{"id":4425,"date":"2026-04-20T05:49:27","date_gmt":"2026-04-20T05:49:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4425\/"},"modified":"2026-04-20T05:49:27","modified_gmt":"2026-04-20T05:49:27","slug":"action-medeor-christoph-und-lorna-bonsmann-leben-in-tansania","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/4425\/","title":{"rendered":"Action Medeor: Christoph und Lorna Bonsmann leben in Tansania"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied sei wohl das Wetter, sagt Christoph Bonsmann, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in Afrika <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/weihnachten\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weihnachten<\/a> feiert. Mehr als 30 Grad zeigt das Thermometer derzeit in Tansania, wo der Apotheker f\u00fcr das T\u00f6nisvorster Hilfswerk Action Medeor seit knapp zwei Jahren lebt und als Generaldirektor f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten des Hilfswerks in Afrika verantwortlich ist. Weihnachten sei auch in Tansania ein bedeutendes Fest, vieles sei \u00e4hnlich wie in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/deutschland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a>, manches aber eben auch ganz anders. \u201eIn Deutschland h\u00e4tten wir in der Vorweihnachtszeit einen Adventskranz auf dem Tisch stehen gehabt, das ist hier aber nicht \u00fcblich\u201c, sagt der 60-J\u00e4hrige, der seinen von einem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/weihnachtsmarkt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Weihnachtsmarkt<\/a> einer evangelischen Gemeinde in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/nairobi\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nairobi<\/a> in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kenia\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kenia<\/a> \u2013 wo er k\u00fcrzlich einen Freund besuchte \u2013 mitgebrachten Christstollen schon verputzt hat. Auch in Tansania gebe es Weihnachtsm\u00e4rkte evangelischer Gemeinden, dieses Jahr wegen Unruhen zur Pr\u00e4sidentschaftswahl allerdings nicht. Spontan hat die deutschsprachige Gemeinde daher einen kleinen Weihnachtsmarkt ausgerichtet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch einen Weihnachtsbaum gibt es im Hause Bonsmann, allerdings aus Holz gebaut, daf\u00fcr aber mit Kugeln, Glasschmuck und einer Lichterkette dekoriert. Wobei die Lichterkette im Haus von Christoph Bonsmann und seiner Frau Lorna schlicht gehalten ist. Wer in Tansania eine Lichterkette aufh\u00e4ngt, liebt es \u00fcblicherweise auff\u00e4lliger, sagt Bonsmann. Es darf gern bunt sein, und die LEDs sollten ordentlich blinken. Gar so h\u00e4ufig wie hierzulande sieht man in dem ostafrikanischen Land allerdings keinen derart \u00fcppigen Weihnachtsschmuck, sagt Bonsmann. Zudem sei Weihnachten dort auch noch eher ein religi\u00f6ses Fest \u2013 auch wenn der hiesige Brauch, sich zum Fest zu beschenken, inzwischen nach Tansania \u201egeschwappt\u201c ist, allerdings eher bei den Angeh\u00f6rigen der Mittelschicht \u00fcblich ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was bei allen unbedingt dazugeh\u00f6rt, ist der Besuch der Kirche, und das nicht nur zu Weihnachten. \u201eDie Menschen hier sind sehr gl\u00e4ubig und besuchen oft Gottesdienste\u201c, sagt Bonsmann. Neben Muslimen und Christen leben in Tansania auch einige Hindus. Die Akzeptanz zwischen den Religionen sei hoch, Ber\u00fchrungs\u00e4ngste gebe es nicht, sagt Bonsmann, Spannungen ebenfalls nicht, auch interreligi\u00f6se Hochzeiten seien nichts Ungew\u00f6hnliches. Man w\u00fcnsche sich gegenseitig Gl\u00fcck, besuche sich an hohen religi\u00f6sen Feiertagen. Montagmorgens wird bei Action Medeor in Tansania, wo 50 Mitarbeitende besch\u00e4ftigt sind, ein Morgengebet gesprochen \u2013 mal ist ein Christ an der Reihe, mal ein Muslim. Mehr als 120 verschiedene Ethnien gibt es in Tansania, auch hier gebe es keine Spannungen, sagt Bonsmann.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Weihnachtstage selbst verbringt Christoph Bonsmann mit seiner Frau und seinem 24-j\u00e4hrigen Sohn Niklas, der gerade aus Deutschland zu Besuch ist, diesmal am Fluss Rufiji, der s\u00fcdlich seines Wohnortes gelegen ist. \u201eIm vergangenen Jahr waren wir im Norden, das war keine so gute Idee\u201c, sagt Bonsmann lachend. Denn in Tansania ist es \u00fcblich, dass die Menschen, die in der Stadt leben, zu ihren Familien aufs Land fahren. Und so waren die Stra\u00dfen entsprechend verstopft \u2013 \u201ef\u00fcr 80 Kilometer haben wir f\u00fcnf Stunden gebraucht\u201c, erinnert sich Christoph Bonsmann. An Weihnachten Zeit mit der Familie zu verbringen, das sei eine Parallele zum Weihnachtsfest in Deutschland \u2013 in Afrika wom\u00f6glich sogar noch ausgepr\u00e4gter. Die Gro\u00dfst\u00e4dte seien dadurch jedenfalls sp\u00fcrbar leerer.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bonsmann lebt wie einige andere Mitarbeiter auf einem Gel\u00e4nde von Action Medeor, etwa f\u00fcnf Kilometer au\u00dferhalb der Stadt Kibaha, die wiederum etwa 40 Kilometer von der Sechs-Millionen-Einwohner-Metropole Daressalam entfernt ist \u2013 \u201ealso sehr l\u00e4ndlich\u201c, beschreibt Bonsmann.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch mindestens zwei Jahre werde er in Tansania bleiben, sagt Christoph Bonsmann. Die Menschen dort seien zwar arm, aber unglaublich gastfreundlich und herzlich, die Landschaft mit dem Berg <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kilimandscharo\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kilimandscharo<\/a> oder dem Serengeti-Nationalpark sei abwechslungsreich und wundersch\u00f6n. Die gro\u00dfe <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/armut\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Armut<\/a> der Menschen sei ihm ein Ansporn, dazu beizutragen, die Not zu lindern, \u201edie Fachkompetenz der Mitarbeiter zu sehen und zu f\u00f6rdern, bereitet mir gro\u00dfe Freude.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den Menschen rund um den Sitz von Action Medeor in Kibaha hilft man \u00fcbrigens nicht nur mit Medikamenten oder medizinischer Hilfe. Da die kleine Regenzeit im November diesmal ausfiel, herrscht derzeit gro\u00dfe Wassserknappheit. Action Medeor hat wenigstens einen Brauchwasserbrunnen und eine Leitung verlegt, damit sich die Menschen bedienen k\u00f6nnen. \u201eVon morgens bis abends herrscht dort Betrieb. Es ist gut, dass wir den Menschen auch auf diese Weise helfen k\u00f6nnen\u201c, sagt Christoph Bonsmann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied sei wohl das Wetter, sagt Christoph Bonsmann, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4426,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[19],"tags":[2856,29,2853,2861,2854,158,2862,2859,2857,2855,2860,178,179,1294,2858],"class_list":["post-4425","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-tansania","tag-action","tag-afrika","tag-bonsmann","tag-christ","tag-christoph","tag-deutschland","tag-hierzulande","tag-land","tag-lichterkette","tag-medeor","tag-ostafrikanischen","tag-tansania","tag-tanzania","tag-weihnachten","tag-weihnachtsfest"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/116435469284753897","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4425","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4425"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4425\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4426"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}