{"id":44220,"date":"2026-07-31T11:51:10","date_gmt":"2026-07-31T11:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44220\/"},"modified":"2026-07-31T11:51:10","modified_gmt":"2026-07-31T11:51:10","slug":"spaniens-afrika-exklave-schlaegt-alarm-rund-60-000-migranten-stroemen-nach-ceuta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44220\/","title":{"rendered":"Spaniens Afrika-Exklave schl\u00e4gt Alarm: Rund 60.000 Migranten str\u00f6men nach Ceuta"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Madrid\/Ceuta (dpa). Rund 60.000 Migranten sind nach Angaben des Regionalpr\u00e4sidenten der spanischen Exklave, Juan Jesus Vivas, in den vergangenen Tagen von Marokko aus irregul\u00e4r in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Das meldet die Tageschau am Freitag, 31. Juli. Die Zahl der Toten sei inzwischen auf 34 gestiegen. Die Regierung in Madrid hatte die Zahl der Migraten zuvor auf 50.000 gesch\u00e4tzt. Die Menschen seien \u00fcberwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Unter den Ank\u00f6mmlingen seien viele Minderj\u00e4hrige und Kinder, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Die Regionalregierung forderte von der Zentralregierung die Ausrufung des nationalen Notstands und den Einsatz des spanischen Milit\u00e4rs an der Grenze zu Marokko.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">In der Nacht auf Freitag \u00fcbernachteten in Ceuta Hunderte junge Migranten auf den Stra\u00dfen, wie eine Reporterin der Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c berichtete. Viele von ihnen tr\u00fcgen kaum etwas am Leibe. In der Nacht und auch am Freitagmorgen kamen weiter Hunderte Menschen \u00fcber die Grenze, aber viele kehrten auch zur\u00fcck. Die Lage habe sich etwas entspannt, hie\u00df es.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xWGlWRFliMUxqRHUyYTV1S2Zxc05SQWFMRWVHYVZXdFRjdXpHSjl2U0JscFcybHQ2R0VKVENYbUVWSHRMcHRuYUI2R21zaDJMZmlOdVp2U0ZPN05DbFE9PQ\/260731-0959-918366453.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta.\" data-glightbox=\"type: image; description: Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta.  | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785498669_366_260731-0959-918366453.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta. - \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta.<br \/>\n                                    | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa<\/p>\n<p>Armee unterst\u00fctzt Grenzbeamte<\/p>\n<p class=\"em_text\">Madrid will keinen Notstand ausrufen, ordnete aber unterdessen den Einsatz von in Ceuta stationierten Armeeeinheiten zur Unterst\u00fctzung der Grenzbeamten an, wie die Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c und andere Medien am Donnerstagabend unter Berufung auf die Regierung berichteten. Diese Ma\u00dfnahme war bereits w\u00e4hrend der Migrationskrise im Mai 2021 in Ceuta ergriffen worden. Es seien insgesamt 120 Einsatzkr\u00e4fte des Milit\u00e4rs, schreibt \u201eEl Pa\u00eds\u201c.<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez hatte davor am Nachmittag auf der Plattform X mitgeteilt, man setze \u201ealle Hebel in Bewegung, um umgehend auf die Lage in Ceuta zu reagieren\u201c, war aber nicht konkreter geworden. S\u00e1nchez wird heute nach Ceuta reisen.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xWGlWRFliMUxqRHUyYTV1S2Zxc05SQWFMRWVHYVZXdFRjdXpHSjl2U0JsclE5cjkrM1dadmhxc21YUDhjOXVrT2E3bjk5QW9weHUxZ20xSDQxV0sxWmc9PQ\/260731-1024-918385609.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren.\" data-glightbox=\"type: image; description: Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren.  | \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785498669_392_260731-1024-918385609.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren.<br \/>\n                                    | \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Auch in der zweiten spanischen Nordafrika-Exklave Melilla haben Hunderte Migranten die Grenze \u00fcberwunden. Etwa 400 Menschen seien \u00fcber zwei Grenz\u00fcberg\u00e4nge von Marokko aus auf dem Landweg und \u00fcber einen Damm im S\u00fcden der Stadt in das Gebiet gelangt, sagte der Pr\u00e4sident der autonomen Stadt, Juan Jos\u00e9 Imbroda, dem Radiosender Cope am Donnerstagabend. Die Sicherheitskr\u00e4fte h\u00e4tten die Lage unter Kontrolle gehalten.<\/p>\n<p>  Opposition macht Zentralregierung verantwortlich<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Oppositionsf\u00fchrer Alberto Nu\u00f1ez Feij\u00f3o von der konservativen Volkspartei PP sprach von einer \u201everzweifelten Situation\u201c. Auf X kritisierte er den sozialistischen Politiker S\u00e1nchez mit scharfen Worten: Die Regierung d\u00fcrfe \u201enicht wegsehen, denn wir befinden uns in einer Krise der nationalen Sicherheit\u201c.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Laut RTVE schlie\u00dft das Innenministerium die Ausrufung des Notstands aus. Nach den geltenden Zivilschutzvorschriften z\u00e4hlen Migrationsbewegungen demnach nicht zu den Risiken, f\u00fcr die das nationale Zivilschutzsystem vorgesehen sei. Spanien und Marokko h\u00e4tten vereinbart, ihre Zusammenarbeit zur Bew\u00e4ltigung der Migrationsbewegungen zu verst\u00e4rken. Zudem sollten m\u00f6glichst rasch alle Menschen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, die illegal nach Ceuta eingereist seien, hie\u00df es unter Berufung auf das Ministerium.<\/p>\n<p>Migranten laufen jubelnd \u00fcber die Stra\u00dfen<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Die Migranten sind nach Beh\u00f6rden-Angaben in den vergangenen Tagen und auch am Donnerstag \u00fcberwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt, wie RTVE und andere unter Berufung auf die Regionalbeh\u00f6rden berichteten. Das Gebiet hat nur knapp 85.000 Einwohner. Bereits am Mittwoch hatte Ceutas Regionalpr\u00e4sident Juan Jes\u00fas Vivas erkl\u00e4rt, die Aufnahmeeinrichtungen seien v\u00f6llig \u00fcberlastet. Hunderte Migranten m\u00fcssten auf den Stra\u00dfen \u00fcbernachten.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Videos und Fotos zeigten \u00fcberwiegend junge M\u00e4nner, aber auch Familien mit Frauen und Kindern, die \u00fcber die Felsbl\u00f6cke gelangen, die zu dem k\u00fcnstlichen Damm geh\u00f6ren, der die Grenze zwischen Ceuta und Marokko markiert und sichern soll. Man sieht auch, wie die Menschen jubelnd \u00fcber die Stra\u00dfen laufen und unter anderem \u201eViva Espa\u00f1a!\u201c, rufen. \u201eAn den Str\u00e4nden liegen viele Gegenst\u00e4nde, die die Migranten bei der \u00dcberquerung genutzt haben, darunter Schwimmringe und -flossen sowie Neoprenanz\u00fcge\u201c, berichtete RTVE.<\/p>\n<p>                    Fotogalerie<br \/>Ankunft von zahlreichen Migranten in den spanischen Exklaven<\/p>\n<p>                    31. Juli 2026\n                <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/multimedia\/fotos\" class=\"nw-text-sm nw-font-medium nw-text-white\/60 hover:nw-text-white nw-shrink-0 nw-self-start sm:nw-mt-1 nw-no-underline nw-inline-flex nw-items-center nw-gap-1 nw-transition-colors nw-duration-200 motion-reduce:nw-transition-none nw-min-h-[44px] focus-visible:nw-outline-2 focus-visible:nw-outline-offset-2 focus-visible:nw-outline-white\" data-track=\"matomo\" data-track-category=\"Artikel\" data-track-action=\"click\" data-track-name=\"fotostrecke:mehr-galerien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    Mehr Bildergalerien<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" data-foto-img=\"\" src=\"\" alt=\"\" class=\"foto-lightbox__img nw-block nw-max-w-full nw-object-contain\"\/><\/p>\n<p>Dutzende sterben beim Versuch, spanisches Gebiet zu erreichen<\/p>\n<p class=\"em_text\">Nicht alle, die in die EU wollen, schaffen es: Die spanische Polizeieinheit Guardia Civil entdeckte am Mittwoch und am Donnerstag die Leichen von insgesamt zehn Menschen, die vermutlich in den vergangenen Tagen versucht hatten, schwimmend nach Ceuta zu gelangen. Vivas sagte zuvor, in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten seien bereits rund 60 Leichen von Migranten geborgen worden.