{"id":44434,"date":"2026-08-01T12:03:17","date_gmt":"2026-08-01T12:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44434\/"},"modified":"2026-08-01T12:03:17","modified_gmt":"2026-08-01T12:03:17","slug":"fast-alle-migranten-verlassen-ceuta-eu-verarbeitet-schock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44434\/","title":{"rendered":"Fast alle Migranten verlassen Ceuta &#8211; EU verarbeitet Schock"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Madrid\/Ceuta (dpa). Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sind die meisten Menschen nach Angaben der spanischen Regierung nach Marokko zur\u00fcckgekehrt. Angesichts kaum vorhandener Aussichten auf eine Weiterreise sowie fehlender Unterkunft und Versorgung h\u00e4tten die Menschen entt\u00e4uscht und freiwillig die R\u00fcckreise angetreten, berichtete die Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c. Die Zahl der Toten stieg auf 67. Die Einsatzkr\u00e4fte suchten auch am Vormittag weiter das Meer ab.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Die EU beginnt erst, den Schock zu verarbeiten. Heute wollen sich Experten der EU-Mitgliedstaaten in einer Krisensitzung \u00fcber die Entwicklungen der vergangenen Tage austauschen, wie ein Sprecher der irischen Ratspr\u00e4sidentschaft mitteilte. Es wird nicht erwartet, dass die \u00d6ffentlichkeit nach den Gespr\u00e4chen \u00fcber Inhalte informiert wird. Am Montag kommen die Botschafter der EU-Staaten zusammen, um die Entwicklungen zu bewerten und die weitere Koordinierung zu erleichtern.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Neben den Ank\u00fcnften in Ceuta der letzten Tage und der Zahl der nach Marokko zur\u00fcckgekehrten Menschen werde es heute auch um die Unterst\u00fctzung der EU f\u00fcr Spanien und die diplomatischen Bem\u00fchungen mit Marokko gehen, sagte der Sprecher. Solche Krisentreffen sollen bei der Koordinierung politischer Entscheidungen helfen. An ihnen nehmen auch Vertreter der EU-Institutionen teil.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xblY5ZWlKTjJTYjUwc1NOV3NJVFAyUW1qU1VjZWlUTVJ5V2tLK3hBbklYelFlYkdrSXloemtvaDNVS3BSY2FWZjN6bXVFSHU1RFQ4eFJzeTJrcnUzK2QzalphWFRjQTVDMXhndzBtTVVBWkU9\/260731-0959-918366453.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta.\" data-glightbox=\"type: image; description: Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta.  | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260731-0959-918366453.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta. - \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Bootsfl\u00fcchtlinge und Migranten gehen nach dem \u00dcberqueren der Grenze zwischen Ceuta und Marokko hinter Schwimmreifen. Auch bei Einbruch der Dunkelheit am Donnerstag, dem 30. Juli, str\u00f6mten weiterhin zahlreiche Menschen unkontrolliert aus Marokko nach Ceuta.<br \/>\n                                    | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa<\/p>\n<p>Spanien setzt erstmals wieder Milit\u00e4r in der Exklave ein<\/p>\n<p class=\"em_text\">Ceuta hat weniger als 85.000 Einwohner und ist mit einer Fl\u00e4che von nur 18,5 Quadratkilometern etwas kleiner als der Frankfurter Flughafen. Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez sprach bei einem Besuch von einem \u201eAngriff\u201c und \u201eVerletzung der territorialen Integrit\u00e4t Spaniens\u201c. Die Regierung in Madrid setzt in der Exklave erstmals seit 2021 wieder Milit\u00e4r zur Unterst\u00fctzung der Grenzsicherung ein.