{"id":44098,"date":"2026-07-31T00:28:15","date_gmt":"2026-07-31T00:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44098\/"},"modified":"2026-07-31T00:28:15","modified_gmt":"2026-07-31T00:28:15","slug":"mehr-als-1-500-migranten-erreichen-spanische-exklave-ceuta-suedtirol-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44098\/","title":{"rendered":"Mehr als 1.500 Migranten erreichen spanische Exklave Ceuta \u2013 S\u00fcdtirol News"},"content":{"rendered":"<p>Von: importer<\/p>\n<p>Nach der Ankunft von mehr als 1.500 Migranten binnen weniger Tage sind die Aufnahmeeinrichtungen in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika \u00fcberf\u00fcllt. Das erkl\u00e4rte Regionalpr\u00e4sident Juan Jes\u00fas Vivas. Hunderte weitere Menschen gelangten am Donnerstag in das an Marokko grenzende Gebiet, mindestens neun Menschen ertranken bei dem Versuch, bis zur spanischen Exklave zu schwimmen. Die Regierung in Madrid k\u00fcndigte unterdessen die Entsendung von Soldaten an.<\/p>\n<p>Wie EU-Migrationskommissar Magnus Brunner der APA Donnerstagabend mitteilte, ist der Schutz der EU-Au\u00dfengrenzen ein \u201centscheidender Teil unserer Bem\u00fchungen zur Bek\u00e4mpfung illegaler Migration\u201d. \u201cWir sind mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden in engem Kontakt hinsichtlich der sich entwickelnden Lage in Ceuta\u201d, erkl\u00e4rte Brunner.<\/p>\n<p>Er habe dem spanischen Innenminister Fernando Grande-Marlaska zugesagt, Spanien \u2013 auch durch Frontex \u2013 zus\u00e4tzlich zu unterst\u00fctzen, um die Situation so rasch wie m\u00f6glich unter Kontrolle zu bringen. \u201cZugleich stehen wir mit den marokkanischen Beh\u00f6rden in Kontakt, um sicherzustellen, dass alle Anstrengungen unternommen werden, um diese gef\u00e4hrlichen \u00dcberfahrten zu verhindern\u201d, sagte Brunner.<\/p>\n<p>Zahlreiche Menschen erreichten auch am Donnerstag von Marokko kommend Ceuta, wie Reporter der AFP-Nachrichtenagentur beobachteten. Einige schwammen durchs Meer und kamen am Strand an. Andere gelangten \u00fcber einen Grenz\u00fcbergang im S\u00fcden des gut 18 Quadratkilometer gro\u00dfen Gebiets nach Ceuta.<\/p>\n<p>\u201cAuf Wiedersehen Marokko, hallo Spanien!\u201d<\/p>\n<p>In den Stra\u00dfen von Ceuta dankten die Menschen der spanischen Polizei. Einige riefen: \u201cAuf Wiedersehen Marokko, hallo Spanien!\u201d Die Sicherheitskr\u00e4fte traten zur\u00fcckhaltend auf. Einige Beamte versuchten, die Ankommenden in Richtung der \u00f6rtlichen Aufnahmeeinrichtung zu leiten.<\/p>\n<p>Auf marokkanischer Seite beobachtete ein AFP-Reporter Hunderte Menschen, die sich an der Grenze zwischen der Stadt Fnideq und Ceuta versammelten. Einige von ihnen verwiesen auf Ger\u00fcchte, denen zufolge die Grenze zu Ceuta Donnerstagfr\u00fch ge\u00f6ffnet werden sollte.<\/p>\n<p>\u201cWir befinden uns in einer Situation des totalen humanit\u00e4ren und sozialen Notstands\u201d sagte Ceutas Pr\u00e4sident Vivas im Fernsehen. Schon in den vergangenen Tagen seien mehr als 1.500 Menschen \u2013 \u00fcberwiegend M\u00e4nner und Jugendliche \u2013 angekommen, hatte Vivas am Mittwoch gesagt. Im Schnitt seien pro Tag 200 Menschen angekommen. Die Aufnahmezentren seien nicht mehr aufnahmef\u00e4hig.