{"id":44472,"date":"2026-08-01T18:05:20","date_gmt":"2026-08-01T18:05:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44472\/"},"modified":"2026-08-01T18:05:20","modified_gmt":"2026-08-01T18:05:20","slug":"fragen-und-antworten-zu-ceuta-ist-die-neue-fluechtlingskrise-schon-wieder-vorbei-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/44472\/","title":{"rendered":"Fragen und Antworten zu Ceuta: Ist die neue Fl\u00fcchtlingskrise schon wieder vorbei? | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Ceuta \u2013 Die Bilder erinnern an die gro\u00dfen Migrationskrisen der vergangenen Jahre: Zehntausende Menschen dr\u00e4ngen sich an Europas Au\u00dfengrenze. Mindestens 67 Menschen sterben, im Mittelmeer oder im Gedr\u00e4nge. Es brennen Autos, Gesch\u00e4fte werden gepl\u00fcndert, die Polizei ist machtlos.<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">W\u00e4hrend die EU-Kommission von \u201einakzeptablen\u201c Szenen spricht und harte R\u00fcckf\u00fchrungen fordert, flammt die Debatte \u00fcber die Migrationspolitik <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/spanien\/thema-spanien-alle-infos-80024300.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a>s auf. Kaum ein EU-Land sorgte damit zuletzt so h\u00e4ufig f\u00fcr Streit wie Spanien. BILD ist vor Ort in Ceuta und beantwortet die wichtigsten Fragen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Migranten schwimmen von Marokko aus zur spanischen Exklave Ceuta\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/b91bf811358a78df1674188493114af4,6d373414.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Migranten schwimmen von Marokko aus zur spanischen Exklave Ceuta <\/p>\n<p>Foto: Marcos Moreno\/Europa Press, S.A.\/Avalon<\/p>\n<p>Droht jetzt eine Fl\u00fcchtlingskrise?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Nach dem Ansturm sind die meisten der circa 50.000 illegal eingereisten Migranten laut Medienberichten nach Marokko zur\u00fcckgekehrt \u2013 dies l\u00e4sst sich bisher jedoch nicht dokumentieren. Den BILD-Reportern vor Ort bietet sich ein anderes Bild. Die Situation in Ceuta bleibt chaotisch. Junge M\u00e4nner ziehen durch die Stadt und verbreiten Angst und Chaos. Lokalpolitiker fordern Madrid zur Unterst\u00fctzung auf. Au\u00dfenminister Johann Wadephul (63, CDU) hat am Freitag nach BILD-Informationen mit seinem marokkanischen Kollegen Nasser Bourita (57) telefoniert und auf eine Beruhigung der Situation gedr\u00e4ngt. Wadephul zu BILD: \u201eDie Lage in Ceuta war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben.\u201c<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Zugleich rief er die EU-Kommission dazu auf, dem Schutz der Au\u00dfengrenzen absolute Priorit\u00e4t einzur\u00e4umen. \u201eUm illegale <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/migration-aktuelle-news-und-infos-psdS6LZkVQvwfyopqrQ3\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Migration<\/a> zu kontrollieren, brauchen wir Partner au\u00dferhalb <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/europa\/nachrichten-news-fotos-videos-17813958.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europas<\/a>, wie in diesem Fall Marokko.\u201c Eine gro\u00dfe Krise scheint also abgewendet, die Situation bleibt aber kritisch.<\/p>\n<p>War alles von Marokko geplant?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Die Grenze zu Ceuta gilt f\u00fcr Spanien als schwer zu sichern. Hei\u00dft: Wenn Marokko die Migranten nicht aufh\u00e4lt, kommen sie leicht auf spanischen Boden. Die marokkanischen Grenzpolizisten sollen sich kurz vor der Invasion zur\u00fcckgezogen haben. Erst am Freitagabend griffen sie mit Tr\u00e4nengas und Wasserwerfern ein. Dass Marokko den Ansturm mit Absicht ausgel\u00f6st hat, ist zwar nicht belegbar \u2013 der Verdacht liegt jedoch nahe. Schon 2021 hatte das Maghreb-Land die Grenz\u00f6ffnung als Druckmittel gegen\u00fcber Spanien genutzt. K\u00f6nig Mohammed VI. spielt eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>Kommen die Migranten jetzt zu uns?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Ceuta ist zwar Teil Spaniens und damit EU-Gebiet, doch wer in Ceuta ankommt, kann nicht automatisch auf das spanische Festland oder in andere Schengen-Staaten. BILD sprach mit Ayoub, der mehrere hundert Meter an der K\u00fcste entlang geschwommen war, um nach Ceuta zu kommen. Die Weiterreise bleibt verwehrt \u2013 f\u00fcr ihn kein Grund, zur\u00fcckzukehren. \u201eSchon vor drei Jahren gelang es mir, nach <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/deutschland\/nachrichten-news-fotos-videos-17266634.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> zu kommen. Dort stellte ich einen Asylantrag und wurde in Leverkusen-Opladen untergebracht. Der Antrag wurde abgelehnt, dann wurde ich abgeschoben.