<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Fast 50.000 Migranten seien in den vergangenen Tagen irregul\u00e4r in die Exklave an der Meerenge von Gibraltar gelangt, berichtete der staatliche Rundfunksender Radio Nacional unter Berufung auf die Regierung. Regionalpr\u00e4sident Juan Jes\u00fas Vivas sprach sogar von 60.000. Videos und Fotos zeigten \u00fcberwiegend junge M\u00e4nner, aber auch Familien mit Frauen und Kindern, die \u00fcber die Felsbl\u00f6cke gelangen, die zu dem k\u00fcnstlichen Damm geh\u00f6ren, der die Grenze zwischen Ceuta und Marokko markiert und sichern soll.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Der Aufforderung von Vivas, den Notstand auszurufen, war die Regierung nicht nachgekommen. S\u00e1nchez reiste aber nach der Anordnung des Milit\u00e4r-Einsatzes in die Exklave und k\u00fcndigte dort weitere Ma\u00dfnahmen an. So sollen am Grenzdamm zwischen den K\u00fcsten Marokkos und den Ceuta-Strand Tarajal Schwimmbojen installiert werden, um eine \u201ephysische Barriere\u201c zu schaffen.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Zudem sollen Verfahren beschleunigt werden, um die R\u00fcckf\u00fchrung irregul\u00e4r eingereister Migranten zu erleichtern. \u201eDie Ausreise vieler Migranten findet bereits statt\u201c, sagte S\u00e1nchez. Er hob die gute Zusammenarbeit mit Marokko hervor.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Auch in der zweiten spanischen Nordafrika-Exklave Melilla haben Hunderte Migranten die Grenze \u00fcberwunden. Etwa 400 Menschen seien \u00fcber zwei Grenz\u00fcberg\u00e4nge von Marokko aus auf dem Landweg und \u00fcber einen Damm im S\u00fcden der Stadt in das Gebiet gelangt, sagte der Pr\u00e4sident der autonomen Stadt, Juan Jos\u00e9 Imbroda, dem Radiosender Cope am Donnerstagabend. Die Sicherheitskr\u00e4fte h\u00e4tten die Lage unter Kontrolle gehalten.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xWVhsb1grYnJYWHl1NWwwV1VSWlAwckZxeVlSeVdYTndHWGlncS9hN0xDS3BPd2JEaVBNeWVJVEk3cjlXQlltSnRRRHkxMkhkUFNOZTNjRFhJWXgyUm53aVVQaGpUeVd3bERVb2xsU25PM1E9\/260731-1024-918385609.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren.\" data-glightbox=\"type: image; description: Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren.  | \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260731-1024-918385609.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Spanische Polizeibeamte greifen ein, als Migranten aus Marokko die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta \u00fcberqueren.<br \/>\n                                    | \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n<p>Konservative Medien und Politiker beklagen eine \u201eInvasion\u201c<\/p>\n<p class=\"em_text\">Die Ereignisse haben in Europa kurz nach der lang erstrittenen Asylreform heftige politische Debatten ausgel\u00f6st. Konservative Zeitungen wie \u201eABC\u201c und \u201eLa Raz\u00f3n\u201c sprachen von einer \u201eInvasion\u201c. Oppositionsf\u00fchrer Alberto Nu\u00f1ez Feij\u00f3o kritisierte S\u00e1nchez: Die Regierung d\u00fcrfe \u201enicht wegsehen, denn wir befinden uns in einer Krise der nationalen Sicherheit\u201c.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Am Donnerstagabend demonstrierten zahlreiche Einwohner Ceutas gegen den Andrang und warfen der Zentralregierung vor, die Kontrolle verloren zu haben. Aus Sorge vor Pl\u00fcnderungen blieben zahlreiche Gesch\u00e4fte geschlossen. RTVE zitierte Bewohner: \u201eWir hoffen, dass sie sie bald wegbringen\u201c, oder: \u201eViele Menschen trauen sich aus Angst nicht mehr aus ihren H\u00e4usern.