<\/p>\n<p>Am Donnerstag schrieb Vivas dann im Onlinedienst X: \u201cHeute ist die Lage noch schlimmer: noch mehr Ank\u00fcnfte, \u00fcberlastete Einrichtungen und ein weiteres auf See verlorenes Leben.\u201d Donnerstagabend erkl\u00e4rten die Beh\u00f6rden dann, neun Menschen seien im Meer ums Leben gekommen, als sie versuchten, Ceuta zu erreichen.<\/p>\n<p>Innenministerium will Soldaten entsenden<\/p>\n<p>F\u00fcr aktuelle Angaben zur Zahl der zuletzt nach Ceuta gekommenen Migranten waren die Beh\u00f6rden am Donnerstag vorerst nicht erreichbar. Es handelte sich um die gr\u00f6\u00dfte Zahl seit 2021, als mehr als 10.000 Menschen die Grenze zu der Exklave st\u00fcrmten.<\/p>\n<p>Spaniens Regierungschef Pedro S\u00e1nchez erkl\u00e4rte auf X, seine Regierung habe \u201calle notwendigen Mittel mobilisiert\u201d, um \u201ceine sofortige Antwort auf die Situation in Ceuta zu geben\u201d. Das Innenministerium k\u00fcndigte die Entsendung von Soldaten an, \u201cum die Sicherheit in der Stadt Ceuta aufrechtzuerhalten\u201d.<\/p>\n<p>Innenminister Grande-Marlaska will am Freitag nach Ceuta reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen und sich mit Beh\u00f6rdenvertretern zu treffen. Die Zusammenarbeit mit den marokkanischen Beh\u00f6rden bezeichnete er als \u201cvorbildlich\u201d. Beide L\u00e4nder w\u00fcrden \u201cso bald wie m\u00f6glich Ma\u00dfnahmen\u201d ergreifen, um die illegal nach Ceuta Gekommenen nach Marokko zu bringen.<\/p>\n<p>Opposition sieht \u201cnationale Sicherheitskrise\u201d<\/p>\n<p>Der spanische Oppositionsf\u00fchrer Alberto N\u00fa\u00f1ez Feij\u00f3o von der konservativen Volkspartei PP sprach angesichts der Entwicklungen von einer \u201cnationalen Sicherheitskrise\u201d. Der Vorsitzende der rechtsextremen Partei Vox, Santiago Abascal, machte Regierungschef S\u00e1nchez auf X pers\u00f6nlich f\u00fcr die in Ceuta ankommenden Migranten verantwortlich.<\/p>\n<p>Ceuta hat ebenso wie die spanische Exklave Melilla die einzige Landgrenze der EU mit Afrika. Die Gebiete sind deshalb regelm\u00e4\u00dfig Ziel von Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden nach Europa wollen. Marokko ist f\u00fcr viele Migranten ein Transitland auf dem Weg nach Europa.<\/p>\n<p>F\u00fcr die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla in Afrika gilt ein besonderer Grenzstatus mit einer doppelten Kontrolle an den Au\u00dfengrenzen: Eine Kontrolle erfolgt bei der Einreise aus Marokko, eine weitere beim Weiterreisen auf das spanische Festland. Wer den Grenzzaun von Ceuta \u00fcberwindet, befindet sich daher nicht automatisch im europ\u00e4ischen Raum des freien Personenverkehrs, sondern muss vor der Weiterreise eine zus\u00e4tzliche Grenzkontrolle passieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von: importer Nach der Ankunft von mehr als 1.500 Migranten binnen weniger Tage sind die Aufnahmeeinrichtungen in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44099,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[10],"tags":[1802,95,96],"class_list":["post-44098","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-marokko","tag-chronik","tag-marokko","tag-morocco"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117011762543377769","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44098"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44098\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}