{"id":44382,"date":"2026-08-01T07:13:10","date_gmt":"2026-08-01T07:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44382\/"},"modified":"2026-08-01T07:13:10","modified_gmt":"2026-08-01T07:13:10","slug":"warum-armageddon-mehr-symbol-als-ort-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44382\/","title":{"rendered":"Warum Armageddon mehr Symbol als Ort ist"},"content":{"rendered":"<p>                            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AERIAL_VIEW_OF_TEL_MEGIDDO__7723470910_-862d9f4d2c6986c0.jpeg\"  width=\"3508\" height=\"1971\"  alt=\"Luftaufnahme einer Landschaft mit antiken \u00dcberresten\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"caption akwa-caption__text\">Luftaufnahme von Megiddo im heutigen Israel<\/p>\n<p class=\"source akwa-caption__source\">(Bild:\u00a0israeltourism\/<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:AERIAL_VIEW_OF_TEL_MEGIDDO_(7723470910).jpg\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">Commons<\/a>\/<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\/deed.de\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener nofollow\">CC-2.0<\/a>)<\/p>\n<p class=\"lead beitraganriss\">Megiddo erlebte Schlachten von \u00c4gyptern bis Osmanen. Sein Name wurde zum Synonym f\u00fcr den Weltuntergang. Doch wie viel davon ist blo\u00dfe Propaganda?<\/p>\n<p>Der Name Armageddon r\u00fchrt vom hebr\u00e4ischen Har Megiddo her, was so viel wie H\u00fcgel oder Berg von Megiddo hei\u00dft. Ein \u00fcber die Zeiten angelagertes H am Beginn und ein N am Ende des Namens f\u00fchrte zu Harmageddon bis das H im Anlaut auf der Strecke blieb.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Armageddon erlangte schaurige Ber\u00fchmtheit durch die Erw\u00e4hnung im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes (Kap. 16, Vers 16), die auch Apokalypse genannt wird. Die Abfassung dieses Buches wird mehrheitlich in das ausgehende 1. Jahrhundert nach Christus datiert.<\/p>\n<p>Die Stelle: &#8222;Da versammelten sie die K\u00f6nige an den Ort, der auf Hebr\u00e4isch Harmageddon hei\u00dft&#8220;, wird interpretiert als die Vorbereitung der versammelten K\u00f6nige auf die Entscheidungsschlacht im Kampf des Guten mit dem B\u00f6sen. Was wissen wir aus historischer Sicht \u00fcber diesen Ort?<\/p>\n<p>Megiddo erlebte mehrere Armageddons<\/p>\n<p>Dieses Harmageddon ist eigentlich kein konkreter Ort, sondern meint im \u00fcbertragenen Sinne eine zeitlose St\u00e4tte der letzten Zusammenkunft. Dass daf\u00fcr vom Autor der Apokalypse des Johannes die antike Siedlung von Megiddo ausgew\u00e4hlt wurde, ist symbolisch zu verstehen.<\/p>\n<p>Dennoch ist es wiederum auch kein Zufall, denn der H\u00fcgel von Megiddo ragte im w\u00f6rtlichen Sinne heraus. Er erhob sich einst fast 40 Meter \u00fcber die Jesreelebene im heutigen Nordisrael.<\/p>\n<p>Megiddos kleine Anh\u00f6he birgt mindesten 20 antike St\u00e4dte, die in mehreren tausend Jahren Besiedlung zwischen 5.000 und kurz vor 300 v. Chr. \u00fcbereinander angelegt wurden. In den \u00fcber einhundert Jahren arch\u00e4ologischer Erforschung Megiddos ist der H\u00fcgel auf 20 Meter H\u00f6he geschrumpft.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologen der Welt haben ihm den Sand abgegraben. Trotzdem dominiert er immer noch sein Umland und ist schon von Weitem zu sehen.<\/p>\n<p>Im Altertum war die Befestigung ein strategisch wichtiger Punkt. Infolge erlebte Megiddo gleich mehrere Armageddons. Hier k\u00e4mpften \u00c4gypter, Syrer, Hethiter, Kanaaniter, Israeliten, Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen, R\u00f6mer und Araber.