{"id":43421,"date":"2026-07-27T09:12:49","date_gmt":"2026-07-27T09:12:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43421\/"},"modified":"2026-07-27T09:12:49","modified_gmt":"2026-07-27T09:12:49","slug":"ebola-ausbruch-in-der-demokratischen-republik-kongo-wie-geht-es-weiter-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43421\/","title":{"rendered":"Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo: Wie geht es weiter? &#8211; Gesundheit"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Am Vortag, sagt Sylvain Timasina am Telefon, habe es wieder drei Tote gegeben in seiner Familie. Seine Tante, 62 Jahre alt, seine Cousine, 32, sein Cousin, 46, alle an einem einzigen Tag. Insgesamt seien damit schon 20 seiner engen Verwandten an <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ebola\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ebola<\/a> gestorben, seit die Erkrankung im Osten der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen ist. Wieder ausgebrochen, muss man sagen, der letzte gro\u00dfe Ausbruch im Land ist ja erst ein paar Jahre her. \u201eIch bin einfach nur traumatisiert\u201c, sagt Timasina.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/a057fb17-176a-4162-9482-59ec6fc68e9c.jpg\"   alt=\"Sylvain Timasina arbeitet als Fahrer, das bedeutet: viele Kontakte. Zurzeit ein gef\u00e4hrlicher Beruf.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Sylvain Timasina arbeitet als Fahrer, das bedeutet: viele Kontakte. Zurzeit ein gef\u00e4hrlicher Beruf. Sylvain Timasina<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Man erreicht den 44-J\u00e4hrigen in Bunia, der h\u00fcbschen und sehr h\u00fcgeligen Hauptstadt der kongolesischen Provinz Ituri, die mit ihrem Umland das Epizentrum des j\u00fcngsten Ebola-Ausbruchs bildet. 120 Menschen starben hier bisher <a href=\"https:\/\/inrb-umie.github.io\/BDBV2026-Epidemic_Dashboard\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">nach den offiziellen Statistiken<\/a>, mehr als 320 F\u00e4lle sind best\u00e4tigt. Um sich nicht ebenfalls anzustecken, haben Timasinas Frau und seine sechs Kinder seit Wochen das Haus nicht verlassen. Mit anderen Kindern spielen ist verboten, die Schule ist ohnehin geschlossen. Nur Timasina selbst hat keine Wahl, er muss vor die T\u00fcr gehen, um zu arbeiten und einzukaufen. \u201eIch habe schreckliche Angst\u201c, sagt er.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im Kongo wurden insgesamt mehr als 1400 Ebola-F\u00e4lle verzeichnet, etwa 440 Menschen starben. Viel mehr also als im Nachbarland Uganda, wo 20 Infektionen und zwei Tote registriert wurden. Diese Unterschiede machen deutlich: So gef\u00fcrchtet, so t\u00f6dlich das Ebola-Virus sein kann, es ist nicht so sehr der Erreger selbst, der die Eind\u00e4mmung erschwert. Es sind die sehr speziellen Gegebenheiten im Ostkongo: die meist ungeteerten Stra\u00dfen, die schwache medizinische Infrastruktur, die durch die K\u00fcrzungen bei der US-Entwicklungsbeh\u00f6rde USAID noch weiter geschw\u00e4cht wurde, die infolge diverser regionaler und lokaler Konflikte seit Jahrzehnten prek\u00e4re Sicherheitslage.<\/p>\n<p>\u201eSo wie es aussieht, verbreitete sich das Virus schon einige Monate im Kongo, bevor etwas dagegen unternommen wurde.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Diese Gegebenheiten sind auch daf\u00fcr verantwortlich, dass der Ausbruch erst bemerkt wurde, als er l\u00e4ngst au\u00dfer Kontrolle war, wie Maximilian Gertler sagt, Mediziner und Epidemiologe f\u00fcr \u00c4rzte ohne Grenzen. Wann und wo der Ausbruch begann, ist noch unklar. Doch selbst das wenige, das bisher rekonstruiert und vor Kurzem im <a href=\"https:\/\/www.nejm.org\/doi\/pdf\/10.1056\/NEJMra2607216\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">New England Journal of Medicine<\/a> dokumentiert wurde,\u00a0offenbart, wie lange es gedauert hat. Demnach registrierten die kongolesischen Beh\u00f6rden ab dem 24. April in Bunia erste Menschen, die die typischen Symptome zeigten: Fieber, Erbrechen, Blutungen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Eine Woche sp\u00e4ter wurden erstmals Proben auf Ebola getestet \u2013 im einzigen Labor, das es in der 100 000-Einwohnerstadt gab. Das Ergebnis: negativ. Man wusste damals noch nicht, dass hier ein seltener Ebola-Stamm im Umlauf war, auf den die simpleren Tests dieses Labors nicht anschlugen. So vergingen weitere elf Tage, in denen immer mehr F\u00e4lle bekannt wurden, die alle denselben Verdacht n\u00e4hrten: Und wenn es doch Ebola ist?