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Die EU bot Spanien Unterst\u00fctzung an. Migrationskommissar Magnus Brunner habe \u201edie Bereitschaft der EU zum Ausdruck gebracht, Spanien &#8211; unter anderem \u00fcber Frontex &#8211; verst\u00e4rkt zu unterst\u00fctzen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen\u201c, teilte er am Abend auf der Plattform X mit. Der Schutz der EU-Au\u00dfengrenzen sei \u201eein wesentlicher Bestandteil unserer Bem\u00fchungen zur Bek\u00e4mpfung der illegalen Migration\u201c.<\/p>\n<p>EU bietet Unterst\u00fctzung an<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xWGlWRFliMUxqRHUyYTV1S2Zxc05SQWFMRWVHYVZXdFRjdXpHSjl2U0JsclE5cjkrM1dadmhxc21YUDhjOXVrT01uRUVnWGYvS2hHZ1ltOHArODNyVXc9PQ\/260731-1024-918389390.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder.\" data-glightbox=\"type: image; description: Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder.  | \u00a9 IMAGO\/Anadolu Agency \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785498669_972_260731-1024-918389390.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder. - \u00a9 IMAGO\/Anadolu Agency\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder.<br \/>\n                                    | \u00a9 IMAGO\/Anadolu Agency<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Die EU hat Spanien Unterst\u00fctzung angeboten. Migrationskommissar Magnus Brunner habe \u201edie Bereitschaft der EU zum Ausdruck gebracht, Spanien \u2013 unter anderem \u00fcber Frontex \u2013 verst\u00e4rkt zu unterst\u00fctzen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen\u201c, teilte er auf der Plattform X mit. Man stehe zudem in Kontakt mit den marokkanischen Beh\u00f6rden, \u201eum sicherzustellen, dass alle notwendigen Anstrengungen unternommen werden, um diese gef\u00e4hrlichen Reisen zu verhindern\u201c, schrieb Brunner weiter.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Kommissar Brunner schrieb weiter, der Schutz der EU-Au\u00dfengrenzen sei \u201eein wesentlicher Bestandteil unserer Bem\u00fchungen zur Bek\u00e4mpfung der illegalen Migration\u201c. Mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden stehe die EU wegen der Lage in Ceuta in Kontakt.<\/p>\n<p>Frankreich verst\u00e4rkt Grenzkontrollen<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Frankreich versch\u00e4rft seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Angesichts der Lage in Ceuta habe er bereits am Donnerstagabend Anweisungen erteilt, die Kontrollen an der spanischen Grenze unverz\u00fcglich zu verst\u00e4rken, teilte Frankreichs Innenminister Laurent Nu\u00f1ez mit.<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">Au\u00dferdem werde die schnelle Eingreiftruppe der Grenzschutzbeh\u00f6rde f\u00fcr Kontrollen auch im Hinterland eingesetzt. Die bislang an der Grenze zu Italien zur Kontrolle der Migration eingesetzte Einheit besteht aus Kr\u00e4ften der Polizei, Gendarmerie, des Zolls sowie aus Soldaten der Anti-Terror-Gruppe Sentinelle.<\/p>\n<p>Italien droht an, Grenzen verteidigen zu wollen<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Italiens rechte Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni schrieb auf der Plattform X, Italien werde \u201enicht tatenlos zusehen\u201c. Man wolle die zust\u00e4ndigen Gremien einberufen und in der Folge m\u00f6glicherweise auch mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ma\u00dfnahmen eingreifen, \u201eum die Grenzen und die Sicherheit der B\u00fcrger zu verteidigen, etwa durch die Aussetzung des Schengen-Raums mit Spanien.\u201c Damit d\u00fcrften Grenzkontrollen gemeint sein. Details nannte Meloni nicht. Italien und Spanien haben keine gemeinsame Grenze.<\/p>\n<p>2021 st\u00fcrmten mehr als 8.000 Menschen in die Exklave<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">Die Bilder wecken Erinnerungen an die Ereignisse vor f\u00fcnf Jahren. Im Mai 2021 waren innerhalb von 36 Stunden mehr als 8.000 Menschen von Marokko aus in die Exklave gest\u00fcrmt. Madrid warf Rabat damals \u201eErpressung\u201c vor. Man war davon \u00fcberzeugt, dass die Grenzkontrollen gelockert oder gar ausgesetzt wurden, um Madrid im Streit um die Westsahara unter Druck zu setzen.