{"id":44330,"date":"2026-07-31T23:53:08","date_gmt":"2026-07-31T23:53:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44330\/"},"modified":"2026-07-31T23:53:08","modified_gmt":"2026-07-31T23:53:08","slug":"suedafrika-reise-auf-pflanzen-safari-im-nationalpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44330\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika-Reise: Auf Pflanzen-Safari im Nationalpark"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein L\u00f6wenrudel beim Giraffenmahl, ein Leopard im Dickicht, zwei Nash\u00f6rner neben dem Gel\u00e4ndewagen, B\u00fcffel und Elefanten am Wasserloch \u2013 wenn eine Safari gleich mit den Big Five der Savanne beginnt, kann ja eigentlich kaum noch Aufregenderes folgen. Oder doch?<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eNat\u00fcrlich wollen alle Touristen hier die gro\u00dfen Tiere sehen\u201c, sagt Makungu Lesley Nkosi, \u201eaber um die Savanne wirklich zu verstehen, sollte man auch einen Blick auf ihre kleinen Bewohner werfen \u2013 vor allem auch auf die Pflanzen\u201c. Es ist noch fr\u00fch am Morgen im Sabi-Sabi-Reservat unweit von S\u00fcdafrikas ber\u00fchmtem Kruger-Nationalpark. Der einheimische Guide hat sich heute mit seiner Kollegin Erin Anderson nicht mit dem Safariwagen aufgemacht, sondern zu Fu\u00df.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Buschwanderung ins Revier von L\u00f6wen und Leoparden ist eine g\u00e4nzlich andere Erfahrung als eine Pirschfahrt im Gel\u00e4ndewagen. Nur in ausgew\u00e4hlten Regionen des Kruger-Nationalparks und einiger angrenzender Schutzgebiete wie in Sabi Sabi sind Wander-Safaris im Big-Five-Terrain erlaubt. Sie m\u00fcssen von geschulten Guides begleitet werden, die vorsichtshalber eine Waffe bei sich tragen. \u201eIch musste jedoch gl\u00fccklicherweise nie davon Gebrauch machen\u201c, sagt Anderson. Sie geht der Wandergruppe immer mit ihrem Gewehr voraus.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu Fu\u00df k\u00f6nnen Anderson und Nkosi ihren G\u00e4sten Dinge zeigen, die bei einer Pirschfahrt kaum ins Auge stechen: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/insekten\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Insekten<\/a>, kleine Reptilien und zahlreiche V\u00f6gel. Nkosi ist es auch ein ganz besonderes Anliegen, seine G\u00e4ste in die Welt der Pflanzen der Savanne einzuf\u00fchren. \u201eMeine Gro\u00dfmutter war eine Sangoma\u201c, erz\u00e4hlt er. So nennt man die traditionellen Heilerinnen im s\u00fcdlichen Afrika. \u201eSie hat mir viel \u00fcber die Wirkung der Pflanzen in der Savanne beigebracht.\u201c Die ethnische Gruppe der Shangaan, die im Umkreis des Kruger-Nationalparks lebt und zu der auch Nkosis Familie geh\u00f6rt, bezeichnet Frauen und M\u00e4nner, die sich besonders mit der Heilkraft von Pflanzen und Wurzeln besch\u00e4ftigen, auch als N\u2018anga.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eF\u00fcr sie ist der Busch wie eine Apotheke\u201c, erkl\u00e4rt der Guide. \u201eF\u00fcr fast jede Krankheit kennen sie eine Pflanze, die Abhilfe schafft.\u201c Der Fiebertee-Busch oder Zitronenstrauch etwa ist anscheinend ein bemerkenswerter Allesk\u00f6nner: Er soll bei Erk\u00e4ltungen und Atemwegerkrankungen genauso helfen wie bei Hautausschl\u00e4gen und Magen-Darm-Beschwerden. Zudem weisen seine \u00e4therischen Bl\u00e4tter Insekten ab, wenn sie auf der Haut zerrieben werden. Der Tamboti-Baum findet ebenfalls in der traditionellen Medizin eine vielseitige Verwendung \u2013 allerdings nur in winzigen Dosen. Wird er unachtsam verwendet, wird seine Wirkung zum Gift. \u201eJede Pflanze kann eine gute und eine schlechte Reaktion ausl\u00f6sen\u201c, erkl\u00e4rt Nkosi.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seine G\u00e4ste sch\u00e4tzen sich gl\u00fccklich, dass sie ihre Safari den kleinen Wundern der Savanne gewidmet haben. Mit beiden F\u00fc\u00dfen im trockenen Savannengras mit der Tierwelt auf Augenh\u00f6he erlebt man den afrikanischen Busch aus einer g\u00e4nzlich anderen Perspektive. Und lernt \u00fcber die enormen Kenntnisse der Einheimischen, die so viel \u00fcber die Heilkraft der Savanne wissen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch ganz im Westen S\u00fcdafrikas, nur eine Autostunde von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kapstadt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kapstadt<\/a> entfernt, f\u00fchren Wanderwege ins geheimnisvolle Reich von S\u00fcdafrikas Pflanzen. Im Mont-Rochelle-Naturreservat oberhalb des bekannten Weinorts Franschhoek erf\u00fcllt der feine Duft von Wildkr\u00e4utern die klare Bergluft. Verschiedene Protea- und Erika-Arten streuen Orange, Purpur und Violett ins Buschland des Berg-Fynbos. Anders als im weitgehend flachen Sabi-Sabi-Reservat hat eine botanische Safari hier im Mont-Rochelle-Naturreservat oberhalb des Weinorts Franschhoek eine dramatische Gebirgskette als Kulisse.