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Schlie\u00dflich wurden weitere Proben genommen und zur gr\u00fcndlicheren Untersuchung in die Hauptstadt Kinshasa gebracht. Dann erst, drei Wochen nachdem der erste Verdachtsfall beobachtet wurde, stand fest: Hier im Nordosten des Kongos grassiert das Bundibugyo-Virus, ein Stamm des Ebola-Erregers, gegen den es weder einen Impfstoff noch ein spezifisches Medikament gibt. Drei Tage sp\u00e4ter, am 17. Mai, rief die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/WHO\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">WHO<\/a> den internationalen Gesundheitsnotstand aus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Doch sehr wahrscheinlich muss man viel weiter zur\u00fcckgehen als bis Ende April, um zum Anfang des Ausbruchs zu gelangen. \u201eSo wie es aussieht, verbreitete sich das Virus schon einige Monate im Kongo, bevor etwas dagegen unternommen wurde\u201c, sagt Nahid Bhadelia, Expertin f\u00fcr Infektionskrankheiten an der Boston University.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.cdc.gov\/mmwr\/volumes\/75\/wr\/mm7522e1.htm?s_cid=OS_mm7522e1_w\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Eine Modellierung der US-Seuchenbeh\u00f6rde CDC<\/a>\u00a0geht davon aus, dass das Virus im Februar von einem Tier auf einen Menschen \u00fcbersprang.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Bunia selbst kursiert eine Chronologie der Ereignisse, von der Sylvain Timasina berichtet und <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/africa\/cracked-coffin-funeral-hunt-ebolas-patient-zero-2026-06-11\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">die auch von Reportern der Nachrichtenagentur Reuters rekonstruiert wurde<\/a>:\u00a0Der \u201ePatient null\u201c w\u00e4re demnach ein Pastor, der Anfang Februar in Bunia an Ebola starb, ohne dass die Krankheit erkannt worden w\u00e4re. In einem Auto, begleitet von Verwandten, wurde die Leiche des Mannes zur Beerdigung in dessen Heimatstadt Mongbwalu gebracht, wie es im Kongo \u00fcblich ist. Dort wurde er in einen anderen Sarg umgebettet. Zahlreiche Menschen sollen dabei in direkten Kontakt mit der hoch ansteckenden Leiche gekommen sein, was sich wom\u00f6glich bei der Beerdigung noch einmal wiederholte.\u00a0In den zwei Wochen danach starben nach Angaben des B\u00fcrgermeisters fast 50 Menschen in der Stadt mit Symptomen, wie sie auch bei Ebola auftreten.<\/p>\n<p>\u201eWenn jemand krank wird, kommen immer 20 oder 30 Leute zu Besuch.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mongbwalu ist eine Goldgr\u00e4berstadt, die viele Arbeiter aus der ganzen Region anlockt. Was wiederum bedeutet: Als sich hier die Zahl der Todesf\u00e4lle h\u00e4ufte, wurden viele Leichen nicht in Mongbwalu beigesetzt, sondern zur Beerdigung in die jeweiligen Heimatst\u00e4dte der Verstorbenen gebracht. Nach Bunia oder noch weiter nach S\u00fcden, nach Beni und Butembo in der Provinz Nord-Kivu. Und das Virus reiste mit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Den ersten Toten in seiner Familie, sagt Sylvain Timasina, habe es am 11. Mai gegeben, ein Cousin. Er sei im Krankenhaus gestorben, doch zuvor habe er zu Hause im Bett gelegen, erst mit Kopfschmerzen, dann auch mit Husten und Fieber und schlie\u00dflich mit schwarzem Durchfall. Seine Mutter und seine Schwester h\u00e4tten den Cousin gepflegt, andere Verwandte seien ans Krankenbett gekommen, um ihm schnelle Genesung zu w\u00fcnschen. \u201eWir Kongolesen haben einen engen Zusammenhalt in der Familie\u201c, sagt Timasina. \u201eWenn jemand krank wird, kommen immer 20 oder 30 Leute zu Besuch.