<\/p>\n<p>Die befestigte Stadt lag an einem Knotenpunkt von Heer- und Handelswegen, die \u00c4gypten mit Syrien verbanden. Sie bewachte den Ausgang eines wichtigen Passes \u00fcber das Karmelgebirge. Die Ebene eignete sich bestens als Aufmarschgebiet bronzezeitlicher Heere mit ihren Streitwagen.<\/p>\n<p>Im Fadenkreuz der Gro\u00dfm\u00e4chte<\/p>\n<p>      <a class=\"grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link\" data-grossbildsrc=\"https:\/\/www.telepolis.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Ancient_Near_East_1500BC.svg-a69ec9eba0a60bdb.webp\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Ancient_Near_East_1500BC.svg-a69ec9eba0a60bdb.webp\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Karte des Orient\" height=\"920\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1280 \/ 920; object-fit: cover;\" width=\"1280\"\/><\/p>\n<p><\/a>      <\/p>\n<p>Karte des Orient ca. 1500 v.u.Z.<\/p>\n<p>            (Bild:\u00a0Enyavar\/<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Ancient_Near_East_1500BC.svg\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Commons<\/a>\/<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/deed.de\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">CC-4.0<\/a>)<\/p>\n<p>Die \u00f6stliche K\u00fcste des Mittelmeeres, das pal\u00e4stinensisch-syrische Gebiet, die Levante war eine Kontaktzone der damaligen Gro\u00dfm\u00e4chte. Vom S\u00fcden her beobachtete das \u00e4gyptische Pharaonenreich, vom Osten die wechselnden mesopotamischen Reiche (Assyrer, Babylonier) und vom Norden die Hethiter aus Kleinasien diesen Raum.<\/p>\n<p>Hier stie\u00dfen deren Interessen zusammen. Die einheimischen Kleink\u00f6nigreiche und F\u00fcrstent\u00fcmer (Israel, Juda, Philister, Syrer) hatten wenig Gelegenheit selbst\u00e4ndig zu herrschen. Zumeist hingen sie von einer oder mehreren der benachbarten Gro\u00dfreiche ab.<\/p>\n<p>\u00c4gypten greift nach Norden aus<\/p>\n<p>Kaum hatten die \u00c4gypter die Fremdherrschaft der Hyksos um 1540 v. Chr. abgeworfen, begr\u00fcndeten sie ihr Neues, nun wieder geeintes Reich (1550\u20131070 v. Chr.). Unter Thutmosis III. (1479\u20131423 v. Chr.) ergriffen die Pharaonen erneut die Offensive und versuchten das syrisch-pal\u00e4stinensische Gebiet ihrem Einfluss zu unterwerfen.<\/p>\n<p>Gleich Thutmosis III. erster Feldzug ging in diesen Raum und gipfelte in der Schlacht von Megiddo 1457 v. Chr. Dieser Pharao setzte auf Annektion, Besatzung, Einrichtung von Garnisonen und abh\u00e4ngigen Klientelherrschaften sowie Tributerhebung. Dazu gleich mehr \u2013 doch zuvor zu einem sehr interessanten Intermezzo.<\/p>\n<p>Hatschepsut \u2013 die k\u00f6nigliche Stiefmutter<\/p>\n<p>      <a class=\"grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link\" data-grossbildsrc=\"https:\/\/www.telepolis.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Hatshepsut_-_Metropolitan_Museum_of_Art-e1d6ef4eca7c0d94.jpg\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Hatshepsut_-_Metropolitan_Museum_of_Art-e1d6ef4eca7c0d94.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Statue der Hatschepsut\" height=\"539\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 356 \/ 539; object-fit: cover;\" width=\"356\"\/><\/p>\n<p><\/a>      <\/p>\n<p>Statue der Hatschepsut<\/p>\n<p>            (Bild:\u00a0Sarah Stierch &#8211; Metropolitan Museum of Art\/<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Hatshepsut_-_Metropolitan_Museum_of_Art.jpg\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Commons<\/a>\/<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/deed.de\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">CC-2.0<\/a>)<\/p>\n<p>Bevor Thutmosis III. seine glorreiche Laufbahn beginnen konnte \u2013 er ist einer der wenigen milit\u00e4risch erfolgreichen Pharaonen \u2013 regierte Hatschepsut (1478\u20131458 v. Chr.), eine Frau, fast 22 Jahre lange das Reich, solange wie keine andere Frau \u00c4gyptens.