\u201c Ayoub kann seine Angaben nicht mit Dokumenten belegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"BILD-Reporter Dimitri Soibel im Gespr\u00e4ch mit dem Marokkaner Ayoub, der als Asylbewerber in Leverkusen Deutsch lernte\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/e2bf0361fdc7aa038a9980bfffd790f8,890d74f8.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">BILD-Reporter Dimitri Soibel im Gespr\u00e4ch mit dem Marokkaner Ayoub (24), der als Asylbewerber in Leverkusen Deutsch lernte<\/p>\n<p>Foto: Peter M\u00fcller\/BILD<\/p>\n<p>Warum kamen die Migranten jetzt nach Ceuta?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Ayoub sagt: \u201eVergangene Woche hatte sich in Marokko die Nachricht \u00fcber ein spanisches Gerichtsurteil wie ein Lauffeuer verbreitet. Es hie\u00df, dass, wer schwimmend in Spanien ankommt, nicht ohne Pr\u00fcfung zur\u00fcckgeschickt wird. F\u00fcr mich und all die anderen war das ein Signal, sich schnell mit Schwimmreifen in Superm\u00e4rkten einzudecken und nach Ceuta aufzubrechen.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Ein Migrant kniet nach der Ankunft zum Gebet. Um ihn herum ist der Strand \u00fcbers\u00e4t mit Schwimmhilfen und zur\u00fcckgelassenem M\u00fcll\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/8e433423c9a49c4103bd5d3c59a597b1,8917ed00.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Ein Migrant kniet nach der Ankunft zum Gebet. Um ihn herum ist der Strand \u00fcbers\u00e4t mit Schwimmhilfen und zur\u00fcckgelassenem M\u00fcll<\/p>\n<p>Foto: ddp\/abaca press<\/p>\n<p>Darf Spanien die Migranten zur\u00fcckschicken?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Das Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs hat k\u00fcrzlich auch in Europa f\u00fcr Aufsehen gesorgt: Migranten, die auf dem Seeweg spanisches Hoheitsgebiet erreichen, d\u00fcrfen nicht einfach per \u201esofortiger Zur\u00fcckweisung\u201c nach Marokko gebracht werden, sondern m\u00fcssen zun\u00e4chst eine Pr\u00fcfung erhalten (etwa Asylgr\u00fcnde, Minderj\u00e4hrigkeit). \u201eSchwimmende\u201c Migranten haben damit einen Freibrief f\u00fcr eine illegale Einreise. Kurios: Die Linke in Berlin forderte trotzdem ihre Aufnahme.<\/p>\n<p>Warum ist Marokko immer noch kein sicheres Herkunftsland?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Daf\u00fcr muss gew\u00e4hrleistet sein, dass dort keine politische Verfolgung droht. Marokko ist bei uns bislang kein sicherer Herkunftsstaat, weil es Menschenrechtsbedenken gibt. Kritiker argumentieren, dass <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/orte\/marokko\/nachrichten-news-fotos-videos-17376544.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marokko<\/a> ein stabiles Land sei.<\/p>\n<p>BILD-Reporter Dimitri Soibel in Ceuta: Spanier sichern Grenze mit schwimmender Sperre<a class=\"anchor video-teaser__anchor\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/bild-reporter-dimitri-soibel-in-ceuta-spanier-sichern-grenze-mit-schwimmender-sperre-6a6df3fedd06dd5ef2e41981\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/9700ed4fe42d822b7f494698b57c884d,4c578393.jpeg\"   class=\"landscape teaser__image\"\/><\/a><\/p>\n<p>Quelle: BILD, AP01.08.2026<\/p>\n<p>Werden Migranten verteilt, wenn ein Aufnahmeland \u00fcberlastet ist?<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4360\">Seit dem 12. Juni 2026 gelten die neuen Regeln des EU-Asylsystems (GEAS). Wenn ein EU-Staat wegen hoher Ankunftszahlen \u00fcberlastet ist, m\u00fcssen andere Mitgliedstaaten unterst\u00fctzen \u2013 je nach Bev\u00f6lkerungsgr\u00f6\u00dfe und Wirtschaftskraft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Ceuta \u2013 Die Bilder erinnern an die gro\u00dfen Migrationskrisen der vergangenen Jahre: Zehntausende Menschen dr\u00e4ngen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":44473,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[10],"tags":[1615,2088,1682,95,96,1544,915],"class_list":["post-44472","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-marokko","tag-ceuta","tag-fluechtling","tag-fluechtlinge","tag-marokko","tag-morocco","tag-spanien","tag-team-first"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@afrika\/117021581197535268","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44472","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44472"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44472\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44472"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44472"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/afrika\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44472"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}