\u201c Die Mutter, die Schwester und andere Verwandte seien in den Wochen danach ebenfalls an Ebola gestorben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Inzwischen sei es in seinem Umfeld so, sagt Timasina: Wenn Menschen krank werden, dann schlie\u00dfen sie sich zu Hause ein, niemand kommt mehr zu Besuch, Kontakt gebe es nur noch \u00fcber Telefon. Wenn die Lage sich massiv verschlechtere, dann rufe man \u00c4rzte, die in Schutzanz\u00fcgen k\u00e4men, um die Menschen ins Krankenhaus zu bringen. So sei es bei seinen drei Verwandten gewesen, die am Vortag gestorben sind, bei seiner Tante, seiner Cousine, seinem Cousin. Fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen seien sie begraben worden, ohne dass die Familie h\u00e4tte Abschied nehmen k\u00f6nnen. \u201eEs ist schrecklich\u201c, sagt Timasina, \u201eaber wir m\u00fcssen der Realit\u00e4t ins Auge sehen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Immerhin, sagt er, kenne er auch einen Mann, der an Ebola erkrankte, ins Krankenhaus kam und es lebend wieder verlie\u00df. Es gebe also Hoffnung auf Heilung. Er wisse aber auch von mehreren F\u00e4llen in seiner Nachbarschaft, wo ganze Familien erkrankten und nicht ins Krankenhaus kamen. Sie h\u00e4tten sich zu Hause isoliert und ihr Haus nie wieder verlassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/coronavirus-ursprung-studie-laborherkunft-markt-li.3507217\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;neue_studie_kein_beleg_fuer_labor_ursprung_des_coronavirus&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;oeffentliche_gesundheit&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3507217&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;gesundheit&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedegesundheitcoronavirus-ursprung-studie-laborherkunft-markt-li3507217\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/3e0ac1f9-a19e-4e24-ab0a-b4680f3eab17.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Pandemie<\/p>\n<p>:Neue Studie: Kein Beleg f\u00fcr Labor-Ursprung des Coronavirus<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Ein Team um den Virologen Christian Drosten hat anhand von Millionen Virus-Genomen und Viren-Z\u00fcchtungen die Hypothese untersucht, dass Covid-19 aus dem Labor gekommen sein k\u00f6nnte. Was dabei herauskam.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Noch immer gebe es Menschen in Bunia, vor allem aus den umliegenden D\u00f6rfern, die den Ebola-Ausbruch f\u00fcr eine Erfindung hielten, sagt Timasina. Nicht mehr so viele wie am Anfang, aber immer noch einige. Sie glaubten, dass internationale Organisationen die Lage bewusst dramatisierten, um mit den Schutzma\u00dfnahmen Geld zu verdienen. Um \u201eein Business\u201c daraus zu machen, so sagt es Timasina. Sie isolierten sich nicht, wenn sie krank w\u00fcrden, sie suchten keine \u00e4rztliche Hilfe. Und wenn sie dann realisierten, dass sie sich geirrt haben, dann sei es h\u00e4ufig zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">So sagt es auch Maximilian Gertler. Wenn die Menschen erst sp\u00e4t medizinische Hilfe suchen, sinke nicht nur ihre \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit, sondern \u201esie haben nat\u00fcrlich l\u00e4ngere Zeit infekti\u00f6s innerhalb ihrer Familien gelebt und m\u00f6glicherweise Folgef\u00e4lle produziert\u201c. Zwar bem\u00fchen sich\u00a0Beh\u00f6rden und Helfer darum, Kontakte rasch aufzusp\u00fcren und unter <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Quarant%C3%A4ne\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Quarant\u00e4ne<\/a> zu stellen. Doch, so Gertler: \u201eImmer wieder sehen unsere Teams Patienten, die gar nicht als Kontakte gelistet waren. Das weist auf fortbestehende, unerkannte Infektionsketten hin.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das geringe Vertrauen der Menschen in die Gesundheitsversorgung ist einer von vielen Gr\u00fcnden, warum die Lage im Kongo momentan nicht unter Kontrolle ist. Die anderen sind nach Einsch\u00e4tzung der Infektionsexpertin Nahid Bhadelia wie auch Gertlers vor allem die politische Unsicherheit und Gewalt, so wie das fragile Gesundheitssystem. Gertler nennt es \u201edesolat\u201c. Bhadelia verweist auf Zahlen der Weltbank: \u201e2023 hat Kongo etwa 58 Dollar pro Kopf f\u00fcr die Gesundheitsversorgung ausgeben, Uganda immerhin 139 Dollar\u201c In Deutschland waren es mehr als 8300 Dollar pro Kopf.