<\/p>\n<p>Offiziell tat sie das im Namen ihres Stiefsohns Thutmosis III. Sie lie\u00df sich, als der noch minderj\u00e4hrig war, zum K\u00f6nig kr\u00f6nen und hielt die Z\u00fcgel die n\u00e4chsten zwei Jahrzehnte in der Hand. Der dritte Thutmosis kam nicht zu Zuge. Das hat ihm sicher nicht gefallen.<\/p>\n<p>Als er endlich an die Macht kam, lie\u00df er ihren Namen von den Denkm\u00e4lern tilgen und ihre Statuen zertr\u00fcmmern. Seine Politik bildete ein Kontrastprogramm zu Hatschepsut und zu den sie st\u00fctzenden Kreise. Das d\u00fcrfte zu erheblichen inneren Spannungen gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Verworrene Familienbande<\/p>\n<p>Hatschepsut war die Hauptfrau Thutmosis II. (1493\u20131479 v. Chr.), des Vaters des dritten Thutmosis. Das Ehepaar \u2013 Halbgeschwister \u2013 hatte nur eine Tochter. Thutmosis III., der einzige m\u00e4nnliche Nachkomme seines Vaters, war der Sohn einer Nebenfrau Namens Isis.<\/p>\n<p>Er sollte den Thron erben, doch zuvor usurpierte Hatschepsut, nach dem fr\u00fchen Tod ihres br\u00fcderlichen Gemahls, die Herrschaft. Klar, dass es zwischen Stiefsohn und Stiefmutter, die auch seine Stieftante war, Stress gab. Als Thutmosis III. dann endlich an die Macht kam, er wurde bald 30 Jahre alt, wirkte er wie losgelassen.<\/p>\n<p>Auf nach Megiddo<\/p>\n<p>Als Thutmosis III. endlich das missliche Kapitel Stiefmutter, Stieftante, k\u00f6nigliche Witwe, K\u00f6nigin Hatschepsut abhaken konnte, schien er so frustriert, dass er erst einmal Dampf ablassen musste. Er begann einen Feldzug nach Norden. Ihm folgten weitere 16 gr\u00f6\u00dfere milit\u00e4rische Expeditionen, eine ging bis zum Euphrat, eine andere nach S\u00fcden nach Nubien. Es muss sich im Pharao viel Wut aufgestaut haben.<\/p>\n<p>      <a class=\"grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link\" data-grossbildsrc=\"https:\/\/www.telepolis.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Thutmose_III_at_Karnak-d168fed121fa28d2.jpg\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Thutmose_III_at_Karnak-d168fed121fa28d2.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\u00c4gyptisches Wandrelief\" height=\"853\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1280 \/ 853; object-fit: cover;\" width=\"1280\"\/><\/p>\n<p><\/a>      <\/p>\n<p>Thutmosis III. erschl\u00e4gt seine Feinde<\/p>\n<p>            (Bild:\u00a0Markh\/<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Thutmose_III_at_Karnak.jpg\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Commons<\/a>)<\/p>\n<p>Zuerst aber zog er nach Megiddo. In Hatschepsuts Zeit fielen einige der syrischen F\u00fcrsten vom Pharaonenreich ab. Eine Koalition unter dem K\u00f6nig von Kadesch bedrohten sogar \u00c4gypten. Dem wollte Thutmosis III. bereits in den ersten Monaten seiner Amtszeit entgegenwirken.<\/p>\n<p>Er zog im Fr\u00fchjahr 1457 mit seinem Heer \u00fcber das Karmelgebirge vor die Festung Megiddo, wo sich das feindliche Heer aufgestellt hatte. Das \u00fcberraschende Auftauchen des Pharaos l\u00f6ste bei den verb\u00fcndeten syrischen F\u00fcrsten Panik aus. Sie flohen \u00fcberst\u00fcrzt in die befestigte Stadt, wo sie die \u00c4gypter ein halbes Jahr lang belagerten.<\/p>\n<p>Als der K\u00f6nig von Kadesch und seine Verb\u00fcndeten aufgaben, kamen sie &#8222;auf ihren B\u00e4uchen herausgekrochen, um die Erde wegen der Macht der pharaonischen Majest\u00e4t zu k\u00fcssen, um Atem f\u00fcr ihre Nase zu erbitten [\u2026]&#8220;. Kurz: sie bettelten b\u00e4uchlings vor dem Pharao um ihr Leben.