sicherheitsrat. Da die Vereinten Nationen deutlich gewachsen sind, fordern viele Mitgliedsstaaten eine Vergr\u00f6\u00dferung des Sicherheitsrats, um unterschiedliche Perspektiven einzubringen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Afrikanische Union fordert bereits seit 2005 zwei st\u00e4ndige Sitze im Sicherheitsrat. Auch der deutsche Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) setzt sich f\u00fcr \u00bbdurchgreifende Reformen\u00ab des Rats ein. Ihm zufolge sollte der Rat die Welt des 21. Jahrhunderts abbilden und nicht die der unmittelbaren Nachkriegszeit 1945. Deshalb wolle sich Deutschland daf\u00fcr einsetzen, \u00bbdass insbesondere der Globale S\u00fcden dort eine sehr viel st\u00e4rkere Rolle bekommt\u00ab.\n<\/p>\n<p>            Viert\u00e4gige Reise nach Mauretanien, Nigeria und S\u00fcdafrika            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">S\u00fcdafrika ist die letzte Station einer <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/aussenpolitik\/afrika\/2779122-2779122\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">viert\u00e4gigen Afrikareise des deutschen Au\u00dfenministers<\/a>. Zuvor war er in Mauretanien und Nigeria. In einem Interview mit dem ZDF-Morgenmagazin rief Wadephul Deutschland und Europa am Donnerstagmorgen zu einer aktiveren Afrikapolitik auf \u2013 speziell vor dem Hintergrund der starken Pr\u00e4senz Chinas auf dem Kontinent.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wadephul verwies auf Rohstoffe, wirtschaftliche M\u00f6glichkeiten und Arbeitskr\u00e4ftepotenzial in Afrika. Zugleich nannte er Migration, islamistische Gewalt und den Klimawandel als Herausforderungen. \u00bbWir Europ\u00e4er m\u00fcssen aktiver sein, wir m\u00fcssen auf diesen Kontinent zugehen\u00ab, sagte der Minister.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            S\u00fcdafrika        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-07\/xenophobe-proteste-suedafrika-migration-dudula-5vor8\" data-ct-label=\"Xenophobe Proteste in S\u00fcdafrika: Schlapph\u00fcte in Landesfarben\" data-uuid=\"d35e6a30-4438-4294-a7f4-6bfd84d777e0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Xenophobe Proteste in S\u00fcdafrika:<br \/>\n                        Schlapph\u00fcte in Landesfarben<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-06\/suedafrika-proteste-xenophobie-johannesburg-migranten\" data-ct-label=\"Proteste in S\u00fcdafrika: \u00bbSie haben angek\u00fcndigt, von T\u00fcr zu T\u00fcr zu gehen\u00ab \" data-uuid=\"2a66de84-3ef4-4f97-8a25-e5215c61d8fd\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Proteste in S\u00fcdafrika:<br \/>\n                        \u00bbSie haben angek\u00fcndigt, von T\u00fcr zu T\u00fcr zu gehen\u00ab <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-06\/suedafrika-buergerbewegung-migration-gewalt\" data-ct-label=\"S\u00fcdafrika: Z\u00fcndeln im Land des Regenbogens\" data-uuid=\"e8310b68-f066-478c-b80c-4d01f4a0a496\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    S\u00fcdafrika:<br \/>\n                        Z\u00fcndeln im Land des Regenbogens<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Ank\u00fcndigung von US-Pr\u00e4sident Donald Trump kritisiert, S\u00fcdafrika nicht zum G20-Gipfel im Dezember&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":42999,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[5784,6302,3047,3446,1637,283,44,43,485,287],"class_list":["post-43065","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-suedafrika","tag-aussenminister","tag-florida","tag-g20","tag-g20-gipfel","tag-johann-wadephul","tag-politik","tag-south-africa","tag-suedafrika","tag-un","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116970238930037163","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43065"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43065\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42999"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}