<\/p>\n<p>Geld allein gen\u00fcgt nicht<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Zugleich l\u00e4uft auch die internationale Hilfe nur schleppend an. <a href=\"https:\/\/www.afro.who.int\/publications\/bundibugyo-ebola-virus-continental-preparedness-and-response-plan-june-november-2026\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die WHO und die Gesundheitsbeh\u00f6rde Africa CDC haben den Hilfsbedarf auf 518 Millionen US-Dollar beziffert<\/a>. Sehr schnell sagten L\u00e4nder und Organisationen auch Geld zu, sogar mehr Geld als veranschlagt;\u00a0 910 Millionen Dollar waren es bis Anfang vergangener Woche. Nur seien bis zu diesem Zeitpunkt erst 90 Millionen Dollar tats\u00e4chlich ausbezahlt worden, kritisierte <a href=\"https:\/\/theindependentpanel.org\/news\/emergency-financing-for-the-ebola-outbreak-not-clear-enough-not-reaching-the-front-line-fast-enough\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">das Independent Panel for Pandemic Preparedness in einer Stellungnahme<\/a>.\u00a0Zudem seien die Zusagen extrem undurchsichtig. So sei gar nicht klar, ob es sich \u00fcberhaupt um neue Hilfen oder einfach nur um von einem Topf in einen anderen verschobene Mittel handele, geschweige denn, welche Gelder wann und wof\u00fcr genau eintreffen werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das sp\u00fcren Helfer wie Gertler auch in der Region. Obwohl \u00c4rzte ohne Grenzen seine Eins\u00e4tze selbst finanziert, sagt der Mediziner:\u00a0\u201eMittlerweile sehen wir generell eine erste Ausweitung der Hilfsma\u00dfnahmen, doch diese reichen bei Weitem nicht aus.\u201c Au\u00dferdem gen\u00fcge Geld allein nicht. Es brauche mehr erfahrene, gut koordinierte Helfer, die mit den Beh\u00f6rden die Eind\u00e4mmung sicherstellen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sylvain Timasina sagt, dass er alles tue, was er k\u00f6nne, um sich selbst und seine Familie zu sch\u00fctzen. Aber er muss arbeiten, von irgendwas m\u00fcssen sie ja leben. Auch wenn er wei\u00df, dass sein Job ein gro\u00dfes Risiko f\u00fcr sie alle darstellt. Er ist Fahrer. In einer Zeit, in der man Kontakte vermeiden sollte, hat er t\u00e4glich Kontakte zu den unterschiedlichsten Menschen, die er durch Bunia chauffiert. Fahrer, sagt Timasina, egal ob sie im Auto oder mit dem Motorrad unterwegs sind, lebten im Moment besonders gef\u00e4hrlich in Ostkongo.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Und wom\u00f6glich nicht nur dort. In einer aktuellen Modellierung sehen Wissenschaftler aus Kenia und dem Kongo ein Risiko von 70 Prozent, dass der Ausbruch auf S\u00fcdsudan \u00fcbergreift. In der im <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/laninf\/article\/PIIS1473-3099(26)00320-8\/fulltext?dgcid=twitter_organic_globalhealth_red_laninf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Fachblatt <\/a><a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/laninf\/article\/PIIS1473-3099(26)00320-8\/fulltext?dgcid=twitter_organic_globalhealth_red_laninf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Lancet Infectious Diseases<\/a> erschienenen Studie begr\u00fcnden sie die Gefahr mit den vielen Grenzg\u00e4ngern in der Region sowie der Tatsache, dass auch das Nachbarland nur geringe Kapazit\u00e4ten zur Infektionskontrolle hat. Wenn also das Virus in den Staat gelange, drohe ihm ein \u00e4hnliches Schicksal wie im Kongo.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wann das alles vorbei sein wird, ist bislang nicht abzusehen. Bereits Mitte Juni warnten die <a href=\"https:\/\/www.cdc.gov\/mmwr\/volumes\/75\/wr\/mm7522e1.htm?s_cid=OS_mm7522e1_w\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Modellierer der CDC<\/a>: Sofern nicht schnell umfangreiche Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung unternommen werden, k\u00f6nnte der Ausbruch ein Ausma\u00df erreichen wie die Epidemie in Westafrika zwischen 2014 und 2016. Damals erkrankten etwa 28 000 Menschen. 11 000 von ihnen starben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Vortag, sagt Sylvain Timasina am Telefon, habe es wieder drei Tote gegeben in seiner Familie. 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