<\/p>\n<p>Er lie\u00df es ihnen und sie durften auch ihre Kronen, Diademe und Kleink\u00f6nigreiche behalten. Allerdings mussten die Besiegten hohe Tribute leisten: &#8222;Abgaben, bestehend aus Gold, Silber, Lapislazuli, T\u00fcrkis und Malachit, Getreide, Wein, Rinder und Kleinvieh&#8220;. Dazu &#8222;Gefangene, Pferde, Streitwagen, Panzerhemden, Bogen samt Pfeilen, Zelte&#8220;. Sie mussten dem Pharao einen Treueid schw\u00f6ren: &#8222;Wir werden nie wieder B\u00f6ses tun gegen [\u2026] unseren Herrn, [\u2026] denn wir haben seine Macht gesehen&#8220;.<\/p>\n<p>Dann entlie\u00df er sie wieder und sie &#8222;zogen alle auf Eseln ab, da ich ihre Pferdegespanne wegnahm. Ihre Stadtbewohner f\u00fchrte ich als Beute fort nach \u00c4gypten, desgleichen ihre Habe&#8220;. Thutmosis III. nahm seinen Gegnern die Kriegsausr\u00fcstung ab und deportierte deren Untertanen, die am Nil Frondienste leisten sollten, mit samt ihres Hab und Gutes.<\/p>\n<p>Herrschaftliche Propaganda<\/p>\n<p>Sieg auf der ganzen Linie! So behaupten es jedenfalls die k\u00f6niglichen Annalen, aus denen wir hier zitiert haben. Der Pharao siegt immer \u2026 in seinen Berichten. Es kann gar nicht anders sein, denn die G\u00f6tter haben ihn die Herrschaft \u00fcber die Welt verliehen. Er ist der &#8222;Herr der Fremdl\u00e4nder&#8220;, alle L\u00e4nder sind &#8222;bis zu den Sumpfl\u00f6chern Asiens&#8220; &#8222;unter seinen Sohlen&#8220;.<\/p>\n<p>      <a class=\"grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link\" data-grossbildsrc=\"https:\/\/www.telepolis.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Ancient_Egypt_Hieroglyphic_Relief__28334712951_-5a385c8cd09e31e1.jpg\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Ancient_Egypt_Hieroglyphic_Relief__28334712951_-5a385c8cd09e31e1.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Wandrelief mit Inschriften der Annalen Thutmosis\u2019 III.\" height=\"853\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1280 \/ 853; object-fit: cover;\" width=\"1280\"\/><\/p>\n<p><\/a>      <\/p>\n<p>Inschriften der Annalen Thutmosis\u2019 III.<\/p>\n<p>            (Bild:\u00a0Gary Todd\/<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Ancient_Egypt_Hieroglyphic_Relief_(28334712951).jpg\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Commons<\/a>\/<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/deed.en\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">CC-0<\/a>)<\/p>\n<p>Thutmosis III. ist sich nach seinem Feldzug gegen Megiddo sicher: Gott Amun habe ihm die &#8222;Bestallung zum Herrn aller Fremdl\u00e4nder&#8220; \u00fcbergeben und &#8222;er hat meine Siege gr\u00f6\u00dfer gemacht als die jedes K\u00f6nigs, der vorher war&#8220;. Schon von seiner stiefm\u00fctterlichen Stieftante Hatshepsut, unter deren Herrschaft die n\u00f6rdlichen Gebiete abgefallen waren, hie\u00df es: &#8222;Ihr geh\u00f6ren die Bergl\u00e4nder und alles, was der Himmel bedeckt, alles, was das Meer umgibt&#8220;.<\/p>\n<p>Heimgekehrt f\u00fchrte der siegreiche Pharao einen Triumphzug zu Ehren des siegbringenden Gottes Amun an. Und Thutmosis III. lie\u00df f\u00fcr seinen Gott Bauten errichten, um: &#8222;etwas Gutes zu tun dem, der meine Sch\u00f6nheit schuf, denn ich bin ja der, den er zum K\u00f6nig gekr\u00f6nt hat statt seiner selbst \u2013 ich will Gutes tun dem, der mich erzeugt hat&#8220;.<\/p>\n<p>Zweifel<\/p>\n<p>Wir verf\u00fcgen nicht \u00fcber Quellen der anderen Seite zu den Ereignissen. So k\u00f6nnen wir nicht \u00fcberpr\u00fcfen, ob der Pharao tats\u00e4chlich immer so siegreich war, wie seine Berichte behaupten. Zweifel sind jedoch angebracht. Bis heute siegen sich die M\u00e4chtigen zu Tode.