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWir S\u00fcdafrikaner sind stolz auf unsere Vielfalt an Blumen\u201c, sagt Galant Damons, \u201ees lohnt sich, sie genauso wie die Tierwelt zu erkunden\u201c. Der Guide f\u00fchrt seit vielen Jahren Touristen durch die Cape Winelands und erkl\u00e4rt ihnen die Fauna und Flora. An diesem Morgen beobachten die Wanderer eine Gruppe Paviane, die die morgendliche Stille ganz wie die Menschen zu genie\u00dfen scheinen. Kaphonigv\u00f6gel und Goldbrust-Nektarv\u00f6gel umschwirren die Protea- und Erikabl\u00fcten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Mont-Rochelle-Reservat ist Teil des Unesco-gesch\u00fctzten Cape-Winelands-Biosph\u00e4renreservats \u00f6stlich von Kapstadt. Mit seinen bis fast 2000 Meter aufragenden Bergketten sch\u00fctzt es einen bedeutenden Anteil des Kap-Florenreich, das kleinste der sechs kontinentalen Florenreiche der Welt. Dieses umfasst lediglich 0,5 Prozent Afrikas an der S\u00fcdspitze des Kontinents, ist aber Heimat von fast 20 Prozent aller Pflanzenarten des Kontinents.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Damons erkl\u00e4rt seiner Wandergruppe die medizinische Verwendung der Buchustr\u00e4ucher, die schon vor Jahrtausenden den ersten Bewohnern am Kap bekannt war. Viele Pflanzenarten des Fynbos, des immergr\u00fcnen Bioms in der Kapregion, nutzten die einst hier lebenden Khoisan als Heilmittel. Der auch in Europa beliebte Rooibostee beispielsweise, der urspr\u00fcnglich vom Westkap stammt, ist im Gegensatz zu vielen herk\u00f6mmlichen Teesorten koffeinfrei, gilt als besonders magenfreundlich und entz\u00fcndungshemmend. \u00c4hnliche Wirkung wird auch dem Honigbusch-Tee zugeschrieben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Pflanze jedoch darf bei einer botanischen Safari am Kap sicherlich nicht fehlen, selbst wenn sie urspr\u00fcnglich gar nicht von hier stammt: Vitis vinifera \u2013 die Edle Weinrebe. \u201eUrspr\u00fcnglich f\u00fchrten franz\u00f6sische Hugenotten den Wein schon im 17. Jahrhundert im Tal von Franschhoek ein\u201c, erz\u00e4hlt Damons, \u201esie fanden hier ideale Anbaubedingungen f\u00fcr die Rebsorten aus ihrer Heimat.\u201c Die protestantischen Glaubensfl\u00fcchtlinge legten zwischen den steil aufragenden Bergen den Grundstein f\u00fcr einige der \u00e4ltesten Weing\u00fcter am Kap.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wer mehr \u00fcber S\u00fcdafrikas beliebteste Weinsorten wissen m\u00f6chte, kann mit Galant etwa Boschendal, La Motte oder La Residence erkunden und den Wandertag bei einem funkelnden Glas Cabernet Sauvignon oder k\u00fchlem Chardonnay mit Blick auf das wahrlich beeindruckende Bergpanorama ringsum ausklingen lassen. Und ja, viele S\u00fcdafrikaner schw\u00f6ren darauf, dass auch der Genuss ihrer weltber\u00fchmten Weine als Heilmittel gegen allerlei Leiden Abhilfe schafft \u2013 wenn man es damit jedoch nicht \u00fcbertreibt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ob seinen G\u00e4sten von ihrer <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/suedafrika\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00fcdafrika<\/a> Reise eher die Chenin-Blanc-Reben aus Franschhoek, die stolze K\u00f6nigsprotea, S\u00fcdafrikas Nationalblume, vom Mont Rochelle oder Nkosis Buschkr\u00e4uter aus Sabi Sabi in Erinnerung bleiben werden? In jedem Fall haben sie mit allen Sinnen erlebt, dass sich eine Safari nicht nur zu S\u00fcdafrikas gro\u00dfen Tieren, sondern genauso auch zu seinen wundersamen Pflanzen lohnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein L\u00f6wenrudel beim Giraffenmahl, ein Leopard im Dickicht, zwei Nash\u00f6rner neben dem Gel\u00e4ndewagen, B\u00fcffel und Elefanten am Wasserloch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44331,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[29,17121,17117,4728,2786,17116,17115,17119,17114,182,17118,17113,17120,44,43,14585,4012],"class_list":["post-44330","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-suedafrika","tag-afrika","tag-arten","tag-franschhoek","tag-kruger","tag-nationalpark","tag-nkosi","tag-pflanze","tag-pflanzenarten","tag-sabi","tag-safari","tag-safariwagen","tag-savanne","tag-savannengras","tag-south-africa","tag-suedafrika","tag-suedafrikaner","tag-touristen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117017287151793134","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44330"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44330\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}