{"id":43195,"date":"2026-07-24T17:00:07","date_gmt":"2026-07-24T17:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43195\/"},"modified":"2026-07-24T17:00:07","modified_gmt":"2026-07-24T17:00:07","slug":"angola-verurteilt-russen-wegen-spionage-und-terrorismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43195\/","title":{"rendered":"Angola verurteilt Russen wegen Spionage und Terrorismus"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            24\/07\/2026 &#8211; 7:25 MESZ\n            <\/p>\n<p>Das Gericht in Luanda hat an diesem Mittwoch Lev Lakshtanov und Igor Ratchin wegen Terrorismus und Spionage zu acht und elf Jahren Haft verurteilt.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die beiden russischen Staatsb\u00fcrger sitzen seit August 2025 zusammen mit zwei angolanischen Mitangeklagten in Angola in Haft. Anlass war der viel beachtete Taxifahrerprotest, der im Juli des Vorjahres in Luanda gegen h\u00f6here Treibstoffpreise und steigende Tarife im \u00f6ffentlichen Verkehr ausbrach. Bei den Protesten kamen mindestens 22 Menschen ums Leben, 197 wurden verletzt und mehr als 1.200 Personen landesweit festgenommen.<\/p>\n<p>Die Ausschreitungen vom 28. bis 30. Juli 2025 breiteten sich auf mehrere Regionen des Landes aus. Randalierer besch\u00e4digten Fahrzeuge von Beh\u00f6rden, aber auch von Privatpersonen.<\/p>\n<p>Auch Bankfilialen, Gesch\u00e4fte und Superm\u00e4rkte wurden gepl\u00fcndert. Zudem kam es zu Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen vor allem jungen Demonstrierenden und Polizeikr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Die vier Beschuldigten wurden festgenommen und unter anderem der \u00f6ffentlichen Aufwiegelung zu Straftaten, der Spionage, der Organisation und Finanzierung von Terrorismus sowie der aktiven Bestechung von Beamten beschuldigt.<\/p>\n<p>Staatsanw\u00e4lte in Angola warfen den beiden Russen vor, Aktivit\u00e4ten zur Destabilisierung des Landes geplant zu haben. Sie sollen einen Staatsstreich vorbereitet und versucht haben, die Kontrolle \u00fcber die nationalen Wirtschaftsressourcen zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/www.rtp.pt\/noticias\/mundo\/russos-e-angolanos-acusados-de-terrorismo-em-angola-vao-a-julgamento%5Fn1710370\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Januar 2026 (Quelle auf Portugiesisch)<\/a> wiesen Lev Lakshtanov und Igor Ratchin jede Verbindung zu Terrororganisationen zur\u00fcck. In ihrer Aussage erkl\u00e4rten sie, sie seien f\u00fcr kulturelle und gesch\u00e4ftliche Aktivit\u00e4ten im Land gewesen. Die Ermittler des Nationalen Departements f\u00fcr Ermittlungen und Strafverfolgung (DNIAP) teilten dem Gericht jedoch mit, die beiden h\u00e4tten sich mit Politikern der Regierungspartei und der Opposition getroffen und f\u00fcgten hinzu, die Russen h\u00e4tten beabsichtigt, der Oppositionspartei UNITA mit Blick auf die allgemeinen Wahlen 2027 finanzielle Unterst\u00fctzung zu leisten.<\/p>\n<p>Die vom DNIAP gef\u00fchrten Ermittlungen, die die russischen Angeklagten als inkompetent bezeichneten, kamen au\u00dferdem zu dem Schluss, dass sie mit Africa Politology verbunden seien. Dabei handle es sich um ein \u201eobskures russisches Netzwerk, das Berater und Akteure von Einflussoperationen, Lobbyisten und Anw\u00e4lte sowie L\u00e4nderexperten vereint, die politische Beratung im Dienst russischer Einflussnahme anbieten\u201c, meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Bericht der Gruppe \u201eAll Eyes on Wagner\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr die beteiligten Angolaner f\u00e4llte das Gericht unterschiedliche Urteile: Der Sportjournalist Amor Carlos Tom\u00e9 erhielt eine auf zwei Jahre zur Bew\u00e4hrung ausgesetzte Haftstrafe, w\u00e4hrend Francisco Oliveira, Generalsekret\u00e4r der Jugendorganisation der wichtigsten Oppositionspartei UNITA, freigesprochen wurde.<\/p>\n<p>In einer Mitteilung erkl\u00e4rte der Verteidiger der angolanischen Angeklagten, er habe Freispruch f\u00fcr alle seine Mandanten beantragt, doch nur einer der Beschuldigten sei vollst\u00e4ndig freigesprochen worden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der <a href=\"https:\/\/www.novojornal.co.ao\/sociedade\/detalhe\/caso-russos-tribunal-condena-dupla-russa-a-penas-entre-8-e-11-anos-de-prisao-amor-tome-recebe-dois-anos-com-pena-suspensa-e-buka-tanda-e-absolvido-73419.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">angolanischen Presse (Quelle auf Portugiesisch)<\/a> wollen auch die beiden Russen gegen das Urteil in Berufung gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 24\/07\/2026 &#8211; 7:25 MESZ Das Gericht in Luanda hat an diesem Mittwoch Lev Lakshtanov und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":43196,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[162,744,381,11452],"class_list":["post-43195","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-angola","tag-angola","tag-gericht","tag-russland","tag-spionage"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116976027359798354","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43195","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43195"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43195\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43196"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43195"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43195"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}