{"id":43747,"date":"2026-07-29T12:15:12","date_gmt":"2026-07-29T12:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43747\/"},"modified":"2026-07-29T12:15:12","modified_gmt":"2026-07-29T12:15:12","slug":"zentralafrika-schutz-wasser-und-nahrung-dringend-gesucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/43747\/","title":{"rendered":"Zentralafrika: Schutz, Wasser und Nahrung dringend gesucht"},"content":{"rendered":"<p>Bewaffnete Gruppen haben vor einem Monat im Nordosten der Zentralafrikanischen Republik gew\u00fctet, in Am Dafok, einem wichtigen Grenzposten zum Sudan. Die humanit\u00e4re Lage dort bleibt angespannt, sagte uns der \u00f6rtliche Caritas-Direktor. <\/p>\n<p>\u00dcber Am Dafok kamen seit Ausbruch des Krieges im Sudan 2023 Zehntausende Fl\u00fcchtlinge in die Zentralafrikanische Republik. Dass auch dort keine Stabilit\u00e4t herrscht, wurde mit dem Angriff der bewaffneten Gruppe vom 30. Juni deutlich.<\/p>\n<p>\u201eDie humanit\u00e4re Lage in Am Dafok bleibt wirklich prek\u00e4r und besorgniserregend\u201c, sagte uns der Exekutivsekret\u00e4r der Caritas Zentralafrikas, der Priester Alain Bienvenu Bangbanzi. \u201eDieses tragische Ereignis hat gro\u00dfes Leid in der Bev\u00f6lkerung verursacht. Aus Angst vor einem neuen Angriff lebt sie in einem Vertriebenenlager am Rand der Minusca-Basis. Dort ist ein Gel\u00e4nde entstanden, auf dem die Bev\u00f6lkerung vor gro\u00dfen Herausforderungen steht. Der Bedarf ist enorm, um ihr Leid zu lindern.\u201c<\/p>\n<p>Die Angreifer attackierten Stellungen der zentralafrikanischen Streitkr\u00e4fte. Bei den K\u00e4mpfen starben Zivilisten und Soldaten. Die Angreifer zerst\u00f6rten \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude, pl\u00fcnderten oder verbrannten H\u00e4user und stahlen Vorr\u00e4te. Ein Teil der Bev\u00f6lkerung floh nach Birao, ein anderer Teil versucht inzwischen zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>\u201eAuch die Qualit\u00e4t des Wassers ist ein Problem\u201c<\/p>\n<p>Besonders dringend fehlen wetterfeste Unterk\u00fcnfte, Lebensmittel, Trinkwasser und medizinische Hilfe. \u201eDie Bed\u00fcrfnisse und Herausforderungen betreffen die Lebensqualit\u00e4t, weil die Menschen unter D\u00e4chern aus Planen leben, die manchmal L\u00f6cher haben\u201c, erkl\u00e4rte Bangbanzi. \u201eAuch die Qualit\u00e4t des Wassers ist ein Problem. Es ist schwierig, Nahrung zu finden, um all diese Menschen zu versorgen. Hinzu kommen Bed\u00fcrfnisse im Bereich der Gesundheit. All das f\u00fchrt dazu, dass die humanit\u00e4re Lage in Am Dafok wirklich prek\u00e4r und besorgniserregend bleibt.\u201c<\/p>\n<p>Unter den Hilfsbed\u00fcrftigen befinden sich Vertriebene aus Am Dafok und auch sudanesische Fl\u00fcchtlinge. Caritas sieht zudem ein hohes Schutzrisiko f\u00fcr Frauen und Kinder. \u201eDie Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen an solchen Orten manchmal Missbrauch oder sexueller Ausbeutung ausgesetzt sind\u201c, so der Caritasdirektor. \u201eDeshalb muss auch in diesem Bereich gearbeitet werden, um diese Menschen in ihrer fragilen Lage zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Vorausschauende Hilfe\u00a0 <\/p>\n<p>Die Hilfe soll \u00fcber die akute Versorgung hinausgehen. R\u00fcckkehrer brauchen Einkommensm\u00f6glichkeiten, Saatgut und landwirtschaftliche Ger\u00e4te. \u201eDamit diese Menschen sich wieder in die Gesellschaft eingliedern k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie Unterst\u00fctzung f\u00fcr einkommensschaffende T\u00e4tigkeiten erhalten\u201c, so Bangbanzi. \u201eSie sollen wenigstens einen Teil von dem zur\u00fcckgewinnen k\u00f6nnen, was sie verloren haben, und die Bed\u00fcrfnisse ihrer Familien decken. Die Zentralafrikanische Republik ist ein Agrarland, deshalb braucht es auch Hilfe mit Saatgut und landwirtschaftlichen Ger\u00e4ten. Wer von der Landwirtschaft lebt, muss den Anbauzyklus wieder aufnehmen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-12\/zentralafrika-bischoefe-fordern-ende-moerderischen-ideologie.html\" title=\"Region Zentralafrika: Bisch\u00f6fe fordern Ende der \u201em\u00f6rderischen Ideologien\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2023\/02\/04\/10\/1675502924701.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Region Zentralafrika: Bisch\u00f6fe fordern Ende der \u201em\u00f6rderischen Ideologien\u201c\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       In einer Region, die seit \u00fcber drei Jahrzehnten von Unruhen heimgesucht wird, haben die katholischen Bisch\u00f6fe Zentralafrikas (ACEAC) ein deutliches Zeichen f\u00fcr den Frieden gesetzt. &#8230;\n      <\/p>\n<p>Caritas Zentralafrika arbeitet mit der Pfarrcaritas von Birao zusammen. Deren Mitarbeiter haben den Bedarf in Am Dafok erhoben; das nationale B\u00fcro in Bangui will die Daten f\u00fcr einen Nothilfeaufruf nutzen. Wegen der Entfernung und unsicherer Verkehrswege erreicht Hilfe die Region oft nur aus der Luft.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Einsatz fehlen der Organisation Material und Geld. \u201eCaritas Zentralafrika verf\u00fcgt \u00fcber operative Kompetenzen, hat aber Schwierigkeiten bei den Mitteln\u201c, erkl\u00e4rte Bangbanzi. \u201eWenn die Caritas eingreifen soll, brauchen wir materielle und finanzielle Unterst\u00fctzung. Nur so k\u00f6nnen wir vor Ort t\u00e4tig werden und auf einige der genannten Herausforderungen reagieren.\u201c<\/p>\n<p>Bangbanzi rief Beh\u00f6rden, Hilfswerke und internationale Partner zur Unterst\u00fctzung auf. \u201eEs gibt humanit\u00e4re Akteure, die helfen wollen, aber sie sto\u00dfen auf Schwierigkeiten bei der Fortbewegung\u201c, sagte er. \u201eAm Dafok liegt nicht gleich neben Bangui. Das geeignete Mittel ist deshalb der Luftweg. Die Sicherheitslage hat sich deutlich verbessert, auch wenn es noch einzelne Gebiete mit Problemen gibt. Im Osten bestehen weiterhin Sicherheitsrisiken.\u201c<\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Augustine Asta.<\/p>\n<p>(vatican news \u2013 gs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bewaffnete Gruppen haben vor einem Monat im Nordosten der Zentralafrikanischen Republik gew\u00fctet, in Am Dafok, einem wichtigen Grenzposten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":43748,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[235],"tags":[5718,167,267,6481],"class_list":["post-43747","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-sudan","tag-caritas","tag-frieden","tag-sudan","tag-zentralafrikanische-republik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117003217892304831","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43747","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43747"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43747\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/43748"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43747"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43747"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43747"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}