\u201c<\/p>\n<p>                    Fotogalerie<br \/>Ankunft von zahlreichen Migranten in den spanischen Exklaven<\/p>\n<p>                    31. Juli 2026\n                <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/multimedia\/fotos\" class=\"nw-text-sm nw-font-medium nw-text-white\/60 hover:nw-text-white nw-shrink-0 nw-self-start sm:nw-mt-1 nw-no-underline nw-inline-flex nw-items-center nw-gap-1 nw-transition-colors nw-duration-200 motion-reduce:nw-transition-none nw-min-h-[44px] focus-visible:nw-outline-2 focus-visible:nw-outline-offset-2 focus-visible:nw-outline-white\" data-track=\"matomo\" data-track-category=\"Artikel\" data-track-action=\"click\" data-track-name=\"fotostrecke:mehr-galerien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                    Mehr Bildergalerien<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" data-foto-img=\"\" src=\"\" alt=\"\" class=\"foto-lightbox__img nw-block nw-max-w-full nw-object-contain\"\/><\/p>\n<p>In Europa schrillen die Alarmglocken<\/p>\n<p class=\"em_text\">In anderen EU-L\u00e4ndern werden Forderungen nach Konsequenzen laut. Italiens rechte Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni brachte den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum ins Spiel und bekommt daf\u00fcr Zuspruch der finnischen Innenministerin Mari Rantanen. In den EU-Regeln ist der Ausschluss eines Landes vom kontrollfreien Schengen-Raum gegen dessen Willen nicht vorgesehen.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Die Bilder aus Ceuta seien unzumutbar, hei\u00dft es von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. Sie fordert ein hartes Vorgehen gegen Schmugglernetzwerke und schnelle R\u00fcckf\u00fchrungen. In Br\u00fcssel werde an Unterst\u00fctzung f\u00fcr Spanien gearbeitet, auch durch die EU-Grenzschutzbeh\u00f6rde Frontex.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmtKbzdDYkJQUkM3SFp0RGdtdmoxelcxMktkL3M2VHh3b1dlSEJ2MlEwMmdpMlNPOWN2Uk1uSjk2bHpRNVZTMlRCbk5XZjVNRlJrZW1KTko4Z3ZkSlE2cXAvTFF3aERvakg4ZjVZeUJJWWM9\/260731-0959-918363343.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Die meisten der Migranten gelangten Medienberichten zufolge zwischen Mittwoch und Donnerstag \u00fcberwiegend schwimmend ans Ziel. Viele seien aber auch \u00fcber die Grenzz\u00e4une geklettert, hie\u00df es.\" data-glightbox=\"type: image; description: Die meisten der Migranten gelangten Medienberichten zufolge zwischen Mittwoch und Donnerstag \u00fcberwiegend schwimmend ans Ziel. Viele seien aber auch \u00fcber die Grenzz\u00e4une geklettert, hie\u00df es.  | \u00a9 IMAGO\/Europa Press \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/260731-0959-918363343.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Die meisten der Migranten gelangten Medienberichten zufolge zwischen Mittwoch und Donnerstag \u00fcberwiegend schwimmend ans Ziel. Viele seien aber auch \u00fcber die Grenzz\u00e4une geklettert, hie\u00df es. - \u00a9 IMAGO\/Europa Press\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Die meisten der Migranten gelangten Medienberichten zufolge zwischen Mittwoch und Donnerstag \u00fcberwiegend schwimmend ans Ziel. Viele seien aber auch \u00fcber die Grenzz\u00e4une geklettert, hie\u00df es.