<\/p>\n<p>Thutmosis III. f\u00fchrten weitere zw\u00f6lf seiner 17 Feldz\u00fcge nach Syrien, Pal\u00e4stina und den K\u00fcstenst\u00e4dten. Im sechsten eroberte er Kadesch, den Sitz des K\u00f6nigs, den er doch schon im ersten vernichtend geschlagen hatte. Die Levante blieb ein f\u00fcr das Pharaonenreich unsicheres Gebiet. Es darf daran gezweifelt werden, ob die Feinde so vor dem Pharao erzitterten, wie es seine Schreiber in seinem Auftrag immer wieder verk\u00fcndet haben.<\/p>\n<p>In der Schlacht jedenfalls \u2013 so deuten es die Berichte an \u2013 wurden auch Fehler gemacht: Die vom Pharaonenheer \u00fcberraschten Feinde in der Ebene vor Megiddo konnten sich nur deshalb in die Festung retten, weil die \u00c4gypter wichtige Zeit beim Pl\u00fcndern des gegnerischen Lagers verloren hatten. Thutmosis III. und seine Heerf\u00fchrer hatten ihre Armee nicht voll unter Kontrolle.<\/p>\n<p>Megiddo \u2013 Armageddon<\/p>\n<p>      <a class=\"grossbild cbox_gallery akwa-inline-img__link\" data-grossbildsrc=\"https:\/\/www.telepolis.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Battle_of_Megiddo__1918__Destroyed_Turkish_transport-7a5be77824c19933.jpg\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/1\/2\/4\/7\/7\/4\/Battle_of_Megiddo__1918__Destroyed_Turkish_transport-7a5be77824c19933.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Soldaten in einer ariden Landschaft, ein Schwarz-Wei\u00df-Foto\" height=\"2480\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3448 \/ 2480; object-fit: cover;\" width=\"3448\"\/><\/p>\n<p><\/a>      <\/p>\n<p>Zerst\u00f6rter osmanischer Transport 1918 im Wadi Fara<\/p>\n<p>            (Bild:\u00a0George Westmoreland\/<a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Battle_of_Megiddo_(1918)_Destroyed_Turkish_transport.jpg\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Commons<\/a>)<\/p>\n<p>Ein vorerst letztes Mal erlebte eine Armee ihr Armageddon vor Megiddo im September 1918. In der letzten gro\u00dfen Schlacht des 1. Weltkrieges unterlagen die Osmanen dem britischen General Allenby, was zum Zusammenbruch der pal\u00e4stinensischen Front und zur endg\u00fcltigen Niederlage des Osmanischen Reiches f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Der Kampf vollzog sich eigentlich in der Scharonebene und bei Nablus. Wegen der symbolischen Aufladung Megiddos \/ Armageddons aber verlegte Allenby die Szenerie hierher. Die \u00dcbertreibungen nehmen kein Ende.<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>Textbuch zur Geschichte Israels, hg. von Kurt Galling, 3. Auflage 1979, S. 14\u201321.Siegfried Morenz, Gott und Mensch im alten \u00c4gypten, 2. Auflage 1984.Jan Assmann, \u00c4gypten. Eine Sinngeschichte, 1999, S. 225\u2013280.Eric H. Cline, Armageddon. Auf der Suche nach der biblischen Stadt Salomos, 2021; engl. Original 2020.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Luftaufnahme von Megiddo im heutigen Israel (Bild:\u00a0israeltourism\/Commons\/CC-2.0) Megiddo erlebte Schlachten von \u00c4gyptern bis Osmanen. Sein Name wurde zum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44383,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[7],"tags":[54,4152,75,17144,55,1907,11407,1355],"class_list":["post-44382","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-aegypten","tag-aegypten","tag-antike","tag-archaeologie","tag-armageddon","tag-egypt","tag-geschichte","tag-palaestina","tag-religion"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117019017385497482","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44382","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44382"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44382\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44382"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44382"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44382"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}