<\/p>\n<p id=\"absatz20\" class=\"em_text\">Hintergrund des damaligen Konflikts war der Streit um die fr\u00fchere spanische Kolonie, die gr\u00f6\u00dftenteils von Marokko kontrolliert wird und von der Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung Polisario f\u00fcr einen eigenen Staat beansprucht wird. Spanien hatte den Anf\u00fchrer der Polisario 2021 aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden zur Behandlung aufgenommen, was in Rabat heftige Verstimmung ausl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Wurden die Kontrollen gelockert, um Madrid ein Signal zu senden?<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xWGlWRFliMUxqRHUyYTV1S2Zxc05SQWFMRWVHYVZXdFRjdXpHSjl2U0JsclE5cjkrM1dadmhxc21YUDhjOXVrT3BSSHNCQTM3WXlHcVhqV08zYzZoQXc9PQ\/260731-1028-918395319.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren.\" data-glightbox=\"type: image; description: Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren.  | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785498670_628_260731-1028-918395319.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren. - \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren.<br \/>\n                                    | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz22\" class=\"em_text\">Die Beziehungen entspannten sich erst 2022, nachdem S\u00e1nchez den marokkanischen Autonomieplan f\u00fcr die Westsahara als \u201edie ernsthafteste\u201c Grundlage f\u00fcr eine L\u00f6sung bezeichnet hatte. Seither arbeiten Madrid und Rabat in Migrations- und Sicherheitsfragen wieder enger zusammen.<\/p>\n<p id=\"absatz23\" class=\"em_text\">Einige Medien spekulieren nun \u00fcber einen Zusammenhang mit einer Algerien-Reise von S\u00e1nchez vergangene Woche. Marokko und Algerien stehen sich im Westsahara-Streit seit Jahren unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber. Einige halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass Rabat die Kontrollen der eigenen Polizei an der Grenze zu Ceuta gelockert haben k\u00f6nnte, um ein politisches Signal an Madrid zu senden. Belege daf\u00fcr gibt es bislang allerdings nicht. <\/p>\n<p class=\"nw-text-xl nw-uppercase nw-font-bold\" style=\"font-size:24px !important; line-height:32px; padding-bottom: 0px; \">INFORMATION<\/p>\n<p class=\"nw-text-lg nw-font-bold nw-pb-2\" style=\"font-size:20px !important; line-height:28px; padding-bottom: 8px; font-weight:700;\">Ceuta und Melilla<\/p>\n<p>        Obwohl Marokko 1956 die Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven: Ceuta und Melilla. Beide werden von Marokko beansprucht.<\/p>\n<p>Beide K\u00fcstenst\u00e4dte haben seit 1995 ein Autonomiestatut und sind auch Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte. Ihr jeweils kleines Territorium wird vom Mittelmeer und von Marokko eingeschlossen.<br \/>\nCeuta ist eine spanische Stadt an der nordafrikanischen K\u00fcste und der Stra\u00dfe von Gibraltar. Sie ist rund 21 Kilometer von der Iberischen Halbinsel entfernt. Ceuta hat knapp 85.000 Einwohner, geh\u00f6rt zur Europ\u00e4ischen Union, nicht aber zur Nato und zum Schengen-Raum.<br \/>\nMelilla ist ebenfalls eine spanische Stadt an der nordafrikanischen K\u00fcste mit rund 87.000 Einwohnern. Sie liegt 250 Kilometer \u00f6stlich von Ceuta. Melilla geh\u00f6rt zur Europ\u00e4ischen Union, nicht aber zur Nato und zum Schengen-Raum.\u00a0\u00a0<br \/>\nIn der N\u00e4he beider Gebiete warten oft Tausende Afrikaner, vorwiegend aus L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara, auf eine Gelegenheit, in das zur EU geh\u00f6rende Gebiet zu kommen. Oft versuchen mehrere Hundert Menschen auf einmal, die Grenzbeamten zu \u00fcberraschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Madrid\/Ceuta (dpa). 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