<br \/>\n                                    | \u00a9 IMAGO\/Europa Press<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Bundeskanzler Friedrich Merz hat die spanische Regierung aufgerufen, die Situation schnellstm\u00f6glich wieder in den Griff zu bekommen. \u201eDer Schutz der Au\u00dfengrenzen der Europ\u00e4ischen Union ist entscheidend f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung illegaler Migration\u201c, betonte der CDU-Politiker. \u201eVon Marokko erwarten wir, dass sie die illegalen Migranten unverz\u00fcglich wieder zur\u00fccknehmen\u201c, erg\u00e4nzte der Kanzler.<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">\u201eWir werden die M\u00f6glichkeit der Binnengrenzkontrollen \u00fcber den September hinaus verl\u00e4ngern\u201c, k\u00fcndigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) an. \u201eDie Situation in Ceuta verdeutlicht die volatile Lage bei der illegalen Migration\u201c, erkl\u00e4rte Dobrindt. Bis wann die Kontrollen verl\u00e4ngert werden sollen, sagte Dobrindt nicht. Trotz wachsender Kritik wurde die Regelung bereits dreimal verl\u00e4ngert \u2013 zuletzt bis Mitte September 2026.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xblY5ZWlKTjJTYjUwc1NOV3NJVFAyUW1qU1VjZWlUTVJ5V2tLK3hBbklYeEl3QVhEZlh2UDQrY2xuR3RsTTYxQkNEQnFuSFJGTi9nb25GKzgrQXNRWGhlRHhlNElPK2lWK0ZWSjNGN1dQcDQ9\/260731-1649-918601743.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Von Migranten zur\u00fcckgelassene Habseligkeiten treiben im Meer, nachdem diese von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta \u00fcbergesetzt hatten.\" data-glightbox=\"type: image; description: Von Migranten zur\u00fcckgelassene Habseligkeiten treiben im Meer, nachdem diese von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta \u00fcbergesetzt hatten.  | \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/260731-1649-918601743.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Von Migranten zur\u00fcckgelassene Habseligkeiten treiben im Meer, nachdem diese von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta \u00fcbergesetzt hatten. - \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Von Migranten zur\u00fcckgelassene Habseligkeiten treiben im Meer, nachdem diese von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta \u00fcbergesetzt hatten.<br \/>\n                                    | \u00a9 Antonio Sempere\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Frankreich versch\u00e4rft seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Angesichts der Lage in Ceuta habe er bereits am Donnerstagabend Anweisungen erteilt, die Kontrollen an der spanischen Grenze unverz\u00fcglich zu verst\u00e4rken, teilte Frankreichs Innenminister Laurent Nu\u00f1ez mit.<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">Au\u00dferdem werde die schnelle Eingreiftruppe der Grenzschutzbeh\u00f6rde f\u00fcr Kontrollen auch im Hinterland eingesetzt. Die bislang an der Grenze zu Italien zur Kontrolle der Migration eingesetzte Einheit besteht aus Kr\u00e4ften der Polizei, Gendarmerie, des Zolls sowie aus Soldaten der Anti-Terror-Gruppe Sentinelle.<\/p>\n<p>Italien setzt Schengen-Abkommen mit Spanien aus<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">Italien hat nach Angaben der rechten Regierung in Rom das Schengen-Abkommen \u00fcber den freien Personenverkehr in der EU gegen\u00fcber Spanien vor\u00fcbergehend ausgesetzt. Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Schritt auf der Plattform X als \u201eau\u00dfergew\u00f6hnliche Ma\u00dfnahme\u201c, die ergriffen worden sei, \u201eum die nationale Sicherheit zu gew\u00e4hrleisten und m\u00f6gliche Auswirkungen f\u00fcr unser Land zu verhindern\u201c. Nach den Worten von Meloni werden dadurch Grenzkontrollen wieder eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Derzeit gibt es allerdings keine Hinweise, dass die Migranten in Ceuta \u00fcberhaupt die Absicht h\u00e4tten, nach Italien weiterzureisen. Die Migranten befinden sich in der nordafrikanischen Exklave zudem weder im Schengen-Raum noch auf europ\u00e4ischem Festland. Sollten sie versuchen, das Mittelmeer zu \u00fcberqueren, w\u00fcrden sie zun\u00e4chst an einer EU-Au\u00dfengrenze ankommen \u2013 in Binnengrenzkontrollen k\u00f6nnen sie also zun\u00e4chst gar nicht geraten.<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">Spaniens Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez mahnt zur Achtung der europ\u00e4ischen Vertr\u00e4ge. \u201eSolidarit\u00e4t und Mitgef\u00fchl sind freiwillig. Die Achtung der europ\u00e4ischen Vertr\u00e4ge und der Datenlage ist es nicht\u201c, schreibt S\u00e1nchez auf der Plattform X. Es sei an der Zeit, an einem starken und geeinten Europa weiterzubauen \u2013 und Europa nicht zu spalten.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xRDhlVms3Mk03Y3o2VzVYUUVVNzVjU0J6bTdGbTJEbXJ6MFovY0Q4clZ0YXVKVnVsVnB1VVZtaDFHYUI1dUxGdXU3T0dTL3NJNDlsdURqeG8xamlHSzRmU0RxdnlYWDkxWDN3OXFqNyt0N1E9\/260731-1024-918389390.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder.\" data-glightbox=\"type: image; description: Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder.  | \u00a9 IMAGO\/Anadolu Agency \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260731-1024-918389390.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder. - \u00a9 IMAGO\/Anadolu Agency\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Unter den Migranten, die schwimmend nach Ceuta gelangt sind, sind auch viele Kinder.<br \/>\n                                    | \u00a9 IMAGO\/Anadolu Agency<\/p>\n<p>Warum der beispiellose Andrang, und warum jetzt?<\/p>\n<p class=\"em_text\">Es gibt mehrere Erkl\u00e4rungsversuche f\u00fcr die Lage. Verwiesen wird auf Armut und fehlende Perspektiven f\u00fcr junge Marokkaner. Als ein m\u00f6glicher Ausl\u00f6ser wird ein Beschluss des Obersten Gerichts in Madrid genannt, wonach die sofortige Zur\u00fcckweisung von Migranten nur dann zul\u00e4ssig ist, wenn diese beim irregul\u00e4ren Grenz\u00fcbertritt einen Zaun oder eine andere Sperre \u00fcberwunden haben. F\u00fcr Menschen, die \u00fcber einen unbefestigten Abschnitt wie das Meer nach Spanien gelangen, sei eine Einzelfallpr\u00fcfung n\u00f6tig. Deshalb auch die Entscheidung Madrids, im Meer nun Bojen zu installieren.<\/p>\n<p>Setzt Marokko Migranten als Druckmittel ein?<\/p>\n<p id=\"absatz21\" class=\"em_text\">Die Zeitung \u201eEl Pa\u00eds\u201c und andere Beobachter betonen jedoch, dies erkl\u00e4re die Krise nicht vollst\u00e4ndig. Vielmehr duldeten die marokkanischen Beh\u00f6rden die Ausreisen nach Ceuta allem Anschein nach pl\u00f6tzlich. Dadurch entstehe erneut der Verdacht, Rabat k\u00f6nne Migration \u2013 wie bereits w\u00e4hrend der Ceuta-Krise 2021 \u2013 als politisches Druckmittel gegen\u00fcber Spanien einsetzen. Um dem Anspruch auf Ceuta und der anderen von Marokko umschlossenen Exklave Melilla Nachdruck zu verleihen oder aber aus \u00c4rger wegen einer Algerien-Reise von S\u00e1nchez letzte Woche. Das Land liegt wegen des Westsahara-Konflikts mit Marokko im Clinch.<\/p>\n<p id=\"absatz22\" class=\"em_text\">Aus Rabat gab es zun\u00e4chst keine offizielle Reaktion. Die Botschafterin in Madrid, Karima Benyaich, betonte aber, ihr Land wolle die R\u00fcckkehr seiner Staatsangeh\u00f6rigen und setze auf eine \u201elegale, geordnete und sichere Migration\u201c.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xT3BGSmFIZUZ3VWQwODBUY2JITkp0QzBRWmdNbGZKM21rT2pMbXhoODhaeVZYMnI2Rm5GMCtzUkg3YnA4L1ZYUndCMTZIbnUvQUxwNkxDN204OVRFSm12bXd3RTE4RGRyQ3BkWmUrOVk3ZEE9\/260731-1028-918395319.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren.\" data-glightbox=\"type: image; description: Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren.  | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260731-1028-918395319.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren. - \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Migranten stehen im Wasser beim Versuch, die Grenze zwischen Ceuta und Marokko zu \u00fcberqueren.<br \/>\n                                    | \u00a9 Marcos Moreno\/EUROPA PRESS\/dpa<\/p>\n<p>2021 st\u00fcrmten mehr als 8.000 Menschen in die Exklave<\/p>\n<p class=\"em_text\">Die Bilder wecken Erinnerungen an die Ereignisse vor f\u00fcnf Jahren. Im Mai 2021 waren innerhalb von 36 Stunden mehr als 8.000 Menschen von Marokko aus in die Exklave gest\u00fcrmt. Madrid warf Rabat damals \u201eErpressung\u201c vor. Man war davon \u00fcberzeugt, dass die Grenzkontrollen gelockert oder gar ausgesetzt wurden, um Madrid im Streit um die Westsahara unter Druck zu setzen.<\/p>\n<p id=\"absatz24\" class=\"em_text\">Hintergrund des damaligen Konflikts war der Streit um die fr\u00fchere spanische Kolonie, die gr\u00f6\u00dftenteils von Marokko kontrolliert wird und von der Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung Polisario f\u00fcr einen eigenen Staat beansprucht wird. Spanien hatte den Anf\u00fchrer der Polisario 2021 aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden zur Behandlung aufgenommen, was in Rabat heftige Verstimmung ausl\u00f6ste. <\/p>\n<p class=\"nw-text-xl nw-uppercase nw-font-bold\" style=\"font-size:24px !important; line-height:32px; padding-bottom: 0px; \">INFORMATION<\/p>\n<p class=\"nw-text-lg nw-font-bold nw-pb-2\" style=\"font-size:20px !important; line-height:28px; padding-bottom: 8px; font-weight:700;\">Ceuta und Melilla<\/p>\n<p>        Obwohl Marokko 1956 die Unabh\u00e4ngigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven: Ceuta und Melilla. Beide werden von Marokko beansprucht.<\/p>\n<p>Beide K\u00fcstenst\u00e4dte haben seit 1995 ein Autonomiestatut und sind auch Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte. Ihr jeweils kleines Territorium wird vom Mittelmeer und von Marokko eingeschlossen.<br \/>\nCeuta ist eine spanische Stadt an der nordafrikanischen K\u00fcste und der Stra\u00dfe von Gibraltar. Sie ist rund 21 Kilometer von der Iberischen Halbinsel entfernt. Ceuta hat knapp 85.000 Einwohner, geh\u00f6rt zur Europ\u00e4ischen Union, nicht aber zur Nato und zum Schengen-Raum.<br \/>\nMelilla ist ebenfalls eine spanische Stadt an der nordafrikanischen K\u00fcste mit rund 87.000 Einwohnern. Sie liegt 250 Kilometer \u00f6stlich von Ceuta. Melilla geh\u00f6rt zur Europ\u00e4ischen Union, nicht aber zur Nato und zum Schengen-Raum.\u00a0\u00a0<br \/>\nIn der N\u00e4he beider Gebiete warten oft Tausende Afrikaner, vorwiegend aus L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara, auf eine Gelegenheit, in das zur EU geh\u00f6rende Gebiet zu kommen. Oft versuchen mehrere Hundert Menschen auf einmal, die Grenzbeamten zu \u00fcberraschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Madrid\/Ceuta (dpa). 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